Albrecht Dürers Landschaftsmalerei zwischen Kunst und Wissenschaft


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013
20 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. Lebenslauf Albrecht Dürers
2.2. Dürers soziale Position in Nürnberg
2.3. Albrecht Dürers Künstlertum zwischen Spätgotik und Renaissance
2.4. Albrecht Dürers Landschaftsmalerei
2.5. Albrecht Dürers Landschaftsmalerei – Darstellung und Kurzinterpretation dreier Werke
2.6. Albrecht Dürers Landschaftsmalerei und ihr naturwissenschaftlicher Anspruch

3. Schluss
3.1. Albrecht Dürers Landschaftsmalerei zwischen Kunst und Wissenschaft – eine abschließende Betrachtung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die folgende Hausarbeit befasst sich mit Albrecht Dürer, seiner Kunst, Wissenschaft und im Speziellen mit seiner einzigartigen Landschaftsmalerei. Es wird versucht, eine Antwort auf die Frage zu finden, inwieweit Dürer Kunst und Wissenschaft verband und welchen Platz seine Landschaftsmalerei in diesem Zusammenhang einnimmt. Stellt die Landschaftsmalerei Dürers ein Bindeglied zwischen zwei Epochen dar und ist sie in ihrer Einzigartigkeit auch als Zeitzeugnis und wissenschaftliches Werk zu betrachten? Diesen Fragen wird in der vorliegenden Arbeit u.a. anhand von drei spezifisch ausgesuchten Landschaftsaquarellen Albrecht Dürers nachgegangen.

Im ersten Kapitel des Hauptteils wird das Leben Albrecht Dürers in einem detaillierten Lebenslauf dargestellt.

Das zweite Kapitel untersucht zunächst die soziale Position Dürers in Nürnberg zur damaligen Zeit und in einem weiteren Kapitel das Künstlertum des Albrecht Dürer zwischen Spätgotik und Renaissance.

In einem weiteren Kapitel des Hauptteils wird die Landschaftsmalerei Albrecht Dürers dargestellt und behandelt, um dann im folgenden Kapitel Albrecht Dürers Landschaftsmalerei anhand von drei Werken auch bildlich darzustellen und kurz zu interpretieren.

Das letzte und sechste Kapitel des Hauptteils befasst sich mit Dürers Landschaftsmalerei und ihrem naturwissenschaftlichen Anspruch.

Der letzte Teil dieser Hausarbeit ist eine abschließende Betrachtung von Dürers Landschaftsmalerei in Bezug auf sein Gesamtwerk und seine wissenschaftlichen Arbeiten.[1]

2. Hauptteil

2.1. Lebenslauf Albrecht Dürers

Am 21.05.1471 wird Albrecht Dürer als drittes von insgesamt 18 Kindern der Eheleute Albrecht Dürer der Ältere und Barbara Holper in Nürnberg geboren.Von ihren 18 Kindern überleben nur drei. Der Vater Albrecht Dürers ist Goldschmied und stammt ursprünglich aus Ajtós in Ungarn. Schon in früher Jugend nimmt ihn der Vater mit in seine Goldschmiedewerkstatt. Dürer soll ebenfalls das Goldschmiedehandwerk erlernen und die Familientradition fortsetzen. Aus dieser Zeit stammt auch das erste seiner insgesamt 20 Selbstporträts.

1484 malt er im Alter von dreizehn Jahren mit Silberstift auf weiß grundiertem Papier sein ältestes erhaltenes Selbstporträt.

1485 beginnt Albrecht Dürer die Goldschmiedelehre in der Werkstatt seines Vaters, die er jedoch, mit der Familientradition und den gesellschaftlichen Gegebenheiten der damaligen Zeit brechend, im Einverständnis mit dem Vater1486 beendet. Dürer selbst sagt „meine Lust trug mich mehr zur Malerei“.

1486 im Winter beginnt Albrecht Dürer der Jüngere eine Lehre als Maler beim Nürnberger Maler Michael Wolgemut (1434–1519). Hier erlernt Dürer die Porträtkunst nach niederländischer Tradition und die Holzschnittkunst.Von Michael Wolgemut wird Dürer 1516 ein bekanntes Porträtbild schaffen.

1490 beendet Dürer die Malereilehre in der Werkstatt des Michael Wolgemut und beginnt eine vierjährigen Wanderschaft, die ihn möglicherweise in die Niederlande, die Hochburg der damaligen Portätkunst oder aber an den Mittelrhein, den Elsass und nach Basel führte. Genau

lässt sich dies nicht belegen. Gewiss ist lediglich, dass er in Colmar und in Basel war. In Colmar will er den Maler Martin Schongauer aufsuchen, der jedoch vor seiner Ankunft 1491verstirbt und in Basel entstehen berühmte Holzschnitte.

1494 beendet Dürer seine Wanderschaft, die erste von insgesamt drei längeren Reisen und heiratet am 7. Juli in Nürnberg die Kaufmannstochter Agnes Frey. Die 34-jährige Ehe bleibt kinderlos.

1494 im Oktober bricht Dürer zu seiner ersten, für seine künstlerische Laufbahn wichtigen Italienreise auf. In dieser Zeit entsteht eine kleine Serie von Landschaftsbildern. Die Stationen seiner ersten Italienreise sind Innsbruck, Trient und Arco beim Gardasee.

1495 kehrte Dürer nach Nürnberg zurück, wo er sich 1497 selbständig macht.

1497 gründet Dürer eine eigene Werkstatt, in die er ab 1503 Hans Schäufelein, Hans von Kulmbach und Hans Baldung Grien aufnimmt. In dieser Zeit schafft Dürer hauptsächlich Porträts und Selbstporträts. In diese Zeit, 1500, fällt auch das berühmte Selbstporträt, das als „Selbstbildnis im Pelzrock“ oder „Münchener Selbstbildnis“ in der Alten Pinakothek in München zu sehen ist. Zu dieser Zeit beginnt Dürer mit dem Verfassen von kunsttheoretischen Schriften und seiner Proportionslehre.

1504 entsteht hier sein bekannter Kupferstich „Adam und Eva“.

1505 reist Dürer ein zweites Mal nach Italien. Seine Reise führt ihn nach Venedig, wo die größten Maler der italienischen Renaissance, Tizian und Giorgione, tätig waren.

Besonders beeindruckt zeigt sich Dürer hier von Giovanni Bellini. Hier entsteht 1506 das im Auftrag der deutschen Kaufleute zu Venedig für die dortige Bartholomäuskirche geschaffene Meisterwerk „Rosenkranzfest“.

1506 tritt Dürer die Heimreise nach Nürnberg an.

1509 wird Dürer „Gesandter des Großen Rats“ in Nürnberg und ist somit an vielen Entscheidungen und der künstlerischen Entwicklung seiner Vaterstadt beteiligt.

In die Zeit zwischen 1509 und 1512 fallen seine wohl bekanntesten Holzschnitte und Kupferstiche. Zu benennen sind hier die Grafiken „Die kleine Passion“ (1509), „Die große Passion“ (1510), „Das Leben der Maria“ (1510-1511). Desweiteren schafft Dürer in dieser Zeit weitere Graphiken mit überwiegen religiösen Themen.

1512 begegnet Dürer dem Kaiser Maximilian I. in dessen Auftrag und zu dessen Ehre und Ruhm er weitere Werke schafft. Ein Porträt des Kaisers aus dem Jahre 1519 fällt in diese Zeit. Kaiser Maximilian I. ist es auch, der Dürer eine Rente auf Lebenszeit zusagt. Willibald Prickheimer, der engste Freund Dürers, ein Humanist, Lebemann und reicher Patrizier mit exzellenten Kontakten hat diese Verbindung hergestellt.

1513 entsteht sein berühmter Stich „Ritter, Tod und Teufel“.

1514 schafft er zwei weitere Kupferstiche und Meisterwerke „Hieronymus im Gehäus“ und „Melencolia I“ sowie die Kohlezeichnung seiner Mutter kurz vor ihrem Ableben.

In die Zeit von 1518 bis 1520 fällt das Entstehen der Dürerschen Proportionslehre sowie sein Besuch auf dem Reichstag in Augsburg. Hier entsteht das Porträt von Jakob Fugger und die Bekanntschaft Dürers mit den Schriften Luthers.

1519 verstirbt Kaiser Maximilian I.

1520 reist Dürer daraufhin mit seiner Frau Agnes Frey in die Niederlande, um vom neugewählten Kaiser Karl des V. die ihm vom verstorbenen Kaiser gewährten Privilegien und seine Leibrente bestätigen zu lassen. Dürer wird in den Niederlanden große Ehre zuteil und erst im folgenden Jahr kehrt er nach Nürnberg heim.

1521 ist Dürer wieder in Nürnberg. Er ist an künstlerischen Projekten in seiner Heimatstadt beteiligt. In diese Zeit fällt auch die Ausschmückung des Nürnberger Rathauses.

1524 enstehen die Kupfersticharbeiten und -porträts vom Kurfürst Friedrich dem Weisen und seines engsten Freundes, Willibald Pirckheimer.

1525 ensteht Dürers „Unterweisung der Messung“, seine Proportionslehre.

1526 schafft Dürer neben den Porträts von Hieronymus Holzschuher und Jakob Muffels sein wohl letztes Gemälde, das Bildnis des Johann Kleeberger. In dieses Jahr fällt auch die Schenkung Dürers seines Werkes „Vier Apostel“ an den Rat der Stadt Nürnberg.

1527 ensteht Dürers Befestigungslehre.

Am 6. April 1528 verstirbt Albrecht Dürer in Nürnberg. Erst posthum erscheint seine Proportionslehre.

[...]


[1] Vgl. Johann Konrad Eberlein: Albrecht Dürer, Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg 2003, S. 151

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Albrecht Dürers Landschaftsmalerei zwischen Kunst und Wissenschaft
Note
1,2
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V344778
ISBN (eBook)
9783668381230
ISBN (Buch)
9783668381247
Dateigröße
707 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
albrecht, dürers, landschaftsmalerei, kunst, wissenschaft
Arbeit zitieren
Maria Hannun (Autor), 2013, Albrecht Dürers Landschaftsmalerei zwischen Kunst und Wissenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344778

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