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Ursachen und Folgen der rückläufigen Mitgliederentwicklung in den deutschen Gewerkschaften - empirische Daten und theoretische Erklärungen

Title: Ursachen und Folgen der rückläufigen Mitgliederentwicklung in den deutschen Gewerkschaften - empirische Daten und theoretische Erklärungen

Term Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Diplom Betriebswirt André Henrichfreise (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Schaut man sich die Mitgliederentwicklung der deutschen Gewerkschaften bis Mitte der 1980 Jahre an, musste man bis dahin unbesorgt sein. Immer stetig steigende Mitgliederzahlen und damit verbunden eine Untermauerung der gesellschaftlichen Relevanz der Gewerkschaft als Institution. Aber der Schein trügte und erste Risse machten sich Anfang der 1980er Jahre bemerkbar. Diese Annzeichen konnte man aber nicht an den Mitgliederzahlen erkennen, sonder am Organisationsgrad der aus der Relation der Größen Zahl der Gewerkschaftsmitglieder zu der Gesamtzahl der abhängig Beschäftigten bzw. abhängigen Erwerbespersonen hervorgeht. Heutzutage sind sich die Gewerkschaften des Problems viel mehr bewusst und es hat auch schon die Öffentlichkeit erreicht. Das Voranschreiten des Mitgliederrückgangs nimmt schon fast existentiellen Formen an. Der vereinigungsbedingte Boom von 4 Mio. neuen Mitgliedern aus dem Osten der Republik, der einen neuen Höchststand von ca. 11,8 Mio.1 Mitgliedern zur Folge hatte ist innerhalb eines Jahrzehntes zerronnen. Dieser Trend setzt sich auch heute noch fort.

In dieser Arbeit wird auf diesen Prozess eingegangen. Im ersten Abschnitt wird die Gewerkschaft als Organisation erläutert. Es werden Entstehung, Aufgaben und Interessen der Gewerkschaft dargelegt. Im zweiten Abschnitt wird die Mitgliederentwicklung erörtert und es werden Erklärungen bzw. Ursachen der rückläufigen Mitgliederentwicklung dargelegt. Darauf folgt ein kurzer Ausblick mit möglichen Folgen dieser Entwicklung für die Gewerkschaften. Im Fazit wird die Arbeit nochmals zusammengefasst, ein Ausblick mit meiner persönlichen Meinung gegeben sowie Wege aus der Krise aufgezeigt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gewerkschaft

2.1 Entstehung der Gewerkschaften international

2.2 Entstehung der Gewerkschaften in Deutschland

2.3 Aufgabe der Gewerkschaft

2.4 Interessenlage bzw. Zielsetzung der Gewerkschaften und ihrer Mitglieder

3. Einflussfaktoren auf die Gewerkschaft

4. Einflussfaktoren einer Gewerkschaftsmitgliedschaft

4.1 Ökonomische Einflussfaktoren

4.2 Soziologische Einflussfaktoren

4.3 Strukturelle bzw. institutionelle Einflussfaktoren

5. Mitgliederentwicklung der Gewerkschaften in Deutschland

6. Ursachen der Mitgliederentwicklung

7. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die rückläufige Mitgliederentwicklung deutscher Gewerkschaften seit den 1980er Jahren, analysiert die zugrunde liegenden theoretischen Erklärungsansätze sowie die sozioökonomischen Faktoren und diskutiert notwendige Reformen zur Überwindung der Krise.

  • Historische Entwicklung und Aufgaben der Gewerkschaften
  • Ökonomische, soziologische und strukturelle Einflussfaktoren auf den Organisationsgrad
  • Empirische Analyse der Mitgliederzahlen und der Mitgliederstruktur von 1950 bis 2002
  • Analyse der Interessenskonflikte zwischen Beschäftigten, Arbeitslosen und Gewerkschaftsführung
  • Strategien zur Bewältigung der existenziellen Krise durch Modernisierung und Flexibilisierung

Auszug aus dem Buch

4.1 Ökonomische Einflussfaktoren

Vom ökonomischen Standpunkt aus betrachtet stellt sich die Frage, ob der erzielte Nutzen einer Mitgliedschaft ihre Kosten (circa 1% des Brutto-Lohns) aufwiegt. Der ökonomische Nutzen eines Mitglieds stellt sich in folgenden Leistungen dar:

• Der Tarifvertrag d.h. höhere Einkommen für die Mitglieder. Die Problematik liegt hier in dem Faktum, dass der abgeschlossene Tarifvertrag in Deutschland in der Regel auch für Nichtgewerkschaftsmitglieder Gültigkeit hat (resultierend aus den Bemühungen der Arbeitgeber die Anreize zum Gewerkschaftsbeitritt möglichst gering zu halten).

