Die Eucharistie bei Kyrill von Alexandrien


Hausarbeit (Hauptseminar), 2011

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zur Christologie Kyrills
1.1. Urzustand und Fall
1.2. Die Einswerdung (ἕνωσις) des Logos mit dem Fleisch
1.3. Zur Bedeutung der christologischen Begriffe für die Eucharistie

2. Eucharistie ist Leben
2.1. Von der Christologie zur Eucharistie
2.2. Das eigene Fleisch des Logos (ἡ ἰδία σὰρξ τοῦ Λόγου)
2.3. Christi Leben bedeutet Leben für den Menschen
2.4. Die mystische Eulogie

3. Resume

Literaturverzeichnis
Quellen
Sekundärliteratur

Einleitung

„[Es] bilden die Aeusserungen der griechischen Väter vom Abendmahl in der Regel die abschreckendsten Partien in ihren Werken. Aber [sic!] eine logische Auflösung und geordnete Reproduktion ihrer Gedanken ist keine Aufgabe für den Historiker.“[1] In dieser Weise urteilt Harnack in seinem Standardwerk zur Theologiegeschichte über die Eucharistie-Lehre der griechischen Kirchenväter. Eine Ausarbeitung dieser Gedanken sei nicht die Aufgabe eines Kirchenhistorikers. In diesem Zusammenhang wiederholt er auch seine Hauptthese gegen die griechische Dogmenentwicklung, dass hier „nichts Anderes als das pure Heidenthum“ wirksam gewesen sei. „Seit diesen Entwicklungen sind die meisten Kirchen der Christenheit […] geschlagen und geknechtet durch eine „Abendmahlslehre“ und eine „Abendmahlpraxis“, die zu den schwersten Hemmungen zu rechnen sind, welche das Evangelium in seiner Geschichte erlebt hat.“[2] Kyrill von Alexandrien nähme in diesem Kontext eine gewichtige Stelle ein. Er bringe die Sakramentalisierung des Abendmahls auf einen Höhepunkt und entferne sich somit zusammen mit den anderen Griechen von einer ursprünglichen Gedächtnisfeier.[3] Auf das „Abschreckende“ jener Abendmahlslehren wird noch einzugehen sein.

Im Gegensatz zur Ablehnung Kyrills in der liberalen Theologie Harnacks steht dessen Hochschätzung bei Luther und den Evangelischen. So war Kyrill für die Lutherischen von theologischer Bedeutung, wie z.B. die umfangreiche Zitation aus den Schriften Kyrills im „Catalogus Testimoniorum“ im Anhang der Konkordienformel zeigt, einer Sammlung meist griechischer Kirchenväter unter dem Gesichtspunkt der Christologie (und auch der Eucharistie).[4] Das Verzeichnis wurde in der Absicht erstellt, den Nachweis der Kontinuität der „neuen“ reformatorischen Lehre zur Tradition der Alten Kirche zu führen. Die Äußerungen der Kirchenväter dienten nicht nur der Verteidigung der eigenen Position, sondern ihn ihnen fand sich die lutherische Theologie auch wieder.

Im Spannungsfeld von negativer Kritik und positiver Aufnahme in der Geschichte der evangelischen Theologie will die folgende Arbeit die „abschreckende Partie“ über die Eucharistie-Lehre Kyrills von Alexandrien ausarbeiten. Jedenfalls ist seit der harschen Kritik Harnacks im deutschen Sprachraum keine größere Veröffentlichung zur Theologie Kyrills mehr erschienen.[5] Dies steht im Gegensatz zu den zahlreichen Veröffentlichung aus anderen Ländern, insbesondere des anglo-amerikanischen Bereichs. Harnack meinte noch, Kyrill ermangle es an einem „festen Lehrtropus“[6], doch ist dies gerade nicht der Fall. In zwei Teilen sollen Christologie und Eucharistie Kyrills dargestellt werden, erstere jedoch immer im Rahmen der Eucharistievorstellungen Kyrills. Das Gewicht der Arbeit soll also nicht auf der christologischen Seite, sondern mehr auf der soteriologischen und damit im Besonderen auf der Eucharistie liegen. In einem ersten Schritt sei zunächst Kyrills Vorstellung des Sündenfalls referiert, um darauf aufbauend das Werk Christi darzustellen, und somit letztlich auf die vielfältigen Aspekte der Eucharistie Bezug zu nehmen. Als Quellenschwerpunkt wurde Kyrills Johannes-Kommentar gewählt, der zu den Kapiteln fünf und sechs ausführliche Darstellungen seiner Eucharistielehre enthält und folglich maßgeblich für ein Behandlung dieser Thematik ist. Die Zitation des Kommentars erfolgt nach Puseys

