In dieser Arbeit steht das E-Learning an berufsbildenden Schulen im Vordergrund, da die Arbeit am Computer und mit dem Internet aufgrund der dort vorherrschenden Heterogenität der Jugendlichen (Alters-, Wissens-, Berufserfahrungs- und Berufswunschunterschiede) zu einem unverzichtbaren Teil des Unterrichts geworden ist. Aus den theoretischen Überlegungen heraus ergibt sich folgende Fragestellung: Welche Vorschläge zur Integration von E-Learning für den Unterricht an berufsbildenden Schulen in Österreich liegen vor und über welche Auswirkungen wird berichtet?
Mit der vorliegenden Arbeit sollen mittels einer Literatur Review Prinzipien und Möglichkeiten des Einsatzes von E-Learning-Programmen an berufsbildenden Schulen aufgezeigt werden. Im theoretischen Teil der Arbeit sollen grundlegende Begriffe und Formen des E-Learning geklärt werden. Im weiteren Kapitel geht es um das Aufzeigen von bereits vorhandenen Vorschlägen für den Einsatz von E-Learning an berufsbildenden Schulen sowie deren Auswirkungen. Bedacht werden müssen ebenfalls die Voraussetzungen der Schulen und Lehrkräfte, die bei einer erfolgreichen Umsetzung von E-Learning miteinhergehen. Anschließend werden Gründe und Auswirkungen des Einsatzes von E-Learning sowie eine kritische Betrachtungsweise und Grenzen der Computertechnologie beschrieben. Das letzte Kapitel bilden ein Resümee des Einsatzes und der Förderung von E-Learning sowie ein möglicher Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemaufriss und Zielstellung
2 Begriffsbestimmung
2.1 E-Learning
2.2 Formen des E-Learning
3 Methodisches Vorgehen
4 Recall: Integration von E-Learning an berufsbildenden Schulen
4.1 Voraussetzungen für erfolgreiches Umsetzen von E-Learning
4.2 Bestehende Vorschläge zum Einsatz von E-Learning an berufsbildenden Schulen in Österreich
4.3 Gründe, Potentiale und Auswirkungen vom Einsatz von E-Learning im Unterricht an berufsbildenden Schulen
5 Grenzen und kritische Betrachtungsweise von E-Learning
6 Review und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von E-Learning an berufsbildenden Schulen in Österreich, wobei insbesondere die pädagogischen Voraussetzungen, existierende Integrationsvorschläge sowie die Auswirkungen auf den Unterrichtsalltag beleuchtet werden. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, welche Konzepte zur E-Learning-Integration an diesen Schulen vorliegen und welche Effekte durch diese Technologien in der schulischen Praxis erzielt werden.
- Grundlagen und Definitionen des E-Learning-Begriffs im schulischen Kontext.
- Analyse technischer und personeller Voraussetzungen für eine erfolgreiche E-Learning-Umsetzung.
- Untersuchung gängiger Lernplattformen wie Moodle in österreichischen Schulen.
- Darstellung von Potentialen zur Förderung des selbstgesteuerten Lernens.
- Kritische Reflexion der Herausforderungen und Grenzen digitaler Bildungsmedien.
Auszug aus dem Buch
4.1 Voraussetzungen für erfolgreiches Umsetzen von E-Learning
Bevor E-Learning angewendet werden kann, müssen viele Vorüberlegungen getroffen werden. Die Technische Infrastruktur muss bedacht werden und eine passende und angemessene Form der Aufbereitung der Inhalte muss überlegt werden. Es versteht sich von selbst, dass die Lehrkräfte vor allem das zweite Kriterium für ein gutes Umsetzen stark beeinflussen können.
