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Bedeutungswandel der Medien durch Bildmanipulation. Das Beispiel eines Pressefotos vom Anschlag in Luxor 1997

Title: Bedeutungswandel der Medien durch Bildmanipulation. Das Beispiel eines Pressefotos vom Anschlag in Luxor 1997

Term Paper , 2016 , 13 Pages

Autor:in: Franziska Drews (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Die Hausarbeit handelt von dem Bedeutungswandel der Medien durch Bildmanipulation am Beispiel eines Pressefotos von dem Anschlag in Luxor 1997.

Vor dem Hintergrund des großen Einflusses von Medien auf Anschauungen von Menschen und des gegenwärtigen Wandels der medialen Welt soll im Rahmen dieser Hausarbeit der Unterschied zwischen analoger und digitaler Fotografie im Hinblick auf die Manipulierbarkeit untersucht werden.

Es folgt das konkrete Beispiel eines manipulierten Pressefotos von 1997 während des Anschlages im ägyptischen Luxor, bei dem lediglich eine Farbveränderung zu einem kompletten Deutungswandel des Bildes führte.

Anschließend wird auf den Prozess eingegangen, in dem das Foto durch die Manipulation seine Bedeutung verändert und welche politischen Botschaften es dadurch vermittelt. Der Zusammenhang zwischen der Manipulation von Medien und ihren politischen und wirtschaftlichen Motiven wird deutlich.

Zum Ende der Hausarbeit soll folgende Frage beantwortet werden: Inwieweit hat sich die Signifikanz des Pressefotos verändert und welche Auswirkungen hat dies auf die Politik und die Öffentlichkeit?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildmanipulation

2.1 Der Vergleich zwischen der Manipulation bei analoger und digitaler Fotografie

3. Bildmanipulation am Beispiel eines Pressefotos des Anschlages in Luxor von 1997

3.1 Bedeutungsverschiebung durch die Bildmanipulation

3.2 Wirtschaftliche und politische Motive der Bildermanipulation

4. Fazit – Die Pflicht zur Analyse und Historisierung von Medien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Bildmanipulation auf die mediale Berichterstattung und deren Bedeutungswandel. Anhand eines konkreten Beispiels – der manipulierten Darstellung eines Anschlags in Luxor im Jahr 1997 – wird analysiert, wie durch technologische Eingriffe in Bildmaterial eine politisch und wirtschaftlich gewollte Wirkung erzeugt wird und welche gesellschaftliche Verantwortung mit dem kritischen Umgang visueller Medien verbunden ist.

  • Grundlagen der Bildmanipulation und ihre historische Entwicklung
  • Vergleich der Manipulationsmöglichkeiten zwischen analoger und digitaler Fotografie
  • Analyse eines konkreten Fallbeispiels der Boulevardpresse
  • Ökonomische und politische Triebfedern für manipulative Medienpraxis
  • Notwendigkeit der kritischen Bildanalyse im Sinne der Theorie der Visuellen Migrationen

Auszug aus dem Buch

3.1 Bedeutungsverschiebung durch die Bildmanipulation

Um den genauen Bedeutungswandel zu verdeutlichen, folgen zu Beginn noch weitere historische Hintergründe des Pressefotos.

Es handelt sich bei dem Foto, wie bereits beschrieben, um eins von der Zeitung Blick dargestellten Fotografie. Es wurde kurz nach dem Massaker von Luxor im Jahre 1997 aufgenommen. Bei dem Anschlag wurden damals 62 Menschen von der islamischen Gruppe Gamma Islamija getötet, wovon 25 Personen aus der Schweiz kamen (vgl. Youtube: Phil Day - Massacre in Luxor - 3 of 7). Das Originalbild zeigt eine Wasserpfütze, die zu dem Totentempel von Luxor führt. Das Foto wirkt durch die grau, braunen Farben unscheinbar und sensationslos. Es würde nicht den Großteil der Leser dazu verführen den Artikel zu lesen. Es lässt keine Rückschlüsse zu, dass an diesem Ort ein erbarmungsloses Massaker stattfand. Erst durch das Hinzuziehen von Hintergrundwissen, können die Folgen des Geschehens nachvollzogen werden, die allein durch das Originalbild nicht bewiesen werden könnten. Im Nachhinein wurde mittels einer Bildbearbeitungssoftware der Gesamtfarbton angepasst und die Pfütze wurde mit roter Farbe eingefärbt. Sie erscheint als Blutlache. Durch die Bearbeitung wirkt das Foto wesentlich dramatischer. Es vermittelt den Eindruck, als seien die 62 Menschen direkt vor dem Tempel auf so grausame Art und Weise ermordet worden, dass eine meterlange Blutlache entstanden ist. Die Bildaussage harmoniert nun perfekt mit dem Titel „Ein Land wie im Krieg“.

