Indirekte Messung der Einstellung zur Homosexualität unter Verwendung des Impliziten Assoziationstests


Hausarbeit, 2016

26 Seiten, Note: 1,0

Frida Rich (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Kurzfassung

Abstract

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Einführung

1. Zentrale Erkenntnisse der Einstellungsforschung

2. Einstellung zur Homosexualität
2.1 Homosexualität
2.2 Bisheriger Erkenntnisstand
2.3 Nutzen impliziter Messungen

3. Messmethode
3.1 Auswahl der Methode
3.2 Messung der Einstellung zur Homosexualität mittels IAT
3.3 Ergebnisse und Statistische Auswertung

4. Abschließende Beurteilung zur Machbarkeit des Assoziationstests

5. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 3.1 Aufbau des IAT zur Erfassung der impliziten Einstellung zur Homosexualität

Abb. 3.2 Erster Durchlauf: Beispiel einer Zielkonzept-Diskrimination

Abb. 3.3 Zweiter Durchlauf: Beispiel einer Attribut-Diskrimination

Abb. 3.4 Dritter Durchlauf: Beispiel einer Kombinationsaufgabe

Abb. 3.5 Verteilung des IAT-Effektes

Tabellenverzeichnis

Tab. 1.1 Reaktionszeitbasierende Verfahren zur impliziten Einstellungsmessung

Tab. 3.1 Schematische Beschreibung und Darstellung des IAT

Tab. 3.2 Items der Attribut-Kategorie

Kurzfassung

Im Mittelpunkt dieser Studienarbeit steht die Messung der impliziten Einstellung zur Homosexualität. Sozialpsychologischen Untersuchungen zufolge werden alltägliche Bewertungen über Personen, Dinge oder Ereignisse sowohl von bewussten, als auch von unbewussten Prozessen der Informationsverarbeitung beeinflusst. Während die explizit geäußerte Akzeptanz gegenüber Homosexualität weit verbreitet zu sein scheint, deuten Forschungsergebnisse impliziter Messungen auf das Gegenteil hin. Um die implizite Einstellung zur Homosexualität zu erfassen, orientiert sich diese Arbeit am Impliziten Assoziationstest von Greenwald et al., einem indirekten Messverfahren auf Reaktionszeitbasis. Trotz zahlreicher Vorteile wird dieses Verfahren nicht selten kritisiert, sodass die Aufstellung einer einheitlichen Theorie zur Messung impliziter Einstellungen große Schwierigkeiten bereitet.

Abstract

This assignment focuses on measuring the implicit attitude towards homosexuality. Studies conducted in social psychology show that peoples’ everyday judgements of persons, things or events are influenced by conscious as well as subconscious processes of information management. While explicitly uttered acceptance of homosexuality seems to be widespread, new findings of implicit measurements imply that the contrary is the case. To gather the implicit attitude towards homosexuality, this assignment will orientate itself at the Implicit Association Test of Greenwald et al., an indirect measurement process based on response time. In spite of its various advantages this process is frequently criticized, which makes creating a uniform theory for measuring implicit attitudes very difficult.

Einführung

Einstellungen gehören zu unserem täglichen Leben. Häufig werden wir nach ihnen gefragt: ob von Freunden, am Arbeitsplatz, vom Lebenspartner oder in Online-Umfragen. Bewertungen, die wir täglich über Personen, Objekte, abstrakte Dinge oder Ereignisse abgeben, werden in der Sozialpsychologie als Einstellungen beschrieben.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff erstmals in Untersuchungen von Thomas und Znaniecki (1918-1920) als „eigenständiges Konzept“ aufgefasst (Zick, 2004, S. 129). Seitdem entwickelte sich die Einstellungsforschung zu einem der bedeutendsten Themengebiete der Sozialpsychologie. „Kein anderer Begriff taucht häufiger in der experimentellen und theoretischen Literatur auf.“ (Allport, 1935, S. 798, zitiert nach Gollwitzer & Schmitt, 2006, S. 149).

