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Das Interview. Geschichte und rechtliche Aspekte

Rechte und Pflichten des Interviewers und des Interviewten

Title: Das Interview. Geschichte und rechtliche Aspekte

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Paschen (Author)

Communications - Ethics in the Media
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In dieser Arbeit wird die historische Entwicklung des Interviews nachgezeichnet und ergänzend die Rechte und Pflichten von Interviewer und Interviewtem erläutert.

Das Befragen anderer Menschen findet seit Beginn der Menschheit statt. Auf diese Weise wird die Neugier gestillt. Die journalistische Befragung, das Interview, welche erst im 19. Jahrhundert entstand, ist eine beabsichtigte und verbale Kommunikation zwischen einem Journalisten und dem Interviewpartner in Frage-Antwort-Form. Man kann diese Art von Kommunikation nicht mit Alltagsgesprächen gleichsetzen. Zwar geht es hierbei auch um Alltagskommunikation, jedoch erzeugt die „Künstlichkeit“ des Interviews eine gewisse Spannung. Diese Künstlichkeit geschieht durch die Zielsetzung und die Geplantheit. Es gibt mittlerweile unterschiedliche Interviewformen und Techniken, die zu einem professionellen Journalismus gehören. Das war nicht immer so.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Interview im Allgemeinen

2.1 Was ist ein Interview?

2.2 Die Entstehungsgeschichte des Presse-Interviews

2.3 Interviewmethoden, Vorbereitung und Durchführung

3. Rechte und Pflichten

3.1 Grundsätze des Persönlichkeitsrechts

3.2 Das Urheberrecht

3.3 Haftungen für inhaltliche Aspekte

4. Fallbeispiel und Fazit

4.1 „Der Bangemann-Fall“

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des journalistischen Interviews sowie die damit verbundenen rechtlichen Rahmenbedingungen. Dabei wird analysiert, welche Rechte und Pflichten sowohl für den Interviewer als auch für den Interviewten gelten, um eine rechtssichere und professionelle journalistische Praxis zu gewährleisten.

  • Historische Herleitung und Entwicklung des Presse-Interviews
  • Methoden der Interviewführung, Vorbereitung und Durchführung
  • Persönlichkeitsrechtliche Grundsätze bei der Veröffentlichung
  • Urheberrechtliche Einordnung journalistischer Beiträge
  • Haftungsfragen bei inhaltlichen Aspekten und journalistische Sorgfaltspflicht
  • Analyse praktischer Fälle zur Verdeutlichung rechtlicher Konflikte

Auszug aus dem Buch

Die Entstehungsgeschichte des Presse-Interviews

Die Entstehungsgeschichte des Interviews beginnt in den USA. Der Reporter Joseph Burbridge McCullagh, der für die Zeitung „New Yorker Associated Press“ schrieb, veröffentlichte 1867 erstmals das Frag-Antwort-Spiel. Die New Yorker Zeitung „Nation“ kritisierte diese Art von Befragung. Die Kritik schien ungerechtfertigt, da das Interview immer mehr Anhänger fand. Angefangen mit der Ostküste der USA und kurze Zeit später wurde es auch in England populär und daraufhin in Deutschland. Pall Mall Gazette, eine bekannte englische Abendzeitung, schrieb am 31.12.1884: „Unter den Errungenschaften des letzten Jahres sollte der Siegeszug des Interviews im englischen Journalismus erwähnt werden“.

Zehn Jahre später übernahm das Meyers Konversationslexikon das Wort Interview und definierte es wie folgt: „Interview= Zusammenkunft. Interviewer, Vertreter oder Berichterstatter einer Zeitung, welcher zum Zweck publizistischer Verwertung Persönlichkeiten von hervorragender Bedeutung besucht und sie über ihre Meinung und Absichten ausfragt. Das Interview ist von englischen und amerikanischen Zeitungen ausgegangen und dann in allen übrigen Ländern nachgeahmt worden“ (Zit. Nach H. Dittmar 1961).

Der Journalismus war in Amerika weit aus emanzipierter als in Deutschland. Im Jahre 1832 entstanden in Deutschland strengere Zensurbestimmungen, so dass deutsche Journalisten keine Chancen hatten, Ideen zu entwickeln. Hingegen konnten sich amerikanische Zeitungen frei entfalten. Jedoch waren sich Zeitungshistoriker unsicher wann das erste Interview publiziert wurde. Das lag daran, dass Definitionsschwierigkeiten zugrunde lagen. Nils Gunnar Nilson, ein schwedischer Journalist und Medienforscher, behauptete, dass das Interview schon in den 30 er Jahre populär war. Nicht für politische Zwecke, sondern sie traten in Form von Polizeiberichten auf. Genau genommen in den „human interest stories“ (Haller 2001, S.21-23). Hierbei handelt es sich um ein Bericht oder eine Geschichte, die ähnlich wie ein Zeitungsbericht aufgebaut ist. Durch die Beschreibung der Situation und Probleme kann sich der Leser besser mit der Person identifizieren http://dictionary.reference.com/browse/human-interest+story).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Ursprung der journalistischen Befragung und führt in die Thematik der Rechte und Pflichten zwischen Journalist und Interviewpartner ein.

2. Das Interview im Allgemeinen: Dieses Kapitel definiert das Interview als journalistische Darstellungsform und zeichnet dessen historische Entwicklung sowie verschiedene Befragungsmethoden nach.

3. Rechte und Pflichten: Der Hauptteil erläutert die rechtlichen Grundlagen, insbesondere das Persönlichkeitsrecht, das Urheberrecht und die Sorgfaltspflicht des Journalisten bei der Berichterstattung.

4. Fallbeispiel und Fazit: Anhand des „Bangemann-Falls“ wird die praktische Problematik unautorisierter Interviewveröffentlichungen illustriert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der rechtlichen Absicherung und der Interview-Vereinbarung für eine professionelle journalistische Praxis zusammen.

Schlüsselwörter

Interview, Journalismus, Pressefreiheit, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Fragetechnik, Sorgfaltspflicht, Rechtsstreit, Interviewer, Interviewter, Publikation, Berichterstattung, Bangemann-Fall, Medienrecht, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung des journalistischen Interviews sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen, die den Umgang zwischen Journalisten und Interviewpartnern regeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehung des Interviews, die verschiedenen Methoden der Durchführung, die geltenden Persönlichkeits- und Urheberrechte sowie die Haftung bei inhaltlichen Fehlern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, wie durch klare rechtliche Vereinbarungen zwischen Journalist und Interviewpartner Rechtsstreitigkeiten vermieden und eine korrekte publizistische Arbeit sichergestellt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Fallbeispielen, um die rechtliche Praxis im Journalismus zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Grundsätze des Persönlichkeitsrechts, das Urheberrecht bei Sprachwerken sowie die Haftung für inhaltliche Aussagen im Kontext des Presserechts dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienrecht, Interviewführung, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht und journalistische Sorgfaltspflicht charakterisiert.

Welche Rolle spielt der „Bangemann-Fall“ in der Argumentation?

Der „Bangemann-Fall“ dient als konkretes Beispiel für die rechtlichen Probleme, die entstehen können, wenn keine klare Übereinkunft über die Form der Veröffentlichung zwischen Journalist und Befragtem besteht.

Warum ist die „Interview-Vereinbarung“ so wichtig?

Sie stellt sicher, dass der Interviewpartner der Veröffentlichung zustimmt, und beugt Missverständnissen vor, da sie den Rahmen und die Modalitäten der Publikation verbindlich festlegt.

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Details

Title
Das Interview. Geschichte und rechtliche Aspekte
Subtitle
Rechte und Pflichten des Interviewers und des Interviewten
College
Ruhr-University of Bochum  (Medienwissenschaft)
Course
Medienrecht
Grade
2,0
Author
Julia Paschen (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V344582
ISBN (eBook)
9783668342866
ISBN (Book)
9783668342873
Language
German
Tags
Medienrecht Pressefreiheit Interview Journalist Presse Interviewformen Urheberrecht Persönlichkeitsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Paschen (Author), 2013, Das Interview. Geschichte und rechtliche Aspekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344582
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