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Zur "harm reduction" in Deutschland und den Niederlanden

Title: Zur "harm reduction" in Deutschland und den Niederlanden

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 39 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mareike Körner (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Zusammenfassend liegt mein Hauptinteresse darin, herauszufinden, ob und welche Auswirkungen die Betäubungsmittelgesetzgebung/ Drogenpolitik auf das Konzept „harm reduction“ hat und wie sich diese im Vergleich Deutschland und den Niederlanden darstellen.
Außerdem möchte ich die Bereiche herausarbeiten, in denen sich wesentliche Veränderungen vollzogen haben, bzw. aufgrund des Vergleiches feststellen ob es weitere erstrebenswerte Veränderungen in verschiedenen Bereichen gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Konzept „harm reduction“

2.1 Die konzeptionelle Ebene

2.2 Die praktische Ebene

2.3 Die politische Ebene

3 Grundlagen der Gesetzgebung

3.1 Internationale Bestimmungen

3.2 „BtmG“

3.3 „Opiumwet“

4 „harm reduction“ in den Niederlanden

4.1 Von Normalisierung und Partizipation

4.2 Ergebnisorientierte Drastellung

5 „harm reduction“ in Deutschland

5.1 Von Abstinenz und Akzeptanz

5.2 Ergebnisorientierte Darstellung

6 Kein „Königsweg“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Schadensbegrenzung (harm reduction) in der Drogenhilfe und analysiert, welche Auswirkungen die jeweilige Betäubungsmittelgesetzgebung und Drogenpolitik in Deutschland und den Niederlanden auf dieses Konzept hat.

  • Vergleich der drogenpolitischen Ansätze zwischen Deutschland und den Niederlanden.
  • Analyse der konzeptionellen, praktischen und politischen Ebenen der „harm reduction“.
  • Untersuchung des Einflusses von Gesetzgebung auf niedrigschwellige Hilfsangebote.
  • Reflexion über die Bedeutung von Abstinenz versus Schadensminimierung.
  • Herausarbeitung von Verbesserungsmöglichkeiten für die Drogenhilfepraxis.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die konzeptionelle Ebene

Dieser Teil des Konzeptes beinhaltet im wesentlichen folgende Aspekte:

• Die Sichtweise des Drogenkonsums. Harm reduction bedeutet, den Drogenkonsum nicht als unmoralisch oder kriminell zu bewerten. Die Vertreter der Strategie verstehen Drogenkonsum als Lebensstil oder Teil eines Lebensstils, wie andere auch. (vgl. Erickson, 1997, S.8) Der Drogenkonsum kann von unproblematisch oder experimentell bis problematisch oder für die Person gefährlich sein. Gleiche oder ähnliche Ausprägungen gibt es auch beim Sport, Kaffeegenuß oder der persönlichen Arbeitsweise. Die Sichtweise des Konsums ist also wertneutral.

• Die Sichtweise des Drogenkonsumenten Ebenso wertneutral wie der Konsum wird auch der Konsument gesehen. Ist der Drogenkonsum legitimiert und wird als „normal“ betrachtet, so kann der Konsument auch als „normal“ angesehen werden und nicht als unmoralisch, krank, kriminell oder abweichend. (vgl. Erickson, 1997, S.8)

• Fokussierung der Probleme Hier findet sozusagen eine Verschiebung statt. Wird der Drogenkonsum- und konsument nicht mehr selbstverständlich als problematisch betrachtet, ändert sich der Blickwinkel. (vgl. Erickson, 1997, S.8) Anstatt sich ausschließlich mit der Konstitution einer Persönlichkeit oder den Bedingungen einer vermuteten Störung und deren tieferer Bedeutung zu beschäftigen, wie es die traditionelle Drogenhilfe so gerne tat, rücken jene Probleme in den Vordergrund, die durch den Konsum entstehen, bzw. sich verschlimmern und sämtliche Konsequenzen eines schädlichen Gebrauchs.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation zur Arbeit vor dem Hintergrund repressiver politischer Slogans und definiert das Ziel der Untersuchung des „harm reduction“-Konzepts.

2 Das Konzept „harm reduction“: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen, praktischen und politischen Säulen der Schadensbegrenzung als internationale Bewegung in der Drogenhilfe.

3 Grundlagen der Gesetzgebung: Hier werden die historischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Drogenpolitik sowie die Unterschiede zwischen den Gesetzen in Deutschland und den Niederlanden analysiert.

4 „harm reduction“ in den Niederlanden: Dieses Kapitel beschreibt den liberalen Ansatz der Niederlande, geprägt durch Normalisierung, Partizipation und eine pragmatische Drogenpolitik.

5 „harm reduction“ in Deutschland: Hier wird die Situation in Deutschland untersucht, in der schadensbegrenzende Angebote oft in Konflikt mit abstinenzorientierten Zielen und strafrechtlichen Regelungen stehen.

6 Kein „Königsweg“: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass es keinen idealen Weg gibt, sondern verschiedene Ansätze mit unterschiedlichen Auffassungen von Effizienz und Menschenwürde.

Schlüsselwörter

Harm reduction, Schadensbegrenzung, Drogenhilfe, Drogenpolitik, Deutschland, Niederlande, Abstinenz, Akzeptanz, Betäubungsmittelgesetz, BtmG, Opiumwet, niedrigschwellig, Sucht, Drogengebraucher, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der Schadensbegrenzung (harm reduction) in der Drogenhilfe im Vergleich zwischen Deutschland und den Niederlanden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die konzeptionellen, praktischen und politischen Ebenen der Drogenarbeit sowie die Auswirkungen unterschiedlicher Gesetzgebungen auf die Betroffenen ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, herauszufinden, ob und welche Auswirkungen die Drogenpolitik auf das Konzept „harm reduction“ hat und wie sich diese in den beiden untersuchten Ländern darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich vorhandener Studien zur Drogenpolitik und Drogenhilfe in Deutschland und den Niederlanden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Konzept „harm reduction“, die rechtlichen Grundlagen (BtmG/Opiumwet) sowie die konkrete Umsetzung der Schadensbegrenzung in den Niederlanden und Deutschland detailliert gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Harm reduction, Schadensbegrenzung, Drogenhilfe, Normalisierung, Pragmatismus, Sucht und Drogenpolitik.

Wie unterscheidet sich die niederländische Drogenpolitik von der deutschen?

Die Niederlande setzen stärker auf Normalisierung und Schadensbegrenzung, während in Deutschland das Ziel der Abstinenz und eine enge Verknüpfung mit dem Strafrecht dominieren.

Was bedeutet „niedrigschwellige Drogenarbeit“ in diesem Kontext?

Sie beschreibt Angebote, die den Kontakt zu Drogengebrauchern erleichtern, ohne sofort eine Abstinenz zu fordern, wie beispielsweise Spritzentausch oder Konsumräume.

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Details

Title
Zur "harm reduction" in Deutschland und den Niederlanden
College
Protestant University of Applied Sciences Darmstadt
Course
Studiengruppe/ Schwerpunkt
Grade
2,0
Author
Mareike Körner (Author)
Publication Year
2003
Pages
39
Catalog Number
V34533
ISBN (eBook)
9783638347273
ISBN (Book)
9783640161393
Language
German
Tags
Deutschland Niederlanden Studiengruppe/ Schwerpunkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mareike Körner (Author), 2003, Zur "harm reduction" in Deutschland und den Niederlanden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34533
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