Dieses Beispiel einer Bildmanipulation zeigt deutlich, dass der Fotograf oder in diesem Fall der Journalist viele Möglichkeiten hat, die Wirkung des Bildes dem gewünschten Effekt anzupassen. Der Journalist hat die Kontrolle, welche Emotionen er mit dem Bild transportieren möchte und der dazugehörige Titel des Fotos beschreibt, was der Leser und die Leserin zu sehen hat. Steht keine passende Fotografie zur Verfügung, welches die Dramatik des Geschehens verdeutlichen soll, wird es dementsprechend bis zum gewünschten Effekt manipuliert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Macht der Massenmedien ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Unterschied zwischen analoger und digitaler Bildmanipulation anhand eines konkreten Fallbeispiels zu untersuchen.

2. Bildmanipulation: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Manipulation als Herrschaftstechnik und verdeutlicht die psychologische Wirkung von Bildern in der Gesellschaft sowie die damit einhergehenden Gefahren der Täuschung.

2.1 Der Vergleich zwischen der Manipulation bei analoger und digitaler Fotografie: Hier wird aufgezeigt, dass Bildmanipulation bereits vor der digitalen Ära existierte, heute jedoch durch moderne Software deutlich einfacher und für Laien zugänglich geworden ist.

3. Bildmanipulation am Beispiel eines Pressefotos des Anschlages in Luxor von 1997: Dieses Kapitel stellt das spezifische Fallbeispiel der Schweizer Zeitung Blick vor, bei dem eine minimale Farbveränderung genutzt wurde, um ein Ereignis drastisch überhöht darzustellen.

3.1 Bedeutungsverschiebung durch die Bildmanipulation: Es wird analysiert, wie die Manipulation einer Wasserpfütze zu einer Blutlache die gesamte Bildaussage und Rezeption im Kontext der Schlagzeile „Ein Land wie im Krieg“ transformiert.

3.2 Wirtschaftliche und politische Motive der Bildermanipulation: Der Autor beleuchtet den Konkurrenzdruck im Boulevardjournalismus und das Bedürfnis nach Sensationen als Haupttreiber für derartige Fälschungen.

4. Fazit – Die Pflicht zur Analyse und Historisierung von Medien: Das Fazit betont die Notwendigkeit, Bilder stets kritisch als Zeichengefüge zu hinterfragen, um sich der medialen Manipulation zu entziehen.

Schlüsselwörter

Bildmanipulation, Medienethik, Pressefotografie, Luxor-Anschlag, Boulevardjournalismus, Visuelle Migrationen, Deutungswandel, Bildbearbeitung, Massenmedien, Propaganda, Wahrnehmung, Medienkompetenz, Bildanalyse, Pressefreiheit, Manipulationstechniken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Manipulation von Pressefotos und wie diese gezielt eingesetzt wird, um die Wahrnehmung von Lesern zu beeinflussen und dramatische Effekte zu erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen der Bildmanipulation, dem ökonomischen Druck in den Medien und der kritischen Analyse visueller Nachrichtenformate.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Bedeutungswandel eines Bildes durch technologische Manipulation aufzuzeigen und die Auswirkungen auf die Politik sowie die Öffentlichkeit zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse zwischen Original und manipuliertem Bild sowie eine theoretische Einbettung in das Konzept der Visuellen Migrationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die technische Entwicklung der Bildmanipulation von der analogen zur digitalen Ära und untersucht detailliert das Fallbeispiel des Anschlags in Luxor von 1997.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bildmanipulation, Medienethik, Boulevardjournalismus, Deutungswandel und kritische Medienanalyse.

Warum wurde ausgerechnet der Anschlag in Luxor von 1997 als Beispiel gewählt?

Das Beispiel verdeutlicht besonders prägnant, wie durch eine einfache farbliche Manipulation einer Pfütze in eine Blutlache eine radikale Umdeutung des Geschehens stattfand, die mit der Realität nicht mehr übereinstimmte.

Welche Rolle spielt der Begriff der Visuellen Migrationen?

Das Konzept dient als theoretischer Rahmen, um Bilder als dynamische Zeichengefüge zu begreifen, die historisiert und verantwortungsbewusst analysiert werden müssen, statt sie nur als statische Abbildungen der Wahrheit zu betrachten.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Rezipienten?

Der Rezipient wird als aktiver Akteur gesehen, dessen Bedürfnis nach Sensationen den Boulevardjournalismus zu manipulativen Praktiken animiert, weshalb eine höhere Medienkompetenz gefordert wird.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der journalistischen Sorgfalt?

Der Autor fordert, dass Bilder als Informationsquelle mit der gleichen Sorgfalt geprüft werden müssen wie Wortnachrichten, um eine Entstellung der Realität durch Bildmanipulation zu verhindern.

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Details

Title
Bedeutungswandel der Medien durch Bildmanipulation. Das Beispiel eines Pressefotos vom Anschlag in Luxor 1997
College
University of Cologne  (Philosophische Fakultät)
Author
Franziska Drews (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V346919
ISBN (eBook)
9783668363458
ISBN (Book)
9783668363465
Language
German
Tags
Bildmanipulation Medienmanagegment Medien Presse presselüge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Drews (Author), 2016, Bedeutungswandel der Medien durch Bildmanipulation. Das Beispiel eines Pressefotos vom Anschlag in Luxor 1997, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346919
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