Befragt man Deutsche nach ihren Einstellungen zur Homosexualität, dann wird sich der Großteil von ihnen positiv äußern. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Emnid (2001) ergab, dass 67% der Männer und 72% der Frauen nahezu keine Bedenken gegenüber Homosexuellen haben (faz.net, 2001).

Doch zwischen dem, was Menschen sagen und tun, herrscht oftmals eine große Diskrepanz. Sozialpsychologischen Erkenntnissen zufolge ist diese auf eine Inkonsistenz zwischen direkt erfragten (expliziten) und automatischen, spontanen (impliziten) Einstellungen zurückzuführen. NachAsendorpf und Neyer (2012, S. 200) ist die Verhaltensvorhersage expliziter Einstellungen ungenügend, wenn es sich um sozial erwünschtes Verhalten handelt. Bedeutsam ist hierbei, dass implizite Einstellungen nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen zugänglich sind (S. 36). Daher beschäftigt sich die Sozialpsychologie zur Erfassung impliziter Einstellungen schon seit vielen Jahren mit der Entwicklung indirekter Messmethoden (Fazio & Olsen, 2003, S. 320).

Das Ziel der vorliegenden Studienarbeit ist die Untersuchung impliziter Einstellungen zur Homosexualität. Zu Beginn werden die wesentlichen Erkenntnisse der Einstellungsforschung, insbesondere zu indirekten Messverfahren vorgestellt. Anschließend erfolgt ein Überblick über den Impliziten Assoziationstest von Greenwald, McGhee und Schwartz (1998). Handlungsempfehlungen auf der Basis einer Literaturrecherche zur Messung der impliziten Einstellung zur Homosexualität bilden den Abschluss dieser Arbeit, ergänzt durch eine abschließende Beurteilung.

1. Zentrale Erkenntnisse der Einstellungsforschung

Eine Einstellung ist eine „Überzeugung oder (ein) Gefühl, das Menschen prädisponiert, in einer bestimmten Art und Weise auf Dinge, Menschen und Ereignisse zu reagieren.“ (Myers, 2008, S. 639). Einfacher ausgedrückt beruhen Einstellungen auf der positiven oder negativen Bewertung eines Einstellungsgegenstandes und üben somit Einfluss auf unsere Reaktionen aus.

Anhand dieser Definition können drei wichtige Aspekte der Einstellung identifiziert werden: „Gefühl“ als emotionale (affektive) Komponente, „Überzeugung“ als kognitiver Aspekt und eine Verhaltenskomponente, bezogen auf beobachtbares Verhalten. Diese drei Aspekte wurden bereits von Rosenberg und Hovland (1960) durch das „Drei-Komponenten-Modell“ bestätigt. Obgleich Einstellungen sich aus diesen Komponenten zusammensetzen, können sie sich primär auf einen Bestandteil konzentrieren (Werth & Mayer, 2008, S. 207).

Es wird davon ausgegangen, dass Menschen einerseits über bewusst zugängliche (explizite) Einstellungen verfügen, die nach außen formuliert werden können. Andererseits über unbewusste, automatische (implizite) Einstellungen (Scarabis & Heinsen, 2008, S. 30ff.).

Explizite Einstellungsmessungen erfolgen traditionell durch schriftliche Fragebogenverfahren. Die Befragten werden direkt aufgefordert, sich über eine bestimmte Einstellung zu äußern (Haddock & Maio, 2014, S. 213). Da die Probanden bei dieser Form der Erhebung i.d.R. die Messabsicht kennen, sind die Ergebnisse nicht selten durch Unwahrheiten, allgemeine Selbstdarstellungstendenzen oder soziale Erwünschtheit verzerrt (Wentura & Degner, 2006, S. 55).

Studien belegen, dass implizite und explizite Einstellungen unabhängig voneinander auf unterschiedliche Weise wirken: Explizite eignen sich besser, reflektiertes Verhalten zu prognostizieren, während implizite eher spontanes Verhalten vorhersagen (Felser, 2012, S. 32).

