Debra Satzs Einwände gegen einen freien Handel mit Organen. Eine kritische Auseinandersetzung


Seminararbeit, 2012
19 Seiten, Note: 5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Debra Satz’ Einwände gegen einen Organmarkt
2.1 Der Crowding-Out-Effekt
2.2 Das Argument der Ausbeutung
2.3 Das “ Weak-Agency “ -Argument
2.4 Das Argument der Gleichberechtigung
2.5 Pekuni ä re externe Effekte

3. Schluss

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In ihrem neuen Buch “Why Some Things Should Not Be for Sale” beschäftigt sich Debra Satz mit den ethischen Grenzen von Märkten und argumentiert gegen einen freien Handel mit Organen.\1 Ein solcher wäre, so Satz\2, moralisch nicht vertretbar. Das vorliegende Essay beschäftigt sich mit der Frage, ob die von ihr aufgeführten Argumente gegen einen freien Organmarkt überzeugend sind. Dabei werde ich die These vertreten, dass keines der von Satz aufgeführten Argumente gegen die Einführung eines freien Organhandels spricht.

Die vereinten Nationen (UN) und die europäische Union (EU) wiesen ihre Mitgliedstaaten an, den Handel mit Organen zu untersagen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ächtet den Handel mit Organen gestützt auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR). Dementsprechend ist der Handel mit Organen in den entwickelten Ländern derzeit illegal. In den meisten Staaten ist infolgedessen der Organhandel gesetzlich verboten. In der Umset- zung dieser Verbote herrscht allerdings keine einheitliche Praxis und in vielen Ländern blüht ein reger Schwarzmarkt\3.\4

Jährlich sterben in den USA tausende Menschen, deren Leben mit einer Organspende hätte gerettet werden können. Sie sterben in der Hoffnung auf eine lebensrettende Organtransplantation. Dies, nachdem ihr Name nicht selten jahrelang auf einer Warteliste gestanden hat. Doch selbst jene, welche eine Organspende erhalten, warten oft Jahre, bis ihnen geholfen werden kann.\5 Jahre, in welchen sich ihre Lebensqualität und die postoperativen Perspektiven kontinuierlich verschlechtern.\6

Ein Organmarkt, so die Befürworter einer Marktlösung, würde den Mangel an Spenderorga- nen beheben und so zahlreiche Leben retten, die negativen Folgen des Schwarzmarktes beseitigen und nicht zuletzt dem Einzelnen das Recht zurückgeben, über sich selbst und seinen eigenen Körper verfügen zu können.\7 Die Stimmen, welche eine solche Legalisierung des Organhandels fordern, werden immer lauter.

Doch es gibt, so Debra Satz, gute Gründe, nicht in den Kanon der Organkommerzialisierung einzustimmen.\8 (1) Zunächst gibt Satz zu bedenken, dass die Einführung von Märkten in manchen Fällen altruistisches Verhalten untergräbt. Aufgrund dessen erscheint es ihr zu- mindest fraglich, ob mit der Einführung eines Organmarktes das Gesamtangebot an verfüg- baren Spenderorganen überhaupt ansteigen würde. Weiter wendet Satz ein, dass ein Or- ganhandel (2) die Verwundbarkeit von Menschen und (3) ihre reduzierte Handlungsfähigkeit ausnützen würde. Ebenso wäre ein Organmarkt dadurch geprägt, dass (4) die meisten Ver- käufer extrem arm und die meisten Käufer vergleichsweise reich wären. Nicht zuletzt gibt Satz zu bedenken, dass ein Organhandel (5) Auswirkungen auf die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten von Dritten hätte und Menschen für den Wunsch, ihre Organe behalten zu können, keine Kosten bezahlen sollten.\9

Das Essay ist in drei Teile gegliedert: Der hier vorliegende erste Teil widmet sich der Einleitung des Themas sowie der Fragestellung. Der zweite Teil befasst sich mit der Verdeutlichung und Entkräftung der im ersten Teil bereits kurz vorgestellten Einwände von Debra Satz gegen eine Organkommerzialisierung. Im dritten und abschliessenden Teil folgt ein kurzes Resümee, in welchem die Erkenntnisse zusammengefasst werden.

2. Debra Satz’ Einwände gegen einen Organmarkt

Die nachfolgenden Unterkapitel befassen sich mit Satz’ Einwänden gegen einen freien Or- ganhandel. In jedem Unterkapitel wird zunächst der betreffende Einwand dargestellt. Darauf aufbauend folgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Einwand, beziehungsweise die Widerlegung des Einwandes. Die Abhandlung der Einwände folgt der von Satz gewählten Reihenfolge im Kapitel 9 “Ethical Issues in the Supply and Demand of Human Kidneys“\10 des oben zitierten Buches.