1. Zur Christologie Kyrills

Kyrills theologische Bedeutung wird oftmals nur anhand der christologischen Auseinandersetzungen mit Nestorius festgemacht. Dies hat insofern seine Berechtigung als dass sich Kyrills theologische Position auf den Konzilen von Ephesus 431 und auch Chalzedon 451 durchsetzt.[7] Ersichtlich ist dies zudem an der christologischen Terminologie der Konzile, welche sich an diejenige Kyrills anlehnt.[8]

Neben den christologischen Schriften Kyrills, die durch die nestorianischen Kontroverse bedingt waren, hat Kyrill v.a. exegetische Schriften verfasst.[9] Er wird damit seinem Amt als Bischof gerecht, in das er als Nachfolger seines Onkels Theophilos 412 mit 34 Jahren eingesetzt wurde. Von diesem gefördert und in die Kirchenpolitik miteinbezogen, sieht sich der junge Bischof in Opposition zu verschiedenen nichtkatholischen Gruppen in Alexandria und geht auch gegen diese mit Härte vor.[10] Neben der Begründung seiner politischen Maßnahmen, schafft er sich in seinen Werken ein theologisches Rüstzeug in zahlreichen alttestamentlichen Kommentaren, aus denen die Opposition zu Judentum und Heidentum gut ersichtlich ist.[11] Es ist anzunehmen, dass sich diese Auseinandersetzungen aus unterschiedlichen Gründen legten, und Kyrill mehr Zeit für seine Bibelkommentare bekam, die nun sehr ausführlich ausfallen.[12] Kyrill ist und wird damit zu einem biblischen Theologen,[13] der seine Gedanken mit und aus den biblischen Texten ausarbeitet und sie nicht nur sekundär heranzieht.[14] Nicht allein für den christologischen Streit mit Nestorius ist dies von Wichtigkeit, lässt sich nämlich die Position Kyrills in seinen exegetischen Kommentaren schon vor den Schriften gegen Nestorius herauslesen, auch wenn letztere freilich der Sache entsprechend pointierter formuliert sind.[15]

Kyrill hat nie eine Dogmatik mit verschiedenen loci geschaffen, aus denen seine Position genau festzumachen ist. Theologie ist für Kyrill zuerst und vornehmlich Christologie. Erst vom Christusgeschehen her kann überhaupt eine christliche Lehre verstanden und niedergeschrieben werden und damit reiht er sich ein unter die Väter der Alten Kirche. Das Entscheidende in seiner Theologie ist der göttliche Logos, der Mensch und damit Heil für die Menschen geworden ist. Von diesem Ereignis, wofür der Johannesprolog den biblischen Bezug bildet, der wohl wichtigsten Bibelstelle der griechischen Theologie überhaupt, ist auch die gesamte Theologie Kyrills nicht zu trennen. Für Kyrill ist nun die Eucharistie neben dem Hauptlocus Christologie von besonderer Bedeutung,[16] da sich in ihrer Feier, wie noch ausführlich zu zeigen sein wird, das Christusgeschehen jedes Mal neu für den Gläubigen wiederholt und erst dadurch heilgebend wird. Die Lehren von Christus und seiner heilenden und heiligenden Gabe in der Eucharistie sind wie ein unsichtbares Netz, das Kyrills gesamte Theologie trägt.

Zur Untersuchung der Eucharistielehre ist folglich ein Umriss der Christologie Kyrills, insbesondere der Vorstellung von der Inkarnation, nötig. Die summarischen Aussagen sollen an drei Schriften ausgeführt werden, in denen Kyrill seine Theologie der kaiserlichen Familie ca. 430 anempfohlen hat. Kyrill wandte sich in der nestorianischen Kontroverse werbend an Kaiser Theodosius II. (De recta fide ad imeperatorem), an seine Frau und seine beiden Schwestern Eudokia und Pulcheria (De recta fide ad reginas bzw. augustas) und zuletzt an dessen jüngere Schwestern Arkadia und Marina (De recta fide ad dominas). Diese drei Schriften geben auf anschauliche und gleichzeitig komprimierte Weise die wesentlichen Gedanken Kyrills über den „ortho-doxen“ Glauben wider.[17] Und dies zu einer Zeit, als seine ausführlichen biblischen Kommentare verfasst und die eigne Position gegen Nestorius durchdacht ist. Ihre Bedeutung wird auch dadurch ersichtlich, dass Kyrill die Schriften später noch einmal zusammenfassend im Dialogus de incarnatione unigeniti umgestaltet.[18]

