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Was ist der Mensch? Konstellationen der philosophischen Anthropologien von Helmuth Plessner und Max Scheler im Vergleich

Title: Was ist der Mensch? Konstellationen der philosophischen Anthropologien von Helmuth Plessner und Max Scheler im Vergleich

Term Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Laura Wolf (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Die Intention eines Vegetariers/Veganers sollte trivial sein: sei es einerseits wegen der Haltung der Tiere oder der Tiere selbst. Doch eine vegetarische beziehungsweise vegane Ernährung wirft die Frage auf: „Worin unterscheiden wir uns von den Tieren? Was macht uns als Menschen aus?“

Es handelt sich hierbei um eine Frage der Philosophie. Sie ist im Gegensatz zu der Frage: „Wer ist der Mensch?“ allgemein gehalten und nicht personell abhängig. Die Frage, was wir sind, ist aber nicht erst seit Neustem ein Thema der Menschheit.

Wie definieren Max Scheler und Helmuth Plessner, zwei Autoren des 20. Jahrhunderts, den Menschen? Wie beantworten sie die Frage nach der Stellung des Menschen und in was für einem Verhältnis steht der Mensch zum Tier? Diese Fragen sollen im weiteren Verlauf geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 PHILOSOPHISCHE ANTHROPOLOGIEN: EIN KURZER HISTORISCHER UMRISS

2. MAX SCHELER

2.1 GRUNDPOSITION UND ANSATZ

2.2 DER MENSCH UND SEINE STELLUNG IN DER WELT BEI SCHELER

2.1.1. GEFÜHLSDRANG

2.1.2. INSTINKT

2.1.3. ASSOZIATIVES GEDÄCHTNIS

2.1.4. PRAKTISCHE INTELLIGENZ

2.1.5. GEISTSPHÄRE

2.3 RESÜMEE

3. HELMUTH PLESSNER

3.1. GRUNDPOSITION UND ANSATZ

3.2 BELEBTE UND UNBELEBTE DINGE UND DAS WESEN DER GRENZE

3.3 DIE POSITIONALITÄT

3.3.1 DIE OFFENE ORGANISATIONSFORM DER PFLANZE

3.3.2 DIE GESCHLOSSENE ORGANISATIONSFORM DES TIERS

3.4 DIE EXZENTRISCHE POSITIONALITÄT DES MENSCHEN

3.4.1 GESETZ DER NATÜRLICHEN KÜNSTLICHKEIT

3.4.2 GESETZ DER VERMITTELTEN UNMITTELBARKEIT

3.4.3 GESETZ DES UTOPISCHEN STANDORTES

3.5 RESÜMEE

4. WAS IST DER MENSCH? UNTERSCHIEDE UND GEMEINSAMKEITEN DER PHILOSOPHISCHEN ANTHROPOLOGIEN VON SCHELER UND PLESSNER

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die philosophischen Anthropologien von Max Scheler und Helmuth Plessner, um ihre jeweiligen Bestimmungen der Sonderstellung des Menschen sowie deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und so die Frage nach dem Wesen des Menschen zu beantworten.

  • Historischer Kontext der philosophischen Anthropologie
  • Stufenmodell des Lebens nach Max Scheler (Gefühlsdrang bis Geistsphäre)
  • Positionalitätskonzepte bei Helmuth Plessner (Pflanze, Tier und Mensch)
  • Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Existenz bei Plessner
  • Vergleich der anthropologischen Grundannahmen von Scheler und Plessner

Auszug aus dem Buch

3.4.2 Gesetz der vermittelten Unmittelbarkeit

Das Tier erlebt die Welt unmittelbar. Beim Menschen hingegen kommt es darauf an, wie er in sie hineinblickt. Vermittelte Unmittelbarkeit nennt Plessner das Prinzip, das den Menschen befähigt, trotz seiner Reflexionsfähigkeit, welche ihn zur Erkenntnis des Zwischen führt, seine Umgebung immer auch als unmittelbar gegeben wahrzunehmen, ohne an diesem Widerspruch zu verzweifeln.

