In dem Bemühen, Prozesse in der Arbeitswelt zu erleichtern und zu beschleunigen, ist Software zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel geworden. Ebenso gibt es bei der Entwicklung von Software Bestrebungen, die zugrunde liegenden Arbeitsschritte rationeller durchzuführen.
Neben der Nutzung von Software Entwicklungswerkzeugen, spielt dabei der Einsatz von Namenskonventionen eine wichtige Rolle. Namenskonventionen finden in der betrieblichen Praxis eine breite Anwendung, wie z.B. bei der Benennung von Datenbankobjekten.
Mit Namenskonvention ist es möglich, Datenbankobjekte eindeutig einzuordnen und den Verwendungszweck wie Funktionalität abzulesen. Somit kann aufgrund der Namen ein schneller Überblick über ein System gewonnen werden. Durch eine auf festen Regeln basierenden Struktur von Funktions- und Datenbankobjektbezeichnern, ist eine nahtlose Anbindung und Weiterentwicklung eines Produktes durch neue Entwickler möglich.
Darüber hinaus wirkt eine Namenskonvention vorbeugend gegen eine kosten- und zeitintensive Zweitentwicklung von Programmteilen. Da die bisherige Benennung von Package bzw. Prozeduren ist zwar strukturiert, aber intuitiv aufgebaut, ergibt sich die Notwendigkeit der Einführung eines Regelwerks.
Durch die Analyse der Objektnamen von Datenbankobjekten einer Oracle-Datenbank soll eine geeignete Namenskonvention bzw. Syntaxregeln zu jedem Objekttyp wie Tabelle, Package oder Schlüssel erarbeitet werden, um den Datenbankobjekten strukturierte und eindeutige Namen nach gewissen Regeln zu vergeben. Es muss deutlich sein, dass der Namensaufbau einem festen Schema folgt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 DAS BETRIEBLICHE UMFELD
2 GRUNDLAGEN
2.1 HINTERGRUND DER HAUSARBEIT
2.2 DEFINITIONEN
2.2.1 Datenbankschema
2.2.2 Bezeichner
2.2.3 Datenbankobjekt
3 NOTWENDIGKEIT EINER NAMENSKONVENTION
3.1 PROBLEMDARSTELLUNG
4 ENTWURF EINER REGELBASIERTEN NAMENSKONVENTION
4.1 OBJEKTGRUPPE (OGR)
4.2 BEZEICHNER
4.3 TABELLE
4.3.1 Tabellennamelang
4.3.2 Tabellennamekurz
4.4 VIEW
4.5 CONSTRAINTS
4.5.1 Primärschlüssel (Primary-Key, PK)
4.5.2 Fremdschlüssel (Foreign-Key, FK)
4.5.3 Eindeutige Schlüssel (Unique-Key, UK)
4.5.4 Sequenz (Sequence, SEQ)
4.6 PACKAGE
4.6.1 Datenbankpackage (DPA)
4.6.2 Prozess (PZ)
4.7 PROZEDUR
4.7.1 Ladeprozedur (LPR)
4.7.2 Datenbankpackage-Prozedur (DPR)
4.7.3 Prozess-Prozedur (PZ)
4.7.4 Trigger (TRG)
5 ANWENDUNGSBEISPIELE
5.1 GRAFISCHE DARSTELLUNG EINES DATENMODELLS
5.2 BEISPIEL EINER TABELLE
5.3 BEISPIELE AUS EINER ANWENDUNG
6 LEGENDE ZU DEN DIAGRAMMEN
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, den Namensaufbau von Datenbankobjekten in einer Oracle-Datenbank zu analysieren und ein strukturiertes, regelbasiertes Namenskonventionssystem zu entwerfen, um die Wartbarkeit und Eindeutigkeit innerhalb der IT-Landschaft der INA-Schaeffler KG sicherzustellen.
- Analyse bestehender Namensstrukturen in der INA-Datenbank
- Entwicklung standardisierter Syntaxregeln für verschiedene Objekttypen
- Strukturierung von Tabellen, Views, Constraints und Packages
- Dokumentation des Namensaufbaus mittels technischer Diagramme
- Praktische Umsetzung in Anwendungsbeispielen
Auszug aus dem Buch
4.5.2 Fremdschlüssel (Foreign-Key, FK)
Ein Fremdschlüssel besteht aus einer oder mehreren Tabellenspalten, deren Werte auf den aktuellen Primärschlüsselwerten oder den Schlüsselkandidatenwerten aus anderen Tabellen basieren.
Mit dem Fremdschlüssel werden die Beziehungen zwischen Tabellen gemäß einem relationalen Datenmodell realisiert. Fremdschlüssel beziehen sich in der vorhandenen INA-Datenbank immer auf Primärschlüssel. D.h. ein Bezug auf eine Merkmalskombination kann nicht auftreten, da der Primärschlüssel immer eine einzige Spalte umfasst. Somit spiegelt der Fremdschlüssel die Charakteristiken, anwendungsneutral und ohne semantische Aussagekraft, der Primärschlüssel wieder.
Da der Fremdschlüssel eine Beziehung von Tabellen realisiert, wird sein Bezeichner durch die Objektgruppe und den Tabellennamenkurz der Ausgangs- und Zieltabelle, sowie der Schlüsselsilbe FK gekennzeichnet. Es gibt jedoch den Fall, dass von einer Ausgangstabelle mehrmals auf eine Zieltabelle referenziert wird. Um die Schlüssel bei dieser Konstellation eindeutig voneinander zu unterscheiden, wird ihnen die zusätzliche Silbe ID sowie ein Bezeichner angehängt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in das betriebliche Umfeld der INA-Schaeffler KG und den Kontext der Datenbankinfrastruktur.
2 GRUNDLAGEN: Definition der für die Hausarbeit notwendigen Begriffe wie Datenbankschema, Bezeichner und Datenbankobjekt.
3 NOTWENDIGKEIT EINER NAMENSKONVENTION: Erläuterung der Problematik intuitiver Benennung und Begründung für die Einführung eines verbindlichen Regelwerks.
4 ENTWURF EINER REGELBASIERTEN NAMENSKONVENTION: Detaillierte Herleitung der Namenssyntax für Objektgruppen, Tabellen, Views, Constraints, Packages, Prozeduren und Trigger.
5 ANWENDUNGSBEISPIELE: Veranschaulichung der theoretischen Konzepte anhand eines grafischen Datenmodells und konkreter Quellcode-Ausschnitte.
6 LEGENDE ZU DEN DIAGRAMMEN: Erklärung der in der Arbeit verwendeten grafischen Symbole und Notationskonventionen.
Schlüsselwörter
Namenskonvention, Oracle, Datenbankobjekt, Datenbankschema, Primärschlüssel, Fremdschlüssel, Tabellennamen, PL/SQL, Datenbank-Package, Trigger, Prozess-Prozedur, INA-Datenbank, Systemarchitektur, Datenmodellierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse und dem systematischen Entwurf von Namenskonventionen für Datenbankobjekte in einer Oracle-Umgebung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Standardisierung von Bezeichnern für Tabellen, Constraints, Prozeduren und Packages sowie deren organisatorische Einordnung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Schaffung eines regelbasierten Systems, das Eindeutigkeit gewährleistet, die Wartbarkeit des Systems erhöht und die Arbeit für Entwickler durch klare Strukturen erleichtert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer IST-Analyse der bestehenden Namensstrukturen der INA-Datenbank, gefolgt von einer deduktiven Herleitung verbesserter Syntaxregeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen und den schrittweisen Entwurf der Namenssyntax für verschiedene Oracle-Objekttypen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Namenskonvention, Oracle, Datenbankschema, Primärschlüssel, Fremdschlüssel und Datenbank-Package.
Wie unterscheidet sich eine Ladeprozedur von einer Datenbankpackage-Prozedur?
Während die Ladeprozedur (LPR) ein explizites, nicht in einem Package gekapseltes Datenbankobjekt ist, befinden sich Datenbankpackage-Prozeduren innerhalb eines spezifischen Packages.
Warum wird für Tabellen neben dem langen Namen ein Kurzname eingeführt?
Der Kurzname dient dazu, die Länge der Objektbezeichner in einem handhabbaren Rahmen zu halten, während die Eindeutigkeit innerhalb der Objektgruppe sichergestellt bleibt.
- Quote paper
- Valeri Jaufmann (Author), 2004, Analyse von Namensaufbau von Datenbankobjekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34578