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Glas. Ein vielseitiger Werkstoff

Eine Betrachtung von Silicatgläsern

Title: Glas. Ein vielseitiger Werkstoff

Pre-University Paper , 2016 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Laura Muras (Author)

Chemistry - Materials Chemistry
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Eine durchsichtige Materie aus nicht viel mehr als Sand – Glas ist einer der faszinierendsten Werkstoffe, die jemals vom Menschen geschaffen wurden. Der Beginn des Glasmachens ist im alten Ägypten, ca. 3000 v. Chr., anzusiedeln; heute sind viele Glasarten unterschiedlichster Eigenschaften für ganz verschiedene Verwendungszwecke aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Umso lohnenswerter ist es, sich einmal intensiver mit diesem vielseitigen Werkstoff zu beschäftigen.

Doch da genau genommen alle amorphen, nichtkristallinen Feststoffe zu den Gläsern gezählt werden, also auch amorph erstarrte Metalle, Kunststoffe wie Acryl- und Plexiglas und Naturgläser wie Obsidian, sollen hier nur die Silicatgläser genauer betrachtet werden. Dabei folgt nach einer kurzen Definition eine Untersuchung von Struktur und Eigenschaften der (Silikat-) Gläser, ein geschichtlicher Überblick über die Glasherstellung sowie die Erläuterung der gängigsten modernen Produktionsverfahren, bevor anschließend noch die Frage beantwortet wird, ob Glas für die Zukunft ein nachhaltiger Werkstoff sein kann, der zum Klima- und Umweltschutz beiträgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I) Einleitung

II) Hauptteil

1. Definition

2. Struktur und Eigenschaften der Silicatgläser

2.1. Aufbau und Struktur

2.2. Einteilung der Silicatgläser und ihre Eigenschaften

3. Der Produktionsprozess

4. Die Geschichte des Glases

5. Glas und die Umwelt

III) Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der wissenschaftlichen Untersuchung des Werkstoffes Glas, wobei der Fokus gezielt auf Silicatgläsern liegt. Ziel der Arbeit ist es, ausgehend von einer chemischen Definition des Glaszustands, Strukturmerkmale, moderne Produktionsverfahren, die historische Entwicklung sowie die ökologische Nachhaltigkeit von Glas im Kontext aktueller Umweltanforderungen umfassend zu beleuchten.

  • Chemische Grundlagen und Struktur von Silicatgläsern
  • Eigenschaften und Einteilung verschiedener Glasarten
  • Technologische Analyse des modernen Glas-Produktionsprozesses
  • Historischer Überblick von der Steinzeit bis zur industriellen Moderne
  • Ökologische Aspekte, Emissionskontrolle und Recyclingpotenziale

Auszug aus dem Buch

1. Definition

Der Begriff „Glas“ geht auf das germanische Wort glasa zurück und bedeutet „das Schimmernde, das Glänzende“. Eine eindeutige Definition für Glas existiert nicht; vielmehr fallen unter diesen Sammelbegriff alle Stoffe, die sich im glasartigen Zustand befinden, auch wenn die Zusammensetzung mitunter völlig unterschiedlich sein kann.

Dieser eben genannte glasartige Zustand wird von dem deutsch-baltischen Chemiker Gustav Tammann (1861-1938), der sich intensiv mit Metallurgie und Kristallisations- und Schmelzvorgängen beschäftigte, folgendermaßen definiert:

„Der Glaszustand ist der eingefrorene Zustand einer unterkühlten Flüssigkeit, die ohne zu kristallisieren erstarrt ist.“

Aus Tammanns Definition des glasartigen Zustands lassen sich typische Eigenschaften aller Gläser herleiten, die unabhängig von der Herstellungsweise gelten: Glas ist eine amorphe Substanz, deren Atome oder Moleküle also keine kristalline, durchgehend regelmäßige Struktur (Fernordnung) ausbilden. Das durch Schmelzen erzeugte Glas besitzt keinen Schmelzpunkt, sondern einen sogenannten Transformationsbereich, in welchem sich die Viskosität des Stoffes erheblich verändert. Zwar bilden sich bei der Erstarrung der Schmelze auch Kristallationskeime, allerdings kann der Kristallationsprozess aufgrund der Zähigkeit der Schmelze und der Komplexität der ursprünglichen Kristallstruktur in der gegebenen Zeit nicht mehr stattfinden; so kommt der amorphe Aufbau zustande. Trotz des fehlenden Schmelzpunktes gilt Glas aufgrund einer derartig hohen Viskosität als Festkörper.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition: Erläutert den Ursprung des Begriffs Glas und definiert den glasartigen Zustand als eingefrorene unterkühlte Flüssigkeit ohne Kristallordnung.

2. Struktur und Eigenschaften der Silicatgläser: Beschreibt den tetraedrischen Aufbau von Quarzglas und erklärt, wie Netzwerkwandler die Struktur von Silicatgläsern modifizieren.

3. Der Produktionsprozess: Vergleicht Hafenofen und Wannenofen und detailliert die technologischen Schritte von der Rohstoffeingabe bis zur Formgebung.

4. Die Geschichte des Glases: Skizziert die Entwicklung von natürlichen Obsidian-Funden bis hin zur modernen, industriellen Glasherstellung durch technologische Innovationen.

5. Glas und die Umwelt: Analysiert umweltrelevante Emissionen bei der Glasproduktion und zeigt Maßnahmen zur Emissionsminderung sowie die Bedeutung des Glasrecyclings auf.

Schlüsselwörter

Silicatglas, Glaszustand, Amorph, Netzwerkbildner, Netzwerkwandler, Kalk-Natron-Glas, Transformationsbereich, Wannenofen, Glasrecycling, Emissionskontrolle, Viskosität, Borosilicatglas, Rohstoffe, Produktionstechnik, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende wissenschaftliche Einführung in den Werkstoff Glas, insbesondere Silicatglas, unter Berücksichtigung chemischer, technischer und ökologischer Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die chemische Definition des Glaszustands, die Struktur der Silicatgläser, der industrielle Produktionsprozess sowie die Umweltverträglichkeit des Werkstoffs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die fundierte Erläuterung der Eigenschaften von Silicatgläsern und der Aufzeigung, wie moderne Fertigungsverfahren und Recycling den Werkstoff nachhaltig gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse basiert, um physikalisch-chemische Zusammenhänge mit technologischen Prozessen zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Glas, die Untersuchung seiner Struktur, die technischen Abläufe in Schmelzöfen, einen historischen Abriss und eine Analyse der Umweltbilanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakteristische Begriffe sind unter anderem Silicatglas, Glaszustand, amorphe Struktur, Netzwerkwandler, Wannenofen, Emissionskontrolle und Glasrecycling.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Hafenofen und Wannenofen wichtig?

Der Hafenofen ist für kleine, diskontinuierliche Handwerksbetriebe geeignet, während der effizientere Wannenofen heute den industriellen Standard für kontinuierliche Massenproduktion darstellt.

Inwiefern trägt Glas zur Nachhaltigkeit bei?

Glas zeichnet sich durch die Möglichkeit des unbegrenzten Recyclings ohne Qualitätsverlust aus, was Deponieraum und erhebliche Mengen an Schmelzenergie einspart.

Welche Rolle spielen Netzwerkwandler im Glas?

Netzwerkwandler, wie Oxide von Alkali- und Erdalkalimetallen, brechen das SiO4-Netzwerk auf, wodurch der Schmelzpunkt gesenkt und die Verarbeitung des Glases erst ermöglicht wird.

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Details

Title
Glas. Ein vielseitiger Werkstoff
Subtitle
Eine Betrachtung von Silicatgläsern
Grade
1,0
Author
Laura Muras (Author)
Publication Year
2016
Pages
20
Catalog Number
V345636
ISBN (eBook)
9783668355644
ISBN (Book)
9783668355651
Language
German
Tags
Werkstoff Glas Silicium Recycling Geschichte des Glases
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Muras (Author), 2016, Glas. Ein vielseitiger Werkstoff, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345636
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