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Die Ursachen der Schizophrenie

Title: Die Ursachen der Schizophrenie

Presentation (Elaboration) , 2005 , 15 Pages , Grade: entfällt

Autor:in: Maike Wörsching (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Die Ursachen der Schizophrenie konnten zum derzeitigen Forschungsstand von der
Wissenschaft noch nicht eindeutig geklärt werden. Man geht davon aus, dass nicht
eine Ursache klar definiert werden kann. Es handelt sich vermutlich um ein
Krankheitsbild mit multikausaler Ätiologie.
Im Folgenden werden die wichtigsten Forschungsergebnisse dargestellt, um einen
Überblick über die möglichen Ursachen dieser Erkrankung zu geben. Dabei werden
genetische, neurophysiologische und neuroanatomische Ursachen angeführt.
Ebenso spielen psychogene Faktoren und Umweltfaktoren eine große Rolle.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung der Schizophrenie

3. Ursachen

3.1 Genetische Ursachen

3.1.1 Zwillingsstudien

3.1.2 Adoptionsstudien

3.2 Neurophysiologische Ursachen

3.2.1 Dopamin-Hypothese

3.3 Neuroanatomische Ursachen

3.4 Psychogene Faktoren

3.5 Umweltfaktoren

4. Beispiel

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen wissenschaftlichen Stand bezüglich der Ursachen von Schizophrenie. Das Ziel ist es, ein komplexes Verständnis der multikausalen Ätiologie zu vermitteln, indem verschiedene genetische, neurophysiologische, neuroanatomische sowie psychogene und umweltbedingte Faktoren analysiert werden.

  • Genetische Prädisposition und polygene Vererbung
  • Neurophysiologische Hypothesen, insbesondere die Dopamin-Theorie
  • Neuroanatomische Veränderungen als Korrelat der Erkrankung
  • Psychosoziale Faktoren und familiäre Interaktionsmuster
  • Einfluss von Umweltfaktoren und Stressoren auf die Krankheitsmanifestation

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Zwillingsstudien

In den klassischen Zwillingsstudien werden sowohl eineiige (monozygote) als auch zweieiige (dizygote) Zwillinge, die zusammen aufgewachsen sind, untersucht. „Die Strategie stützt sich darauf, daß eineiige Zwillinge 100 Prozent ihrer Gene und ihrer Umwelt gemeinsam haben, während zweieiige Zwillinge durchschnittlich 50 Prozent ihrer Gene und 100 Prozent ihrer Umwelt gemeinsam haben.“ (Gottesman 1993, S. 120)

Um mögliche Variationen aufgrund von Geschlechtsunterschieden zu vermeiden, werden zumeist gleichgeschlechtliche Zwillingspärchen untersucht. Wäre nun das Familienmilieu ausschlaggebend für ein Auftreten der Schizophrenie, müssten sich alle Zwillingspaare unabhängig davon ob monozygot oder dizygot ähnlich entwickeln, da man bei ihnen ähnliche Umweltbedingungen annehmen kann. Eineiige Zwillingspaare dürften kein größeres Risiko haben, beide an Schizophrenie zu erkranken, als zweieiige. Würden die Gene jedoch die ausschlaggebende Rolle für das Auftreten der Erkrankung spielen, müsste das Risiko für Eineiige weitaus größer sein, da sie genetisch ja identisch sind (vgl. ebd.).

In Zwillingsstudien wird die Häufigkeit einer gemeinsamen Erkrankung untersucht. Diese Häufigkeit nennt man Konkordanzrate. Vergleicht man die Konkordanzraten von eineiigen und zweieiigen Zwillingen gibt das Aufschluss über den Zusammenhang mit genetischen Ursachen. Wie in der Abbildung gezeigt, liegt die Konkordanzrate eineiiger Zwillinge eindeutig höher als bei zweieiigen. In nahezu 50% der Fälle ist ein eineiiger Zwilling von der Krankheit betroffen, wenn der andere Zwilling schizophren ist. Bei zweieiigen Zwillingen trifft das in weniger als der Hälfte der Fälle zu (vgl. Moises/Gottesman 2000, S. 73).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der multikausalen Ätiologie der Schizophrenie und Zielsetzung der Untersuchung.