• Selektive Anreize wie z.B. Versicherungsleistungen. Jedoch sind die wesentlichen sozialen Risiken wie Alter, Unfall, Krankheit und Arbeitslosigkeit zunehmend durch öffentliche Pflichtversicherungen abgedeckt worden

• Streikunterstützung. Sie ist allerdings nur sehr schwierig durch den Einzelnen abzuwägen und somit sind die Vorteile bei der Kosten/Nutzen Betrachtung nur schwer ersichtlich

• Rechtschutz und andere Versicherungsleistungen. Hier kommt man zur selben Schlussfolgerung wie bei der Streikunterstützung, da in der Regel die Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen nicht durch den Einzelnen geplant werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den historischen Wendepunkt der Gewerkschaftsentwicklung in den 1980er Jahren und die Relevanz der sinkenden Organisationsgrade für die Institution.

2. Die Gewerkschaft: Erläutert die theoretischen Grundlagen, Entstehungsgeschichte sowie die Aufgaben und das Selbstverständnis von Gewerkschaften als Interessenvertretungen.

3. Einflussfaktoren auf die Gewerkschaft: Untersucht die Bedeutung von Mitgliederzahlen für die Organisationsmacht und die Problematik von Trittbrettfahrern im Kontext des sozialen und wirtschaftlichen Wandels.

4. Einflussfaktoren einer Gewerkschaftsmitgliedschaft: Analysiert ökonomische, soziologische und institutionelle Beweggründe für (oder gegen) einen Gewerkschaftsbeitritt aus Sicht des Individuums.

5. Mitgliederentwicklung der Gewerkschaften in Deutschland: Liefert eine empirische Datenbasis zur Entwicklung der Mitgliederzahlen und der veränderten Mitgliederstruktur von 1950 bis 2002.

6. Ursachen der Mitgliederentwicklung: Führt den Rückgang der Organisationsgrade auf den Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft und postmaterialistische Wertewandel zurück.

7. Fazit: Führt die Analyse zusammen, bewertet die aktuelle existenzielle Krise und entwirft Perspektiven für eine notwendige Neuausrichtung der Gewerkschaften.

Schlüsselwörter

Gewerkschaften, Mitgliederentwicklung, Organisationsgrad, Mitbestimmung, Tarifverträge, Arbeitsmarkt, Strukturwandel, Globalisierung, Dienstleistungssektor, Trittbrettfahrer, Interessenvertretung, Vollbeschäftigung, Arbeitnehmer, Mitgliederstruktur, Reformstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rückläufigen Entwicklung der Mitgliederzahlen in deutschen Gewerkschaften, die seit den 1980er Jahren zu beobachten ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die historischen Grundlagen der Gewerkschaftsbewegung, die verschiedenen Einflussfaktoren auf das Beitrittsverhalten von Arbeitnehmern und die empirische Analyse der Mitgliederzahlen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ursachen für die Krise der Gewerkschaften aufzuzeigen und theoretische sowie praktische Erklärungen für den Mitgliederschwund zu liefern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse theoretischer Konzepte (wie des homo economicus und homo sociologicus) und einer empirischen Datenanalyse der Mitgliederstatistiken genutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Gewerkschaft als Organisation, die Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Mitgliedschaft sowie die detaillierte empirische Auswertung der Mitgliederzahlen seit 1950.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Organisationsgrad, Gewerkschaftsmacht, Strukturwandel, Trittbrettfahrermentalität und Interessenkonflikte.

Wie beeinflusst der Strukturwandel die Gewerkschaften laut der Arbeit?

Der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft führt dazu, dass neue Arbeitnehmergruppen weniger kollektiv orientiert sind und Gewerkschaften schwerer mobilisierbar sind.

Welche Lösungsvorschläge unterbreitet der Autor für die Krise?

Der Autor empfiehlt eine Entbürokratisierung, eine flexiblere Tarifpolitik und einen offensiveren Umgang mit den Herausforderungen der Globalisierung, um die Attraktivität der Gewerkschaften zu steigern.

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Details

Title
Ursachen und Folgen der rückläufigen Mitgliederentwicklung in den deutschen Gewerkschaften - empirische Daten und theoretische Erklärungen
College
Hamburg University of Ecomomy and Policy
Course
Soziologie der Abeitswelt
Grade
2,5
Author
Diplom Betriebswirt André Henrichfreise (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V34443
ISBN (eBook)
9783638346603
Language
German
Tags
Ursachen Folgen Mitgliederentwicklung Gewerkschaften Daten Erklärungen Soziologie Abeitswelt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Betriebswirt André Henrichfreise (Author), 2004, Ursachen und Folgen der rückläufigen Mitgliederentwicklung in den deutschen Gewerkschaften - empirische Daten und theoretische Erklärungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34443
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