Zunächst ist festzuhalten, dass Kyrill keine einheitliche Terminologie verwendet[19] und dies in der Rezeption und in der Forschung oft zu Missverständnissen geführt hat. Insbesondere die schlichte Verwendung der Schemata Miaphysitismus und Dyophysitismus helfen dem Verständnis nicht auf.[20] Man kann die Christologie Kyrills nicht mit Schlagworten definieren,[21] weshalb hier beispielhaft auf die drei Denkschriften „Vom rechten Glauben“ eingegangen werden soll.

1.1. Urzustand und Fall

Sebastian Schurig hat in seinem Buch[22] einen kurzen Abriss über Kyrills Vorstellungen zu Urzustand und Fall unter Beifügung zahlreicher Referenzen verschiedener Schriften zusammengetragen, die hier referierend vorangestellt werden sollen. Der Mensch im Urzustand steht nach Kyrill in Gemeinschaft mit Gott durch den Heiligen Geist, was in dessen Ebenbildlichkeit als Schöpfung von Gott so gegeben ist.[23] Diese geschaffene Ebenbildlichkeit ermöglicht einerseits eine Kräftigkeit des Willens, die Sünde zu beherrschen, andererseits die Freiheit des Willens, zwischen Gut und Böse zu wählen.[24] Der Fall wird nun beschrieben als „Mischung aus freiwilligem Ungehorsam und Verhängnis“[25]. Das Verhängnis oder die Verführung zum Bösen, d.h. das passive Element im Fall, wird von Kyrill nicht genau benannt, jedenfalls ist Gott nicht der Versucher.[26] Die Folge des Falls ist der Verlust der geistgestifteten Gemeinschaft mit Gott und dadurch der Verlust von Heiligkeit und Leben, sodass im Menschen Sünde und Tod bleiben, die zuvor durch Heiligkeit und Leben verhindert wurden.[27] Münch-Labacher hält nun fest,[28] dass es im Unterschied zu Theodor von Mopsuestia, also einem Vertreter der gegnerischen antiochenischen Schule, statt zwei Katastasen, drei Katastasen bei Kyrill geschildert werden. Theodor sah in der ersten Katastase, in dieser veränderlichen Welt, eine positive Möglichkeit der Veränderung zum Guten hin, worauf dann die zweite Katastase des Heils nach dem Tod folge, was durch Christus ermöglicht werde. Für Kyrill hingegen folgt auf die erste Katastase des Paradieses, in welcher der Mensch vom Geist vor dem Bösen behütet wird, die jetzige Welt, die durch Sünde und Tod geprägt wird, worin der Mensch aber nicht wie bei Theodor aus sich selbst heraus wieder zu Gott findet. Der Mensch benötigt nach Kyrill in dieser Welt das Heil von außen, und zwar durch Christus.[29]

1.2. Die Einswerdung (ἕνωσις) des Logos mit dem Fleisch

Zu Beginn von ‚De recta fide ad imperatorem‘ setzt sich Kyrill zusammenfassend mit verschiedenen christologischen Häresien auseinander, um in Abgrenzung gegen sie seine eigene Christologie darzustellen. Das besondere Augenmerk Kyrills liegt in dieser Auseinandersetzung auf dem Heilswillen Gottes, der den Logos zum Heil der Menschen sendet. Erst daraus entwickelt Kyrill die zentralen Gedanken seiner Christologie zur Fleischwerdung des göttlichen Logos, der hierdurch eine Einheit (ἕνωσις) von Gott und Mensch wird. Wie noch zu zeigen sein wird, ist es dieses soteriologische Interesse Kyrills, das zur Ausarbeitung seiner Christologie führt, zu der dann notwendigerweise die Eucharistie als Heilsmittel des Christus gehört.

