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Wesensmerkmale der AfD. Welche Art von Populismus vertritt die Alternative für Deutschland?

Titel: Wesensmerkmale der AfD. Welche Art von Populismus vertritt die Alternative für Deutschland?

Hausarbeit , 2016 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christoph Peters (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist eine verhältnismäßig neue Partei, die seit ihrer Gründung im Februar 2013 enorme öffentliche Resonanz in der bundesdeutschen Medienlandschaft erzeugt und im Zuge einer programmatischen Neuausrichtung mittlerweile wohl klar als rechtspopulistisch eingeordnet werden kann. Auf allen politischen Ebenen, abseits der Bundesebene (Europa-, Länder- und Kommunalebene), konnte sie mittlerweile beachtliche Wahlergebnisse bis zum zweistelligen Prozentbereich einfahren. In ihrer Stärke und Ausrichtung erscheint die Partei hierbei für die Bundesrepublik als neues Phänomen, gab es doch erfolgreiche rechtspopulistische Parteien hierzulande bislang noch nicht. Im rechten Parteienspektrum waren wahlweise rechtsextreme Parteien, wie die NPD oder die DVU, bzw. deren Zusammenschluss, vorzufinden, oder rechtspopulistische Avancen, wie die der Republikaner blieben erfolglos.

Dies war und ist in den weiteren Ländern Europas anders gewesen, in denen rechts- (und links-) populistische Parteien schon früher breiteren Erfolg hatten. Dies wurde in der Ausgabe „Populismus“ der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APuZ) im Jahr 2012 zum Thema gemacht. In der vorliegenden Arbeit werden die von Karin Priester in ebendieser APuZ-Ausgabe erarbeiteten „Wesensmerkmale des Populismus“ auf die Entwicklung der AfD bezogen um hiermit prüfen zu können, inwiefern sich selbige in bestehende theoretische Konzepte einpassen lässt und zu analysieren, welche Art von populistischer Rechtspartei sie darstellt.

Die Forschungsfrage für die folgenden Seiten lautet hieran anschließend: Inwieweit erscheint die Alternative für Deutschland im Sinne Priesters als exkludierende, sich auf ein ideologisches Minimum von Volk und Elite stützende Partei, die es schafft das Thema der „nationalen Identität“ im Parteienspektrum der BRD neu zu besetzen? Die in der Fragestellung repräsentierten Eigenschaften sind die „Wesensmerkmale des Populismus“, die Priester in ihrem Artikel herausarbeitet und die hier zu prüfen sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Wesensmerkmale der AfD – Welche Art von Populismus vertritt die Alternative für Deutschland?

Populismus – einführende historische und theoretische Perspektiven

Exklusion durch relationale Abgrenzung

Ideologisches Minimum: Elite, Volk und dessen Mobilisierung

Zwischen Protest und Identität

Nationale Identität: Krisensymptome und leere Räume der deutschen Politik bzw. Parteienlandschaft

Fazit und Einordnung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Alternative für Deutschland (AfD) als eine exkludierende, sich auf ein ideologisches Minimum von Volk und Elite stützende Partei klassifiziert werden kann, die das Thema der „nationalen Identität“ im deutschen Parteienspektrum neu besetzt. Dabei wird die Theorie des Populismus nach Karin Priester auf die Entwicklung und Programmatik der AfD angewendet.

  • Analyse der AfD anhand der „Wesensmerkmale des Populismus“ nach Karin Priester.
  • Untersuchung der Exklusion durch relationale Abgrenzung gegenüber nicht-autochthonen Bevölkerungsgruppen.
  • Analyse des ideologischen Minimums von Volk und Elite sowie der Mechanismen der Mobilisierung.
  • Abgrenzung und Übergang zwischen Protest- und Identitätspopulismus.
  • Einordnung der AfD in den politischen Raum als Reaktion auf die Krise der etablierten Parteien.

Auszug aus dem Buch

Exklusion durch relationale Abgrenzung

Mit dem Begriffspaar der Inklusion und Exklusion trennt Priester Rechts- von Linksextremismus. Ersterer ziele auf das Ausschließen von Menschen und die Reservation politischer Teilhabe nur für die eigene, autochthone, Bevölkerung, wohingegen letzterer auf die Inklusion (als entsprechender Gegenbegriff) unterprivilegierter Bevölkerungsschichten abstelle und dies durch Partizipation und Ressourcenumverteilung erreichen wolle (vgl. Priester, S. 3). Dabei wird im Prinzip schon evident, dass sich Populismus nur in Relation zu etwas Anderem konstituieren kann, das heißt, dass er selbst „keine Substanz im Sinne eines zentralen, nur ihm eigenen Wertesystems“ (ebd.) hat. Die Bezugnahme kann hier quasi beliebig erfolgen und dementsprechend sehr wandelbar sein und wird nur durch ein „bloßes Bündel von Vorstellungen“ (ebd.) dauerhaft zusammengehalten.

So erklärt sich beispielsweise, wie die AfD es schaffen konnte ihr Kernthema der Euro-Politik, im Zuge der entsprechenden europäischen Finanzkrise, mit Fokus auf die Thematik der so genannten „Griechenlandkrise“, ohne dafür von ihrer Wähler*innenschaft abgestraft zu werden, durch den Themenkomplex um die so genannte „Flüchtlingskrise“ zu substituieren. Es gab innerparteiliche Richtungskämpfe inklusive dem Abwandern eines kompletten Parteiflügels (jenem um die einstmals starke Gründungsfigur Bernd Lucke), aber die Partei an sich ist daran weder zerbrochen, noch wurde ihr dieses Anpassen zu einem großen Vorwurf gemacht.

Zusammenfassung der Kapitel

Wesensmerkmale der AfD – Welche Art von Populismus vertritt die Alternative für Deutschland?: Einleitung in die Entstehungsgeschichte der AfD und Darlegung der Forschungsfrage auf Basis der Theorie von Karin Priester.

Populismus – einführende historische und theoretische Perspektiven: Überblick über die historische Entwicklung des Rechtspopulismus in Europa und die theoretische Fundierung der Arbeit.

Exklusion durch relationale Abgrenzung: Untersuchung der AfD-Politik hinsichtlich der Ausgrenzung von nicht-autochthonen Gruppen und deren Anpassungsfähigkeit an den aktuellen Diskurs.

Ideologisches Minimum: Elite, Volk und dessen Mobilisierung: Analyse der populistischen Rhetorik der AfD, die zwischen einer abgelehnten etablierten Elite und einem imaginierten Volk unterscheidet.

Zwischen Protest und Identität: Einordnung der AfD im Kontext weiterer rechtspopulistischer Bewegungen und Beschreibung des Übergangs vom Protest- zum Identitätspopulismus.

Nationale Identität: Krisensymptome und leere Räume der deutschen Politik bzw. Parteienlandschaft: Erörterung der These, dass die AfD den politischen Raum zwischen Rechtsextremismus und Nationalkonservatismus besetzt.

Fazit und Einordnung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe bezüglich der AfD.

Schlüsselwörter

AfD, Populismus, Rechtspopulismus, Karin Priester, Exklusion, Inklusion, Elite, Volk, Identität, Nationale Identität, Protestpopulismus, Identitätspopulismus, Parteienlandschaft, Flüchtlingskrise, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Alternative für Deutschland (AfD) als rechtspopulistische Partei und untersucht deren Wesensmerkmale anhand der theoretischen Konzepte von Karin Priester.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zentrale Themen sind die relationale Abgrenzung (Exklusion), das ideologische Minimum von Volk und Elite, die politische Mobilisierung sowie die Besetzung des Themas nationale Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu prüfen, inwiefern die AfD die von Priester definierten populistischen Merkmale aufweist und als Reaktion auf die Krise der etablierten Parteien verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Analyse, bei der ein bestehendes theoretisches Fragment (Priester) auf ein konkretes Fallbeispiel (AfD) angewendet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Flexibilität der AfD bei der thematischen Ausrichtung, ihrer Rolle im Spektrum zwischen Protest und Identität sowie ihrem Verhältnis zu den etablierten Parteien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Populismus, AfD, Exklusion, nationale Identität und die Abgrenzung zwischen Elite und Volk.

Wie erklärt die Arbeit die Wandelbarkeit der AfD-Positionen?

Die Arbeit argumentiert, dass Populismus keine feste Substanz besitzt, sondern sich relational konstituiert und flexibel an aktuelle Diskurse anpassen kann, um als Strategie des Machterwerbs zu fungieren.

Welche Rolle spielt der Begriff der „nationalen Identität“ für die AfD?

Die AfD besetzt laut der Arbeit diesen Begriff, um einen „leeren Raum“ in der deutschen Parteienlandschaft zu füllen und sich als Gegenpol zur als fremdbestimmt wahrgenommenen Politik zu inszenieren.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wesensmerkmale der AfD. Welche Art von Populismus vertritt die Alternative für Deutschland?
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,7
Autor
Christoph Peters (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V344446
ISBN (eBook)
9783668343481
ISBN (Buch)
9783668343498
Sprache
Deutsch
Schlagworte
AfD Populismus Wesensmerkmale Parteienforschung Parteienlandschaft Parteienspektrum politisches System
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Peters (Autor:in), 2016, Wesensmerkmale der AfD. Welche Art von Populismus vertritt die Alternative für Deutschland?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344446
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Leseprobe aus  13  Seiten
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