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Das neue Regime der Marktmanipulation nach der Missbrauchsverordnung

Darstellung, Analyse, Bewertung

Title: Das neue Regime der Marktmanipulation nach der Missbrauchsverordnung

Seminar Paper , 2015 , 58 Pages , Grade: 17

Autor:in: Filipp Ruzin (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Darstellung und Bewertung der wesentlichen Aspekte des reformierten europäischen Marktmanipulationsrechts nach der Marktmissbrauchsverordnung (VO (EU) Nr. 596/2014) und Marktmissbrauchsrichtlinie (RL 2014/57/EU).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Entstehung des Untersuchungsgegenstands und Aufbau der Arbeit

2. Regelungsgrund des Verbots der Marktmanipulation

3. Die Schwierigkeit der Formulierung eines Marktmanipulationsverbots

4. Die Definition der Marktmanipulation nach der MMVO

4.1. Erweiterung des sachlichen Anwendungsbereichs gegenüber dem Marktmanipulationsverbot nach der RL 2003/6/EG

4.1.1. Instrumente

4.1.2. Anpassungen an die Anwendung der Umsetzungsvorschriften zur MiFID 2 erst ab 03.01.2017

4.2. Manipulationshandlungen und -unterlassungen sowie der Versuch

4.3. Persönlicher Anwendungsbereich

4.4. Ausnahmen vom Tatbestand

4.5. Wahrscheinlichkeitsmaß hinsichtlich der Herbeiführung der Auswirkungen

4.6. Handels- und andere Tätigkeiten, die falsche oder irreführende Signale geben können (Art. 12 Abs. 1 lit. a sublit. i)

4.7. Handels- und andere Tätigkeiten, die ein anormales oder künstliches Kursniveau sichern können (Art. 12 Abs. 1 lit. a sublit. ii)

4.8. Zur Kursbeeinflussung geeignete Täuschungshandlungen (Art. 12 Abs. 1 lit. b)

4.9. Subjektive Tatbestandsseite zu Art. 12 Abs. 1 lit. a, b und d Alt. 2

4.10. Informationsgestützte Marktmanipulation (Art. 12 Abs. 1 lit. c)

4.11. Der neue Tatbestand der Manipulation von Referenzwerten (Art. 12 Abs. 1 lit. d)

4.11.1. Rechtstatsächlicher Hintergrund

4.11.2. Einfallstore für die Manipulation von Referenzwerten

4.11.2.1. Konzentration

4.11.2.2. Bewusster Beitrag zur Berechnung des Referenzpreises

4.11.3. Schutzwürdigkeit des Vertrauens der Nutzer von Referenzwerten und unzureichende Erfassung durch die übrigen Begehungsformen des Art. 12 Abs. 1

4.11.4. Auslegung des Tatbestands der Referenzwertmanipulation

4.12. Subjektive Tatbestandsseite zu Art. 12 Abs. 1 lit. c und d Alt. 1

4.13. Die Bedeutung der Beispielstatbestände, Indikatoren und Ausnahmetatbestände

5. Die Aufsicht über die Einhaltung und die Sanktionierung der Nichteinhaltung des Marktmanipulationsverbots

6. Die Bewertung des neuen Regimes der Marktmanipulation nach der MMVO

6.1. Mangelnde Vereinheitlichung und verpasste Wachstumschancen

6.2. Naming and Shaming (Art. 34)

6.3. Fazit: Zusammenfassender Überblick über wesentliche Fortschritte und Desiderata

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert das durch die Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) neu eingeführte Regime zur Bekämpfung von Marktmanipulation. Ziel der Untersuchung ist es, die Ausgestaltung der neuen Tatbestände darzustellen, ihre regulatorische Wirkung zu bewerten und zu ermitteln, ob das neue Regelungswerk den Anforderungen an den Anlegerschutz sowie an die Integrität und Transparenz der Finanzmärkte gerecht wird.

  • Regelungsgründe und Zweck des Verbots der Marktmanipulation.
  • Detaillierte Analyse der Tatbestandsdefinitionen gemäß Art. 12 MMVO.
  • Behandlung des neuen Tatbestands der Referenzwertmanipulation.
  • Aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und Sanktionierungsmechanismen.
  • Kritische Würdigung der Effektivität und Vereinheitlichung des neuen Regimes.

Auszug aus dem Buch

3. Die Schwierigkeit der Formulierung eines Marktmanipulationsverbots

Um Allokationseffizienz zu gewährleisten, müssen – wie gesehen (oben S. 3 f.) – die Preise der Anlageprodukte ihrem Fundamentalwert soweit wie möglich entsprechen. Hieraus folgt: Man müsste nur Eingriffe verbieten, welche dazu führen, dass sich der Preis eines Anlageobjekts von dessen Fundamentalwert entfernt.

Für die Feststellung des Fundamentalwerts einer Anlage müssten jedoch alle in der Zukunft dem Anleger aus ihr zufließenden Zahlungen und der Grad der Unsicherheit, mit denen die zukünftige Entwicklung der Zahlungen behaftet ist, bestimmbar sein.52 In der Realität ist dies nicht mit vertretbarer Genauigkeit möglich.53 So führen bereits geringe Veränderungen in den Annahmen über die zukünftigen Auszahlungen zu erheblichen Veränderungen im Nettobarwert einer Investition.54 Nach Ansicht von Black55 ist ein Markt bereits dann effizient, wenn der Kurs einer Aktie sich zwischen dem Doppelten und der Hälfte des wahren Wertes (w) der Aktie bewegt. Er versieht diese Einschätzung auch noch mit einer weiteren Einschränkung: Der Kapitalmarkt ist immer noch effizient, wenn sich der Preis über den betrachteten Zeitraum (Zganz) hinweg in dem Intervall zwischen der Hälfte und dem Doppelten des wahren Wertes nur zu 90 % des betrachteten Zeitraums (Z0,5w<w<2w = 0,9×Zganz) bewegt. Diese hohe Unsicherheit in der Bestimmung des wohlfahrtstheoretisch wünschenswerten Preises macht es unmöglich, diesen Preis als rechtliches Normativ bei der Regulierung von Marktmanipulation zu verwenden.56

Stattdessen ist der Gesetzgeber gezwungen, auf andere Weise zu versuchen, erwünschte Handlungen, welche darauf ausgerichtet sind, von der möglichst genauen Einschätzung der zukünftigen Preisentwicklung zu profitieren, von unerwünschten zu unterscheiden, welche dazu dienen, in diesen Preisbildungsprozess selbst einzugreifen.57

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entstehung des Untersuchungsgegenstands und Aufbau der Arbeit: Einleitung zur Entstehung des neuen Marktmanipulationsregimes als Reaktion auf die Finanzkrise und Darlegung des methodischen Aufbaus der Untersuchung.

2. Regelungsgrund des Verbots der Marktmanipulation: Erörterung der volkswirtschaftlichen Bedeutung allokationseffizienter Kapitalmärkte und der Notwendigkeit des Marktmanipulationsverbots zum Schutz der Marktintegrität.

3. Die Schwierigkeit der Formulierung eines Marktmanipulationsverbots: Analyse der Herausforderungen bei der Definition des Tatbestands, da eine präzise Bestimmung des fundamentalen Aktienwerts in der Praxis kaum möglich ist.

4. Die Definition der Marktmanipulation nach der MMVO: Detaillierte Untersuchung der Tatbestandsmerkmale, des Anwendungsbereichs und der verschiedenen Begehungsformen von Marktmanipulation unter der neuen Verordnung.

5. Die Aufsicht über die Einhaltung und die Sanktionierung der Nichteinhaltung des Marktmanipulationsverbots: Darstellung der Rolle der zuständigen Behörden, der Überwachungspflichten von Marktteilnehmern und der verschiedenen Sanktionsmechanismen.

6. Die Bewertung des neuen Regimes der Marktmanipulation nach der MMVO: Abschließende kritische Einschätzung der neuen Regeln hinsichtlich Vereinheitlichung, Wachstumschancen und regulatorischer Komplexität.

Schlüsselwörter

Marktmanipulation, Marktmissbrauchsverordnung, MMVO, Finanzinstrumente, Referenzwerte, Allokationseffizienz, Anlegerschutz, Marktintegrität, Kapitalmarktrecht, Transparenz, Kursbeeinflussung, Täuschungshandlungen, Sanktionen, ESMA, Naming and Shaming.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der neuen Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) der Europäischen Union und der daraus resultierenden Neuregelung der Marktmanipulationsverbote.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Tatbestandsdefinitionen der Marktmanipulation, die Einbeziehung von Referenzwerten, die aufsichtsrechtlichen Befugnisse der Behörden sowie die Bewertung des neuen europäischen Regimes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Analyse der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Bewertung ihrer Eignung zur Förderung der Markttransparenz und Integrität.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Analyse, die den Wortlaut der neuen europäischen Verordnung auslegt und in den Kontext der ökonomischen Marktbedingungen und bisheriger Rechtsprechung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Begehungsformen der Marktmanipulation, die subjektiven und objektiven Tatbestandsvoraussetzungen sowie die neuen Befugnisse zur Überwachung und Sanktionierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Marktmanipulation, MMVO, Anlegerschutz, Referenzwertmanipulation und Finanzmarktintegration.

Warum ist die Manipulation von Referenzwerten ein gesondertes Thema?

Da Referenzwerte wie der LIBOR oder EURIBOR eine zentrale Bedeutung für das Funktionieren der Derivatemärkte haben, rechtfertigt ihre manipulationsanfällige Natur einen eigenen Tatbestand innerhalb der MMVO.

Welche Bedeutung hat das "Naming and Shaming" im neuen System?

Das "Naming and Shaming" dient als Instrument zur Abschreckung und Information, indem Verstöße und die Identität der Verantwortlichen öffentlich gemacht werden, was die Markttransparenz erhöhen soll.

Wird durch die neue Verordnung eine vollständige Vereinheitlichung erreicht?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die erwünschte Vereinheitlichung der Regeln aufgrund von Opt-outs einiger Mitgliedstaaten und der Komplexität des Regelungsgefüges in der Praxis nur eingeschränkt erwartet werden kann.

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Details

Title
Das neue Regime der Marktmanipulation nach der Missbrauchsverordnung
Subtitle
Darstellung, Analyse, Bewertung
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Wirtschafts- und Arbeitsrecht)
Course
Seminar "Aktuelle Fragen des Kapitalgesellschafts- und Kapitalmarktrechts"
Grade
17
Author
Filipp Ruzin (Author)
Publication Year
2015
Pages
58
Catalog Number
V344987
ISBN (eBook)
9783668345362
ISBN (Book)
9783668345379
Language
German
Tags
Marktmanipulation Marktmissbrauch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Filipp Ruzin (Author), 2015, Das neue Regime der Marktmanipulation nach der Missbrauchsverordnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344987
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