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Bücherverbrennung in Köln 1933

Title: Bücherverbrennung in Köln 1933

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 22 Pages , Grade: 2

Autor:in: Peter Lindhorst (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Die Bücherverbrennung, die im Mai 1933 am Anfang des NS-Regimes stattfand, war ein Symbol für das NS-Regime, das keine abweichenden Gedankenspielarten neben sich duldete. Schon Heinrich Heine prophezeite in einer seiner Werke: "Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch eines Tages Menschen." In dieser Arbeit soll die Bücherverbrennung, wie sie in einer deutschen Großstadt, nämlich Köln, nachgezeichnet werden. Zeigten sich in der eher als liberal bekannten Stadt Unterschiede zu anderen Orten, an denen die Bücherverbrennung stattfand? Warum fand die Bücherverbrennung in Köln eine Woche später statt als woanders? Welche Rolle spielte die noch junge Universität bei der Bücherverbrennung? Diese und andere Fragen werden in dieser Arbeit beantwortet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Bücherverbrennung reichsweit gesehen

1.1 Die Vorbereitung der Bücherverbrennung durch die DSt

1.2 Die Durchführung der Bücherverbrennung

2 Das Verhalten der Universität Köln im Zusammenhang mit der Bücherverbrennung

2.1 Die Reaktion der Universitätsleitung auf die Machtergreifung

2.2 Die „Gleichschaltung“ der Kölner Universität

2.3 Die Kölner Studenten

3 Die Kölner Bücherverbrennung

3.1 Die Ver- und Entwicklungen bis zur Bücherverbrennung am 17. Mai 1933

3.1.1 Die Hochschulkonferenz in Zürich

3.1.2 Verhandlungen zwischen Universitätsleitung und Studentenschaft

3.2 Die Bewertung der Kölner Geschehnisse

4 Ernst Bertram und die Kölner Bücherverbrennung

4.1 Briefe von und an Ernst Bertram

4.2 Widersprüchliche Argumentation Bertrams

5 Die Darstellung der Bücherverbrennung im „Westdeutschen Beobachter“

5.1 Die Reden der nationalsozialistischen Aktivisten

5.2 Die Rede von Rektor Leupold

5.3 Bewertung der Darstellung im „Westdeutschen Beobachter“

6 Die Wirkung der Bücherverbrennung auf die Bevölkerung

7 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten mit einem spezifischen Fokus auf die Ereignisse in Köln. Ziel ist es, die Rolle der Universitätsleitung, der Studentenschaft sowie die Reaktion der Stadtbevölkerung zu analysieren und zu hinterfragen, ob in Köln eine besondere Situation vorlag.

  • Analyse der reichsweiten Kontextualisierung der nationalsozialistischen Kulturpolitik.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Anpassung und Widerstand an der Universität Köln.
  • Evaluation der propagandistischen Inszenierung im „Westdeutschen Beobachter“.
  • Betrachtung der Wahrnehmung und Wirkung der Ereignisse auf die Kölner Bevölkerung.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Verhandlungen zwischen Universitätsleitung und Studentenschaft

Am 3. Mai äußerte sich Leupold im Bezug auf die Bücherverbrennung mit dem schon erwähnten Argument des nur symbolhaften Gehalts der Aktion. Zudem hatte er mit der Studentenschaft ausgehandelt, dass die Universitätsbibliothek verschont bleiben sollte. So beschloss der Senat, an der Verbrennungsaktion teilzunehmen. Der Jurist Heinrich Lehmann bat Leupold außerdem darum, Einfluss zu nehmen auf die geplante Verlesung der zwölf Thesen, wobei besonders die These: „Der Jude, der deutsch schreibt, lügt.“, dem Juristen zu hart erschien. Leupold gelang es tatsächlich am 4.Mai die Zusicherung vom Propagandaleiter des Nationalsozialistischen Studentenbundes, Hans Wallraf, zu bekommen, keine Thesen bei der Bücherverbrennung zu verlesen. Am 10. Mai wurden Handzettel verteilt mit der Einladung zur „Kundgebung wider den undeutschen Geist“. Angekündigt wurde u.a. eine Rede des Rektors Leupold.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema der Bücherverbrennung und die spezifische Fragestellung der Arbeit bezogen auf die Stadt Köln.

