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Tugend taugt! Die Bedeutung der Tugend in der Personalführung

Title: Tugend taugt! Die Bedeutung der Tugend in der Personalführung

Master's Thesis , 2010 , 87 Pages , Grade: 5 (Schweiz)

Autor:in: Domenika Schnider (Author)

Leadership and Human Resources - Leadership
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Summary Excerpt Details

Die Master Thesis befasst sich mit tugendethischen Aspekten in der Personalführung. Sie basiert auf der These, dass gute Führung einerseits den richtigen Einsatz der Führungsinstrumente braucht. Andererseits trägt die Person der Führenden, ihre Haltung und ihre Persönlichkeit ebenso zum Erfolg bei. Nicht nur was Führende tun, sondern auch wie sie es tun, entscheidet darüber, ob sich die Mitarbeitenden wohl fühlen und ob sie ihre beste Leistung erbringen.

Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit der Tugendethik als Teil der normativen Ethik. Sie beleuchtet verschiedene Tugenden und beschreibt, wie sie im Führungsalltag wirken könnten. Welche Bedeutung haben Charaktereigenschaften der Führungspersonen unter dem Blickwinkel der Tugenden? Wie fliessen sie in den konkreten Führungsalltag ein und wie können sie entwickelt werden? Die Grundgedanken aus der Tugendethik werden mit dem systemischen Ansatz von Führung und der talentbasierten in Verbindung Führung gebracht.

Die Erkenntnisse aus der Literatur werden mit eigenen Erfahrungen ergänzt. Die Ergebnisse aus Gesprächen mit sieben Führungspersonen untermauern den theoretischen Teil. Sie zeigen die grössten Herausforderungen in der Personalführung auf und beschreiben, welche Charaktereigenschaften aus Sicht der Praxis für die Führung hilfreich sind. Die Arbeit schliesst mit Empfehlungen, wie die tugendethische Entwicklung gefördert werden kann. Sie sollen Führungspersonen und Institutionen in der Reflexion über führungsrelevante Tugenden und deren Entwicklung unterstützen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Einführung

