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Digitales Storytelling. Formen und Wirkungen narrativer Berichterstattungen im Online-Journalismus

Title: Digitales Storytelling. Formen und Wirkungen narrativer Berichterstattungen im Online-Journalismus

Bachelor Thesis , 2016 , 66 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lena Becker (Author)

Pedagogy - Art education
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Die Digitalisierung der Medien hat Einfluss auf viele Bereiche unserer Gesellschaft, unter anderem verändert sie die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren: Wie wir Informationen und Nachrichten aufnehmen, verarbeiten und verbreiten. Gerade Print-Verlage bekommen die negativen Folgen dieser anhaltenden Entwicklung schon seit Jahren zu spüren und reagieren auf sinkende Auflagenzahlen mit unterschiedlichen Strategien: Zum einen wird weiterhin an gedruckten Produkten festgehalten, zunehmend wird aber auch versucht digitale Märkte zu erschließen und die Informations- und Bildungsangebote über verschiedenste digitale Kanäle, sowohl mobil als auch online, zu verbreiten.

Doch wie wirken sich solche Veränderungen auf den Journalismus und seine traditionellen Darstellungsformen aus? Und wie wichtig ist dabei die Form einer Nachricht für den Inhalt?

Die vorliegende Arbeit untersucht diese Fragen an speziellen, narrativen Berichterstattungen im Online-Journalismus, dem „Digitalen Storytelling“. Dabei handelt es sich um eine Form des digitalen Erzählens, die mit den neuen technologischen Möglichkeiten des World Wide Webs experimentiert und sich dabei deutlich von klassischen Formaten abhebt. Denn: „Digitale Angebote, die sich am Vorbild Papier orientieren, wird es immer geben. Doch spannend wird es dort, wo Verlagshäuser beginnen, außerhalb ihrer bekannten und vertrauten Bahnen zu operieren.“ (Zit. nach Sturm 2013, S. 89.)

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Inhaltsverzeichnis

1 Journalismus und Internet

1.1 Wandel im Journalismus

1.1.1 Einfluss der Digitalisierung auf den Journalismus

1.1.2 Online-Journalismus

1.1.3 Entstehung neuer Darstellungsformen

1.1.4 Zunehmende Narrativisierung

1.2 Potenziale des Internets für online-spezifische Formate

1.2.1 Multimedialität / Multimodalität

1.2.2 Hypertextualität

1.2.3 Interaktivität

2 Digitales Storytelling im Online-Journalismus

2.1 Definition und Begriffsklärung

2.1.1 Journalistisches Storytelling

2.1.2 Storytelling als digitale Variante des New Journalism

2.1.3 Multimedia Storytelling

2.2 Merkmale und Besonderheiten

2.2.1 Formale Merkmale

2.2.2 Strukturelle Merkmale

2.2.3 Inhaltliche Merkmale

3 Rezeption und Wirkung von Multimedia Storytelling

3.1 Rezeption und Wirkung von Narrativität

3.1.1 Aufmerksamkeit

3.1.2 Kognitive Verarbeitung

3.1.3 Emotionale Verarbeitung

3.1.4 Einstellung und Verhalten

3.2 Rezeption und Wirkung interaktiver, multimodaler Darstellungen

3.2.1 Rezeptionsprinzipien

3.2.2 Konsequenzen

4 Analyse

4.1 Auswahl, Methodik und Untersuchungskriterien

4.2 Analyse ausgewählter Multimedia-Reportagen

4.2.1 „Snow Fall – The Avalanche at Tunnel Creek“

4.2.2 „Ugandas vergessene Kindersoldaten“

4.3 Schlussfolgerungen

4.3.1 Möglichkeiten und Chancen

4.3.2 Kritische Bewertung

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Formen und Wirkungsweisen des sogenannten „Digitalen Storytellings“ im Online-Journalismus, wobei analysiert wird, wie narrative und multimediale Darstellungsformen die Rezeption und Informationsverarbeitung bei den Nutzern beeinflussen.

  • Wandel des Journalismus durch die Digitalisierung und neue Darstellungsformen.
  • Theoretische Definition und Abgrenzung von digitalem Storytelling zu klassischen Formaten.
  • Psychologische Aspekte der Rezeption und Wirkung von Narrativität und Interaktivität.
  • Empirische Analyse beispielhafter Multimedia-Reportagen hinsichtlich Gestaltung und Erfolg.
  • Diskussion von Chancen und Risiken multimedialer Berichterstattung für den Qualitätsjournalismus.

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Online-Journalismus

Internet-Journalismus, Online-Journalismus, Multimedia-Journalismus – das sind nur einige der üblichen Bezeichnungen für den neuartigen Journalismus, der sich durch das Medium Internet entwickeln konnte und nun neben Print, Radio und Fernsehen die vierte Säule des Journalismus bildet. Inwiefern sich dieser vom klassischen unterscheidet und vor welchen Herausforderungen er in der Gegenwart steht, wird nachfolgend erläutert.