1 Die Bücherverbrennung reichsweit gesehen: Darstellung des reichsweiten Kontextes der Bücherverbrennungen unter Führung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.

2 Das Verhalten der Universität Köln im Zusammenhang mit der Bücherverbrennung: Analyse der Haltung der Universitätsleitung und der Radikalisierungsprozesse innerhalb der Kölner Studentenschaft.

3 Die Kölner Bücherverbrennung: Detaillierte Untersuchung der Abläufe, der Verzögerung der Kölner Aktion und der Verhandlungen zwischen Leitung und Studierenden.

4 Ernst Bertram und die Kölner Bücherverbrennung: Analyse der Haltung des Kölner Literaturhistorikers Ernst Bertram als Exempel für den Konflikt zwischen Anpassung und Distanzierung.

5 Die Darstellung der Bücherverbrennung im „Westdeutschen Beobachter“: Untersuchung der propagandistischen Medienberichterstattung und der religiös anmutenden Inszenierung der Ereignisse.

6 Die Wirkung der Bücherverbrennung auf die Bevölkerung: Auswertung der Rezeption durch die Kölner Bürger am Beispiel persönlicher Zeugnisse.

7 Zusammenfassung: Fazit zur Rolle der Universität als Mitläuferin und Bewertung der verpassten Chancen zum Widerstand.

Schlüsselwörter

Bücherverbrennung, Köln, Nationalsozialismus, Universität Köln, NS-Propaganda, Westdeutscher Beobachter, Gleichschaltung, NS-Regime, Ernst Bertram, Widerstand, Studentenschaft, Kulturpolitik, Symbolische Handlung, Zeitzeugen, Dritte Reich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten im Jahr 1933, wobei der inhaltliche Schwerpunkt auf den spezifischen Ereignissen in der Stadt Köln liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Rolle der Universitätsleitung, die Agitation der Studentenschaft, die propagandistische Darstellung in der Presse sowie die Wahrnehmung des Ereignisses durch die Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuklären, inwieweit die Universität Köln eine besondere Rolle einnahm und warum ein effektiver Widerstand gegen die nationalsozialistische Vereinnahmung ausblieb.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse historischer Dokumente, wie Senatsprotokolle, Zeitungsberichte und persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die reichsweite Einordnung, das Verhalten der Kölner Universität, die konkreten Abläufe der Bücherverbrennung, die widersprüchliche Rolle von Ernst Bertram und die mediale Inszenierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Bücherverbrennung, Köln, Nationalsozialismus, Gleichschaltung, NS-Propaganda, Universität, Widerstand und Zeitgeschichte.

Warum fand die Bücherverbrennung in Köln erst am 17. Mai statt?

Offiziell wurde strömender Regen als Grund genannt, doch der Autor führt dies eher auf Vorbehalte einzelner Professoren und interne Verhandlungen zurück.

Welche Rolle spielte Rektor Leupold?

Leupold versuchte einen Balanceakt zwischen Distanz und Akzeptanz, wurde jedoch von der Dynamik der nationalsozialistischen Gleichschaltung überrollt.

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Details

Title
Bücherverbrennung in Köln 1933
College
University of Cologne  (Historisches Seminar)
Course
Köln im Nationalsozialismus
Grade
2
Author
Peter Lindhorst (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V34739
ISBN (eBook)
9783638348720
ISBN (Book)
9783638648707
Language
German
Tags
Bücherverbrennung Köln Nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Lindhorst (Author), 2003, Bücherverbrennung in Köln 1933, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34739
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