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Überblick über die Methoden der Performance-Analyse im Portfoliomanagement

Title: Überblick über die Methoden der Performance-Analyse im Portfoliomanagement

Seminar Paper , 2016 , 15 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Walter Frank (Author)

Business economics - Operations Research
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Eine 85%ig korrekte Messung oder Analyse von Performance gelingt nahezu jedem – wert ist sie allerdings nichts. Das Erreichen der 90%-Schwelle ist schon anspruchsvoller, auch wenn sie nach wie vor wenig bringt. Den letzten 10%, muss der ganze Ehrgeiz gelten. Jeder dieser letzten Prozentpunkte, um den man dem Ziel näherkommen will, ist unsäglich mühevoll und verschlingt Unsummen von Investitionen in Know-how, feinsinnige Lösungen und EDV.

Am 95%igen Gipfelpunkt angelangt, ist man in professioneller Gesellschaft, die kleiner ist als man denkt. Ein ähnlich kleiner Personenkreis kommt dem Bergsteiger in den Sinn, der sich nach gelungenem Aufstieg vergegenwärtigt, wer vor ihm den Mount Everest denn noch bestiegen hat.

Der höchste Berg der Welt lässt sich besteigen, die 100%ige Wahrheit in der Performance-Analyse dagegen scheint unerreichbar, da:
– Performance sehr unterschiedlich berechnet, dargestellt und interpretiert wird
– Vergleichsmaßstab „Generallinie“ – ohne klaren Auftrag, keine faire Erfolgsbeurteilung.
– Risikoabgleich der Rendite – unter Inkaufnahme welchen Risikos wurde die Rendite erzielt?
– Ergebnisquellenanalyse – ist die Performance da entstanden, wo die Stärken erklärt wurden?
– Nachhaltig „gut“, ja oder nein? – bietet ihr Management langfristig gute Leistungen?

Diese Fragen möchte ich mit dieser Seminararbeit beantworten und einen Überblick verschaffen, über die Methoden der Performance Analyse im Portfoliomanagement. Dabei möchte ich auf die meist angewendeten Performance-Analyse-Techniken eingehen und diese näher erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung und Bestandteile der Performance-Analyse

3. Performance-Messung

3.1. Benchmark

3.2. Eindimensionale Erfolgsmaße

3.3 Zweidimensionale Erfolgsmaße

3.3.1. Sharpe-Maß/Ratio

3.3.2. Treynor-Maß/Ratio

3.3.3. Jensen-Maß/Ratio

4. Performance-Attribution

4.1. Definition

4.2. Grundlagen und Zielsetzung

4.3. Zusammenfassung

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen fundierten Überblick über die Methoden der Performance-Analyse im Portfoliomanagement zu geben und die am häufigsten angewendeten Techniken zur Erfolgsbeurteilung näher zu erläutern und kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der Performance-Messung und die Rolle von Benchmarks
  • Differenzierung zwischen eindimensionalen und zweidimensionalen Erfolgsmaßen
  • Detaillierte Analyse von Kennzahlen wie Sharpe-Ratio, Treynor-Maß und Jensen-Alpha
  • Grundkonzepte der Performance-Attribution zur Identifikation von Erfolgsquellen
  • Kritische Würdigung der Leistungsbeurteilung im Portfoliomanagement

Auszug aus dem Buch

3.3.1. Sharpe-Maß/Ratio

Das wohl bekannteste Basismass ist die Sharpe-Ratio, welche 1966 von William F. Sharpe eingeführt wurde. Es basiert auf folgender Überlegung: Bereits bei der Konstruktion der Capital Market Line (CML) wurde argumentiert, dass diese optimalerweise eine großtmögliche Steigung haben sollte. Grund: Ein durch den Investor zusätzlich eingegangenes Risiko – gemessen als Standardabweichung der Returns – sollte mit einer maximalen Zusatzrendite entschädigt werden. Investoren werden als risikoavers oder risikoneutral erachtet. Das gleiche Konzept kann nun auch zur Beurteilung von Einzelanlangen oder Portfolios benutzt werden, wobei jene Anlage oder jenes Portfolio die höhere Performance aufweist, welches die höhere mit der Standardabweichung adjustierte Überschussrendite hat. Mit anderen Worten geht es darum, die Steigung der individuellen CML zu messen und jener Anlage oder jenem Portfolio mit der höheren Steigung den Vorzug zu geben.