1.2. Relevanz für die Praxis

1.3. Abgrenzung

1.4. methodisches Vorgehen

2. Grundbegriffe der Ethik

2.1. Begriffsklärung

2.2. Haupttypen der Ethik

2.3. Grundelemente der Tugendethik

2.4. Positive Psychologie – eine moderne Tugendlehre?

2.5. Zusammenfassung

3. Personalführung aus systemischer Sicht, talentbasierte Führung und Schlüsselkompetenzen

3.1. Systemische Führung

3.2. Talentbasierte Führung

3.3. Schlüsselkompetenzen in der Arbeitswelt und in der Führung

3.4 Zusammenfassung

4. Über die Relevanz von Tugenden in der Führung

4.1. Gespräche mit Führungspersonen

4.2. Auswertung der Gespräche, Zusammenfassung

4.3. Reflexion der Gespräche, zusammenfassende Gedanken

4.4 Zusammenfassung

5. Die Bedeutung von Tugenden in der Personalführung

5.1. Tugenden und ihre Bedeutung für die Führung

5.2. Nachdenken über Klugheit

5.3. Nachdenken über Mut / Tapferkeit

5.4. Nachdenken über Mässigung / Besonnenheit

5.5. Nachdenken über Gerechtigkeit

5.6. Nachdenken über Liebe und Wertschätzung

5.7. Nachdenken über Transzendenz

5.8. Nachdenken über Demut

5.9. Nachdenken über Humor

5.10. Nachdenken über Ehrlichkeit und Offenheit

5.11. Nachdenken über Wahrhaftigkeit

5.12. Die Vernetzung der Tugenden

5.13. Zusammenfassung

6. Wie kann man Charakterstärken/Tugenden entwickeln?

6.1. Tugenden entwickeln

6.2. Die Selbstreflexion

6.3. Das Anerkennen dessen, was ist

6.4. Ins Handeln kommen

6.5. Vom Umgang mit Krisen und Scheitern

6.6 Zusammenfassung

7. Anregungen für die Praxis

7.1. Das Gute in sich erkennen und entwickeln

7.2. Führungspersonen vorbildlich unterstützen

7.3. Strukturen und Kulturen schaffen, in denen Tugenden entwickelt werden können

7.4. Zusammenfassung

8. Kritische Würdigung

8.1. Reflexion der Methodik

8.2. Reflexion des Prozesses

8.3. Reflexion des Ergebnisses

8.4. Persönliche Reflexion

9. Abschluss und Dank

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz tugendethischer Aspekte in der Personalführung und stellt die These auf, dass erfolgreiche Führung sowohl den Einsatz geeigneter Instrumente als auch eine wertebasierte Haltung der Führungsperson erfordert. Es wird analysiert, wie Tugenden und Charakterstärken in den Führungsalltag integriert und durch systemische Ansätze sowie talentbasierte Führung gefördert werden können.

  • Tugendethik und deren Bedeutung für die moderne Personalführung.
  • Integration der Positiven Psychologie in Führungskonzepte.
  • Systemische Perspektiven auf Führung und das Beziehungsgefüge.
  • Methoden zur Entwicklung und Reflexion von Charakterstärken im Führungsalltag.
  • Erkenntnisse aus qualitativen Interviews mit Führungspersonen.

Auszug aus dem Buch

2.3.2. Aristoteles` Tugendlehre

Platons Schüler Aristoteles übernimmt Platons Grundgedanken der Kardinaltugenden. Er bettet sie jedoch in eine umfassendere Tugendübersicht ein. Aristoteles unterscheidet zwischen dianoetischen (theoretischen) und ethischen (praktischen) Tugenden (vgl. Anzenbacher 1992: 141). Die Klugheit ist eine theoretische Tugend, eine Tugend des Verstandes. Sie ist die Voraussetzung für die Erlangung der anderen, ethischen Tugenden, wie Tapferkeit, Wahrhaftigkeit oder Sanftmut. Die ethischen Tugenden werden durch Gewöhnung und das tägliche Üben im richtigen Verhalten entwickelt.

Aristoteles bezeichnet die Tugend als das Streben nach der Mitte zwischen zwei lasterhaften Extremen. Es geht nicht um Mittelmässigkeit, sondern vielmehr um ein Finden der rechten Mitte zwischen zwei unguten Extremen.

So ist zum Beispiel Freigebigkeit die Mitte zwischen Verschwendung und Geiz. Die Tapferkeit wird als die Mitte zwischen Tollkühnheit und Feigheit bestimmt. Wichtig ist hier, dass sich weder der seinem natürlichen Wesen nach eher tollkühne Mensch noch der eher feige Mensch sich einfach seiner Neigung hingibt. Beide wollen sie die Tugend der Tapferkeit leben, setzen sich zu ihren Affekten (Feigheit oder Tollkühnheit) ins richtige Verhältnis. Somit ist von unterschiedlichen Menschen Unterschiedliches zu erwarten. Von dem, der Gefahren lieber meidet, ist etwas anderes zu erwarten als von dem, der lieber einfach vorprescht (vgl. Höffe 1998: 49) Das Mittlere steht also zwischen dem „Mehr“ und dem „Weniger“ (vgl. MacIntyre 1995: 207). Und dieses Mittlere ist weiter immer in Beziehung auf den handelnden Menschen zu verstehen (vgl. Aristoteles Nikomachische Ethik: 1106b 3-27). Durch tugendhaftes Leben erreicht der Mensch Glückseligkeit.

Die verschiedenen Tugenden sind miteinander verbunden, die eine braucht man, um die andere zu erlangen, und der Besitz der einen schliesst das Nicht-Leben der anderen aus. So kann ein Mensch nicht zugleich besonnen und dabei ungerecht sein und der Tapfere nicht verschwenderisch. Die Tugenden sind als Masseinheit zu verstehen und ein tugendhafter Mensch besitzt alle Tugenden (vgl. MacIntyre 1995: 209).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Tugendethik für die moderne Personalführung ein, definiert die Forschungsfragen und erläutert den Aufbau sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Grundbegriffe der Ethik: Dieses Kapitel definiert ethische Kernbegriffe, unterscheidet Hauptströmungen der normativen Ethik und stellt die Tugendethik sowie Ansätze der Positiven Psychologie als theoretisches Fundament vor.

