Einleitung
NLP(Neurolinguistisches Programmieren) habe ich zum ersten Mal durch die Vorlesung „Grundlagen für Lehren und Lernen in der Erwachsenenbildung“ an der Universität Bremen, Fachbereich 12, bei Herrn Professor Herbert Gerl kennen gelernt und dabei einen Abriss über die verschiedenen Grundbegriffe des Kommunikationsmodells erhalten.
Mit dem Thema „Ankern im NLP“ verband ich sofort verschiedene Assoziationen wie z. B. den Anker bei einem Schiff; einen Hafenplatz, an dem man zur Ruhe kommen kann; das Meer; Sicherheit usw. (auf diese Assoziationen werde ich aus Gründen der Unsachlichkeit nur am Rande eingehen).
Beim „Querlesen“ verschiedener Literatur erhielt ich einen Eindruck wie vielfältig ein Anker gesetzt werden kann und wie variantenreich der Ankerungsprozess stattfinden kann. Hier liegt das Augenmerk meiner Arbeit.
Die Darstellung, der verschiedenen Ankerungsmöglichkeiten, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Im Vorwege wird der Begriff des Neurolinguistischen Programmierens näher erläutert, um einen Eindruck über die Entstehungsgeschichte, über die Philosophie sowie über die Grundannahmen der NLP - Methode zu erhalten.
Da der Vorgang der bewussten Erschließung positiver Ressourcen und der bewussten Auflösung problembehafteter Situationen häufig Therapeuten, Beratern oder Coach vorbehalten bleibt, die über ausreichende Erfahrungen im NLP verfügen und die mit der Technik von Ankern vertraut sind, erfolgt meinerseits keine tiefergehende Beschreibung.
Die Hausarbeit wird durch einen theoretischen Bezug zum Integrieren von Ankern in der Bildungsarbeit abgerundet, der sich jedoch auf keine spezifische Lerngruppe bezieht. Die Gründe liegen in meiner nicht vorhandenen Erfahrung mit Lerngruppen aus dem schulischen bzw. universitären Bereich.
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Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
1 NLP (NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN)
1.1 Wie entstand NLP?
1.2 Was bedeutet NLP?
1.3 Grundannahmen des NLP
1.4 Techniken des NLP
2 ANKERN IM NLP
2.1 Was sind Anker?
2.2 Modalitäten des Ankerns
2.3 Wozu dienen Anker?
2.4 Prinzipien des Ankerns
2.4.1 Spezielle Varianten des Ankerns
2.4.2 Vor- und Nachteile des Ankerns
2.5 Ankern in der Bildungsarbeit
2.5.1 Voraussetzungen für den Einsatz von Anker in der Bildungsarbeit
2.5.2 Der Prozess des Ankerns in der Bildungsarbeit
2.5.3 Kritik des Ankerungsprozesses
2.5.4 Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Technik des Ankerns im Rahmen des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) und untersucht deren Anwendungsmöglichkeiten im erziehungswissenschaftlichen Kontext, insbesondere in der Bildungsarbeit.
- Grundlagen und Entstehungsgeschichte des NLP-Kommunikationsmodells
- Funktionsweise, Modalitäten und Prinzipien von Ankern
- Praktische Implementierung von Ankern in Lehr- und Lernsituationen
- Kritische Reflexion über Manipulationsvorwürfe im Kontext von Ankern
Auszug aus dem Buch
2.1 Was sind Anker?
Anker sind äußere Reize, die unser Unbewusstes motivieren bestimmte, in der Vergangenheit erlernte Reaktionen zu aktivieren. Dabei steuern sie unsere Gewohnheiten und erleichtern unseren Alltag. Anker entlasten unser Bewusstsein dadurch, dass das erlernte Verhalten durch automatisierte Vorgänge zur Routine wird. Dieser Vorgang bedeutet für das Subjekt einen geringeren Energieverbrauch. Der Mensch erhält durch die Routine eine Orientierung in der Welt. Zu den automatisierten Vorgängen gehört u.a. tägliches Zähneputzen, Duschen, Eincremen, Toilettengang, Anziehen der Kleidung oder auch Bremsen an einer roten Ampel während der Autofahrt usw.
Dem Automatismus werden wir uns erst bewusst, wenn wir z. B. durch ein Armbruch gehandicapt sind und die oben genannten Tätigkeiten nicht mehr automatisch ausführen können, sondern diese bewusst mit unserer anderen, eventuell ungeübten Hand ausführen müssen.
Je nach Intensität, Häufung und Dauer der Verknüpfung haben Anker unterschiedliche Wirkungen. Je mehr Sinneskanäle durch Anker angesprochen werden, desto intensiver werden die geankerten Zustände erlebt. Benötigt der Organismus gewisse Anker nicht mehr, so treten sie immer mehr in den Hintergrund und können sogar ganz gelöscht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Einführung in die Themenwahl und die persönliche Auseinandersetzung mit NLP sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.
1 NLP (NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN): Erläuterung der Entstehung, Definition und Grundannahmen sowie zentraler Techniken des NLP.
2 ANKERN IM NLP: Detaillierte Darstellung des Anker-Konzepts, der verschiedenen Modalitäten und Einsatzgebiete in Therapie und Alltag.
2.4 Prinzipien des Ankerns: Beschreibung spezifischer Varianten wie Ankerstapeln, dem Moment of Excellence und einer kritischen Abwägung der Vor- und Nachteile.
2.5 Ankern in der Bildungsarbeit: Transfer des Anker-Konzepts auf den Bildungsbereich, inklusive praktischer Vorgehensweisen und kritischer Diskussion.
Schlüsselwörter
Neurolinguistisches Programmieren, NLP, Ankern, Kommunikation, Bildungsarbeit, Ressourcen, Wahrnehmungssysteme, Psychologie, Verhaltensmuster, Rapport, Pacing, Leading, Submodalitäten, Manipulation, Lehren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit exploriert das NLP-Konzept des „Ankerns“ als eine Methode zur gezielten Aktivierung von Ressourcen und zur Steuerung von Zuständen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Untersuchung umfasst die theoretischen Grundlagen des NLP, die Mechanismen von Reiz-Reaktions-Kopplungen (Anker) und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Pädagogik.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel besteht darin, darzulegen, wie Ankertechniken in Bildungssettings eingesetzt werden können, um Lernprozesse zu unterstützen und die Kommunikation zu optimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und den Transfer von NLP-Konzepten auf erziehungswissenschaftliche Fragestellungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der NLP-Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Anker-Modalitäten und die praktische Integration dieser Methoden in schulische oder seminaristische Kontexte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Neurolinguistisches Programmieren, Ankern, Ressourcenmobilisierung, pädagogische Kommunikation und Verhaltensänderung.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen Ankern und Manipulation?
Die Autorin diskutiert den Vorwurf der Manipulation kritisch und argumentiert, dass eine bewusste Anwendung von Ankern im Sinne des „Lehrens und Führens“ ethisch legitimierbar ist, wenn sie das ökologische Gleichgewicht der beteiligten Personen wahrt.
Welches Beispiel für Ankern in der Schule wird angeführt?
Als Beispiel dient eine Schülerin mit Angst vor Autoritätspersonen, bei der durch einen kinästhetischen Anker am Handgelenk während einer Entspannungsphase ein Ressourcengefühl verankert wurde, das sie später selbstständig abrufen konnte.
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- Kathy Path (Author), 2001, Ankern im NLP, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3444