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Barbara. Mehr als nur Schwarz und Weiß

Gesellschaftskritik in der Street Art

Titel: Barbara. Mehr als nur Schwarz und Weiß

Masterarbeit , 2016 , 93 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lisa Valentina Riedel (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Street Art ist allgegenwärtig und hat sich mittlerweile fest auch im deutschen Stadtbild etabliert. Doch was ist Street Art genau und worin unterscheidet sie sich von Graffiti oder Urban Art? Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zunächst mit der Begriffsklärung und Fragen der Abgrenzung.

Im Anschluss daran stehen die Arbeiten der deutschen Klebekünstlerin „Barbara.“ im Zentrum. Ihre Werke werden in Bezug auf die geäußerte Gesellschaftskritik analysiert. Gleichzeitig werden sie in einem kunsthistorischen Kontext verankert. Als Vergleichsobjekte aus der Street Art-Szene werden darüber hinaus Arbeiten von Banksy und Blek le Rat herangezogen. Durch den Vergleich werden Parallelen und Besonderheiten in Barbaras Street Art-Werken hervorgehoben und näher erläutert.

Aus dem Inhalt:
- Post-Graffiti, Street Art und Urban Art;
- kunsthistorische Verankerung von Street Art;
- Die Klebekünstlerin Barbara.;
- Gesellschaftskritik in der Kunstgeschichte und der Street Art

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Stand der Forschungsliteratur

2 Post-Graffiti, Street Art oder Urban Art?

2.1 Street Art – Eine ephemere Erscheinung im Stadtbild

2.2 Vandalismus oder Stadtverschönerung?

2.3 Probleme eines ästhetischen Phänomens

3 Pop Art, Dada und Co. – Eine kunsthistorische Verankerung von Street Art

4 Barbara. – Die Klebekünstlerin schreckt vor keinem Thema zurück

4.1 ‚Bekleben Verboten‘ – Barbara. gestaltet Straßenschilder

4.2 ‚Ich liebe vielschichtigen Humor‘ – Barbara. reagiert und gestaltet Plakate

5 Barbara. reiht sich sein: Gesellschaftskritik in der Kunstgeschichte

6 Barbara. ist nicht allein: Gesellschaftskritik bei anderen Street Art-Akteuren

6.1 Die Welt wird videoüberwacht – nur Banksy ist nicht zu sehen

6.2 Der Schatten in der Stadt – Blek le Rat

7 Fazit: Die künstlerische Artikulation von Gesellschaftskritik in der Street Art

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Street Art-Künstlerin Barbara. durch ihre Klebekunst im öffentlichen Raum Gesellschaftskritik übt und welche spezifischen Mittel sie dabei einsetzt, um soziale Missstände zu thematisieren und den Betrachter zur Reflexion anzuregen.

  • Die künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen und Verbotspolitik
  • Die Bedeutung von Anonymität und ephemeren Materialien in der Street Art
  • Der Einfluss kunsthistorischer Strömungen wie Dada und Pop Art auf heutige Street Art
  • Vergleichende Analyse der Strategien von Barbara., Banksy und Blek le Rat

Auszug aus dem Buch

4.1 ‚Bekleben Verboten‘ – Barbara. gestaltet Straßenschilder

In jeder Stadt, ja selbst in jedem kleineren Ort, findet sich in Deutschland das Schild „Bekleben Verboten“ oder eine Variation mit einem ähnlichen Inhalt, das wohl zu den bekanntesten Schildern gehört, was von Barbara. verändert bzw. kommentiert wurde. Neben diesem Verbotsschild gibt es eine regelrechte Hinweis- und Verbotsschilderflut im Stadtraum zu entdecken, die auf unterschiedliche Weise von Barbara. entfremdet werden. Auf den ersten Blick wird bei der Betrachtung der von ihr gestalteten Straßenschilder deutlich, dass stets der ursprüngliche Wortlaut bzw. das Symbol noch zu entziffern ist, sodass nie eine Gefahr durch die Sinnentfremdung für die Bevölkerung entsteht. Darüber hinaus sorgt der ephemere Charakter der Arbeiten ohnehin dafür, dass sie nicht lange überdauern können.

Zwar stehen diejenigen Arbeiten mit gesellschaftskritischen Aussagen im Vordergrund, humoristische und der Politik gegenüber kritische Arbeiten sollen dennoch eine kurze Erwähnung finden. In der Veränderung des Schildes an sich verbirgt sich nämlich bereits Barbara.s Kritik an der Gesellschaft, die auf die, insbesondere in Deutschland, vorherrschende Verbotskultur abzielt. Aus der Aussage des Schildes mit der Aufschrift „Betreten verboten!“ kreierte Barbara. zum Beispiel die Aussage „Das Leben ist verboten schön! Barbara.“. Der Befehlston weicht in diesem Fall einem lebensbejahenden Ausspruch, der zwar den Grundcharakter des Schildes aufnimmt, aber den negativen Klang in etwas Positives verwandelt. Ein weiteres Beispiel, das ein ähnliches Ziel zu verfolgen scheint, ist die Veränderung des Warnhinweises „Achtung Rutschgefahr“ in „Achtung Knutschgefahr Barbara.“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Stand der Forschungsliteratur: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung gesellschaftskritischer Kunst ein und bettet die Street Art als zeitgenössische Form der Massenkommunikation in diesen Kontext ein.

