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Der Canopus und das Stadion der Villa Hadriana bei Tivoli

Title: Der Canopus und das Stadion der Villa Hadriana bei Tivoli

Seminar Paper , 2001 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Magistra Artium Silvia Bielert (Author)

Archaeology
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Summary Excerpt Details

Nach dem Tode Trajans im Jahre 117 nach Christi, wurde Hadrian im Alter von 40 Jahren zum neuen Imperator erklärt. Hadrian wurde als der „Reisekaiser“ bekannt, da er während seiner Amtszeit im Römischen Reich und darüber hinaus herumzog, um den Frieden im Reich zu sichern. Zwei große Reisen unternahm er, die erste von 121 bis 125n.Chr., die ihn über Gallien nach Britannien führte, weiter nach Spanien, Kleinasien und Griechenland. Die zweite große Reise führte ihn in den Jahren 129 bis 132 n.Chr. wieder nach Griechenland und Kleinasien und weiter in den Orient selbst, nach Syrien, Arabien, Judäa und nicht zuletzt nach Ägypten. Von dort aus kehrte er wieder zurück nach Griechenland und trat 132 die Rückreise nach Rom an. Nach seinem Tode im Jahre 138 wollte der Senat die damnatio memoriae verhängen, was Hadrians Nachfolger Antonius Pius allerdings verhinderte.
Hadrian war nicht nur ein Reisekaiser, er führte auch das bauliche Werk seiner Vorgänger fort und schmückte die Stadt Rom seinerseits mit neuen Bauten, so z.b. mit dem Pantheon und mit dem Tempel der Venus und der Roma. Auch der Trajanstempel wurde auf seinen Befehl hin für seinen vergöttlichten Vorgänger erbaut. Auch ließ er das Marsfeld weiter ausbauen und errichtete auf der anderen Seite des Tiber, durch eine Brücke mit der Stadt verbunden, ein gigantisches kaiserliches Mausoleum (Engelsburg), in dem auch er selbst beigesetzt wurde.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Die Villa

II. Das Stadion

III. Der Canopos

IV. Zusammenfassung

V. Verwendete Literatur

VI. Onlinerecherche

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Villa Hadriana bei Tivoli mit dem Ziel, die These zu belegen, dass es sich bei diesem Komplex nicht um einen reinen Repräsentativbau handelt, sondern um eine Architektur mit ausgeprägter Erholungsfunktion. Dabei werden insbesondere die baulichen Strukturen des Stadions und des Canopos als Beweise für diese Interpretation analysiert.

  • Historischer Kontext der Regierungszeit Hadrians und dessen Bautätigkeit
  • Architekturgeschichte und Struktur der Villa Hadriana
  • Detaillierte Analyse des Gartenstadions und seiner Funktionsbereiche
  • Untersuchung des Canopos-Komplexes und dessen ägyptischer Einflüsse
  • Funktionsbestimmung der Anlage als Ort der Muße und des philosophischen Dialogs

Auszug aus dem Buch

II. Das Stadion

Das Stadion ist eine von Mauern eingefasste Gartenanlage, ähnlich einem Hippodrom oder Circus. Das Besondere an diesem Stadion der hadrianischen Villa ist die Zusetzung des Gartens durch Gebäude, v.a. durch Gelageräume. Es misst eine Länge von 127 Metern und eine Breite von 22,30 Metern, außerdem liegt es in einer natürlichen Absenkung zwischen Winterpalast und Dreiexedrenbau. Zwei Thermenkomplexe befinden sich an der NO- und am SW-Ecke des Stadions.

Geländesituation und Höhenverhältnisse: Das Niveau der Gartenanlage wurde künstlich geglättet. Der Dreiexedrenbau wurde im Verhältnis zum Stadion um zwei Stufen gesenkt, der zweigeschossige Winterpalast erhöht.

