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Naturrisiko? Genetisch modifizierte Grundnahrungsmittel Mais und Reis

Titel: Naturrisiko? Genetisch modifizierte Grundnahrungsmittel Mais und Reis

Ausarbeitung , 2016 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Emanuel Ibing (Autor:in)

Biologie - Sonstige Themen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Jahr 2016 wurde die Diskussion bezüglich genetisch modifizierter Lebensmittel sowohl durch die Übernahme des Unternehmens Monsanto – welches 2014 über 90% des gentechnisch veränderten Saatguts vertrieb – durch die Bayer AG, als auch durch die potenziellen Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) erneut in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt.

Da jeder Mensch auf Nahrungsmittel angewiesen ist, betrifft diese Thematik jeden Einzelnen von uns. In den vergangenen Jahrzehnten konnte man die Entwicklung genetisch veränderter Pflanzen auf dem amerikanischen Kontinent beobachten. Im Jahr 2013 wurden transgene Pflanzen in 27 Ländern angebaut und machten 11,7 % der weltweiten Landwirtschaftsfläche aus. In Deutschland sowie weiten Teilen der EU ist der Anbau solcher Pflanzen jedoch stark umstritten, wodurch der Gegentrend zu naturbelassenen Bioprodukten entstand.

Durch die konstant wachsende Weltbevölkerung und die daraus resultierende unzureichende Versorgung an Nahrungsmitteln – vor allem in Entwicklungsländern – sehen viele die Ertragssteigerung durch genetisch-modifizierte Lebensmittel jedoch als unausweichlich an. Gegenstimmen, welche darauf plädieren, dass dies ein widernatürlicher Vorgang sei und auch die Risiken dieser Methode nicht vollkommen erforscht sind bilden hier den Gegenpol.

In diesem Assignment soll daher genauer auf die Risiken von genetisch veränderten Grundnahrungsmitteln, in diesem Fall Mais und Reis, eingegangen werden. Dazu werden im zweiten Kapitel zunächst die theoretischen Grundlagen der grünen Genetik sowie des transgenen Mais und Reis erläutert. Anschließend werden die Motivation, die Verfahren sowie die Risiken und deren Vorbeugung aufgezeigt. Abschließend wird im letzten Kapitel ein Fazit gezogen und eine kritische Würdigung vorgenommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Grüne Gentechnik

2.2. Transgener Mais

2.3. Transgener Reis

3. Gentechnische Modifizierung von Nahrungsmitteln

3.1. Motivation

3.2. Verfahren

3.3. Risiken

3.4. Risikovorbeugung

4. Fazit und kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Risiken von genetisch veränderten Grundnahrungsmitteln, wobei der Fokus gezielt auf Mais und Reis gelegt wird, um die wissenschaftlichen Hintergründe sowie die regulatorischen Herausforderungen im Kontext wachsender Weltbevölkerung zu analysieren.

  • Grundlagen der grünen Gentechnik
  • Entwicklung und Anbau von transgenem Mais und Reis
  • Methodische Verfahren der genetischen Modifikation
  • Ökologische und gesundheitliche Risikofaktoren
  • Strategien zur Risikovorbeugung und regulatorische Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Verfahren

Die Verfahren zur Durchführung von genetischen Modifikationen sind äußerst komplex, benötigen ein gewisses Maß an biologischer Vorkenntnis und würden den Rahmen dieses Assignments deutlich übersteigen. Daher werden nachfolgend zwei sehr verbreitete Verfahren des Gentransfers dargestellt und nur kurz erläutert. Die nachfolgende Abbildung zeigt dabei eine grafische Darstellung der beiden Verfahren:

Das Bakterium Agrobacterium tumefaciens dient als Basis des Gentransfers des indirekten Verfahrens. Es ist das derzeit am häufigsten eingesetzte Verfahren zur Erzeugung transgener Pflanzen. Bereits 1907 wurde es erstmals beschrieben, allerdings wurde erst 1975 der dahinter stehende Mechanismus erkannt. Hierbei wird das natürliche System der Bakterien zur Übertragung von Genen genutzt. Agrobacterium tumefaciens ist in der Natur weit verbreitet und gelangt durch Verwundungen in das pflanzliche Gewebe. Hier überträgt es einen definierten Abschnitt seines Erbguts in das Genom der Wirtspflanze, wodurch die Vermehrung und Wucherung von Zellen angeregt und der Stoffwechsel des Wirtes so umgesteuert wird, dass er neuartige Aminosäuren wie Nopaline oder Octopin erzeugt. Agrobacterium tumefaciens besitzt ein natürliches Plasmid, das Ti-Plasmid, dessen Vorhandensein in kausalem Zusammenhang mit der Infektiosität steht. Das Verfahren findet überwiegend bei Monokotyledonen Anwendung, wozu auch Süßgräser, also auch Mais und Reis zählen.

Biolistik oder Partikelbombardement bezeichnet das direkte Verfahren, welches sich zur Übertragung von fremden Erbguts in Pflanzenzellen mit ihren starren Zellwänden durchgesetzt hat. Hier wird DNA an mikroskopisch kleine Gold- oder Wolframpartikel gekoppelt. Die Partikel dienen dazu, die Zellwände der Pflanzen zu durchdringen. Die beladenen Mikroprojektile werden anschließend mit hohem Druck in die Zielzellen geschossen, in deren Genom sie nach dem Zufallsprinzip integriert werden. Die Zellverletzungen sind dabei so gering, dass sie vernachlässigt werden können. Nachdem sich die zugefügte DNA vollständig in das Erbgut integriert hat, lassen sich mit geeigneten Verfahren der Zell- und Gewebekultur transformierte Pflanzen selektieren und ganze Pflanzen regenerieren. Das Verfahren findet überwiegend bei Dikotylen Anwendung, wozu u. a. Kartoffeln, Tabak und Tomaten zählen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Debatte um gentechnisch veränderte Lebensmittel ein und erläutert die Relevanz des Themas angesichts globaler Ernährungsprobleme und politischer Handelsabkommen.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe der grünen Gentechnik sowie die biologischen Besonderheiten und die historische Entwicklung von transgenem Mais und Reis.

3. Gentechnische Modifizierung von Nahrungsmitteln: In diesem Teil werden die Motivationen für den Anbau, die gängigen technischen Verfahren der Modifikation sowie die damit verbundenen ökologischen Risiken und Präventionsmaßnahmen detailliert dargelegt.

4. Fazit und kritische Würdigung: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Chancen und Risiken der Gentechnik in der Landwirtschaft unter Berücksichtigung fehlender globaler Regulierungen.

Schlüsselwörter

Grüne Gentechnik, transgene Pflanzen, Mais, Reis, Agrobacterium tumefaciens, Biolistik, Risikobewertung, Nahrungsmittelsicherheit, Herbizidtoleranz, Schädlingsresistenz, Genom, Biotechnologie, horizontale Gentransfer, Ernährungssicherung, regulatorische Rahmenbedingungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den wissenschaftlichen, ökologischen und sicherheitstechnischen Aspekten von gentechnisch veränderten Grundnahrungsmitteln, speziell Mais und Reis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition der grünen Gentechnik, die Methoden der Genmanipulation, die potenziellen Risiken für Ökosysteme sowie die gesetzliche Regulierung des Anbaus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über die Risiken des Anbaus transgener Pflanzen zu geben und zu prüfen, ob diese im Vergleich zu konventionellen Methoden risikoreicher einzustufen sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse von Studien sowie Fachdaten zu biologischen Transformationsverfahren basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die grüne Gentechnik, die Darstellung der Modifizierungsverfahren und eine fundierte Risikoanalyse inklusive Maßnahmen zur Risikovorbeugung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem grüne Gentechnik, transgene Pflanzen, Ernährungssicherung, horizontale Gentransfer, Biolistik und Risikomanagement.

Warum ist das Bakterium Agrobacterium tumefaciens für die Arbeit relevant?

Es dient als Basis für das indirekte Verfahren des Gentransfers, welches bevorzugt bei Monokotyledonen wie Mais und Reis angewendet wird.

Was ist das zentrale Fazit zur globalen Regulierung von gentechnisch veränderten Pflanzen?

Die Arbeit stellt fest, dass es keine global einheitliche Regulierung gibt und gerade in Entwicklungsländern, wo Gentechnik intensiv genutzt wird, oft gesetzliche Standards fehlen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Naturrisiko? Genetisch modifizierte Grundnahrungsmittel Mais und Reis
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,0
Autor
Emanuel Ibing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V347024
ISBN (eBook)
9783668365995
ISBN (Buch)
9783668366008
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grüne Gentechnik Transgener Mais Risiko Naturrisiko
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Emanuel Ibing (Autor:in), 2016, Naturrisiko? Genetisch modifizierte Grundnahrungsmittel Mais und Reis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/347024
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Leseprobe aus  19  Seiten
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