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Geschlechterrollen und Identität im Hiphop. Pädagogische Implikationen einer Jugendkultur

Título: Geschlechterrollen und Identität im Hiphop. Pädagogische Implikationen einer Jugendkultur

Trabajo Escrito , 2015 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - Sociología pedagógica
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Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll der Einfluss des Hiphop als eine der „dominantesten, erfolgreichsten und folgenreichsten Popkulturen“ im Hinblick auf die Identitätsbildung von Jugendlichen untersucht werden. Von übergeordnetem Interesse ist dabei zunächst die Frage nach den im Hiphop enthaltenen Repräsentationen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Im weiteren Verlauf wird danach gefragt, welche Auswirkungen die im Hiphop dargestellten Geschlechterrollen auf die Identitätskonstruktionen Jugendlicher haben können.

Vor diesem Hintergrund soll insbesondere auch auf zwei grundlegende kritische Perzeptionen der repräsentierten Geschlechterrollen eingegangen werden: Nämlich der Überrepräsentation des Männlichen einerseits und einer gleichzeitigen Herabwürdigung und auf sexuelle Merkmale reduzierte Darstellung der Frau. Insbesondere wird Letzteres aus medienpädagogischer Sicht als jugendgefährdend eingestuft. Entsprechend soll im Anschluss erörtert werden, inwiefern Hiphop als Jugendkultur einen negativen Einfluss auf die Identitätsbildung von Jugendlichen haben kann.

Den Beginn dieser Arbeit bildet die theoretische Auseinandersetzung mit dem Terminus Jugend und der Problematik einer Eingrenzung des Jugendbegriffs. Im weiteren Verlauf wird auf die Identitätsbildung Jugendlicher in der Postmoderne eingegangen. In diesem Zusammenhang wird insbesondere auf die Relevanz von Jugendkulturen und –Szenen eingegangen. Im Anschluss wird der Hiphop als spezifische Jugendkultur in den Fokus gerückt.

Nach einem kurzen Abriss über die Entstehungsbedingungen wird auf die zentralen Elemente und das thematische Spektrum dieser Popkultur eingegangen. Daran anknüpfend wird auf die im Hiphop enthaltenen Repräsentationen von Weiblichkeit und Männlichkeit eingegangen. Zuletzt soll diskutiert werden, inwieweit die dargestellten Geschlechterrollen sich als jugendgefährdend erweisen und sich eine Zensur gewisser Hiphop-Texte empfiehlt, oder aber, welche positiven Impulse Hiphop für die Identitätsbildung von Jugendlichen bieten kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jugend und Jugendkulturen

2.1 Jugendliche Identitätsbildung in der Postmoderne

2.2 Zur Bedeutung von Jugendkulturen

3. Jugendkultur Hiphop: Repräsentation und Identifikation

3.1 Zentrale Elemente und thematisches Spektrum

3.2 Repräsentationen von Männlichkeit und Weiblichkeit im Hiphop

3.3 Hiphop als „Sündenbock“? Pro und Contra einer Zensur

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Hiphop-Kultur auf die Identitätsbildung Jugendlicher, mit einem besonderen Fokus auf die medial vermittelten Repräsentationen von Geschlechterrollen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, inwiefern insbesondere die oft frauenherabwürdigenden oder gewaltverherrlichenden Inhalte von Rap-Texten als jugendgefährdend einzustufen sind und welche Rolle diese für die Identitätskonstruktion Heranwachsender in der Postmoderne spielen.

  • Identitätsbildung in der postmodernen Gesellschaft
  • Die soziokulturelle Bedeutung von Jugendkulturen
  • Männlichkeits- und Weiblichkeitskonstruktionen im Hiphop
  • Medienpädagogische Debatte um Indizierung und Zensur
  • Einfluss provokativer Popkultur auf die Persönlichkeitsentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.2 Repräsentationen von Männlichkeit und Weiblichkeit im Hiphop

Überblickt man die in Raps und Hiphop-Texten enthaltenen Repräsentationen von Weiblichkeit und Männlichkeit, orientieren sich diese zunächst an zwei zentralen Perspektiven: Der Überrepräsentation des Mannes einerseits sowie der Herabwürdigung der Frau andererseits (Czerwenka-Wenkstetten 2009: 58). Obgleich diverse weibliche Interpretinnen innerhalb dieser Musikszene, mitunter auch sehr erfolgreich, vertreten sind, ist Hiphop dennoch überwiegend als Männerdomäne anzusehen. Entsprechend wird die Definitionsgewalt von Geschlechterrollen in erster Linie den männlichen MCs zugesprochen (ebd. 62).

