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Zwischen den Wirklichkeiten. Eine Untersuchung ausgewählter Werke Hermann Hesses

Title: Zwischen den Wirklichkeiten. Eine Untersuchung ausgewählter Werke Hermann Hesses

Term Paper (Advanced seminar) , 1998 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Barbora Sramkova (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Hesses Dichtung wurde nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend von einem „magischen Denken“ geprägt. Die Erlebnisse der Kriegszeit, Hesses Ehe- und Familienkrise und die Begegnung mit der Psychoanalyse, insbesondere mit der Jungschen Individuationslehre, waren für den Teil von Hesses Werk bestimmend, dem 1919 mit Demian ein Grundstein gelegt wurde. Die Arbeit untersucht den Begriff des Magischen bei Hermann Hesse und konzentriert sich dabei vorwiegend auf die Bücher Der Steppenwolf (1926) und Die Morgenlandfahrt (1932). Das Charakteristische an diesen vordergründig realistischen Geschichten ist die Oszillation zwischen der „so genannten Wirklichkeit“ und der „magischen Wirklichkeit“, wobei die Grenze zwischen der alltäglichen Realität und der Welt der Magie und Phantasie in der Schwebe bleibt.
Besonderes Interesse wird dem „Magischen Theater“ im Steppenwolf gewidmet und dem „magischen Denken“, das Die Morgenlandfahrt bestimmt. Im einleitenden Kapitel wird das „magische Denken“ auch in den früheren Werken, hauptsächlich in den zwischen 1919 und 1924 entstandenen Erzählungen und Aufsätzen wie: „Gedanken zu Dostojewskis Idiot“, „Innen und Außen“, „Kurgast“, „Kindheit des Zauberers“, „Kurzgefasster Lebenslauf“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das „magische Denken“

3. Der Steppenwolf

3.1 Das „magische Denken im Steppenwolf

3.2 Der „Tractat vom Steppenwolf“

3.3 Die Wirklichkeitsebenen des Steppenwolf

3.4 Das „Magische Theater“

4. Morgenlandfahrt

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des „magischen Denkens“ in Hermann Hesses Werken, insbesondere im „Steppenwolf“ und in der „Morgenlandfahrt“. Im Zentrum steht dabei die Analyse der Oszillation zwischen der alltäglichen Realität und einer phantastischen, magischen Wirklichkeit, um aufzuzeigen, wie Hesse diese Ebenen literarisch miteinander verknüpft und zur Bewusstseinserweiterung seiner Protagonisten nutzt.

  • Phänomenologie des „magischen Denkens“ bei Hermann Hesse.
  • Die Funktion des „Magischen Theaters“ im Roman „Der Steppenwolf“.
  • Analyse der Wirklichkeitsebenen und der Bedeutung von Symbolik und Traum.
  • Die Rolle der „Morgenlandfahrt“ als Fortführung und Steigerung des magischen Erzählens.
  • Der Einfluss psychotherapeutischer Erfahrungen auf Hesses Dichtung.

Auszug aus dem Buch

3.4 Das „Magische Theater“

Während also der „Tractat“ noch in die Wirklichkeitsebene angesiedelt werden kann, sind die Ereignisse in dem „Magischen Theaters“ kaum mehr mit der alltäglichen Wirklichkeit vereinbar. Bevor wir den Höhepunkt des „Magischen Theaters“, nämlich den „Mord“ an Hermine, der eine Schnittstelle der Wirklichkeitsebenen darstellt, untersuchen, werfen wir noch einen Blick auf den ganzen Komplex, der sich hinter der Überschrift „Das Magische Theater“ verbirgt. Es drängt sich wieder die Frage auf, auf welcher Ebene die hier vorkommenden Geschehnisse zu deuten sind. Kein Teil des Buches ist offener für unterschiedlichere, fast gegensätzliche Interpretationen, und sicherlich ist es diese beunruhigende Mehrdeutigkeit, auf die es Hesse angelegt hat. Daß in den zahlreichen Logen des „Magischen Theaters“ die „tief erlebt[en] seelische[n] Vorgänge“, wie sie der Herausgeber bezeichnete, szenisch dargestellt werden, ist nicht anzuzweifeln. Die Frage ist, wie die Wirklichkeitsebenen zueinander stehen?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie Hesse seine realistische Erzählweise zugunsten einer „magischen“ Wandlung aufgibt und welche biographischen sowie psychologischen Faktoren dies beeinflussten.

