Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Kinder und Jugend

Jugendkulturelle Orientierungen und Umgehensweisen in der Postmoderne

Titel: Jugendkulturelle Orientierungen und Umgehensweisen in der Postmoderne

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 18 Seiten , Note: 1

Autor:in: Yvonne Metzger (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wissenschaftler hängen den aktuellen Tendenzen jungendlichen Verhaltens hinterher.
Im Rahmen des fortschreitenden Strukturwandels und der damit einhergehenden Pluralisierung von Lebensstilen sowie der veränderten Verfügbarkeit von freier Zeit wird es für Jugendliche zunehmend schwieriger ihren persönlichen Lebensweg zu finden. Die Vielzahl an neuen Wahlmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Lebensgestaltung – gemeint sind sowohl die beruflichen Wahlmöglichkeiten als auch die erhöhte Auswahl an Freizeitangeboten – erfordert in steigendem Maße eine Aneignung von Strategien zur Bewältigung des unübersichtlichen Angebots. Sind die Jugendlichen Opfer dieses Wandels oder formen sie in der postmodernen Epoche des 21. Jahrhunderts eine neue Art von Jugendkultur, die sich zwar von den früheren Subkulturen unterscheidet, aber dennoch ihre eigenen Qualitäten aufweist?
Ziel der Arbeit ist es, die veränderten Ausgangsbedingungen für Jugendliche in der Postmoderne zu analysieren. Im ersten Teil der Arbeit soll auf die strukturellen, gesellschaftlichen Gegebenheiten für die Jugendkulturen des 21. Jahrhunderts eingegangen werden. Was hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert? In welchem Rahmen bewegen sich die Jugendlichen? Im zweiten Teil sollen die Orientierungsmuster der Jugendkulturen heraus gearbeitet werden. Relevant hierfür sind veränderte Leitbilder und heterogen zusammengesetzte Gruppen. Im Schlussteil werden von Ferchhoff ermittelte Antworten als Bewältigungsmuster vorgestellt und des Weiteren der Versuch einer Beantwortung der Leitfrage gewagt. Zudem erfolgt ein Ausblick auf weiterführende Problematiken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Strukturelle Rahmenbedingungen für die Jugendkulturen des 21. Jahrhunderts

III. Differenzierung und Individualisierung in heutigen Jugendkulturen

3.1. Orientierungsmuster der Jugendkulturen

3.1.1. Veränderte Leitbilder

3.1.2. Heterogen zusammengesetzte Jugendkulturen

3.2. Die abnorm hohe Bedeutung der Mode

IV. Fazit – Ist die Jugend der Postmoderne überfordert oder den Rahmenbedingungen gewachsen?

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die veränderten Lebens- und Orientierungsbedingungen für Jugendliche in der postmodernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts und analysiert, wie diese mit einem Übermaß an Wahlmöglichkeiten und der Pluralisierung von Lebensstilen umgehen.

  • Strukturelle Rahmenbedingungen und Wandel der Jugendphase
  • Prozesse der Individualisierung und Differenzierung
  • Die Rolle von Orientierungsmustern und Leitbildern
  • Die Bedeutung von Mode als Identitätskonstruktion
  • Bewältigungsstrategien junger Menschen im Vergleich zur Elterngeneration

Auszug aus dem Buch

3.2. Die abnorm hohe Bedeutung der Mode

Die Differenzierung der Jugendkulturen äußert sich, wie oben schon angedeutet, oft in ihrem äußeren Erscheinungsbild. Mode wird zunehmend als Mittel zur Distanzbildung genutzt. Sie stellt eine lebenskulturelle Aneignungsform dar. Mode ist ein Mittel zur Distanzierung von Gegebenem, z.B. Auflehnung und „Protest gegen kapitalistische Marktmechanismen, Werbefeldzüge, Konsumzwänge und diktierte Verhaltensnormen“ Sie ist immer auch Ausdruck einer bestimmten Rolle, man kann sich mit ihr distanzieren, man kann aber auch gewisse Zuneigungen ausdrücken. Mode kann als ein Spiel betrachtet werden, bei dem modische Akteure auf einer großen Bühne agieren. Mode kann einen Menschen verwandeln und der Mensch verwandelt sich gerne bewusst.

„Die Fassade und der modische Firlefanz müssen in der Epochengleichung Dasein = Design aufgehen; ohne geil auszusehen, geht gar nichts.“ Die Mode drückt bestimmte Verhaltensweisen und Einstellungen aus und ist somit „Kommunikationsmedium und Lebenselixier“. Der momentane Trend ist befremdend stark auf Äußerlichkeiten bedacht. Schlank, Schön, sportlich wird gleichgesetzt mit beruflichem Erfolg, Leistungsvermögen und Kompetenz. „Nicht das Sein, sondern das Design bestimmt das Bewusstsein. Es ist kein Sich-Festlegen auf etwas Ganzes, auf eine authentische Identität, sondern ein Umhüllen, Sich-Verlieren und Verwandeln in immer neue „patch-work-Identifikationen.“ Die Tatsache, dass viele Jugendliche ihr gesamtes Geld für Modeartikel ausgeben, spiegelt einen bedeutenden Paradox dieser Generation wieder: Auf der einen Seite versucht die Jugend gegen das Etablierte zu steuern, auf der anderen Seite werden die Konsumgüter als Mittel zum Zweck verwendet, um sich eine möglichst individuelle und alternative Persönlichkeit zu konstruieren. Dennoch ist die Mode ein künstliches Phänomen. Mode zeigt sich selbst, kann einen Menschen vervollständigen, aber sie zeigt nie den gesamten Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle soziologische Debatte zum demographischen Wandel und stellt die Vernachlässigung der jüngeren Generation sowie die Problematik aktueller Jugendstudien in den Mittelpunkt.

II. Strukturelle Rahmenbedingungen für die Jugendkulturen des 21. Jahrhunderts: Dieses Kapitel definiert den Wandel der Jugendphase im Kontext sozioökonomischer Veränderungen und analysiert, wie sich die Bedingungen für Jugendliche seit den 70er Jahren institutionalisiert und individualisiert haben.

III. Differenzierung und Individualisierung in heutigen Jugendkulturen: Der Hauptteil untersucht die Fragmentierung der Jugend in verschiedene Orientierungsmuster und Milieus sowie die zentrale Funktion von Mode als Instrument zur Identitätskonstruktion und Distanzierung.

IV. Fazit – Ist die Jugend der Postmoderne überfordert oder den Rahmenbedingungen gewachsen?: Das Fazit synthetisiert die Erkenntnisse zu Bewältigungsmustern und diskutiert die Frage, inwieweit Jugendliche als aktive Akteure der Moderne ihre Identität trotz komplexer Rahmenbedingungen erfolgreich gestalten können.

Schlüsselwörter

Jugendkulturen, Postmoderne, Individualisierung, Identitätskonstruktion, Strukturwandel, Konsumgesellschaft, Lebensstile, Orientierungsmuster, Mode, Jugendsoziologie, Bewältigungsstrategien, Generationenwandel, Pluralisierung, Fremdwahrnehmung, Subkulturen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Lebenssituation und die Orientierungsmöglichkeiten von Jugendlichen in der heutigen postmodernen Gesellschaft unter Berücksichtigung soziologischer Wandelprozesse.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf den Strukturwandel der Jugendphase, die Pluralisierung von Lebensstilen, die Bedeutung von Konsum sowie die Entwicklung jugendlicher Identitäten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu erläutern, wie Jugendliche unter den veränderten Ausgangsbedingungen der Postmoderne ihre Lebenswege gestalten und ob sie den Anforderungen der heutigen Zeit gewachsen sind.

Welche methodische Herangehensweise wird genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur und Jugendstudien, insbesondere unter Bezugnahme auf Autoren wie Ferchhoff, Baacke und Willis.

Was sind die Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse struktureller Rahmenbedingungen, die Untersuchung differenzierter Orientierungsmuster und eine tiefgehende Betrachtung der Rolle von Mode im Alltag Jugendlicher.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Zu den prägenden Begriffen zählen vor allem Individualisierung, Bastelbiographie, Lebenswelt, Konsumzwang und die Heterogenisierung jugendlicher Milieus.

Wie interpretieren Jugendliche laut dieser Arbeit Konsumgüter?

Jugendliche nutzen Konsumgüter entgegen einer rein materialistischen Sichtweise oft als kreative Mittel zum Zweck, um ihre individuelle Identität zu konstruieren und sich von anderen abzugrenzen.

Welche fünf "Antworten" bzw. Bewältigungsmuster identifiziert der Autor?

Die Arbeit unterscheidet zwischen sozialem Rückzug, der Entwicklung alternativer kreativer Kompetenzen, einem zynisch-hedonistischen Zynismus, dem "notorischen Nichtstun" und der Anpassung an traditionelle Normen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendkulturelle Orientierungen und Umgehensweisen in der Postmoderne
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Hauptseminar: Subkulturen, Jugendkulturen, (Fan-)Szenen oder Mainstream der Minderheiten
Note
1
Autor
Yvonne Metzger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
18
Katalognummer
V34727
ISBN (eBook)
9783638348652
ISBN (Buch)
9783638865166
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendkulturelle Orientierungen Umgehensweisen Postmoderne Hauptseminar Subkulturen Jugendkulturen Mainstream Minderheiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yvonne Metzger (Autor:in), 2004, Jugendkulturelle Orientierungen und Umgehensweisen in der Postmoderne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34727
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum