In der Unterrichtsstunde „Was ist Glück“ wird der Glücksbegriff mit Hilfe des Märchens „Vom Fischer und seiner Frau“ analysiert. Es ist die zweite Sequenz in der Unterrichtseinheit. Sie knüpft an die vorherige Unterrichtstunde „Gefühle“ an. Durch das Nachdenken über den Glücksbegriff nehmen die Kinder Grundgefühle bei sich selbst und bei anderen wahr.
Die Unterrichtseinheit besteht aus fünf Sequenzen, die aufeinander folgen. Sie beginnt mit dem Einstieg „Gefühle“. In dieser Unterrichtsstunde werden die Grundgefühle im Allgemeinen besprochen. In der darauffolgenden Unterrichtsstunde stehen die Bedeutung von Glück und die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Glück im Fokus. Nach den zwei Sequenzen folgt die dritte Sequenz der Unterrichtseinheit, die das Thema „Unglück“ behandelt. Die vierte Sequenz greift das Thema „Glücklich sein und Andere glücklich machen“ auf. Die letzte Unterrichtstunde bezieht sich auf das Thema „Das glückliche Leben“.
Inhaltsverzeichnis
1 Sachanalyse
2 Didaktische Analyse
2.1 Legitimation des Themas
2.2 Stellung in der Unterrichtseinheit
2.3 Aufriss der Unterrichtseinheit
2.4 Gegenwartsbedeutung und Exemplarizität
2.5 Didaktische Reduktion
2.6 Lern- und Handlungsschwerpunkte
2.6.1 Zentrales Anliegen / Lernziele
2.7 Wissens- und Kompetenzentwicklung
3 Methodische Strukturierung
3.1 Begründung der zentralen Methodenkonzeption der Unterrichtsstunde
3.2 Methodische Analyse
3.2.1 Einstieg der Stunde
3.2.2 Erarbeitungsphase
3.2.3 Ergebnisfindung / Vertiefungsphase
3.2.4 Reflexionsphase
3.3 Verlaufsplan
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit fokussiert sich auf die ethische Auseinandersetzung mit dem Glücksbegriff in der Grundschule. Ziel ist es, durch die Analyse des Märchens "Vom Fischer und seiner Frau" ein Bewusstsein für das "eigentliche kleine Glück" zu schaffen und die Schüler zur Reflexion über eigene Vorstellungen von Glück und Zufriedenheit anzuregen.
- Sachanalyse des Glücksbegriffs in Philosophie und Psychologie
- Didaktische Einbettung in den Ethikunterricht der Grundschule
- Einsatz hermeneutischer und analytischer Methoden zur Begriffsbildung
- Förderung personaler, sozialer und methodischer Kompetenzen
- Praktische Erarbeitung mittels der "Begriffspyramide"
Auszug aus dem Buch
1 Sachanalyse
Der Begriff Glück wird in vielen verschiedenen Bereichen anders definiert. Die deutsche Sprache gebraucht zwei unterschiedliche Bedeutungen von dem Glücksbegriff. Einmal Glück im Sinne von Glück haben und die zweite Bedeutung Glück im Sinne von Glück empfinden. Die ersten Bedeutung kennzeichnet sich durch Zufallsmomente. Durch gewisse Zufälle erlangt man Vorteile und hat in dem Sinne Glück gehabt. Die zweite Bedeutung beschreibt eine Glücksempfindung, sie wird sowohl als Gefühl, als auch ein Zustand wahrgenommen in der sich eine Person befindet. Es wird als ein subjektives Erleben bezeichnet. Glücksforscher verwenden das Wort „Subjektives Wohlbefinden“ statt des Begriffes „Glück“.
Die Definition des Begriffes Glück wird aus psychologischen Sicht als „eine extrem starke positive Emotion und ein vollkommener, dauerhafter Zustand intensivster Zufriedenheit“ beschrieben. In der Philosophie hingegen gibt es verschiedene Denkrichtungen zu dem Glücksbegriff. Viele Philosophen definieren Glück unterschiedlich. Aristoteles beschreibt Glück als „die tugendgemäße, auf Vernunft beruhende Tätigkeit“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Sachanalyse: Definition des Glücksbegriffs aus psychologischer und philosophischer Perspektive sowie die Einordnung des Themas in den Kontext des Märchens.
2 Didaktische Analyse: Begründung der Themenwahl basierend auf dem Lehrplan sowie die Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit und didaktische Reduktion.
2.1 Legitimation des Themas: Verankerung des Themas im Teilrahmenplan Ethik Rheinland-Pfalz und dem Bezugsfeld "Ich als Person".
2.2 Stellung in der Unterrichtseinheit: Beschreibung der Sequenz als zweite Einheit zum Thema Glück, die an die Stunde "Gefühle" anknüpft.
2.3 Aufriss der Unterrichtseinheit: Tabellarische Übersicht der fünf Sequenzen zum Thema Glück von der Gefühlsebene bis hin zum glücklichen Leben.
2.4 Gegenwartsbedeutung und Exemplarizität: Erläuterung der Relevanz des Themas für die kindliche Entwicklung und die Lebenskunde-Dimension.
2.5 Didaktische Reduktion: Darlegung, wie die komplexe Thematik durch den Fokus auf das Märchen und visuelle Hilfsmittel kindgerecht aufbereitet wird.
2.6 Lern- und Handlungsschwerpunkte: Definition der Lernziele, wobei Kinder durch Impulssätze eigene Glücksdefinitionen entwickeln sollen.
2.6.1 Zentrales Anliegen / Lernziele: Konkretisierung des Ziels, dass Kinder nachdenken, ihre Gefühle wahrnehmen und unterschiedliche Sichtweisen respektieren.
2.7 Wissens- und Kompetenzentwicklung: Analyse der geförderten Kompetenzen, insbesondere im personalen, sozialen sowie methodischen Bereich.
3 Methodische Strukturierung: Erläuterung der gewählten methodischen Konzepte zur Aktivierung und Strukturierung des Lernprozesses.
3.1 Begründung der zentralen Methodenkonzeption der Unterrichtsstunde: Begründung des Medieneinsatzes (Bild und Märchen) als motivierender Einstieg.
3.2 Methodische Analyse: Detaillierte Beschreibung der Phasen: Einstieg, Erarbeitung, Ergebnisfindung und Reflexion.
3.2.1 Einstieg der Stunde: Beschreibung der Bildanalyse vom Fischer und dem Fisch zur Motivationssteigerung.
3.2.2 Erarbeitungsphase: Beschreibung der Gruppenarbeit, bei der Bilder in einen Kontext zu Glück gesetzt werden.
3.2.3 Ergebnisfindung / Vertiefungsphase: Erläuterung der Methode der "Begriffspyramide" zur Systematisierung der Glücksaspekte.
3.2.4 Reflexionsphase: Zusammenfassung der letzten Phase, in der Kinder mit Impulssätzen eigene Definitionen formulieren.
3.3 Verlaufsplan: Detaillierte tabellarische Übersicht des geplanten Zeitmanagements, der Inhalte und Medien.
Schlüsselwörter
Glück, Ethikunterricht, Didaktische Analyse, Grundschule, Märchen, Begriffspyramide, Kompetenzentwicklung, Lebenskunde, Wohlbefinden, Philosophieren mit Kindern, Sachanalyse, Methodische Strukturierung, Emotionale Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische Planung einer Ethikstunde in der Grundschule, die sich mit dem komplexen Thema "Glück" auseinandersetzt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die philosophische Definition von Glück, die Förderung emotionaler Kompetenzen bei Kindern und die didaktische Aufbereitung durch Märchenarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Ziel ist es, dass die Kinder den Glücksbegriff reflektieren, eigene individuelle Vorstellungen formulieren und lernen, auch andere Sichtweisen zu akzeptieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es kommen unter anderem hermeneutische Methoden zur Deutung des Märchens sowie analytische Methoden zur Begriffsarbeit zum Einsatz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, eine didaktische Analyse, eine methodische Strukturierung und einen detaillierten Verlaufsplan der Stunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Glück, Ethik, Grundschule, Begriffspyramide und Kompetenzförderung.
Welche Rolle spielt das Märchen "Vom Fischer und seiner Frau" in der Stunde?
Das Märchen dient als zentraler Stützpunkt, der die Kinder zum Nachdenken anregt und das "Streben nach Glück" als menschliches Bedürfnis thematisiert.
Was genau ist die "Begriffspyramide"?
Sie ist eine methodische Strukturierungshilfe, um Begriffe, die mit "Glück" in Verbindung stehen, nach ihrer individuellen Wichtigkeit zu ordnen.
Warum wird im Unterricht mit Impulssätzen gearbeitet?
Die Impulssätze dienen als sprachliche Unterstützung, um den Kindern das Formulieren ihrer eigenen, subjektiven Definition von Glück zu erleichtern.
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- Gamze Bulut (Author), 2015, Was ist Glück? Das Märchen "Vom Fischer und seiner Frau" (Ethik, Grundschule), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345695