2. Das „magische Denken“: Das Kapitel definiert den Begriff des magischen Menschen anhand von Dostojewskis Fürst Myschkin und erläutert die Bedeutung der Aufhebung von Polaritäten wie Innen und Außen.

3. Der Steppenwolf: Hier wird der „Steppenwolf“ als zentrales Werk untersucht, das die Spannung zwischen bürgerlicher Wirklichkeit und der magischen Welt der Seele thematisiert.

3.1 Das „magische Denken im Steppenwolf: Dieses Unterkapitel analysiert den realistischen Rahmen des Romans und wie dieser durch den Herausgeber und die Einleitungen geerdet wird.

3.2 Der „Tractat vom Steppenwolf“: Fokus auf die psychologische Studie des Steppenwolfes, die als Bindeglied zwischen rationaler Analyse und der Märchenstruktur fungiert.

3.3 Die Wirklichkeitsebenen des Steppenwolf: Untersuchung der verschiedenen Bedeutungsebenen, insbesondere der Funktion des Traumes und der Struktur nach Ziolkowski.

3.4 Das „Magische Theater“: Analyse des Kulminationspunktes des Romans, an dem die Trennung zwischen Alltag und magischer Existenz vollständig aufgehoben wird.

4. Morgenlandfahrt: Untersuchung der Fortführung dieser Themen im Spätwerk, wo Zeit und Raum als fließendes Kontinuum dargestellt werden.

5. Zusammenfassung: Ein resümierender Vergleich beider Werke, der die Entwicklung von der „doppelten Perspektive“ hin zum „ontologischen Kontinuum“ aufzeigt.

Schlüsselwörter

Hermann Hesse, Steppenwolf, Morgenlandfahrt, magisches Denken, Wirklichkeitsebenen, Magisches Theater, Individuation, Psychoanalyse, C.G. Jung, Symbolik, Polarität, Doppelperspektive, Traumerzählungen, Unsterbliche, Selbsterkenntnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Hermann Hesse nach dem Ersten Weltkrieg sein Erzählen von einer autobiographisch-realistischen hin zu einer „magischen“ Ausdrucksweise entwickelte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Überwindung von Polaritäten, die Beziehung zwischen Innen- und Außenwelt, die Rolle der Magie im Bewusstseinsprozess und der Einfluss der Psychoanalyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die „magischen Momente“ auf der Grenze zwischen Traum und Realität anhand ausgewählter Texte aufzuzeigen und deren Funktion innerhalb der Romanstruktur zu deuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Textkontext mit psychologischen Ansätzen (insbesondere der Jungschen Lehre) sowie komparatistischen Vergleichen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert primär den „Steppenwolf“ und die „Morgenlandfahrt“, wobei die verschiedenen Erzählebenen und die symbolischen Figuren wie das „Magische Theater“ im Detail untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie „magisches Denken“, „Wirklichkeitsebenen“, „Individuation“ und „Doppelperspektive“ beschreiben.

Warum wird der „Steppenwolf“ als „Sonate in Prosa“ bezeichnet?

Der Autor bezieht sich auf Theodore Ziolkowskis Interpretation, die die Struktur des Romans analog zu einer klassischen Sonatenform in drei Sätze unterteilt.

Welche Bedeutung hat das Symbol der „Doppelfigur“ in der „Morgenlandfahrt“?

Die Doppelfigur symbolisiert das Verschmelzen von Erzähler und Diener, was den radikalen Übergang zur magischen Wirklichkeit markiert, in der das Ich seine Substanz verliert.

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Details

Title
Zwischen den Wirklichkeiten. Eine Untersuchung ausgewählter Werke Hermann Hesses
College
Technical University of Berlin  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
Hauptseminar "Hermann Hesse"
Grade
2,0
Author
Barbora Sramkova (Author)
Publication Year
1998
Pages
24
Catalog Number
V34586
ISBN (eBook)
9783638347693
ISBN (Book)
9783638728393
Language
German
Tags
Untersuchung Hauptseminar Hesse Steppenwolf Morgenlandfahrt Magisches Theater Hermann Magische Wirklichkeit Magie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Barbora Sramkova (Author), 1998, Zwischen den Wirklichkeiten. Eine Untersuchung ausgewählter Werke Hermann Hesses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34586
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