3. Personalführung aus systemischer Sicht, talentbasierte Führung und Schlüsselkompetenzen: Hier werden Führungskonzepte aus systemischer und talentorientierter Perspektive beleuchtet, um den Bezug zur Tugendethik im betrieblichen Beziehungsgefüge herzustellen.

4. Über die Relevanz von Tugenden in der Führung: Dieser Teil dokumentiert das methodische Vorgehen bei den Experteninterviews, präsentiert die Auswertung der gewonnenen Praxisberichte und reflektiert diese Ergebnisse kritisch.

5. Die Bedeutung von Tugenden in der Personalführung: In diesem zentralen Kapitel werden spezifische Tugenden wie Klugheit, Mut, Mässigung und Gerechtigkeit analysiert und ihre Anwendung im Führungsalltag sowie deren wechselseitige Vernetzung diskutiert.

6. Wie kann man Charakterstärken/Tugenden entwickeln?: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung durch Selbstreflexion, das Anerkennen von Realitäten und das aktive Üben tugendhaften Handelns im Alltag.

7. Anregungen für die Praxis: Hier werden konkrete Empfehlungen für Führungskräfte formuliert, um sowohl die eigene Haltung als auch die Unternehmenskultur gezielt im Sinne tugendhafter Charakterstärken zu fördern.

8. Kritische Würdigung: Die Autorin reflektiert abschließend die gewählte Methodik, den Schreibprozess der Arbeit sowie die Bedeutung der erlangten Ergebnisse für ihre eigene zukünftige Führungstätigkeit.

Schlüsselwörter

Tugendethik, Personalführung, Charakterstärken, Positive Psychologie, Talentbasierte Führung, Systemische Führung, Selbstreflexion, Führungsinstrumente, Tugendhaftigkeit, Werteorientierung, Führungskultur, Führungspersönlichkeit, Charakterentwicklung, Arbeitswelt, Menschlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Integration von tugendethischen Aspekten in die tägliche Personalführung, um ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Haltung und Charakterstärken den Führungserfolg beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Master Thesis?

Zentrale Themen sind die Tugendethik, die Positive Psychologie, systemische Führungskonzepte sowie die talentbasierte Förderung von Mitarbeitenden durch werteorientierte Führung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welche Bedeutung Tugenden im Führungsalltag haben, welche Verbindung zwischen tugendorientierter und talentbasierter Führung besteht und wie Führungspersonen ihre eigenen Charakterstärken gezielt entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Kombination aus einer Literaturanalyse ethischer und führungstheoretischer Grundlagen sowie einer qualitativen Untersuchung in Form von strukturierten Interviews mit sieben Führungspersonen aus dem Gesundheitswesen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Anwendung systemischer und talentbasierter Führungsansätze, die Auswertung von Experteninterviews sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit einzelnen Tugenden wie Klugheit, Mut und Gerechtigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tugendethik, Personalführung, Charakterstärken, Positive Psychologie, Selbstreflexion und Werteorientierung.

Wie unterscheidet sich diese Arbeit von rein instrumentellen Führungsratgebern?

Im Gegensatz zu reinen Methodenratgebern legt diese Arbeit den Fokus explizit auf die innere Haltung der Führungsperson und die Bedeutung von Tugenden, anstatt nur Techniken zur Zielerreichung zu vermitteln.

Welche Rolle spielt die „Positive Psychologie“ in der Argumentation der Autorin?

Die Positive Psychologie dient als moderne Brücke zur antiken Tugendlehre, da sie empirisch belegt, wie die Förderung vorhandener Stärken zu mehr Zufriedenheit und Erfolg im beruflichen Kontext führt.

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Details

Title
Tugend taugt! Die Bedeutung der Tugend in der Personalführung
College
University of Applied Sciences Northwestern Switzerland  (Dialog Ethik)
Grade
5 (Schweiz)
Author
Domenika Schnider (Author)
Publication Year
2010
Pages
87
Catalog Number
V345124
ISBN (eBook)
9783668356214
ISBN (Book)
9783668356221
Language
German
Tags
Ethik Führung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Domenika Schnider (Author), 2010, Tugend taugt! Die Bedeutung der Tugend in der Personalführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345124
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