Seit den Ergebnissen der ersten PISA-Studie (2001) findet eine Neuorientierung der Bildungs- und Schulpolitik statt, die vermehrt auf Bildungsstandards und Kompetenzorientierung abzielt. Nicht nur in den Kernfächern wie Deutsch, Mathe usw. sondern auch im Fach Sport findet diese Entwicklung statt. Diese Forderung lässt sich natürlich nicht als Selbstläufer umsetzen. Zunächst bedarf es neue Lehrpläne an Schulen, die im Sinne der Kompetenzorientierung die Qualität von Unterricht und Schule verbessern.
Daneben geht es bei der Kompetenzorientierung insbesondere darum, individuelle Lernfortschritte der Schüler zu messen. Ausgehend von einem bestimmten Kompetenzmodell werden je nach Domäne, fachspezifisch bildungsbedeutsame Ziele festgelegt.
Die Standardisierung hingegen teilt die zuvor formulierte Kompetenz in unterschiedliche Niveaustufen ein (Minimal-, Regel-, Maximalstandards).
Negative Befunde bezüglich der Leistungsfähigkeit des schulischen Bildungssystems legitimieren eine Umorientierung und fordern eine Umstellung der Lehrpläne auf Kompetenzorientierung. Dabei ist es unabdingbar, dass Lehrkräfte die Kompetenzformulierungen der Lehrpläne und deren vorgegebenen Standards kennen, verstehen und auf Grundlage dessen, ihren Sportunterricht dementsprechend planen.
Inhaltsverzeichnis
- Kompetenzorientierung im Sportunterricht der Grundschule.
- Eine praktische Umsetzung der Kompetenzorientierung in verschiedenen Bereichen des LehrplanPLUS im Unterrichtsfach Sport
- Tatsächliches Unterrichtsvorhaben und LehrplanPLUS-Bezug....
- Umsetzung der Unterrichtsstunde_Artikulationsschema Artikulationsschema "Sprossenwand" / Parcours...
- Persönliche Reflexion der Umsetzung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text beschäftigt sich mit dem Konzept der Kompetenzorientierung im Sportunterricht der Grundschule. Er beleuchtet die Hintergründe, Herausforderungen und Möglichkeiten der Implementierung dieses Ansatzes in der Praxis.
- Bedeutung und Entwicklung von Kompetenzorientierung im Sportunterricht
- Kompetenzmodelle und Standardisierung von Schülerleistungen
- Planung und Gestaltung von kompetenzorientiertem Sportunterricht
- Individuelle Förderung und Differenzierung im Unterricht
- Bewertung und Überprüfung des Kompetenzerwerbs
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel behandelt den Begriff der Kompetenzorientierung und erklärt die Notwendigkeit einer Neuorientierung im Sportunterricht. Es beleuchtet die Bedeutung von Bildungsstandards, Kompetenzmodellen und der Messung individueller Lernfortschritte.
- Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der praktischen Umsetzung der Kompetenzorientierung im Sportunterricht. Es zeigt, wie Lehrkräfte die Kompetenzformulierungen der Lehrpläne verstehen und diese in ihre Unterrichtsplanung integrieren können.
- Das dritte Kapitel beschreibt die Merkmale eines kompetenzorientierten Unterrichts und diskutiert die Planung und Gestaltung von Unterrichtseinheiten. Es geht auf die Bedeutung von kognitiver Aktivierung, Vernetzung von Wissen, Übung und Überarbeitung, lebensweltliche Anwendung, individuelle Lernbegleitung und Reflexion des Lernfortschritts ein.
- Das vierte Kapitel stellt verschiedene Kompetenzbereiche im Sportunterricht der Grundschule vor, darunter den motorischen Kompetenzbereich, den sozialen Kompetenzbereich und den Bereich der Selbstkompetenzen. Es beleuchtet auch die Rolle von Lernaufgaben im kompetenzorientierten Unterricht.
Schlüsselwörter
Kompetenzorientierung, Sportunterricht, Grundschule, Bildungsstandards, Kompetenzmodelle, Standardisierung, Individualisierung, Lernaufgaben, motorische Kompetenz, soziale Kompetenz, Selbstkompetenz, LehrplanPLUS
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Kompetenzorientierung im Sportunterricht?
Es geht darum, den Unterricht so zu planen, dass Schüler messbare Fähigkeiten (Kompetenzen) erwerben, statt nur rein sportliche Leistungen zu erbringen.
Welchen Einfluss hatte die PISA-Studie auf den Sportunterricht?
Die Ergebnisse führten zu einer Neuorientierung hin zu Bildungsstandards und Kompetenzmodellen in allen Schulfächern, einschließlich Sport.
Was ist der LehrplanPLUS?
Ein bayerisches Lehrplankonzept, das die Kompetenzorientierung in den Mittelpunkt stellt und konkrete Standards für Schülerleistungen definiert.
Welche Kompetenzbereiche werden im Sport gefördert?
Neben motorischen Kompetenzen werden auch soziale Kompetenzen und Selbstkompetenzen (z.B. Reflexion des eigenen Lernfortschritts) gefördert.
Wie werden Schülerleistungen in diesem Modell bewertet?
Die Bewertung erfolgt anhand von Niveaustufen (Minimal-, Regel-, Maximalstandards), die den individuellen Lernfortschritt berücksichtigen.
- Quote paper
- Matthias Mielich (Author), 2014, Kompetenzorientierung im Sportunterricht der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345263