2.1 Der Crowding-Out-Effekt

Reduziert ein Handelsverbot für Organe zwingend das Angebot an verfügbaren Spenderorganen? Diese Frage, so Satz, mag insofern von grosser Bedeutung sein, als dass die Argumentation der Befürworter einer Organkommerzialisierung stark auf einer eindeutigen Bejahung dieser Frage beruht. Wie Satz zu zeigen versucht, kann die Antwort auf diese Frage aber auch eine ganz andere sein.\11 \12

Märkte, so Debra Satz, vermögen in manchen Fällen altruistisches Verhalten zu untergraben. So könnte die Einführung eines Organmarktes die Anzahl der altruistisch motivierten Organspenden reduzieren. In der Folge könnte letztendlich einzig mithilfe von überhöhten Organpreisen dafür gesorgt werden, dass der erhoffte Zuwachs des Gesamtangebotes an Spenderorganen dennoch eintritt.\13

Diesen Einwand gegen einen Organmarkt führt Satz auf die Ausführungen von Richard Tit- muss\14 und Bruno Frey\15 zurück. In “The Gift Relationship“ behauptet Titmuss, dass ein rein altruistisches Blutspendensystem einem System, welches den Kauf und Verkauf von Blut mit einem altruistischen Spendensystem kombiniert, vorzuziehen sei. Dies aus zweierlei Grün- den: Zum einen, da jene, welche ihr Blut verkaufen, im Vergleich zu selbstlosen Spendern eher dazu neigen, allfällige Krankheiten zu verbergen. Zum anderen, da die Einführung eines Marktes zur Folge hätte, dass bei jenen Spendern, welche aus altruistischen Motiven Blut spenden, ein Rückgang zu verzeichnen wäre.\16 Bruno Frey förderte Ähnliches zu Tage. Seine Studien zeigen, dass in Fällen, wo das individuelle Tun durch einen starken Gemeinschaftssinn angetrieben wird, die intrinsische Motivation für das Tun einer Handlung durch die Einführung von Preisen erstickt werden kann und in der Folge die Bereitschaft, die gleiche Handlung zu tun, abnimmt.\17

Ist es wirklich wahr, dass die Einführung eines Organhandels altruistisches Spendenverhalten untergraben würde? Dies ist eine Frage die empirisch untersucht werden müsste, deren Antwort zumindest umstritten\18 ist und auf welche an dieser Stelle auch nicht eingegangen werden kann. Es gilt jedoch - ungeachtet der richtigen Antwort auf die obige Frage - zwei gewichtige Aspekte zu beachten, welche deutlich machen, dass der “Crowding-Out-Effekt“ keinen Einwand gegen die Einführung eines Organmarktes darstellt.\19

Erstens würde gemäss Wilkinson die Anzahl jener (Neu)spender, welche gewillt sind, ihre Organe zu verkaufen, die Anzahl der potentiellen Organspender, welche dem “Crowding- Out-Effekt“ zum Opfer fallen würden, überwiegen. Denn zum einen weiss man, dass in den meisten Ländern derzeit viele Organe auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden.\20 Dies stellt ein starkes Indiz dafür dar, dass viele Menschen gewillt sind, ihre Organe zu verkaufen. Zum anderen ist der Anteil an altruistischen Organspenden im Verhältnis zu der nachgefragten Menge an Organen relativ gering. \21 So befanden sich im Jahre 2003 mehr als 50‘000 Ameri- kaner auf der Warteliste für eine Niere, nur 12‘000 von ihnen erhielten eine. Die restlichen 38‘000 warteten weiterhin, gemeinsam mit den jährlichen Neuzugängen von 2004, auf eine Spenderniere\22 22. In den Niederlanden ist der Anteil an altruistischen Organspenden gar derart gering, dass sogar versucht wurde, mit einer Fernsehsendung (De Grote Donorshow)\23 auf das Problem aufmerksam zu machen.

