Die Verbreitung von Essstörungen nimmt bei Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft immer mehr zu. Die Ess-Krankheiten wie bspw. Anorexia nervosa (Magersucht) und Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) treten nicht nur bei Mädchen, sondern auch bei männlichen Jugendlichen immer häufiger auf.
Junge Männer sind heutzutage in unserer Gesellschaft genauso mit dem Schlankheitskult konfrontiert wie junge Frauen. Dieses Problem ist jedoch den Eltern essgestörter Kinder meistens nicht bewusst oder für sie nicht nachvollziehbar. Sie können nicht verstehen, wieso ihre Kinder Angst vorm Zunehmen haben. Viele von ihnen ignorieren den Gewichtsverlust ihrer Kinder.
Da in der Öffentlichkeit immer wieder diese Art der Krankheit als Frauenkrankheit bezeichnet wird und es kaum wissenschaftliche Veröffentlichungen zu diesem Problem bei den Männern gibt, ist es umso wichtiger, über Essstörungen bei männlichen Jugendlichen zu forschen.
Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit Anorexia und Bulimia bei männlichen Jugendlichen, unter Beachtung besonderer Risikogruppen und -faktoren für ihr Auftreten und mit Blick auf den Zusammenhang derartiger Essstörungen mit der Sozialen Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlage
- Schönheitsideal
- Gestörte Körperwahrnehmung
- Magersucht / Anorexia nervosa
- Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht)
- Risikogruppen und -faktoren von Bulimie und Anorexia bei Männern
- Zusammenhang mit „Soziale Arbeit“
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema Essstörungen bei männlichen Jugendlichen in Deutschland. Sie untersucht die Verbreitung, Hintergründe und Folgen von Anorexia nervosa und Bulimia nervosa. Darüber hinaus wird der Zusammenhang dieser Essstörungen mit der Sozialen Arbeit analysiert.
- Verbreitung von Essstörungen bei männlichen Jugendlichen
- Ursachen und Folgen von Anorexia nervosa und Bulimia nervosa
- Das Schönheitsideal und seine Auswirkungen
- Gestörte Körperwahrnehmung bei Jungen
- Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung von Jugendlichen mit Essstörungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Hausarbeit vor und erklärt die Relevanz der Untersuchung von Essstörungen bei männlichen Jugendlichen. Sie betont, dass diese Thematik häufig übersehen wird, obwohl sie eine wachsende Bedeutung hat.
- Grundlage: Dieses Kapitel behandelt grundlegende Konzepte, die für das Verständnis von Essstörungen relevant sind. Es beleuchtet das Schönheitsideal und wie es sich im Laufe der Zeit verändert hat. Weiterhin wird die gestörte Körperwahrnehmung bei Jugendlichen, die durch das Idealbild beeinflusst wird, erläutert.
- Magersucht / Anorexia nervosa: Hier wird die Essstörung Anorexia nervosa detailliert beschrieben. Es werden die Symptome, Ursachen und Folgen der Krankheit beleuchtet. Dabei wird auch die Geschichte der Magersucht und deren literarische Darstellung im 19. Jahrhundert beleuchtet.
- Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht): Dieses Kapitel befasst sich mit der Essstörung Bulimia nervosa. Die Beschreibung der Krankheit konzentriert sich auf die Symptome, Ursachen und Folgen.
- Risikogruppen und -faktoren von Bulimie und Anorexia bei Männern: Dieser Abschnitt analysiert die Faktoren, die bei männlichen Jugendlichen das Risiko für Essstörungen erhöhen. Es werden soziokulturelle Einflüsse, psychologische Faktoren und die Rolle des Schönheitsideals betrachtet.
- Zusammenhang mit „Soziale Arbeit“: Dieses Kapitel untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit im Umgang mit Essstörungen bei männlichen Jugendlichen. Es werden Interventionsansätze und Unterstützungsmöglichkeiten beleuchtet, die die Soziale Arbeit anbieten kann.
Schlüsselwörter
Essstörungen, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, männliche Jugendliche, Schönheitsideal, Körperwahrnehmung, Soziale Arbeit, Risikofaktoren, Interventionsansätze.
Häufig gestellte Fragen
Kommen Essstörungen wie Anorexie auch bei männlichen Jugendlichen vor?
Ja, die Verbreitung nimmt stetig zu. Junge Männer sind heute ebenfalls stark mit dem gesellschaftlichen Schlankheitskult konfrontiert.
Was ist der Unterschied zwischen Anorexia und Bulimia nervosa?
Anorexie (Magersucht) ist durch extremen Gewichtsverlust und Angst vor dem Zunehmen geprägt, während Bulimie durch Essanfälle mit anschließendem Erbrechen gekennzeichnet ist.
Welche Risikofaktoren begünstigen Essstörungen bei Jungen?
Soziokulturelle Einflüsse, ein verzerrtes Schönheitsideal, psychologische Faktoren und eine gestörte Körperwahrnehmung spielen eine zentrale Rolle.
Warum wird das Problem bei Jungen oft übersehen?
Essstörungen werden in der Öffentlichkeit oft als reine "Frauenkrankheiten" wahrgenommen, weshalb Eltern den Gewichtsverlust bei Söhnen häufig ignorieren.
Wie kann die Soziale Arbeit bei Essstörungen helfen?
Die Soziale Arbeit bietet Interventionsansätze, Beratung für Betroffene und Angehörige sowie Unterstützung bei der Reintegration in den Alltag.
- Arbeit zitieren
- Asefeh Balagar (Autor:in), 2013, Anorexia und Bulimia bei männlichen Jugendlichen in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346862