2. Einordnung der Schizophrenie: Erläuterung der Komplexität der Krankheit als polygene genetische Erkrankung im Gegensatz zu monogenen Erbkrankheiten.

3. Ursachen: Umfassende Darstellung der unterschiedlichen Erklärungsansätze für die Entstehung von Schizophrenie.

3.1 Genetische Ursachen: Analyse der erblichen Komponente durch Zwillings- und Adoptionsstudien.

3.1.1 Zwillingsstudien: Untersuchung der Konkordanzraten bei eineiigen und zweieiigen Zwillingen als Beleg für genetische Einflüsse.

3.1.2 Adoptionsstudien: Abgrenzung genetischer Faktoren von Umwelt- und Erziehungseinflüssen mittels Adoptivkindern.

3.2 Neurophysiologische Ursachen: Diskussion biologischer Prozesse, insbesondere der Neurotransmitter-Systeme.

3.2.1 Dopamin-Hypothese: Erörterung des Hyperdopaminismus und der Rolle von Neuroleptika bei der Symptomlinderung.

3.3 Neuroanatomische Ursachen: Betrachtung struktureller Gehirnveränderungen wie der Erweiterung des 3. Ventrikels.

3.4 Psychogene Faktoren: Untersuchung von psychosozialen Bedingungen und Kommunikationstheorien wie „double bind“.

3.5 Umweltfaktoren: Analyse äußerer Einflüsse wie Stressoren oder perinatale Schädigungen auf den Krankheitsausbruch.

4. Beispiel: Illustrierung des multifaktoriellen Zusammenspiels anhand einer Zwillingsfallgeschichte.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse zur multifaktoriellen Ätiologie und individuellen Prädisposition.

6. Ausblick: Kritische Reflexion über die Möglichkeiten der Früherkennung und die Grenzen der therapeutischen Intervention.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Ätiologie, Genetik, Zwillingsstudien, Adoptionsstudien, Dopamin-Hypothese, Neuroanatomie, Ventrikel, Psychogene Faktoren, Umweltfaktoren, Multifaktoriell, Konkordanzrate, Polygen, Psychiatrie, Krankheitsmanifestation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem aktuellen Wissensstand zu den Ursachen der Schizophrenie und diskutiert, warum diese Erkrankung als multikausal und komplex angesehen wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen genetische, neurophysiologische und neuroanatomische Erklärungsansätze, ergänzt um psychologische und umweltbedingte Faktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen Forschungsergebnisse zu geben, die erklären, warum die Entstehung von Schizophrenie nicht auf eine einzelne Ursache zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine schriftliche Hausarbeit, die den aktuellen Forschungsstand auf Basis systematischer Studien und Fachliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse genetischer Faktoren, neurophysiologischer Prozesse, neuroanatomischer Befunde sowie psychogener und umweltbedingter Einflüsse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Schizophrenie, multifaktorielle Ätiologie, Genetik, Dopamin-Hypothese, Umweltfaktoren und Prädisposition.

Welche Rolle spielen Zwillinge bei der Ursachenforschung?

Zwillingsstudien sind essentiell, um den Einfluss von Genen und Umwelt zu trennen, indem man Konkordanzraten zwischen eineiigen und zweieiigen Zwillingen vergleicht.

Ist Schizophrenie rein genetisch bedingt?

Nein, die Ergebnisse deuten auf eine komplexe genetische Veranlagung hin, die durch Umweltfaktoren ausgelöst wird – eine sogenannte multifaktorielle Ätiologie.

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Details

Title
Die Ursachen der Schizophrenie
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
entfällt
Author
Maike Wörsching (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V34621
ISBN (eBook)
9783638347921
Language
German
Tags
Ursachen Schizophrenie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maike Wörsching (Author), 2005, Die Ursachen der Schizophrenie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34621
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