Kompartimente: Der Osttrakt des Dreiexedrenbaus und der Winterpalast gliedern das Stadion in drei Teile:

(1) den axialsymmetrischen Nordgarten, einen von einem portikus triplex eingefassten rechteckigen Hof; im Norden befinden sich drei kleine Räume, südlich davon zwei aufgemauerte Pflanzbecken, die einen Euripus flankieren, in der südlichen Hälfte des Nordgartens befindet sich ein langer rechteckiger Bau (Nordsaal);

(2) den axialsymmetrischen Südgarten, der im Osten und Westen von Kanälen auf brusthohen Sockelmauern begrenzt wird; auf gleicher Höhe liegt am Süd-Ende des Stadions ein Nymphäum - mit einer künstlichen Grotte in der Mitte – welches sich ringförmig um ein flaches Halbkreisbassin legt; die Freifläche des Südgartens wurde mit einem Saal zugebaut, so dass nur schmale Umgänge blieben; der Südgarten wurde nicht gestaltet;

(3) den zentralen (quadratischen) Platz, dessen Ostfassade an den Winterpalast stößt, und der im Westen den Dreiexedrenbau berührt; im Norden und Süden befinden sich breite Säulenhallen (Platzportiken)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben und die Reisen Kaiser Hadrians sowie über die Baugeschichte und den architektonischen Charakter der Villa bei Tivoli.

I. Die Villa: Hier werden die Bauphasen, die baulichen Materialien sowie der Gesamteindruck der weitläufigen Villenanlage als Einheit von Landschaft und Architektur dargestellt.

II. Das Stadion: Der Abschnitt analysiert die räumliche Struktur, die Unterteilung in Nordgarten, Südgarten und zentralen Platz sowie die architektonischen Besonderheiten dieses speziellen Gartenbereichs.

III. Der Canopos: Dieses Kapitel befasst sich mit der Identität und dem ägyptischen Bezug des Canopos sowie der architektonischen Gestaltung des Wasserbeckens und seiner statuarischen Ausschmückung.

IV. Zusammenfassung: Abschließend wird die Funktion der Villa als Ort des otium und des Rückzugs für den Kaiser jenseits politischer Amtsgeschäfte resümiert.

V. Verwendete Literatur: Dieses Kapitel führt die für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Werke auf.

VI. Onlinerecherche: Ein Verzeichnis von Internetquellen, die für die Recherche zur Villa Hadriana genutzt wurden.

Schlüsselwörter

Villa Hadriana, Kaiser Hadrian, Tivoli, Römische Architektur, Gartenstadion, Canopos, Wasserarchitektur, Antike, Archäologie, Repräsentationsbau, Erholung, Antinoos, Serapeum, Bauphasen, otium.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der architektonischen Funktion der Villa Hadriana bei Tivoli und hinterfragt deren Zweck als bloße Repräsentationsstätte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Baugeschichte, die Raumstruktur einzelner Gebäudeteile wie des Stadions und des Canopos sowie der Einfluss von Hadrians Reisen auf die Architektur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die These zu stützen, dass die Villa Hadriana primär als Ort der Entspannung und Erholung (otium) konzipiert war und nicht nur als reiner Repräsentativbau.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine architekturhistorische Untersuchung, die auf der Analyse von Fachliteratur sowie der baulichen Beschreibung und Typologie der Ruinen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Beschreibung der Villa, eine detaillierte architektonische Analyse des Stadions sowie eine Untersuchung des Canopos-Komplexes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Villa Hadriana, otium, Gartenstadion, Canopos und römische Villenarchitektur charakterisiert.

Welche Bedeutung hat das Stadion innerhalb der Villenanlage?

Das Stadion dient als Beispiel für eine spezielle Gartenanlage, die durch Gebäude wie den Winterpalast und den Dreiexedrenbau in verschiedene Nutzungsbereiche gegliedert wird.

Warum wird der Canopos mit Ägypten in Verbindung gebracht?

Die Anlage erinnert durch ihre Architektur und die Namensgebung an den ägyptischen Ort Canopus und den dortigen Serapis-Kult, welcher eine persönliche Verbindung Hadrians zu seinem verstorbenen Begleiter Antinoos widerspiegelt.

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Details

Title
Der Canopus und das Stadion der Villa Hadriana bei Tivoli
College
University of Leipzig  (Archäologie)
Course
Einführungsseminar: Die römische Villa - Architektur und Ausstattung
Grade
2
Author
Magistra Artium Silvia Bielert (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V3445
ISBN (eBook)
9783638121156
ISBN (Book)
9783656676522
Language
German
Tags
Canopus Stadion Villa Hadriana Tivoli Einführungsseminar Architektur Ausstattung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Silvia Bielert (Author), 2001, Der Canopus und das Stadion der Villa Hadriana bei Tivoli, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3445
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