Zweitens sind Organe nicht mit Blut gleichzustellen. Ein Punkt, welcher am bereits Gesagten anknüpft. Wenn - wie im Falle von Organen - kein umfangreiches System an altruistischen Spendern existiert, kann ein solches System auch nicht existenzgefährdend untergraben dass Menschen solche Güter meistens als Waren mit einem Preisschild betrachten würden. In der Folge würde es ihnen fortan schwerer fallen, diese Güter - ohne finanziellen Gegenwert - zu spenden. werden. Wenn allerdings ein adäquates System an altruistischen Spendern existiert - was in vielen Ländern im Falle von Blut so ist - bestünde eine ernsthafte Gefahr durch eine Verdrängung von altruistischen Spendern. Satz‘ Argument könnte im Falle von Blut also funktionieren, nicht jedoch im Falle von Organen:\24

For altruism arguments (insofar as they work at all) work better for those things which are already freely donated on a large scale, than for those things which are hardly freely donated at all. ”

(Wilkinson, 2011)

Fazit: Die Gefahr einer möglichen Verdrängung von altruistischen Organspendern stellt keine Rechtfertigung dar, einen freien Organhandel abzulehnen. Das Argument stützt sich auf fal- sche Annahmen über das Ausmass altruistischen Spendenvermögens sowie über die Anzahl der (Neu)Spender, welche infolge einer Preiseinführung bereit wären, ihre Organe zu ver- kaufen.

2.2 Das Argument der Ausbeutung

Jean-Jaques Rousseau schrieb einst, dass kein Bürger so reich sein sollte, dass er sich ei- nen anderen Bürger kaufen könne und kein Bürger so arm, dass er dazu gezwungen sei, sich selbst zu verkaufen.\25 Wenn sich Menschen mit weitgehend unterschiedlichen wirt- schaftlichen Mitteln oder weitgehend unterschiedlichen Auffassungsgaben als Käufer und Verkäufer auf Märkten begegnen, so sind sie ungleich verwundbar. In solchen Situationen besteht stets das Risiko, dass die schwächere Partei Gefahr läuft, ausgebeutet zu werden. Ein Organmarkt würde es, gemäss Satz, den Käufern erlauben, die Verzweiflung der zum Verkauf gezwungenen Menschen auszunutzen. So wendet sie gegen eine Organkommerzia- lisierung ein, dass es sich bei einem Verkauf von Organen bloss um einen Tausch aus Ver- zweiflung handelt; ein Tausch, zu welchem niemand einwilligen würde, der nicht anderweitig noch Alternativen hätte. Von einer freien Entscheidung der Betroffenen könne dabei nicht mehr die Rede sein. Der Tausch „Organ gegen Geld“ geschieht, so Satz\26, letztlich genauso freiwillig, wie eine Person einem bewaffneten Dieb ihr Portemonnaie aushändigt.\27

Der nachfolgende Abschnitt wird zeigen, dass aus diesem Argument keinesfalls ein Einwand gegen eine Organmarkteinführung hervorgeht.

Die Behauptung, dass Organverkäufer ihre Organe allesamt als letzter Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit veräussern, ist gemäss Frederick nicht richtig. Denn wenn es für jeman- den, welcher nicht am Rande der Verzweiflung steht, möglich ist, ein Organ aus altruisti- schen Motiven zu spenden, wieso soll es dann für die gleiche Person nicht auch möglich sein, sich freiwillig und gegen Geld für eine Organspende anzubieten? Überdies sind Men- schen stets auf sozialen Aufstieg bedacht und sehnen sich meist auch nach Dingen, welche sie sich derzeit nicht leisten können. So verkaufte ein türkischer Mann eine Niere, um sich damit ein Taxi zu kaufen. Ein Anderer bot eine seiner Nieren für 25‘000 Dollar zum Verkauf an, um sich mit dem Erlös einen Schnellimbiss kaufen zu können.\28 In ähnlicher Weise wer- den Organe verkauft, um den eigenen Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen oder eine Hochzeit zu finanzieren. Insofern stellt das Ausbeutungsargument keinen Einwand ge- gen die Etablierung eines Organmarktes dar. Es könnte einzig dazu verwendet werden, ei- nen Ausschluss sozial sehr schlecht gestellter Personen von der Möglichkeit der entgeltli- chen Organveräusserung zu begründen. Ein „Organmarkt für Gutsituierte“ wäre allerdings - wie die nachfolgenden Zeilen zeigen werden - kaum im Sinne der Vertreter des Ausbeu- tungsarguments.\29

Ein Organhandel kann dazu führen, dass Menschen ihren ausweglosen Situationen entfliehen können.\30 Gewiss gibt es Menschen, welchen es an jeglicher Versorgung mangelt und welche sich in ihrer Aussichtslosigkeit dazu gezwungen sehen, ihre Organe zu verkaufen. Und gewiss wäre es wünschenswerter, wenn sich niemand in einer solchen Situation befinden müsste. Doch es ist letzten Endes etwas Gutes, wenn Menschen in solchen schwierigen Situationen Möglichkeiten haben, sich aus diesen Umständen zu befreien.\31

Ein Verbot des Organhandels nimmt hingegen jenen Menschen, welche man vor Ausbeutung bewahren wollte, diese Möglichkeit weg und hinterlässt sie in einer noch misslicheren Lage. Denn jene Menschen, welche keinen anderen Ausweg haben, bieten ihre Organe andernfalls auf dem Schwarzmarkt an. Zweifellos sind die Bedingungen auf dem Schwarzmarkt\32 viel schlechter als in einem legalisierten Markt.\33

Gegen den Zwang, welcher auf die Betroffenen ausgeübt wird, ist direkt einzugehen und nicht gegen eine Handlung, welche viele Menschen freiwillig tun. In Fällen von echtem Zwang handeln Menschen, weil sie dazu gezwungen sind. Das Problem dabei ist allerdings nicht zwingend die Handlung, zu welcher sie gezwungen wurden, sondern der Zwang, der auf sie ausgeübt wurde. Menschen können zu Handlungen gezwungen werden, welche un- ter normalen Umständen völlig legitim wären. In solchen Fällen sollte nicht die Handlung verboten, sondern direkt gegen den Zwang, welcher auf die Betroffenen ausgeübt wird, vor- gegangen werden. Mit anderen Worten sind die misslichen Umstände, in welchen sich jene Menschen befinden, die sich aufgrund dieser Umstände zum Verkauf ihrer Organe gezwungen sehen, zu beanstanden. Der Organverkauf hingegen als solches stellt kein Problem dar. Ein Verbot des Organhandels unter diesen Umständen ist - wie die Ausführungen von Fred- erick verdeutlichen - nicht nur sinnlos. Ein solches Verbot führt gar dazu, dass sich jene Menschen, welchen damit hätte geholfen werden sollen, in einer noch grösseren Misere wiederfinden.\34

Fazit: Das Ausbeutungsargument stellt kein Argument gegen eine Organkommerzialisierung dar. Es fusst auf der falschen Annahme, dass Organverkäufe nur von Menschen getätigt werden, welche sich infolge ihrer Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit dazu gezwungen sehen. Doch gerade auch in solchen Fällen bietet ein Organmarkt diesen Menschen die Möglichkeit, ihrer Situation zu entfliehen.

2.3 Das “Weak-Agency“-Argument

Unter idealen Marktbedingungen verfügen alle Marktteilnehmer über vollständige Informatio- nen. In vielen Märkten ist dies jedoch nicht der Fall. In manchen Fällen kann dies für einige Marktteilnehmer äusserst schädliche Konsequenzen mit sich bringen. Ein Grund dafür kann darin liegen, dass bei manchen Markttransaktionen die Parteien sich der Konsequenzen ih- rer Handlungen erst in der Zukunft vollends bewusst werden können.\35 Organtransplantationen erfordern einen chirurgischen Eingriff und bergen, wie die meisten medizinischen Eingriffe, gesundheitliche Risiken für die Patienten. Viele Studien über Nieren- transplantationen berichten jedoch nur von wenigen, nachteiligen Beeinträchtigungen auf die postoperative Gesundheit von Nierenspendern. Allerdings stammen diese Studienresultate meist aus Forschungen, welche in reichen Ländern durchgeführt wurden. In einer indischen Studie hingegen vermeldeten 86% aller Studienteilnehmer, welchen eine Niere entfernt wur- de, postoperativ eine deutliche Verschlechterung ihrer Gesundheit.\36

Erwartungsgemäss ist das Gesundheitsrisiko in Ländern, in welchen Menschen keinen Zu- gang zu sauberem Wasser sowie adäquaten Nahrungsmittel haben und mehrheitlich schwe- ren körperlichen Arbeiten nachgehen, höher als in reichen Ländern. Organverkäufer, insbe- sondere jene in ärmeren Ländern, gehen hierbei also ein hohes gesundheitliches Risiko ein. Denn die Frage der zukünftigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kann zum Zeitpunkt der Organentfernung nicht verlässlich beantwortet werden.

[...]


1 Satz (2010a, S. 189-205).

2 Satz(2010a, S. 205).

3 So werden gemäss Kimbrell (1994, S. 39) trotz der Verbote und Gesetze jährlich Zehntausende von Organen gehandelt. Dabei stammen die Organverkäufer auf dem Schwarzmarkt überwiegend aus Indien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa.

