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Museumsdidaktik - Hilfestellung zur sinnvollen Freizeitgestaltung? Oder Was leistet das Museum als Bildungsort am Beispiel des Kindermuseums ZOOM?

Title: Museumsdidaktik - Hilfestellung zur sinnvollen Freizeitgestaltung? Oder Was leistet das Museum als Bildungsort am Beispiel des Kindermuseums ZOOM?

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Christof Schneilinger (Author)

Museum Studies
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Warum ausgerechnet Museumsdidaktik?

Ich bin 35 Jahre alt und seit 20 Jahren gehört die Kunstgeschichte, insbesondere die Malerei und hier speziell die flämische Malerei des 15./16. Jahrhunderts zu meinen Lieblingshobbies. Das führte im Laufe der Zeit natürlich zu unzähligen Museumsbesuchen.
Schon im Volksschulalter faszinierten mich vor allem technische und bald darauf kunsthistorische Museen. Da Österreich sehr bekannt für seine Kulturschätze ist, war es für mich als Kind sowohl ein leichtes als auch ein spannendes Unterfangen, mir entsprechende Einrichtungen nicht nur, wie viele meiner damaligen AltersgenossInnen, von außen, sondern auch von innen anzusehen.
Leider wurde ich damals meist, wie leider auch noch heute sehr oft, ob der Aufbereitung einiger Schauräume und Ausstellungen enttäuscht und gelangweilt. Die kommerzielle "zur Schaustellung" von Flugzeugen, Bildern, archäologischen Funden usw. hatte meistens eine "belehrende" denn eine "lehrende" oder besser "erzählend-erklärende" Wirkung und war eine auf ein passiv konsumierendes Publikum ausgerichtete Darstellung der Dinge. Mit einem Wort: Weder dem jungen Menschen noch dem Erwachsenen konnte auf Dauer das Interesse an Kunst und Kultur schmackhaft gemacht werden. Doppelt traurig, da für junge Menschen einerseits das Interesse an späteren musealen Tätigkeiten (fast) für immer verloren ging und die Eltern keinen Sinn in einer Beschäftigung sahen, bei der sich ihr Kind nur zu Tode langweilt und lästig wird.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Worum geht es eigentlich?

2. Ein paar Definitionen und Etymologien

2.1 Museum

2.2 Museumspädagogik

2.3 Museumsdidaktik

3. Kurze historische Betrachtung

4. Die Rolle des Museums in der modernen Gesellschaft

4.1 Vermittlungsformen in Museen

4.1.1 Der Katalog

4.1.2 Die Führung

4.1.3 Der Ausstellungstext

5. ZOOM - Das Kinder- und Jugendmuseum

5.1 Historisches

5.2 Organisation und Aufbau von ZOOM

5.3 Die pädagogisch-didaktischen Mittel von ZOOM

5.4 Ein Beispiel

5.5 Zum Schluss

6. Ende gut, alles gut?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, ob moderne Museumsdidaktik tatsächlich eine sinnvolle Freizeitgestaltung sowie soziokulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche fördert, oder ob sie primär als Instrument zur kommerziellen Vermarktung unter dem Deckmantel pädagogischer Ziele dient. Im Zentrum steht die Analyse des Kindermuseums ZOOM als Fallbeispiel für eine kindorientierte Museumspraxis.

  • Definition und historische Einordnung von Museumspädagogik und Museumsdidaktik.
  • Kritische Analyse traditioneller Vermittlungsformen wie Kataloge, Führungen und Ausstellungstexte.
  • Untersuchung der Struktur und der pädagogischen Konzepte des Kindermuseums ZOOM.
  • Reflexion über die Rolle der Eltern und Erzieher bei der Vorbereitung von Museumsbesuchen.
  • Die Bedeutung von aktiver Partizipation ("Hands on") im Gegensatz zur passiven Wissensaufnahme.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Die Führung

Das beliebteste Aushängeschild für Museen und Ausstellungen ist das (meist) fachlich kompetente und gebildete Führungspersonal. Einerseits gut, ist aber das größte Problem bei geführten Museumsbesuchen sicherlich das starre "Leithammel-Schafherden-Prinzip", bei dem oft das Gefühl erwächst, vom zuständigen Personal von oben herab belehrt anstatt mit mitreißender Begeisterung unterrichtet zu werden. Am schlimmsten äußert sich dann dieses Problem bei Führungen mit Schulklassen, wo entweder die "braven", zum höflichen Zuhören erzogene SchülerInnen nur ihr wachsendes Desinteresse (ebenfalls wohlerzogen) verbergen – oder sich die Gruppe im Laufe der Führung verliert und zunehmend alle ihren eigenen Interessen nachgehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Worum geht es eigentlich?: Die Arbeit stellt die Forschungsfrage nach dem tatsächlichen pädagogischen Mehrwert moderner Museumsdidaktik im Vergleich zu rein wirtschaftlichen Interessen.

2. Ein paar Definitionen und Etymologien: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage durch die Begriffsbestimmung von Museum, Museumspädagogik und Museumsdidaktik.

3. Kurze historische Betrachtung: Es wird die Entwicklung der musealen Bildungsarbeit in Österreich vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gründung des Kindermuseums ZOOM nachgezeichnet.

4. Die Rolle des Museums in der modernen Gesellschaft: Die Rolle des Museums als Bildungsort wird hinterfragt und die Problematik traditioneller Vermittlungsformen wie Kataloge und Führungen kritisch diskutiert.

5. ZOOM - Das Kinder- und Jugendmuseum: Der Hauptteil präsentiert das ZOOM als Best-Practice-Beispiel, inklusive dessen Geschichte, Organisation und didaktischer Ansätze anhand eines Ausstellungsbeispiels.

6. Ende gut, alles gut?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und appelliert an Erziehende, die kulturelle Bildung von Kindern als wichtige Aufgabe wahrzunehmen.

Schlüsselwörter

Museumsdidaktik, Museumspädagogik, Kindermuseum, ZOOM, kulturelle Bildung, Hands-on-Prinzip, Vermittlungsformen, Kunsterziehung, Interaktivität, Museumsquartier, Wissensvermittlung, museale Präsentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Bildungsauftrag moderner Museen und analysiert, ob diese Kinder und Jugendliche tatsächlich soziokulturell fördern oder lediglich kommerzielle Interessen verfolgen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Definitionen musealer Bildung, die historische Entwicklung der Museumspädagogik und die kritische Beleuchtung traditioneller Vermittlungsformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Nutzen moderner, interaktiver Museumsangebote am Beispiel des Kindermuseums ZOOM zu bewerten und den Stellenwert kultureller Bildung zu betonen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Definitionen aus der Fachliteratur und eine praxisorientierte Fallstudie (Besuch der Ausstellung "Knochengräber – Zeitenjäger").

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Schwächen konventioneller Museumsführungen und stellt das "Hands on"-Prinzip des ZOOM als Gegenentwurf zur passiven Konsumhaltung vor.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Museumspädagogik, Interaktivität, Hands-on-Prinzip und kulturelle Kinderbildung beschreiben.

Warum kritisiert der Autor traditionelle Museumsführungen?

Er kritisiert das "Leithammel-Schafherden-Prinzip", bei dem Besucher von oben herab belehrt werden, anstatt durch Begeisterung für das Objekt motiviert zu werden.

Welche Rolle spielen Eltern bei einem Museumsbesuch laut dem Autor?

Der Autor betont, dass eine "Vor-Annäherung" durch Eltern oder Erzieher essenziell ist, um Überforderung bei Kindern zu vermeiden und das Interesse nachhaltig zu fördern.

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Details

Title
Museumsdidaktik - Hilfestellung zur sinnvollen Freizeitgestaltung? Oder Was leistet das Museum als Bildungsort am Beispiel des Kindermuseums ZOOM?
College
Bundesinstitut für Sozialpädagogik
Grade
Sehr Gut
Author
Christof Schneilinger (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V34638
ISBN (eBook)
9783638348041
ISBN (Book)
9783640875078
Language
German
Tags
Museumsdidaktik Hilfestellung Freizeitgestaltung Oder Museum Bildungsort Beispiel Kindermuseums ZOOM
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christof Schneilinger (Author), 2005, Museumsdidaktik - Hilfestellung zur sinnvollen Freizeitgestaltung? Oder Was leistet das Museum als Bildungsort am Beispiel des Kindermuseums ZOOM?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34638
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