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Mythos Mozart im Pop-Gewand. "Don Giovanni. Letzte Party" am Thalia Theater Hamburg

Inszenierungsanalyse einer zeitgenössischen Mozart-Rezeption

Title: Mythos Mozart im Pop-Gewand. "Don Giovanni. Letzte Party" am Thalia Theater Hamburg

Bachelor Thesis , 2016 , 42 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marta Denker (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Seit Januar 2013 erfreut sich die Inszenierung „Don Giovanni. Letzte Party“ bei ihrem Publikum großer Beliebtheit. Der junge Regisseur Antú Romero Nunes, der musikalische Leiter Johannes Hofmann und die Dramaturgin Sandra Küpper wagten sich angstfrei an den allseits als ‚Oper aller Opern’ bekannten „Don Giovanni“ Mozarts. Um dem Rezeptionsdruck zu entgehen, beschäftigten sich Nunes und Hofmann für die Konzeption vorwiegend mit den direktesten Quellen zum Komponisten; mit der Musik der Oper und mit Mozarts Briefen, von denen auch einige im Programmheft abgedruckt wurden.

Dabei bleibt die Bearbeitung trotz drastischer musikalischer Reduktion und inhaltlicher Eingriffe dem Original Mozarts doch erstaunlich treu und der Zuschauer fühlt sich in seinen gewohnten Mozart-Bildern bestätigt.

Diese Arbeit soll als Beispiel einer aktuellen Mozart-Rezeption der Frage nachgehen, warum dies so ist: Welche allseits bekannten Mozart-Bilder werden auf welche Weise in der Bearbeitung verwendet, warum bietet sich eine solche Bearbeitung im Kontext des Pop an, wie wird dies musikalisch umgesetzt und letztlich, welches Mozart-Bild wird hierdurch erzeugt. Da sich eine Bedeutung aus vorausgegangenen Mozart-Rezeptionen und Bildern erschließt, soll vorweg ein kleiner Abriss zur Mozart-Rezeption gegeben und einige der bekanntesten Mozart-Bilder vorgestellt werden. Beiträge aus den Mozart-Handbüchern und Salzburger Symposien bieten hier umfassende Einblicke. Diese Einflüsse der Mozart-Rezeption werden dann in der anschließenden Inszenierungsanalyse nachgewiesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Mozart-Bilder:

3. Populärkultur und populäre Musik:

4. Don Giovanni. Letzte Party – Inszenierungsanalyse:

4.1 Globaler Diskurs der Inszenierung:

4.2 Bühnenbild, System der Beleuchtung, Kostüme, Requisiten:

4.3 Musikalische Analyse – Zur Musik Mozarts Don Giovanni am Thalia Theater:

4.3.1 Die Band als Orchester:

4.3.2 Performanz des Publikums, Chor, Ouvertüre:

4.3.3 Gassenhauer; welche Musiken werden verwendet?:

4.3.4 Figuren und deren musikalische Umsetzung:

4.3.5 Der Tod:

4.3.6 Verbindung des Mythos Mozarts mit dem des Don Giovanni:

5. Fazit:

6. Anhang:

6.1 Flyer Thalia Theater:

6.2 Tabelle Vergleich Don Giovanni Mozart mit Don Giovanni. Letzte Party Thalia Theater:

6.3 Bilder Programmheft:

6.4 Fragenkatalog zur Inszenierungsanalyse nach Patrice Pavis:

7. Verzeichnis der zitierten Literatur:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Inszenierung „Don Giovanni. Letzte Party“ am Thalia Theater Hamburg als Beispiel für eine aktuelle Mozart-Rezeption, die das klassische Werk in einen popkulturellen Kontext überführt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, welche Mozart-Bilder in der Bearbeitung erzeugt werden und warum eine solche Transformation im Kontext der heutigen Populärkultur funktioniert.

  • Analyse des Wandels von Mozart-Bildern in der Rezeptionsgeschichte.
  • Untersuchung des Phänomens Populärkultur und populäre Musik am Gegenwartstheater.
  • Detaillierte Inszenierungsanalyse hinsichtlich Bühnenbild, Musik und Figurkonzeption.
  • Analyse der musikalischen Reduktion und Neuarrangements klassischer Motive.
  • Verhältnis zwischen dem Mythos Mozart und dem Mythos des Don Giovanni.

