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Zahlen und Fakten zum Thema Suizid

Title: Zahlen und Fakten zum Thema Suizid

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 20 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Jasmin Wagner (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Es gibt kaum Verhaltensweisen, die nur dem Menschen eigen sind, Suizid und Suizidversuche sind solche. Sie berühren die Existenz und setzen Selbstreflexion voraus oder anders ausgedrückt, Suizid und Suizidversuche stellen bewusstes Handeln dar, mit der Konsequenz bzw. dem Versuch, die eigene Existenz zu beenden. Folglich ist der Suizid schon immer eine umstrittene Handlung war und immer sein wird. „Der Freitod selbst wird als Widerspruch, als Gegenrede wider die jeder Sprache zugrundeliegende Lebenslogik verstanden.“

Gerade jetzt ist in den Medien durch Musikvideos von Popstars wie von Britney Spears und Xavier Naidoo das Thema Suizid aktueller denn je geworden: In beiden Videos versuchen sich die Sänger oder andere Menschen, sogenannte Idole oder Stars, das Leben selbst zu nehmen, um die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen. Eltern und Medien sehen diese Videos als sehr kritisch, sodass das Video von Britney Spears „entschärft“ worden ist und sie sich letztendlich nicht das Leben nimmt, sondern alles nur ein Traum war. Ebenfalls wurde bei dem Video von Xavier Naidoo zu Beginn verschiedene Menschen gezeigt, die sich auf verschiedenste Art Suizid begangen haben und zum Ende des Videos alle wieder aufwachen und froh darüber sind, dass ihnen nichts passiert ist. Die Eltern haben Angst, dass es zu einem Nachahmungsverhalten der Kinder und Jugendlicher kommt und somit die Kinder und Jugendlichen zum Suizid „angestiftet“ werden, dieses Thema normalisiert wird und ihnen die Angst davor genommen wird, sozusagen die Hemmschwelle niedriger wird.

Ich persönlich finde sehr gut finde, dass Suizid heute immer noch ein Tabuthema ist. Doch das Thema Suizid ist immer noch aktuell, denn jährlich begehen ca. 11000 Menschen Suizid. Der Suizid ist eine Möglichkeit des Menschen und als Möglichkeit ist sie niemandem ganz fremd. Zu jeder Zeit und in jeder Kultur haben Menschen sich selbst und ihrem Leben ein Ende gesetzt. Genauso lange ist dieses schon Thema für die Philosophen, Humanwissenschaftler, Moraltheologen und die Gesellschaft. Viele bekannte Personen haben sich selbst das Leben genommen, so z.B. Kleopatra, die sich in einem „Selbstmordclub“ aufhielt und sich das Leben mit einem zuvor an Verbrechern erprobtem Natterngift, nahm. Sokrates, Nero, Lucius Annaeus Seneca und Jean Améry sind und waren ebenfalls berühmte Persönlichkeiten, die ihr Leben selbst beendeten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

3. Wortwahl

4. Zahlen zum Thema

5. Hat man die Pflicht zu Leben?

5.1 Suizid als Widerspruch gegen die Natur

5.2 Kann Suizid eine freie Entscheidung sein?

5.3 Suizid als Sünde gegenüber der Gottheit

6. Gründe für Suizid

7. Schluss

Zielsetzung und Themen

Diese Studienarbeit setzt sich mit der ethischen Auseinandersetzung rund um den Suizid auseinander. Das primäre Ziel ist es, das Faktum des Suizids aus verschiedenen philosophischen, moraltheologischen und gesellschaftlichen Perspektiven zu beleuchten, ohne dabei eine einseitige moralische Bewertung vorzunehmen.

  • Begriffliche Differenzierung zwischen Suizid, Freitod und Selbstmord
  • Statistische Einordnung und gesellschaftliche Tabuisierung
  • Ethische Debatte über die Pflicht zum Leben versus individuelle Autonomie
  • Analyse der Rolle von Jean Améry als Fürsprecher des Freitods
  • Bedeutung der Suizidproblematik für die heutige soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

10. Suizid als freie Willensentscheidung ?

Wenn ein Mensch sich entschließt zu sterben, dann ist dies in den meisten Fällen eine für andere, weil der Logik des Lebens widersprechende, schwer zu verstehende Entscheidung und es stellt sich die Frage, ob dies dann überhaupt eine freie Entscheidung sein kann.