Zaltman (2003, S. 50) betont, dass etwa 95% unseres Verhaltens implizit gesteuert wird. Doch Einstellungen können dem Menschen nicht bewusst oder nur teilweise, unter bestimmten Voraussetzungen zugänglich sein (Asendorpf & Neyer, 2012, S. 36). Daher sind explizite Messungen zur Erfassung impliziter, d.h. spontaner und automatischer Reaktionen nicht ausreichend. Doch gerade diese sind für die Verhaltensvorhersage interessant. Daher beschäftigt sich die Sozialpsychologie mit der Entwicklung indirekter Messverfahren (Fazio & Olsen, 2003, S. 320).

Diese Verfahren zielen darauf ab, unreflektierte und unverzerrte Kognitionsinhalte zu erfassen. Basis indirekter Verfahren ist es, Einstellungen zu messen, ohne die Personen direkt danach zu befragen (Fazio & Olsen, 2003, S. 300). Ferner werden die Einstellungen indirekt aus bestimmten Verhaltensaspekten erschlossen (Werth & Mayer, 2008, S. 266).

Scarabis und Heinsen (2008, S. 30ff.) differenzieren zwischen apparativen (z.B. Eye-Tracking), qualitativen (z.B. Collagetechniken) und quantitativen Messverfahren. Apparative Verfahren sind sehr kostspielig und qualitative Verfahren sind schwer in quantitative Messwerte umzusetzen. Daher beschränkt sich diese Studienarbeit auf quantitative Methoden.

Die bekanntesten quantitativen Methoden zur Messung impliziter Einstellungen basieren auf Reaktionszeiten und -fehlern. Es wird angenommen, dass speziell entwickelte Aufgaben schneller und fehlerfreier bearbeitet werden, je höher die Übereinstimmungen der Konzepte im Gehirn miteinander verbunden sind (Werth & Mayer, 2008, S. 268). Eine Übersicht der bekanntesten Reaktionszeitverfahren gibt Tab. 1.1.

Das populärste Verfahren ist der Implizite Assoziationstest von Greenwald et al. (1998), welcher insbesondere in der Sozial-, Persönlichkeits- und Konsumentenpsychologie angewendet wird. Anhand von Kategorisierungsaufgaben wird die unbewusste Assoziationsstärke der Probanden erfasst, indem die Reaktionszeiten einer Zielkategorie gegenüber einer Vergleichskategorie ermittelt werden (Asendorpf, 2011, S. 105). In Kapitel vier wird dieses Verfahren eingehender beschrieben.

- IAT – The Implicit Association Test (Greenwald et al., 1998)
- IAP – The Implicit Association Procedure (Schnabel, Banse & Asendorpf, 2006)
- GNAT – The Go/No-Go Association Task (Nosek & Banaji, 2001)
- SPF – The Sorting Paired Features Task (Bar-Anan, Nosek & Vianello, 2009)
- EMA – Evaluative Movement Assessment (Brendl, Markman & Messner, 2004)
- EAST – The Extrinsic Affective Simon Task (De Houwer, 2003)
- AMP – Affect Misattribution Procedure (Payne, Cheng, Govorun & Stewart, 2005)
- EP – Evaluative Priming (Fazio, 2001)

Tab. 1.1: Reaktionszeitbasierende Verfahren zur impliziten Einstellungsmessung (eigene Darstellung)

2. Einstellung zur Homosexualität

2.1 Homosexualität

Homosexualität geriet erst in den letzten Jahren wieder vermehrt in den Fokus der Gesellschaft. Während Homosexualität bis 1990 noch auf der Liste psychischer Krankheiten zu finden war (Haruna, 2011) und bis 1994 durch den § 175 StGB verboten wurde (Tholl, 2014), sind in den vergangenen Jahren Gesetze in Deutschland verabschiedet worden, die die Gleichstellung unterschiedlicher sexueller Orientierungen fördern. So ermöglicht z.B. das 2001 in Kraft getretene Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) gleichgeschlechtlichen Paaren, eine rechtlich anerkannte Ehe einzugehen und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) von 2006 verbietet Diskriminierungen u.a. aufgrund sexueller Identität.

