In diesem Assignment soll anhand eines Szenarios die Thematik Usability unter Berücksichtigung der Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens untersucht werden. Es wird dabei von folgender Situation ausgegangen: Ein Softwareunternehmen steckt mitten in der Entwicklung einer neuen Software und möchte vor der Markteinführung eine Simulationsphase starten, um den Markterfolg des Produktes abschätzen zu können und gegebenenfalls noch Änderungen hinsichtlich der Usability vornehmen zu können.
Ziel dieser Arbeit ist es – im Rahmen des oben genannten Szenarios – folgende Frage zu beantworten: Wie soll dieses empirische Forschungsprojekt unter besonderer Berücksichtigung des Forschungsdesigns sowie der Forschungsdurchführung aufgesetzt werden?
Um diese Fragen zweckmäßig beantworten zu können, werden zunächst im zweiten Kapitel die Begriffe Usability Engineering, empirisches Forschungsprojekt, Forschungsdesign und For-schungsdurchführung definiert, mit dem Ziel, ein einheitliches Verständnis über diese Begriffe zu erlangen. Im dritten Kapitel wird eine sinnvolle Vorgehensweise für das vorgegebene Szenario ermittelt. Abschließend wird im letzten Kapitel ein Fazit gezogen sowie eine kritische Würdigung vorgenommen. Diese Arbeit soll die angesprochenen Thematiken dabei nicht vollständig abbilden, sondern lediglich die zuvor definierte Frage zweckmäßig beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Usability Engineering
2.2. Empirisches Forschungsprojekt
2.2.1. Forschungsdesign
2.2.2. Forschungsdurchführung
3. Szenario: Software-Simulationsphase
4. Fazit und kritische Würdigung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit verfolgt das Ziel, basierend auf einem fiktiven Szenario ein empirisches Forschungsprojekt zu konzipieren, das die Usability einer Software vor deren Markteinführung durch eine Simulationsphase optimiert und prüft.
- Grundlagen des Usability Engineerings und dessen Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg.
- Strukturierung empirischer Forschungsvorhaben anhand von Forschungsdesign und Forschungsdurchführung.
- Analyse und Auswahl geeigneter Beobachtungsmethoden für Softwaretests.
- Einsatz qualitativer Befragungstechniken zur Erfassung subjektiver Probandeneindrücke.
- Methodische Entscheidungsfindung für ein konkretes Anwendungsszenario.
Auszug aus dem Buch
2.1. Usability Engineering
„Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden, aber nicht einfacher.“ Dieses Zitat von Albert Einstein beschreibt sehr gut die Maxime des Usability Engineering. Aber was verbirgt sich eigentlich genau hinter dem Begriff Usability? Offenkundig handelt es sich um einen englischen Begriff, welcher das OXFORD DICTIONARY (2016) wie folgt definiert: „The degree to which something is able or fit to be used.“ Es beschreibt also das Ausmaß, welches mindestens vorhanden sein muss oder spezifisch erweitert wurde, um etwas nutzbar zu machen. Eine weniger abstrakte Definition findet man in der ISO-Norm 9241-11:
„Usability ist das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.“
Die ISO Norm 9241-11 präzisiert hier also die betroffene Person bzw. Personengruppe als Benutzer, welche in einem bestimmten Nutzungskontext zu einem Produkt – in unserem Fall einer Software – steht (siehe hierzu Abbildung 1).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die wachsende Bedeutung des Softwaremarktes und stellt die Relevanz der Usability für den wirtschaftlichen Erfolg dar, woraus sich die zentrale Forschungsfrage ableitet.
2. Begriffsdefinitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen erarbeitet, indem Begriffe wie Usability Engineering und die wesentlichen Elemente eines empirischen Forschungsprojekts, inklusive Design und Durchführung, definiert werden.
3. Szenario: Software-Simulationsphase: In diesem Kapitel wird ein konkretes Szenario auf das theoretische Gerüst angewandt, um methodische Empfehlungen für einen Softwaretest zu entwickeln.
4. Fazit und kritische Würdigung: Das Abschlusskapitel reflektiert die erzielten Ergebnisse und bewertet die Anwendbarkeit der gewählten Methoden im Kontext der Softwareoptimierung.
Schlüsselwörter
Usability, Usability Engineering, Software, Markteinführung, Simulationsphase, empirisches Forschungsprojekt, Forschungsdesign, Forschungsdurchführung, Beobachtung, Befragung, Nutzertest, ISO 9241-11, Datenerhebung, Datenanalyse, Produktqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung der Software-Usability mittels einer empirischen Simulationsphase, die vor dem offiziellen Marktstart durchgeführt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf den Prinzipien des Usability Engineerings sowie der methodischen Planung und praktischen Durchführung empirischer Untersuchungen im Softwarekontext.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Design für ein empirisches Forschungsprojekt zu entwickeln, welches die Usability einer neu entwickelten Software unter realitätsnahen Bedingungen prüft.
Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt Ansätze der empirischen Sozialforschung, insbesondere Methoden der systematischen Beobachtung (Nutzertests) sowie strukturierte Befragungen (Interviews).
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsarbeit und die Anwendung auf ein konkretes Szenario, bei dem Forschungsdesign und -durchführung konkret geplant werden.
Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Usability Engineering, empirische Forschung, Forschungsdesign, Nutzertests, Beobachtungsmethoden und Softwarequalität.
Warum wird im Szenario eine unnatürliche (künstliche) Testumgebung empfohlen?
Da die Software zum Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht auf dem Markt ist, ist eine natürliche Testumgebung nicht realisierbar, weshalb eine kontrollierte Testumgebung für die Simulation erforderlich ist.
Welche Rolle spielt die Auswahl der Probanden für den Test?
Die Probanden müssen zwingend aus der Zielgruppe der jeweiligen Software stammen, da Fachfremde die spezifische Usability komplexer Software nicht valide bewerten können.
- Arbeit zitieren
- Emanuel Ibing (Autor:in), 2016, Verbesserung der Usability einer Software durch eine Simulationsphase vor der Markteinführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/347023