Das digitale Zeitalter fordert von Journalisten einige neue Kompetenzen. Denn Online-Journalisten nutzen das World Wide Web nicht nur zu Recherchezwecken, ihre gesamte Tätigkeit spielt sich im Bereich der Onlinemedien ab – also in verschiedenen journalistischen oder massenmedialen Angeboten im Internet. Durch dessen Möglichkeit, verschiedene Medienarten aus Print, Fernsehen und Radio zu vereinen, ist es für Online-Journalisten nicht mehr ausreichend, sich wie früher auf ein einziges Medium zu spezialisieren. Nachrichten auf digitalen Plattformen sollten im Idealfall „medienübergreifend verstanden, recherchiert und umgesetzt werden“, wie es Journalist und Lehrbeauftragter für Multimedia Storytelling Simon Sturm beschreibt. Das allerdings verlangt von Journalisten zumindest ein Grundverständnis dafür, welche Medienarten sich für welche Texte eignen und wann deren Einsatz sinnvoll ist. Vor allem aber kommt es auf die Verbindung, „auf das Ausnutzen der Stärken und das Ausmerzen der Schwächen eines Einzelmediums“. Das Medium Internet bietet allerdings noch weitere Potenziale: Zum Beispiel die Möglichkeit, Inhalte durch Hyperlinks modular aufzubauen, das heißt, in kleinere Informationseinheiten zu zerlegen und miteinander zu verknüpfen, oder Zugang zu weiteren Informationsangeboten zu schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Journalismus und Internet: Dieses Kapitel erläutert den technologischen Wandel der Medienlandschaft und wie das Internet als neues Medium traditionelle journalistische Standards, Rollenbilder und Produktionsweisen verändert.

2 Digitales Storytelling im Online-Journalismus: Hier werden Definitionen und konzeptionelle Rahmen für digitales Storytelling erarbeitet und von verwandten Konzepten wie dem „New Journalism“ sowie klassischen Medienformaten abgegrenzt.

3 Rezeption und Wirkung von Multimedia Storytelling: Dieser Abschnitt widmet sich der medienpsychologischen Perspektive, indem untersucht wird, wie narrative Elemente und interaktive Technik die Aufmerksamkeit, kognitive Verarbeitung und Einstellung der Rezipienten beeinflussen.

4 Analyse: Auf Basis der theoretischen Erkenntnisse werden zwei konkrete Fallbeispiele („Snow Fall“ und „Ugandas vergessene Kindersoldaten“) methodisch untersucht, um Potenziale und kritische Grenzen moderner Multimedia-Reportagen aufzuzeigen.

Schlüsselwörter

Digitales Storytelling, Online-Journalismus, Multimedialität, Narrativität, Interaktivität, Web-Dokumentation, Rezeptionsforschung, Multimedia-Reportage, Neue Medien, Journalistische Qualität, Scrollytelling, Medienwandel, Crossmedia, User-Experience, Digitale Narrative.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie moderne Online-Medien narrative Elemente und multimediale Funktionen nutzen, um journalistische Inhalte aufzubereiten und welche Wirkung dies auf die Leserschaft hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wandel des Journalismus im digitalen Zeitalter, der Definition von digitalem Storytelling, der kognitiven und emotionalen Wirkung auf Nutzer sowie der praktischen Analyse ausgewählter Web-Reportagen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Phänomen „Digitales Storytelling“ theoretisch zu fundieren und durch eine Analyse der Rezeptionswirkung zu klären, ob diese Formate einen echten Mehrwert für die Informationsvermittlung bieten oder ob sie den Journalismus eher gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche zur theoretischen Herleitung sowie eine qualitative Fallstudienanalyse von zwei prominenten Multimedia-Reportagen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil steht die theoretische Einordnung (Definitionen, Merkmale) sowie die psychologische Betrachtung (Rezeption von Narrativen, Interaktivität) der untersuchten Formate im Vordergrund.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Digitales Storytelling, Online-Journalismus, Narrativität, Multimedialität und Rezeptionsforschung einordnen.

Was unterscheidet „Multimedia Storytelling“ von klassischen Berichten?

Im Gegensatz zu textbasierten Formaten zeichnet sich Multimedia Storytelling durch die gezielte, interaktive Verknüpfung von Wort, Bild, Video und Grafik aus, um den Nutzer explorativ durch eine erzählte Geschichte zu führen.

Welche Rolle spielt die „Kognitive Überforderung“ in dieser Untersuchung?

Der Autor weist darauf hin, dass die Fülle an multimedialen Elementen Nutzer überfordern kann, weshalb klare Strukturvorgaben und eine durchdachte Nutzerführung für den journalistischen Erfolg unerlässlich sind.

Zu welchem Ergebnis kommt die Analyse hinsichtlich der „Kritischen Bewertung“?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass trotz der hohen Attraktivität und Innovationskraft das Risiko besteht, dass die aufwendige Inszenierung von Inhalten den journalistischen Kern verwässert oder gar zu einer einseitigen Vereinfachung komplexer Themen führen kann.

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Details

Title
Digitales Storytelling. Formen und Wirkungen narrativer Berichterstattungen im Online-Journalismus
College
LMU Munich  (Institut für Kunstpädagogik)
Grade
1,0
Author
Lena Becker (Author)
Publication Year
2016
Pages
66
Catalog Number
V346861
ISBN (eBook)
9783668361454
ISBN (Book)
9783668361461
Language
German
Tags
digitales storytelling formen wirkungen berichterstattungen online-journalismus multimedia storytelling multimedia interactive storytelling geschichtenerzählen nachrichten digital storytelling kunst und multimedia formen und wirkungen rezeption journalismus narration interaktion news online digital
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Becker (Author), 2016, Digitales Storytelling. Formen und Wirkungen narrativer Berichterstattungen im Online-Journalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346861
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