4 Satz (2010a, S. 189-190), s. auch Kimbrell (1994, S. 40).

5 Im Jahre 2003 befanden sich mehr als 50‘000 Amerikaner auf der Warteliste für eine Niere. 12‘000 von ihnen erhielten eine Niere. Die restlichen 38‘000 fanden ihren Platz, gemeinsam mit den jährlichen Neuzugängen, auf der Warteliste von 2004 (Satz (2010, S. 190-191) s. auch Goodwin (2006, S. 40-41)). Zum Vergleich: 2010 warteten in der Schweiz insgesamt 1700 Menschen auf eine Organspende. 59 von ihnen verstarben im selben Jahr. Mit den Organen von 98 Spendern konnten Ärzte im gleichen Jahr 504 Patienten bzw. Patientinnen mit einer Organtransplantation helfen (Sallin, 2011).

6 Satz (2010a, S. 190-191), s. auch Frederick (2010, S. 1).

7 Wilkinson (2011).

8 Satz (2010a, S. 189-192).

9 Satz (2010a, S. 189-205).

10 Satz (2010a, S. 189-205).

11 Frey (1992, S. 178). Der Crowding-Out-Effekt wird hier als Effekt verstanden, welcher in Folge einer Markteinführung dazu führt, dass altruistisches Verhalten verdrängt wird.

12 Satz (2010a, S. 195).

13 Satz (2011).

14 Titmuss (1971, zit. in Satz (2010a, S. 192).

15 Frey (1997, zit. in Satz 2010a, S. 193).

16 Einige Güter, so Titmuss (1971, zit. in Fabre (2006, S. 136)), haben insofern eine Bedeutung, als dass sie dem Tausch “Ware gegen Geld“ nicht zum Opfer fallen sollten. Denn wenn dies geschähe, würde es dazu führen,

17 Satz (2010a, S. 192-193) s. auch Frey (1994, S. 39-40) & Goodwin (2006, S. 151-158).

18 Autoren wie Wilkinson (2011) weisen darauf hin, dass altruistische Spender die Einnahmen aus der Organ- spende ganz einfach einer wohltätigen Organisation spenden oder diese auch ablehnen könnten. Siehe dazu auch Kenneth J. Arrow (1972) oder Fabre (2006, S. 137), die einen solchen Crowding-Out-Effekt gänzlich ab-

lehnen.

19 Wilkinson (2011).

20 Finkel & Scheper-Hughes zit. in Frederick (2010, S. 6).

21 Wilkinson (2011).

22 Satz (2010, S. 190-191) s. auch Goodwin (2006, S. 40-41).

23 http://sites.bnn.nl/page/donorshow

24 Wilkinson (2011).

25 Rousseau (1762, zit. in Satz (2010a, S. 97)).

26 Satz (2008, S. 274).

27 Satz (2010a, S. 97, S. 195).

28 Kimbrell (1994, S. 38).

29 Frederick (2010, S. 7) s. auch Herrmann (2011, S. 113).

30 Ein Punkt, den Satz (2010a, S. 195) in Fussnote 27 selbst zu Bedenken gibt.

31 Frederick (2010, S. 7).

32 Goodwin (2006, S. 185).

33 Frederick (2010, S. 7).

34 Frederick (2010, S. 7).

35 „Weak Agency happens in cases where people either lack important information about the nature of the market (as can happen when the consequences of the market extend into the distant future) and/or they are not participants in the market […]” Satz (2010b, S. 81); s. auch Satz (2010a, S. 96, S.195-196).

36 Satz (2010a, S. 196).

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Debra Satzs Einwände gegen einen freien Handel mit Organen. Eine kritische Auseinandersetzung
Hochschule
Universität Bern  (Philosophisches Institut Universität Bern)
Veranstaltung
Seminar "Markets and Morals"
Note
5
Autor
Jahr
2012
Seiten
19
Katalognummer
V344511
ISBN (eBook)
9783668343405
ISBN (Buch)
9783668343412
Dateigröße
492 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Debra Satz, Der Crowding-Out-Effekt, Das Argument der Ausbeutung, Das "Weak-Agency"-Argument, Das Argument der Gleichberechtigung, Pekuniäre Externe Effekte, Why Some Things Should Not Be for Sale
Arbeit zitieren
Samuel Schawalder (Autor), 2012, Debra Satzs Einwände gegen einen freien Handel mit Organen. Eine kritische Auseinandersetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344511

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