Unter Homosexualität versteht man eine sexuelle Orientierung, die sich konsistent auf Menschen des gleichen Geschlechts ausrichtet (Myers, 2008, S. 532). Man unterscheidet zudem zwischen der Ausrichtung auf das andere Geschlecht (Heterosexualität) oder auf beide Geschlechter (Bisexualität). Asendorpf und Neyer (2012, S. 341) führen an, dass sich die sexuelle Orientierung in erster Linie auf die sexuelle Motivation, nicht auf das sexuelle Verhalten bezieht.

Nach Asendorpf und Neyer (2012, S. 341) fand Runkel (1990) heraus, dass es etwa doppelt so viele homosexuelle Männer (3,8%) gibt als Frauen (1,6%), wobei Frauen häufiger bisexuell (4,5%) sind als Männer (3,4%).

Die Annahme, „[…] dass die sexuelle Orientierung weder frei gewählt wurde noch willentlich verändert werden kann.“ wird heute von vielen Psychologen geteilt (Myers, 2008, S. 533). Ferner gibt es bis heute keine eindeutigen Erklärungen für die Ursachen von Homosexualität, wobei biologische und genetische Aspekte im Zusammenhang mit hormoneller pränataler Entwicklung in den Fokus der Untersuchungen rücken (Myers, 2008, S. 532ff.).

2.2 Bisheriger Erkenntnisstand

Eine Studie des amerikanischen PEW Research Centers (2013) ergab, dass sich die Mehrheit der Deutschen (87%) für die Akzeptanz von Homosexualität aussprach. Auch die Bundeskanzlerin erklärte öffentlich, dass Deutschland ein Land sei, in dem sich kein/e Homosexuelle/r fürchten müsse, sich zu outen (Zeit Online, 2012). Das lässt vermuten, dass die Akzeptanz gegenüber Homosexuellen in Deutschland weit verbreitet ist.

Allerdings wurden auch Studien veröffentlicht, die auf das Gegenteil hindeuten. In einer Online-Umfrage der FRA (2014, S. 16) berichteten 46% der befragten LGBT[1] -Personen, dass sie sich in den vergangenen zwölf Monaten vor der Erhebung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert fühlten. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2008) publizierte u.a., dass 46% es als Provokation empfinden, wenn sich zwei Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssen. Interessant hierbei ist, dass die Antworten vor allem aus den Bereichen der „Traditionsverwurzelte(n)“, „DDR-Nostalgische(n)“ und „Konsum-Materialisten“ stammten (S. 85).

Deutliche Unterschiede in Bezug auf das Geschlecht konnten ebenfalls festgestellt werden. So werden homosexuelle Männer negativer bewertet als Frauen und heterosexuelle Frauen weisen positivere Einstellungen zur Homosexualität auf als die männlichen Probanden (Kite & Whitley Jr., 2003, S. 171).

Eine oft zitierte Studie in diesem Zusammenhang ist die von Banse, Seise und Zerbes (2001), die Einstellungen zur Homosexualität im deutschen Sprachraum an hetero- und homosexuellen Frauen und Männern untersuchten. Zur Erfassung der impliziten Einstellungen wurde der Implizite Assoziationstest eingesetzt. Um die affektiven und kognitiven Einstellungen zu erfassen, entwickelten die Autoren einen Fragebogen. Bei den Probanden handelte es sich vorwiegend um Studierende von Berliner Universitäten im Alter von 19 – 39 Jahren (N=110).

Die Ergebnisse zeigten, dass die weiblichen Versuchsteilnehmer im Vergleich zu den männlichen positivere implizite Einstellungen zur Homosexualität aufwiesen. Homosexuelle Probanden bewerteten das Einstellungsobjekt positiver als die Heterosexuellen, wobei vor allem lesbische Frauen deutlich höhere Werte zeigten. Heterosexuelle Männer hatten negativere implizite Einstellungen zur Homosexualität als heterosexuelle Frauen. Dies galt jedoch nicht für die affektiven und kognitiven Einstellungen. Die affektiven Einstellungen heterosexueller Frauen und Männer gegenüber Homosexuellen des gleichen Geschlechts waren negativer als gegenüber des anderen Geschlechts.

Zahlreiche Theorien versuchen Einstellungsunterschiede zu erklären. Besonders interessant in Bezug auf Geschlechterunterschiede ist der Ansatz des „Gender Belief Systems“ von Kite und Deaux (1987). Dieser beschreibt Annahmen über Rollen-, Verhaltens- und Eigenschaftsmerkmale von Frauen und Männern, die von den meisten Menschen unserer Gesellschaft geteilt werden. Verhält sich eine Frau nicht entsprechend der typischen Geschlechterrollennorm (z.B. sie zieht sich sexuell zu einer Frau hingezogen), wird das weniger schlimm angesehen, als wenn ein Mann gegen diese verstößt (z.B. er fühlt sich sexuell zu einem Mann hingezogen). Dieser Ansatz könnte erklären, warum heterosexuelle Männer im Vergleich zu heterosexuellen Frauen deutlich negativere Einstellungen zu homosexuellen Männern als zu homosexuellen Frauen aufweisen.

Nach Herek (1994, zitiert nach Herek, 2000, S. 21) sind auch demografische Variablen wie z.B. das Alter, der Bildungsstand und die Herkunft (Land vs. Stadt) für die Bewertung von Schwulen und Lesben von großer Bedeutung. Demnach weisen ältere und weniger gebildete Personen vom Land stärkere Vorurteile auf Ferner wird die Einstellung zu Schwulen und Lesben auch von der Bekanntschaft zu diesem Personenkreis beeinflusst. Personen haben eine deutlich positivere Einstellung, wenn sie eine homosexuelle Person im Freundes- oder Familienkreis haben (Herek & Capitanio, 1996, S. 11).

Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Einstellung zur Homosexualität ein komplexes Konstrukt ist, welches durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst wird.

2.3 Nutzen impliziter Messungen

Im Vergleich zu expliziten Messungen ermöglichen implizite Verfahren die Erfassung von Einstellungen, die dem Menschen nicht bewusst zugänglich sind (Asendorpf, 2011, S. 105). So postulieren Greenwald und Banaji (1995): „[…] some strong effects of attitude can and do occur when the actor is not attentionally focused on the attitude.” (S. 8). Implizite Verfahren sollten also so konzipiert sein, dass die Probanden idealerweise keine Kenntnis über die Messabsicht und die Messprozedur haben. Demnach ist es für Probanden schwieriger, die Ergebnisse manipulieren zu können.

Da das menschliche Verhalten durch bewusste und unbewusste Urteile bestimmt ist, erhofft man sich durch die Messung impliziter Einstellungen eine Verbesserung der Vorhersagekraft von Verhalten (Wentura & Degner, 2006, S. 56). Können wir das Verhalten anderer besser vorhersagen, könnten wir es demzufolge auch beeinflussen.

Die Messung der impliziten Einstellung zur Homosexualität zielt darauf ab, herauszufinden, wie es mit der wahren Akzeptanz gegenüber Homosexuellen bestellt ist. Die Ergebnisse könnten für viele Bereiche interessant sein, z.B. für die Politik als Grundlage für Maßnahmen im Rahmen von Antidiskriminierungs- und Aufklärungsarbeit. In der Markt- und Werbeindustrie ist die Berücksichtigung dieser Ergebnisse bei der Auswahl von Zielgruppen, Testimonials (heterosexuell vs. homosexuell) oder der Konzeption von Marketingkampagnen vorteilhaft.

[...]


[1] engl. Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Indirekte Messung der Einstellung zur Homosexualität unter Verwendung des Impliziten Assoziationstests
Hochschule
Europäische Fernhochschule Hamburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
26
Katalognummer
V345637
ISBN (eBook)
9783668354708
ISBN (Buch)
9783668354715
Dateigröße
782 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
indirekte, messung, einstellung, homosexualität, verwendung, impliziten, assoziationstests
Arbeit zitieren
Frida Rich (Autor), 2016, Indirekte Messung der Einstellung zur Homosexualität unter Verwendung des Impliziten Assoziationstests, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345637

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