Die Grundintention in seinem Buch über den Diskurs des Freitodes besteht in der Annahme, dass der Suizid eine vom Mensch freie Willensentscheidung ist, darum verwendet Améry satt der Begriffe Suizid und Selbstmord bewußt den Begriff Freitod. Er benutzte nicht den Begriff des Selbstmord, sondern den Begriff des Freitod, denn für ihn ist der Freitod eine gewollte Handlung von einem Selbst. Sie ist gewollt. Er sagt, dass er es ist, welcher seine Hand an sich legt.

Améry hat versucht den Freitod nicht wie viele andere von außen zu betrachten, sondern der Welt der Lebenden oder der Überlebenden, sondern aus dem Inneren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Tabuthema Suizid ein, thematisiert die mediale Darstellung und den hohen gesellschaftlichen Handlungsbedarf.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Fachbegriffe wie Suizidalität und grenzt Suizid von rechtlichen und moralischen Begriffen ab.

3. Wortwahl: Hier wird analysiert, wie die Wahl der Begriffe "Selbstmord", "Suizid" oder "Freitod" moralische Bewertungen und tabuisierende Aspekte beeinflussen.

4. Zahlen zum Thema: Dieses Kapitel liefert statistische Daten zur Häufigkeit von Suiziden, zum Verhältnis zwischen den Geschlechtern und zur altersabhängigen Suizidrate.

5. Hat man die Pflicht zu Leben?: Untersuchung der ethischen Frage, ob ein Individuum verpflichtet ist zu leben, unter Berücksichtigung religiöser und philosophischer Argumente.

6. Gründe für Suizid: Analyse der Ursachen für Suizid, inklusive soziologischer Perspektiven wie denen von Durkheim und der Bedeutung sozialer Integration.

7. Schluss: Die Autorin zieht eine reflektierte Bilanz, betont die Verantwortung in der sozialen Arbeit und plädiert für eine einfühlsame, nicht verurteilende Haltung.

Schlüsselwörter

Suizid, Freitod, Selbsttötung, Ethik, Lebenslogik, Autonomie, Suizidalität, Präsuizidales Syndrom, Soziale Integration, Sterbehilfe, Moral, Jean Améry, Tabu, Existenz, Fremdbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Auseinandersetzung mit dem Suizid und beleuchtet das Phänomen aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Perspektiven.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Begrifflichkeiten, die moralische Bewertung durch Gesellschaft und Religion, die philosophische Frage der Autonomie sowie die Relevanz in der Sozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Facetten und Beweggründe zu verstehen, statt ein vorschnelles moralisches Urteil zu fällen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf Literaturanalyse, philosophischen Diskursen und der Reflexion sozialpädagogischer Praxiserfahrungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsklärungen, statistische Grundlagen, religiöse und moralische Argumente gegen den Suizid sowie eine detaillierte Analyse der Freiheit der Entscheidung am Beispiel von Jean Améry.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Suizid, Autonomie, Lebenslogik, Moral, Ethik und die professionelle Haltung in der Sozialarbeit.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Sozialarbeiters?

Die Autorin plädiert für eine "unparteiische Hilfe", die den Suizidanten nicht bevormundet, sondern dessen Autonomie respektiert und bei der Entscheidungsfindung unterstützt.

Welche Bedeutung hat das präsuizidale Syndrom in der Arbeit?

Es wird als Suchinstrument eingeführt, um suizidale Gefährdungen bei Individuen besser zu identifizieren, wobei insbesondere die Rolle von Krisen hervorgehoben wird.

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Details

Title
Zahlen und Fakten zum Thema Suizid
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Grade
1.3
Author
Jasmin Wagner (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V34700
ISBN (eBook)
9783638348492
ISBN (Book)
9783656824862
Language
German
Tags
Suizid
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Wagner (Author), 2004, Zahlen und Fakten zum Thema Suizid, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34700
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