Die Interpretation ist klar: Je höher die Volatilität, desto höher muss die Wertentwicklung sein, die in Form der erzielten Risikoprämie dargestellt ist. Ansonsten fällt das Sharpe-Maß niedrig und damit im Vergleich weniger günstig aus. Die exakte Quantifizierbarkeit des jeweiligen Ertrag-Risiko-Verhältnisses ermöglicht mithilfe des Sharp-Maß letztendlich, unterschiedlich strukturierte Portfolios in eine eindeutige Rangfolge zu bringen. Dies beantwortet die Frage: Welches Portfolio war in puncto Performance-Qualität am besten?

Als spezieller Nachteil der Performance-Messung nach Sharpe wird gelegentlich angeführt, dass nicht zwischen systematischen und unsystematischen Risiken differenziert wird. Diese Betrachtung führt unmittelbar zum zweidimensionalen Performance-Maß nach Treynor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Notwendigkeit einer präzisen Performance-Analyse und definiert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Einführung und Bestandteile der Performance-Analyse: Hier werden die grundlegenden Aufgaben der Performance-Analyse erläutert und die Unterteilung in Performance-Messung und Performance-Attribution vorgenommen.

3. Performance-Messung: Dieses Kapitel behandelt die quantitativen Methoden zur Bestimmung des Anlageerfolgs, unterteilt in Benchmarking sowie eindimensionale und zweidimensionale Erfolgsmaße.

4. Performance-Attribution: Der Fokus liegt hier auf der qualitativen Analyse, die nach den Ursachen für das erzielte Anlageergebnis sucht, um zwischen Können und Zufall zu unterscheiden.

5. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Aussagefähigkeit von Kennzahlen und die Notwendigkeit einer situationsgerechten Methodenauswahl ab.

Schlüsselwörter

Performance-Analyse, Portfoliomanagement, Performance-Messung, Performance-Attribution, Benchmark, Sharpe-Ratio, Treynor-Maß, Jensen-Alpha, Risiko-Rendite-Verhältnis, Kapitalmarktlinie, Anlagestrategie, Erfolgsquellenanalyse, Asset Allocation, Selektion, systematische Risiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert einen Überblick über die gängigen Methoden, mit denen die Performance von Wertpapierportfolios gemessen und analysiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche Performance-Messung (quantitativ) und Performance-Attribution (qualitativ), ergänzt durch die Grundlagen von Benchmarking und Risiko-Adjustierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser die Methoden zur Leistungsbewertung im Portfoliomanagement nahezubringen und die Vor- und Nachteile der wichtigsten Kennzahlen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und etablierte finanzwirtschaftliche Konzepte zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erläutert zunächst die Rolle der Benchmark, stellt dann eindimensionale Renditemaße vor, analysiert anschließend die gängigen zweidimensionalen Kennzahlen (Sharpe, Treynor, Jensen) und schließt mit der Attributionsanalyse ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Performance-Analyse, Erfolgsquellenanalyse, Risiko-Adjustierung und Portfoliomanagement geprägt.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen systematischem und unsystematischem Risiko eine Rolle?

Einige Kennzahlen, wie das Treynor-Maß, konzentrieren sich nur auf das systematische Risiko, was sie besonders für gut diversifizierte Portfolios relevant macht.

Was unterscheidet das Jensen-Alpha von anderen Kennzahlen?

Das Jensen-Alpha gibt den vertikalen Abstand eines Portfolios zur Wertpapiermarktlinie an und misst somit die Performance relativ zu einer erwarteten Rendite gemäß CAPM.

Wie definiert die Arbeit den Unterschied zwischen „Können“ und „Zufall“?

Können zeigt sich durch gute Ergebnisse, die auf einer strukturierten und investorgerechten Anlagestrategie basieren, während gute Zufallsergebnisse meist nicht von Dauer sind.

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Details

Title
Überblick über die Methoden der Performance-Analyse im Portfoliomanagement
College
Frankfurt School of Finance & Management
Course
Seminararbeit / Portfoliomanagment
Grade
1,8
Author
Walter Frank (Author)
Publication Year
2016
Pages
15
Catalog Number
V344730
ISBN (eBook)
9783668345966
ISBN (Book)
9783668345973
Language
German
Tags
Benchmark Eindimensionale Erfolgsmaße wertgewichtete Performance-Messung zeitgewichtet Performance-Messung zweidimensionale Erfolgsmaße Sharpe-Maß Sharpe-Ratio Treynor-Maß Treynor-Ration Jensen-Maß Jensen-Ratio Performance-Attribution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Walter Frank (Author), 2016, Überblick über die Methoden der Performance-Analyse im Portfoliomanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344730
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