Das Streben nach Erfüllung, Ausgleich und Selbstdarstellung hört nicht auf, solange der Mensch lebe. Er muss sich immer wieder erneuern – seine Wünsche erfüllen und seinen Geist objektivieren. Helmuth Plessner sieht in diesem Prozess den Motor der Geschichte:

„In der Expressivität liegt der eigentliche Motor für die spezifische historische Dynamik menschlichen Lebens. Durch seine Taten und Werke, die ihm das von Natur verwehrte Gleichgewicht geben sollen und auch wirklich geben, wird der Mensch zugleich aus ihm wieder herausgeworfen, um es aufs neue mit Glück und doch vergeblich zu versuchen. Ihn stößt das Gesetz der vermittelten Unmittelbarkeit ewig aus der Ruhelage, in die er wieder zurückkehren will. Aus dieser Grundbewegung ergibt sich die Geschichte.“ (Plessner, 1928, S.416f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die philosophische Fragestellung nach dem Wesen des Menschen und kurzer historischer Abriss der Anthropologie.

2. MAX SCHELER: Analyse des fünfstufigen Modells psychischer Kräfte und der Sonderstellung des Menschen durch die Geistsphäre.

3. HELMUTH PLESSNER: Untersuchung der Positionalität organischer Lebewesen und der exzentrischen Position des Menschen, definiert durch drei anthropologische Gesetze.

4. WAS IST DER MENSCH? UNTERSCHIEDE UND GEMEINSAMKEITEN DER PHILOSOPHISCHEN ANTHROPOLOGIEN VON SCHELER UND PLESSNER: Synoptische Gegenüberstellung beider Ansätze und deren gemeinsames Bestreben zur Überwindung des cartesianischen Dualismus.

Schlüsselwörter

Philosophische Anthropologie, Max Scheler, Helmuth Plessner, Stufenmodell, Geistsphäre, Positionalität, Exzentrizität, Gesetz der natürlichen Künstlichkeit, vermittelte Unmittelbarkeit, utopischer Standort, Dualismus, Menschenbild, Wesensunterschied, Körper, Geist.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophischen Anthropologien von Max Scheler und Helmuth Plessner, um deren Verständnis der menschlichen Sonderstellung im Vergleich zum Tier zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition des Menschen durch Max Schelers Geistsphäre und Helmuth Plessners Konzepte der Positionalität sowie die daraus abgeleiteten anthropologischen Gesetze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die spezifischen Grundstrukturen des Menschen bei Scheler und Plessner herauszuarbeiten und deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Herangehensweise zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer phänomenologischen und komparativen Analyse der zentralen Werke beider Philosophen, um deren Stufenmodelle des Lebens zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Schelers fünfstufigem Modell psychischer Kräfte und Plessners Kategorien der Positionalität, gefolgt von einer vergleichenden Synthese.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Philosophische Anthropologie, Geistsphäre, Exzentrische Positionalität, sowie die drei anthropologischen Gesetze nach Plessner.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Plessner und Scheler bezüglich der Sonderstellung des Menschen?

Während Scheler den Menschen primär über die Stufe des Geistes definiert, der von außen zur Vitalsphäre hinzutritt, bestimmt Plessner den Menschen durch seine exzentrische Positionalität, die ihn sowohl im Körper sein als auch über diesen hinaus distanziert sein lässt.

Was besagt Plessners „Gesetz der natürlichen Künstlichkeit“?

Dieses Gesetz besagt, dass der Mensch aufgrund seiner biologischen Unspezialisiertheit kein natürliches Zuhause hat und gezwungen ist, durch Kultur und Arbeit eine künstliche zweite Natur zu schaffen, um in der Welt bestehen zu können.

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Details

Title
Was ist der Mensch? Konstellationen der philosophischen Anthropologien von Helmuth Plessner und Max Scheler im Vergleich
College
University of Hannover  (Institut für Philosophie)
Grade
1,3
Author
Laura Wolf (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V346538
ISBN (eBook)
9783668357907
ISBN (Book)
9783668357914
Language
German
Tags
mensch konstellationen anthropologien helmuth plessner scheler vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Wolf (Author), 2016, Was ist der Mensch? Konstellationen der philosophischen Anthropologien von Helmuth Plessner und Max Scheler im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346538
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