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Die Band als Orchester:

Die Band besteht aus einem Baritonsaxophon, einer Tom-Tom zum Umhängen, aufgerüstet mit einem daran befestigten Minibecken und einem Degen zum Erzeugen von Kampfgeräuschen, einem Mini-Keyboard, das meist Hammond-Orgel-Sound erzeugt, einer Trompete, zwei Gitarren und den Stimmen der Sängerinnen, die mit Mikro verstärkt werden. Alle Frauen der Band sind somit mit mobilen Instrumenten ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, die gesamte Bühne – sowohl im musikalischen, als auch im szenischen Sinne – zu ‚bespielen’. Dies war dem Regisseur und dem musikalischen Leiter wichtig. Bei vielen ihrer gemeinsamen Arbeiten sei eine enge Verbindung und gegenseitige Beeinflussung von Musik und Spiel vorhanden gewesen und man versuche mit der Musik wie mit einem zusätzlichen Spieler umzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit stellt die Inszenierung „Don Giovanni. Letzte Party“ vor und definiert das Ziel, die zeitgenössische Mozart-Rezeption des Stücks zu analysieren.

2. Mozart-Bilder: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung verschiedener Mythen und Klischees um die Person und das Werk Mozarts.

3. Populärkultur und populäre Musik: Hier werden theoretische Grundlagen zu Populärkultur und populärer Musik erarbeitet, um den Kontext der Inszenierung zu bestimmen.

4. Don Giovanni. Letzte Party – Inszenierungsanalyse: Dies ist der Hauptteil, der die ästhetischen Prinzipien der Inszenierung, das Bühnenbild, die musikalische Analyse und die Figurengestaltung detailliert untersucht.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie das Stück Mozart-Bilder durch Verfahrensweisen des Pop zu einer neuen, offenen Collage zusammenfügt.

Schlüsselwörter

Mozart, Don Giovanni, Thalia Theater, Inszenierungsanalyse, Populärkultur, Popmusik, Klassik-Adaption, Musiktheater, Regietheater, Mythos, Mozart-Bilder, Aufführungspraxis, Musik-Arrangement, Postmodernes Theater.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Inszenierung „Don Giovanni. Letzte Party“ am Thalia Theater Hamburg als ein Beispiel für eine moderne Mozart-Rezeption, die das Opernerbe in einen popkulturellen Kontext übersetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft die musikwissenschaftliche Analyse der Mozart-Oper mit theaterwissenschaftlichen Ansätzen, insbesondere im Kontext von Populärkultur, der Konstruktion von Mozart-Bildern und zeitgenössischen Inszenierungspraktiken.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum die Inszenierung beim Publikum funktioniert, welche spezifischen Mozart-Bilder hierbei durch Pop-Ästhetik konstruiert werden und wie die musikalische Reduktion des Originals gelingt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine Inszenierungsanalyse, orientiert am Fragenkatalog von Patrice Pavis, ergänzt durch einen analytischen Vergleich des Notentextes mit der szenischen Umsetzung sowie eine Untersuchung der Rezeptionsebene.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die ästhetischen Prinzipien der Produktion, die Funktion der Live-Band, die Rolle des Publikums als Performer sowie eine detaillierte musikalische Untersuchung einzelner Rollen und Nummern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Mozart-Rezeption, Populärkultur, Inszenierungsanalyse, Musik-Arrangement, intertextuelle Praktiken und das Phänomen der „Klassik-Adaption“.

Wie geht die Inszenierung mit dem „Don Giovanni“-Stoff um?

Das Stück nutzt ein Baukastenprinzip, bei dem die Oper von 24 Nummern auf 15 reduziert und mit aktuellen Pop-Stilen sowie ironischen Verweisen auf andere Werke Mozarts angereichert wird.

Welche besondere Rolle spielt der Tod in der Inszenierung?

Die Figur des toten Komturs wird semantisch transformiert; sie tritt als omnipräsente „Femme fatale“ auf, die den Tod nicht als Ende, sondern als Begleiter und ständige Verführer-Figur thematisiert.

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Details

Title
Mythos Mozart im Pop-Gewand. "Don Giovanni. Letzte Party" am Thalia Theater Hamburg
Subtitle
Inszenierungsanalyse einer zeitgenössischen Mozart-Rezeption
College
University of Hamburg  (Institut für Musikwissenschaft)
Grade
2,0
Author
Marta Denker (Author)
Publication Year
2016
Pages
42
Catalog Number
V344697
ISBN (eBook)
9783668344433
ISBN (Book)
9783668344440
Language
German
Tags
mythos mozart pop-gewand giovanni letzte party thalia theater hamburg inszenierungsanalyse mozart-rezeption
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marta Denker (Author), 2016, Mythos Mozart im Pop-Gewand. "Don Giovanni. Letzte Party" am Thalia Theater Hamburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344697
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