Zur technischen Infrastruktur: Mit der technischen Infrastruktur werden drei Aspekte verbunden: Erstens geht es um die technische Ausrüstung der Schule. Diese beinhaltet die Frage nach dem Vorhandensein technischer Geräte in Klassenzimmern, Lehr- und Lernräumen oder die generelle Anlage der Schule. Dazu gehören die Überlegungen, ob Computer, Projektoren, Kabeln, Fernseher, Leinwände oder interaktive Tafeln vorhanden sind, aber auch Überlegungen zwecks Kompatibilität einzelner Programme mit den Versionen der Schule. Zweitens geht es um die private Ausrüstung der Kinder und deren Familien. Haben die Kinder zu Hause einen Computer mit Internetanschluss? Steht ihnen eventuell ein Computer nach dem Unterricht zur Verfügung, wo sie Aufgaben oder Übungen nach dem Unterricht machen können? Drittens gehört zur technischen Ausrüstung auch das Wissen der Lehrkraft um die Programmier oder Scriptsprache beim Erstellen eines E-Learning-Programmes. Hettinger (2008, 68f) schreibt, dass es mittlerweile eine Reihe von Gestaltungsprogrammen gibt, bei denen eine Hilfestellung beim Erstellen von E-Learning-Programmen angeboten wird. In solchen Fällen geht es vor allem im weiteren Schritt um das Aufbereiten und Gestalten des Inhaltes, da die Basis des Programmes bereits besteht. Trotzdem muss auch bei einem solchen Übernehmen der technischen Infrastruktur geprüft werden, ob nicht beispielsweise gewisse Fehlfunktionen vorhanden sind. Das (Internet-)Netzwerk in der Schule ist ebenfalls an gewisse Standards gebunden und spielt eine wesentliche Rolle beim erfolgreichen Umsetzen von E-Learning (Hettinger 2008, 72ff).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemaufriss und Zielstellung: Das Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung digitaler Medien in der Wissensgesellschaft und leitet daraus die Forschungsfrage für den Einsatz von E-Learning an berufsbildenden Schulen ab.
2 Begriffsbestimmung: Hier werden unterschiedliche theoretische Ansätze zum E-Learning-Begriff sowie gängige Formen wie Blended Learning oder Computer Based Training definiert und kontextualisiert.
3 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das gewählte Vorgehen eines kritischen Literatur-Reviews, um den Forschungsgegenstand fundiert zu erfassen und zu vergleichen.
4 Recall: Integration von E-Learning an berufsbildenden Schulen: Der Hauptteil analysiert die notwendigen technischen und didaktischen Rahmenbedingungen sowie aktuelle Vorschläge zur Umsetzung und die Nutzung spezifischer Lernplattformen in Österreich.
5 Grenzen und kritische Betrachtungsweise von E-Learning: Dieses Kapitel beleuchtet kritisch die Herausforderungen wie die Heterogenität der Lernenden, technische Störanfälligkeit und die Notwendigkeit einer didaktischen Einbettung.
6 Review und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit, E-Learning-Didaktik gezielt weiterzuentwickeln.
Schlüsselwörter
E-Learning, berufsbildende Schulen, Österreich, Blended Learning, Lernplattformen, Moodle, Medienkompetenz, selbstgesteuertes Lernen, Didaktik, Wissensvermittlung, digitale Bildung, Unterrichtsentwicklung, Heterogenität, Literatur-Review, technische Infrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den aktuellen Einsatz von E-Learning an berufsbildenden Schulen in Österreich und analysiert dessen Chancen, Anforderungen und Grenzen im unterrichtlichen Alltag.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von E-Learning-Formen, der technischen und didaktischen Infrastruktur an Schulen sowie den Auswirkungen auf die Lernkompetenz der Jugendlichen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis eines Literatur-Reviews aufzuzeigen, welche Integrationskonzepte vorliegen und welchen Mehrwert E-Learning für den Unterricht an berufsbildenden Schulen tatsächlich bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Autorin wählte die Methode des kritischen Literatur-Reviews, um bestehende Ansätze und Studien zum Thema E-Learning strukturiert zu erfassen, zu vergleichen und kritisch zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Voraussetzungen (Technik, Lehrkraftkompetenz) konkrete Lernplattformen und deren praktischer Einsatz sowie das Potential zur Förderung selbstgesteuerten Lernens diskutiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie E-Learning, Blended Learning, Medienkompetenz, berufsbildende Schulen und selbstgesteuertes Lernen definieren.
Welche Rolle spielt die Heterogenität der Lernenden bei der E-Learning-Integration?
Die Heterogenität stellt eine zentrale Herausforderung dar, da unterschiedliche Wissensstände und Vorkenntnisse hohe Anforderungen an die didaktische Aufbereitung und die individuelle Betreuung durch Lehrkräfte stellen.
Warum wird Moodle als besonders relevante Lernplattform hervorgehoben?
Moodle gilt als die am häufigsten genutzte Open-Source-Plattform in Österreich, da sie durch ihre Flexibilität und Funktionalität sowie die Unterstützung für Lehrkräfte eine nahezu konkurrenzlose Lösung bietet.
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- BEd. Michaela Visnovsky (Autor), 2016, E-Learning an berufsbildenden Schulen in Österreich. Einsatz und Auswirkungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344491