In der bildungstheoretischen und kritisch konstruktiven Didaktik nach Klafki ist der Begriff „Bildung“ zentral. „Bildung“ wird als Fähigkeit zur Selbstbestimmung verstanden. Die Ergänzung „kritisch“ besagt, dass das einzelne Subjekt zur Selbstbestimmung befähigt werden soll. Klafki ist der Praxisbezug wichtig. Die Lernenden sollen sich als Handelnde erleben und eine allgemeine Bildung für alle soll möglich sein. Dies besagt das Wort „Konstruktiv“.
Die Lernenden sollen an Beispielen praktisch üben, also Selbsttätig werden und dabei ist die Selbst- und Mitbestimmungsfähigkeit jedes einzelnen gefragt. Hierbei werden einzelne Themen in Zusammenhänge gestellt und fächerübergreifend unterrichtet. Es sollen Herausforderungen wie beispielsweise der Umgang mit Fremden oder soziale Ungleichheit mit einbezogen werden. Klafki hat die bildungstheoretische Didaktik in den 1980er Jahren erweitert zur kritisch-konstruktiven Didaktik.
Inhaltsverzeichnis
- Einsendeaufgabe 1
- Seminarplanung
- Seminardefinition
- Bildungstheoretische Didaktik nach Klafki
- Seminarleitung
- Seminarinhalt
- Gegenwartsbedeutung
- Zukunftsbedeutung
- Zielgruppe
- Struktur des Seminars
- Zugänglichkeit
- Exemplarische Bedeutung
- Seminarorganisation
- Evaluation
- Praxistransfer
- Vorschläge zur Weiterarbeit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Einsendeaufgabe zielt darauf ab, ein Seminar nach den Prinzipien der bildungstheoretischen Didaktik nach Klafki zu planen und zu gestalten. Dabei wird die Didaktische „Checkliste“ zur Vorbereitung von Seminaren von Horst Siebert als Grundlage verwendet. Der Fokus liegt auf der praktischen Anwendung des Theoriekonzepts im Kontext des Seminarleitens und der Gestaltung einer Lerngruppe.
- Die Bedeutung von Bildung als Fähigkeit zur Selbstbestimmung
- Die Relevanz von Praxisbezug und Selbsttätigkeit im Lernprozess
- Die Rolle der fünf Grundfragen nach Klafki in der Seminarplanung
- Die Bedeutung von Reflexion und persönlicher Entwicklung im Bildungsprozess
- Die Integration von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung im Seminar
Zusammenfassung der Kapitel
- Im ersten Abschnitt der Einsendeaufgabe werden die Begriffe Seminar und bildungstheoretische Didaktik nach Klafki definiert. Die Autorin erläutert die zentralen Elemente von Klafkis Theorie und ihren Bezug zur Gestaltung von Lernsituationen.
- Der zweite Abschnitt befasst sich mit der Seminarleitung und beschreibt die fachlichen Kompetenzen der Autorin sowie ihre Erfahrungen im Bereich der Pädagogik und Beratung. Die Autorin erläutert ihre Rolle als Lernbegleiterin im Seminar.
- Der dritte Abschnitt stellt den Seminarinhalt „Wie kann ich erfolgreich personenzentrierte Elterngespräche in meiner beruflichen Praxis führen?“ vor. Die Autorin analysiert die Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung des Themas für die Studierenden und beschreibt die gewählte Zielgruppe. Sie beschreibt die Struktur des Seminars und die verschiedenen Methoden, die zur Anwendung kommen.
- Im vierten Abschnitt werden die Aspekte der Seminarorganisation und der Evaluation des Seminars behandelt. Die Autorin stellt konkrete Maßnahmen zur Gestaltung des Seminarablaufs und zur Evaluation der Lernfortschritte der Studierenden vor.
- Der fünfte Abschnitt konzentriert sich auf den Praxistransfer des Seminarinhalts. Die Autorin beschreibt, wie sie die Studierenden dabei unterstützt, das Gelernte in ihren beruflichen Alltag zu integrieren und ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Sie bietet Vorschläge zur eigenen Weiterarbeit der Studierenden.
Schlüsselwörter
Die Einsendeaufgabe widmet sich der Planung und Durchführung eines Seminars zu dem Thema „Personenzentrierte Elterngespräche“ in der Heilpädagogik. Im Mittelpunkt stehen die Prinzipien der bildungstheoretischen Didaktik nach Klafki, die Bedeutung von Praxisbezug, Selbsttätigkeit und Reflexion sowie die Fähigkeit zur Selbstbestimmung. Die Autorin greift auf verschiedene Methoden wie Rollenspiele, Gruppenarbeiten, Exkursionen und reflektierende Gespräche zurück, um den Lernprozess der Studierenden zu unterstützen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die kritisch-konstruktive Didaktik nach Klafki?
Es ist ein Bildungskonzept, das Bildung als Fähigkeit zur Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarität versteht und einen starken Praxisbezug betont.
Welche Rolle spielen die "fünf Grundfragen" in der Seminarplanung?
Diese Fragen (z.B. Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung) dienen dazu, die Relevanz eines Themas für die Lernenden zu prüfen und den Unterricht didaktisch zu strukturieren.
Was wird im Beispiel-Seminar zum Thema Elterngespräche vermittelt?
Das Seminar vermittelt, wie man personenzentrierte Elterngespräche in der heilpädagogischen Praxis erfolgreich führt, wobei Rollenspiele und Reflexion zentral sind.
Was bedeutet "Selbsttätigkeit" im Lernprozess?
Lernende sollen nicht nur passiv Wissen aufnehmen, sondern durch praktisches Üben, Gruppenarbeit und eigene Erfahrungen aktiv am Bildungsprozess teilnehmen.
Wie wird der Praxistransfer im Seminar sichergestellt?
Durch die Analyse der beruflichen Relevanz und konkrete Handlungsvorschläge werden die Studierenden dabei unterstützt, das Gelernte direkt in ihren Berufsalltag zu integrieren.
Was ist die didaktische "Checkliste" von Horst Siebert?
Sie dient in der Arbeit als praktisches Werkzeug zur Organisation und Planung von Seminaren in der Erwachsenenbildung.
- Quote paper
- Martina Kellner-Fichtl (Author), 2015, Didaktik, Methodik und Medien in der Erwachsenenbildung. Didaktisches Handeln und Design, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345201