„Wenn der Logos nicht Fleisch geworden wäre und nicht in ihm selbst leidend versucht worden wäre, könnte er nicht den Versuchten helfen“[30]. Und mit Hebr 2,14f. und Röm 8,3f. betont Kyrill, dass der Logos Fleisch und Blut wird, um uns die Sünden zu vergeben.[31] Zu diesem Zwecke wird er ein vollkommener Mensch (τέλειος ἄνθροπος) im Sinne einer Henosis, in der die göttliche Natur mit der menschlichen Natur eins wird, ihr hierdurch Leben einflößt, und ihr die Eigenschaften mitteilt, die sie vor Sünde und Tod retten.[32]

„Ῥίζα δὲ ὥσπερ καὶ ἀπαρχὴ τεθειμένος τῶν εἰς καινόντα ζωῆς ἀναμορφουμένων ἐν Πνεύματι, καὶ τὴν τοῦ σώματος ἀφθαρσίαν, καὶ τὸ τῆς θεότητος ἀσφαλὲς ἐρηρεισμένον, ῶς ἐν μεθέξει καὶ κατὰ χάριν, καὶ εἰς ἅπαν ἢδη τὸ ἀνθρώπινον παραπέμψει γένος.“[33]

[...]


[1] Harnack, Adolf: Lehrbuch der Dogmengeschichte, Bd 2, Die Entwicklung des altkirchlichen Dogmas I, Freiburg i. Br. 1887, 431.

[2] A.a.O., 430.

[3] A.a.O., 438. Konkret sieht Harnack hier die Verbindung der Eucharistie mit der Inkarnation als Kyrills „Leistung“ an.

[4] Vgl. BSLK 1101-1135 („Vorzeichnüs der Zeugnissen Heiliger Schrift und der alten reinen Kirchenlehrer“). Vgl. zum Verhältnis Luthers zur Tradition der griechischen Christologie Ebeling, Gerhard: Evangelische Evangelienauslegung. Eine Untersuchung zu Luthers Hermeneutik, Tübingen 31991, 241-247. Kyrill wird hier allerdings nicht explizit genannt.

[5] Eine Ausnahme bilden auf evangelischer Seite Schurig, Sebastian: Die Theologie des Kreuzes beim frühen Cyrill von Alexandria. Dargestellt an seiner Schrift „De adoratione et cultu in spiritu et veritate“, Tübingen 2005. Und auf katholischer Seite Münch-Labacher, Gudrun: Naturhaftes und geschichtliches Denken bei Cyrill von Alexandrien. Die verschiedenen Betrachtungsweisen der Heilsverwirklichung in seinem Johannes-Kommentar, Bonn 1996 (Hereditas Studien zur Alten Kirchengeschichte 10). Eine generelle Auseinandersetzung mit Kyrills Eucharistie und Christologie fehlt allerdings.

[6] Vgl. Harnack: Dogmengeschichte, 438.

[7] Kyrills zweiter und dritter Brief an Nestorius und die 12 Anathemata Kyrills bekommen kanonischen Status in Ephesus und werden in Chalcedon bestätigt.

[8] Vgl. McGuckin, John A.: St. Cyril of Alexandria: The christological controversy: Its History, Theology and Texts, Leiden 1994 (Supplements to Vigiliae Christianae 23), 175f.

[9] Von den 10 Bänden im Migne (Bd. 68-77) enthalten Bd. 69-74 nur Exegetica. Hinzu kommen noch verlorene Kommentare.

[10] Hier ist nicht der Ort, die diffizilen Vorkommnisse, von den Novatianern, Origenisten, der noch starken jüdischen Gemeinde und der noch existierenden paganen Gruppen bis hin zur heute medial wiederentdeckten Philosophin Hypathia, darzustellen.

[11] Vgl. McGuckin: The Christological Controversy, 16. Er nimmt auch den Johannes-Kommentar in diese Zeit mit hinein.

[12] Vgl. Schurig, Sebastian: Theologie des Kreuzes, 27. So entstehen während der nestorianischen Kontroverse 428-431 und danach keine weiteren Kommentare mehr.

[13] Vgl. Schurig: Theologie des Kreuzes, 27.

[14] Die heiligen Schriften löschen den Durst nach göttlichen Wahrheiten (vgl. In Joh 1; I,11,11-14). So ist nämlich das Denken der Evangelisten präzise und von Gott gelehrt (ἀκριβής ὄντως καì θεοδιδάκτος τῶν ἁγίων εὐαγγελιστῶν ἡ διάνοια In Joh 1; I,11,7f.).

[15] Vgl. Chadwick, Henry: Eucharist and Christology in the Nestorian Controversy, in: Journal of Theological Studies N.S. 2 (1951), 145-164, hier: 150ff.; McGuckin: The christological controversy, 176.