Den androzentrisch geprägten Geschlechterkonstruktionen innerhalb des Hiphop entspringt ein stark ausgeprägter Maskulinitäts- und Überlegenheitsanspruch des Mannes, der insbesondere über die Themen Gewalt, Kriminalität und Frauenunterdrückung artikuliert wird. Die Konstruktion des starken und überlegenen Mannes geht zudem häufig mit einer abneigenden Haltung gegenüber Homosexuellen als „Softies“ einher, die einer Abweisung weiblicher Attribute des Mannes unterliegt (ebd. 68f). Im Sinne einer Geschlechterhierarchie wird der Mann in den Mittelpunkt des Geschehens positioniert, während die Frau in einer eher passiven Rolle verharrt (Peschke 2010: 86).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Identitätsbildung in der Postmoderne ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung von Hiphop als einflussreiche Jugendkultur.

2. Jugend und Jugendkulturen: Das Kapitel beleuchtet den historischen Wandel des Jugendbegriffs sowie die identitätsstiftende Funktion von Jugendszenen als Orientierungshilfe in einer pluralisierten Gesellschaft.

3. Jugendkultur Hiphop: Repräsentation und Identifikation: Dieses Hauptkapitel analysiert die Kernelemente des Hiphop, die spezifischen Geschlechterbilder in Rap-Texten sowie die medienpädagogische Kontroverse um Zensur und Jugendschutz.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Hiphop trotz problematischer Frauenbilder auch als Mittel zur Abgrenzung und Identitätsfindung dient, was eine aktive medienpädagogische Auseinandersetzung erfordert.

Schlüsselwörter

Hiphop, Identitätsbildung, Jugendkultur, Geschlechterrollen, Maskulinität, Weiblichkeit, Rap, Medienpädagogik, Postmoderne, Sozialisation, Indizierung, Jugendgefährdung, Authentizität, Gender, Popkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Hiphop-Kultur auf die Identitätsbildung von Jugendlichen und analysiert kritisch die Geschlechterrollen, die in Rap-Texten transportiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Wandel des Jugendbegriffs in der Postmoderne, die Bedeutung von Jugendkulturen, die Konstruktion von Männlichkeit und Weiblichkeit im Hiphop sowie medienpädagogische Aspekte von Zensur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu erörtern, ob die oft sexistischen und gewaltverherrlichenden Darstellungen im Hiphop eine Gefahr für die Identitätsbildung von Jugendlichen darstellen oder ob sie Teil eines spielerischen Umgangs mit Identitätskonzepten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse bestehender sozialwissenschaftlicher Literatur und medienpädagogischer Diskurse zur Hiphop-Kultur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen von Jugendkulturen definiert, anschließend die Elemente des Hiphop (Rap, DJing etc.) erläutert und die Repräsentationen von Männlichkeit und Weiblichkeit anhand von Textbeispielen diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Hiphop, Identitätsbildung, Geschlechterrollen, Jugendkultur und Medienpädagogik beschreiben.

Warum wird im Hiphop ein spezifisches "Shit Talking" über Frauen kritisiert?

Diese Form der Darstellung wird kritisiert, da sie Frauen als reine Sexualobjekte reduziert und somit ein Subordinationsverhältnis zwischen den Geschlechtern zementiert, was den gesellschaftlichen Erziehungszielen widerspricht.

Welche Rolle spielt die "freiwillige Selbstkontrolle" in der Debatte?

Da Zensur und Indizierung die Kunstfreiheit einschränken können, wird eine freiwillige Selbstkontrolle durch die Künstler selbst diskutiert, um sowohl die Diskriminierung marginalisierter Gruppen zu vermeiden als auch den Jugendschutz zu gewährleisten.

Wie gehen Jugendliche laut der Arbeit mit der Provokation in Rap-Texten um?

Die Arbeit legt nahe, dass Jugendliche die Provokation in Texten oft als Mittel nutzen, um sich von der Elterngeneration abzugrenzen, wobei eine pauschale Gefährdung für die Mehrheit der Jugendlichen nicht zwangsläufig gegeben ist.

Was bedeutet die "Patchwork-Identität" im Kontext der Arbeit?

Das Konzept beschreibt, dass Identität in der Postmoderne kein starres Gebilde mehr ist, sondern ein ständiger Aushandlungsprozess, bei dem Jugendliche verschiedene Identitätsparameter zu einem individuellen Ganzen verknüpfen.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Geschlechterrollen und Identität im Hiphop. Pädagogische Implikationen einer Jugendkultur
Universidad
University of Cologne  (Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften)
Curso
Jugendkulturen und Jugendszenen
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
16
No. de catálogo
V344768
ISBN (Ebook)
9783668344761
ISBN (Libro)
9783668344778
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jugend Hiphop Jugendkultur Sexismus Feminismus Gewalt Szene
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Geschlechterrollen und Identität im Hiphop. Pädagogische Implikationen einer Jugendkultur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344768
Leer eBook
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