2 Post-Graffiti, Street Art oder Urban Art?: Hier erfolgt eine terminologische Differenzierung der verschiedenen Begriffe, um Street Art als eigenständiges, kritisches Phänomen im öffentlichen Raum zu definieren.

3 Pop Art, Dada und Co. – Eine kunsthistorische Verankerung von Street Art: Das Kapitel verortet die Street Art in der Kunstgeschichte und zeigt Parallelen zu Bewegungen wie Dada, Pop Art, Situationismus und Land Art auf.

4 Barbara. – Die Klebekünstlerin schreckt vor keinem Thema zurück: Hier wird das Werk der Künstlerin Barbara. analysiert, insbesondere ihre Transformation von Straßenschildern und ihre humoristischen Reaktionen auf gesellschaftliche Verbote.

5 Barbara. reiht sich sein: Gesellschaftskritik in der Kunstgeschichte: Das Kapitel setzt Barbara.s Wirken in Bezug zu anderen großen gesellschaftskritischen Künstlern der Geschichte, wie George Grosz oder John Heartfield.

6 Barbara. ist nicht allein: Gesellschaftskritik bei anderen Street Art-Akteuren: Dieser Abschnitt vergleicht Barbara. mit den international renommierten Street Art-Künstlern Banksy und Blek le Rat hinsichtlich ihrer Vorgehensweisen und Intentionen.

7 Fazit: Die künstlerische Artikulation von Gesellschaftskritik in der Street Art: Zusammenfassend wird dargestellt, wie die untersuchten Künstler trotz unterschiedlicher ästhetischer Ansätze durch die Nutzung des öffentlichen Raums eine breite gesellschaftliche Debatte anstoßen.

Schlüsselwörter

Street Art, Gesellschaftskritik, Barbara., Anonymität, Urban Art, Klebekunst, Kunst im öffentlichen Raum, Intervention, Provokation, Verbotskultur, Banksy, Blek le Rat, Rezipientenkommunikation, Soziale Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation untersucht das Wirken der anonymen Street Art-Künstlerin Barbara. und deren gezielten Einsatz von Gesellschaftskritik im urbanen Raum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der Einfluss der Verbotskultur auf das gesellschaftliche Miteinander, der Kampf gegen Rechtsextremismus und die politische Instrumentalisierung von Schildern und Werbeflächen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Barbara. durch ihre künstlerischen Interventionen gesellschaftliche Missstände identifiziert, kommentiert und den Betrachter zur kritischen Auseinandersetzung animiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunstwissenschaftliche Analyse, die verschiedene Street Art-Werke in einen kunsthistorischen Kontext stellt und mittels einer vergleichenden Werkbetrachtung sowie einer Auswertung von Fachliteratur untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Fallbeispiele von Barbara.s Arbeit – etwa ihre Transformation von Verkehrszeichen – und vergleicht diese mit den Ansätzen anderer bekannter Akteure wie Banksy und Blek le Rat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Street Art, gesellschaftskritische Kunst, Urbanität, anonyme Klebekunst und der Wandel öffentlicher Räume durch künstlerische Interventionen.

Warum verwendet Barbara. einen Punkt im Namen?

Der Punkt dient als persönliches Stilmittel und Blitz-Symbol, das an das Logo von AC/DC angelehnt ist, aber auch als Verweis auf die Aufforderung ihrer Großmutter zu verstehen ist, "mal einen Punkt zu machen".

Wie unterscheidet sich Barbara. von Künstlern wie Banksy?

Während Barbara. ihre Kritik primär über sprachliche Mittel, Reime und die Interaktion mit bestehenden Schildern äußert, nutzt Banksy stärker visuelle Metaphern und komplexe Schablonentechniken.

Welche Rolle spielt die Anonymität für die Künstlerin?

Die Anonymität ermöglicht ihr eine unvoreingenommene Beobachtung ihres Umfeldes und schützt sie vor einer zu starken Personalisierung ihrer Arbeit, da die Botschaft und nicht die Person im Vordergrund stehen soll.

Ende der Leseprobe aus 93 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Barbara. Mehr als nur Schwarz und Weiß
Untertitel
Gesellschaftskritik in der Street Art
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Kunstgeschichtliches Institut)
Note
1,0
Autor
Lisa Valentina Riedel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
93
Katalognummer
V344462
ISBN (eBook)
9783668347229
ISBN (Buch)
9783960950318
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Barbara. Gesellschaftskritik Kunstgeschichte Street Art Urban Art Banksy Blek le Rat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Valentina Riedel (Autor:in), 2016, Barbara. Mehr als nur Schwarz und Weiß, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344462
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