[16] Vgl. Betz, Johannes: Eucharistie. In der Schrift und Patristik, in: Handbuch der Dogmengeschichte Bd. 4, Sakramente, Eschatologie, hg. von Michael Schmaus; Alois Grillmeier; Leo Scheffczyk; Michael Seybold, Freiburg; Basel; Wien 1979, 112: „eine kaum zu überschätzende Bedeutung mißt dem Abendmahl Cyrill von Alexandrien bei“.

[17] Vgl. McGuckin: The Christological Contoversy, 39.

[18] PG 75,1189ff.

[19] Vgl. McGuckin: The Christological Controversy, 175f.; 209f. McGuckin stellt für das gesamte 5. Jh. terminologische Unklarheiten fest, betont aber zugleich, dass sich die Terminologie Kyrills in Teilen auf den Konzilen von Ephesus und Chalzedon durchsetzt.

[20] Vgl. Loon, Hans van: The dyophysite christology of Cyril of Alexandria, Leiden 2009 (Supplements to Vigiliae Christianae 96), 15-17 stellt hier zwei Forschungsmeinungen gegeneinander, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann. Joseph Lebon (1909) bezeichne Kyrill als Miaphysiten, der Pate stand für den Miaphysitismus des 5. und 6. Jh. in den alexandrinischen Schule. Martin Jugie (1912) hingegen betone, dass Kyrill von zwei φύσεις gesprochen habe, woran sich Loon (mit guten Gründen) anschließt.

[21] Loon: The dyophysite christology versucht eine statistische Erhebung der Terminologie aus der Theologie Kyrills. Neben einer Einordnung der Begriffe in die antike Philosophie kommt er zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass die bekannten Formeln kaum in den Schriften Kyrills vorkommen, so z.B. die „miaphysitische Formel“ μία φύσις τοῦ θεοῦ λόγου σεσαρκομένη, 520ff.

[22] Schurig, Sebastian: Die Theologie des Kreuzes beim frühen Cyrill von Alexandria. Dargestellt an seiner Schrift „De adoratione et cultu in spiritu et veritate“, Tübingen 2005.

[23] Vgl. Schurig: Theologie des Kreuzes, 68-74 mit zahlreichen Verweisen auf verschiedene Schriften Kyrills und anderer Kirchenväter.

[24] Vgl. a.a.O., 67.

[25] A.a.O., 76. In Joh 1,32f. I,184f. beschreibt den Fall als freie Entscheidung des Menschen für die Sünde, worauf der Hl. Geist in der Folge den Menschen verließ.

[26] Vgl. a.a.O., 75.

[27] Vgl. a.a.O., 77-79.

[28] Vgl. Münch-Labacher: Naturhaftes und geschichtliches Denken, 114f.

[29] Die dritte Katastase bei Kyrill entspräche dann der zweiten Theodors.

[30] „εἰ μὴ γέγονε σὰρξ ὁ Λόγος, οὐδὲ ἐν ᾧ πέπονθεν αὐτὸς πειρασθεὶς, δύναται τοῖς πειραζομένοις βοηθῆσαι“ PG 76,1144D-1145A (De recta fide ad imperatorem).

[31] Vgl. a.a.O. PG 76,1161A-B.

[32] Vgl. a.a.O. PG 76,1161C. Daraus bes.: „τῇ καθ΄ ἕνωσιν οἰκονομίᾳ τὴν ἰδίαν αὐτῷ ζωὴν ἐνιείς“ – „[Der Logos], der durch die Heilsordnung in Weise der Einung ihm [sc. dem Menschen] sein eigenes Leben einflößte.“

[33] Α.a.O. PG 76,1162D: „Gleichsam als Wurzel und Erstling derer eingesetzt, die zu neuem Leben im Geist umgewandelt werden, wird er die Unsterblichkeit des Leibes und die aus der Gottheit kommende feste Standhaftigkeit, dann dem ganzen Menschengeschlecht überbringen, und zwar durch Teilhabe und gemäß der Gnade.“

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Die Eucharistie bei Kyrill von Alexandrien
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Ev.-Theol. Fachbereich)
Veranstaltung
Die Eucharistie der Alten Kirche
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
23
Katalognummer
V346422
ISBN (eBook)
9783668358669
ISBN (Buch)
9783668358676
Dateigröße
587 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kyrill, Eucharistie, Abendmahl, Kirchenväter, Christologie, Soteriologie, Harnack
Arbeit zitieren
Christian Elias (Autor:in), 2011, Die Eucharistie bei Kyrill von Alexandrien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346422

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Eucharistie bei Kyrill von Alexandrien



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden