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Das tödliche Gift der Langeweile

Die 1914er und 1999er Generationen im Vergleich anhand von Texten von Ernst Jünger und des popliterarischen Werkes "Tristesse Royale"

Title: Das tödliche Gift der Langeweile

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 26 Pages , Grade: 2

Autor:in: Peter Lindhorst (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem popliterarischen Werk "Tristesse Royale", das 1999 veröffentlicht wurde. Auffällig bei diesem Werk sind dandyeske Züge, die zum Vergleich mit der Vorkriegsgeneration des Ersten Weltkriegs führten und deren Lust am Krieg, die aus einer gewissen Langeweile herzurühren schien. Im Speziellen wird in dieser Arbeit der Vergleich mit Texten Ernst Jüngers vorgenommen, der ein typischer Vertreter eines gewissen Teils dieser 1914er Generation war. Interessanterweise lassen sich trotz aller Unterschiedlichkeit manche Parallelen feststellen, so dass "Tristesse Royale" in einem kritischen Licht betrachtet werden muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Generationsbegriff

1.1 Generation - eine Definition

1.2 Das popliterarische Quintett - Repräsentant einer Generation?

2 Der Vergleich mit 1914 seitens der Popliteraten

2.1 Krieg als Mittel zur Herstellung einer weißen Leinwand

2.2 Krieg als Ausweg aus der Tristesse

2.3 Ironie als bewusste Provokation?

2.4 Die Ausblendung des Politischen

3 Der Vergleich mit der 1914er Generation

3.1 Biographie Ernst Jüngers

3.2 Jüngers Erfahrungen bei Kriegseintritt

3.3 Das Problem der Langeweile

3.3.1. Definition von Langeweile

3.4 Die Vorkriegsstimmung von 1914

3.5 Das Mittel der Distanz

3.6 Ästhetik statt Inhalt

3.7 Reinigung statt politische Ziele

4 Dandyismus

4.1 Der klassische Dandy

4.2 Dandyismus und Konservatismus

4.3 Dandyismus und Finanzen

4.4 Dandyhafte Züge in der “Generation Golf“

4.5 Dandyismus um 1900

5 Der Erste Weltkrieg und die Terroranschläge vom 11. September

6 Zusammenfassung

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Generationenvergleich zwischen der sogenannten "1914er Generation" und den Vertretern der "Generation Golf" (1999) anhand von Ernst Jüngers Schriften und dem popliterarischen Werk "Tristesse Royale". Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Parallelen und Unterschiede im Umgang mit Langeweile, der Suche nach Sinnstiftung und der ästhetisierten Wahrnehmung von Krisen und Kriegen.

  • Vergleichende Analyse des Generationenbegriffs
  • Die Rolle der Langeweile als existenzielle Antriebskraft
  • Krieg als ästhetische Katharsis vs. politische Realität
  • Dandyismus als verbindendes Verhaltensmuster
  • Die Auswirkung von historischen Zäsuren auf den Zeitgeist

Auszug aus dem Buch

3.2 Jüngers Erfahrungen bei Kriegseintritt

Von dem Beginn des Ersten Weltkrieges jedenfalls berichtet Ernst Jünger folgendes:

Wir hatten Hörsäle, Schulbänke und Werktische verlassen und waren in den kurzen Ausbildungswochen zu einem großen, begeisterten Körper zusammengewachsen. Aufgewachsen in einem Zeitalter der Sicherheit, fühlten wir die Sehnsucht nach dem Ungewöhnlichen, nach der großen Gefahr. Die hatte uns der Krieg gebracht wie ein Rausch. In einem Reigen von Blumen waren wir hinausgezogen, in einer trunkenen Stimmung von Rosen und Blut. Der Krieg mußte es uns ja bringen, das Große, Starke, Feierliche. Es schien uns männliche Tat, ein fröhliches Schützengefecht auf blumigen, blutbetauten Wiesen. ´Kein schön´rer Tod ist auf der Welt...´ Ach, nur nicht zu Hause bleiben, nur mitmachen dürfen!

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Vergleichs zwischen der 1914er Generation und den Autoren von "Tristesse Royale" unter Berücksichtigung historischer Zäsuren.

1 Generationsbegriff: Theoretische Herleitung des Generationsbegriffs und kritische Beleuchtung des Repräsentationsanspruchs der Popliteraten.

2 Der Vergleich mit 1914 seitens der Popliteraten: Analyse der Kriegsthese im popliterarischen Werk als Mittel zur Flucht aus der Langeweile.

3 Der Vergleich mit der 1914er Generation: Untersuchung von Jüngers Kriegserlebnissen und der Rolle von Langeweile und Ästhetik im Vergleich zur Gegenwartsliteratur.

4 Dandyismus: Analyse dandyesker Verhaltensweisen und ästhetischer Posen bei den Popliteraten im Vergleich zu historischen Vorbildern.

5 Der Erste Weltkrieg und die Terroranschläge vom 11. September: Reflexion über die unterschiedlichen Auswirkungen historischer Krisenmomente auf den Zeitgeist.

6 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der eklatanten Ähnlichkeiten trotz zeitlicher Distanz.

7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Generationenvergleich, 1914er Generation, Tristesse Royale, Ernst Jünger, Langeweile, Dandyismus, Popliteratur, Erster Weltkrieg, Ästhetik, Zeitgeist, Katharsis, Generation Golf, Kriegsbegeisterung, Sinnlosigkeit, 11. September.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die inhaltlichen und mentalitätsgeschichtlichen Parallelen zwischen zwei Generationen, die ca. 80 Jahre trennt: der Generation von 1914 und der "Generation Golf" um das Jahr 1999.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen den Begriff der Generation, das Phänomen der Langeweile, den Dandyismus als kulturelle Pose sowie den Umgang mit Krieg und gesellschaftlichen Krisen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie beide Gruppen auf die empfundene Sinnlosigkeit und Langeweile ihrer Zeit reagieren und welche Ähnlichkeiten sich in ihrer ästhetisierten Weltsicht finden lassen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um einen literaturwissenschaftlichen und soziologischen Vergleich, der primäre Texte (Jüngers Kriegsschilderungen, "Tristesse Royale") mit einschlägiger Sekundärliteratur zur Mentalitätsgeschichte in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition von Generation, den Vergleich der Kriegswahrnehmung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Dandyismus-Begriff sowie eine Analyse der Auswirkungen von Zäsuren wie dem Ersten Weltkrieg und den Anschlägen vom 11. September.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Langeweile, Dandyismus, Ästhetik, Katharsis und den Generationenvergleich zwischen 1914 und 1999 geprägt.

Inwiefern spielt der Dandyismus eine Rolle bei den fünf Popliteraten?

Der Autor argumentiert, dass das Auftreten und die Haltung der fünf Autoren in "Tristesse Royale" als dandyesk bezeichnet werden kann, da sie eine inszenierte, amoralische Distanz zur Welt einnehmen.

Unterscheiden sich die Reaktionen auf reale Krisen bei den untersuchten Gruppen?

Ja, der Autor stellt fest, dass die 1914er Generation tatsächlich den Krieg suchte, während die zeitgenössischen Popliteraten trotz ihrer rhetorischen Kriegsfantasien eine schützende Distanz wahren und im Ernstfall in ihre gewohnten Lebensmuster zurückkehren.

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Details

Title
Das tödliche Gift der Langeweile
Subtitle
Die 1914er und 1999er Generationen im Vergleich anhand von Texten von Ernst Jünger und des popliterarischen Werkes "Tristesse Royale"
College
University of Cologne  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Course
Gegenwartsliteratur
Grade
2
Author
Peter Lindhorst (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V34742
ISBN (eBook)
9783638348751
ISBN (Book)
9783638648721
Language
German
Tags
Gift Langeweile Gegenwartsliteratur Ernst Jünger
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Lindhorst (Author), 2004, Das tödliche Gift der Langeweile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34742
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