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Geschichte in Film und Fernsehen

Title: Geschichte in Film und Fernsehen

Term Paper , 2000 , 17 Pages , Grade: gut

Autor:in: Hans-Peter Lampen (Author)

Didactics - History
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Einleitung

1.1. Das Thema
Die vorliegende Arbeit soll einen Einblick in die Thematik Geschichte in Film und Fernsehen geben.
Jeden Tag bekommen wir einen Großteil unserer Informationen aus dem Fernsehen. Dieses Medium ist für uns neben Zeitungen und Literatur zu einer wichtigen Wissensvermittlungsinstanz geworden. Dies gilt auch für die Vermittlung von historischem Wissen. Beinahe täglich flimmern Dokumentarfilme, Dokumentarspiele, historische Spielfilme und andere Sendungen mit Bezug zur Geschichte über unsere Bildschirme. Dazu gehören historische sogenannte Sandalenfilme wie z. B. Spartacus genauso wie andere Sendungen, wie z. B. Holocaust, Rote Erde, Hitlers Krieger, die regelmäßig hohe Einschaltquoten erzielen. Das Medium Fernsehen hält verschiedene Spielarten von Sendungen mit geschichtlichem Inhalt für uns bereit.
Geschichtswissen aus dem Fernseher ist für uns bequemer zu bekommen als aus Fachbüchern, können hier doch Unterhaltungs- und Lerneffekt miteinander verknüpft werden. Nur zu gerne sind wir bereit, das für uns mehr oder weniger aufbereitete und oftmals in eine unterhaltsame Handlung verpackte Wissen (oder Nichtwissen) kritiklos zu konsumieren. Mit (oder anstatt) dem vermeintlichen Wissen werden nämlich auch Stereotypen, Klischees, Vorurteile und sogar grobe Verfälschungen vermittelt. Fernsehen und Film sind daher als Medien der Geschichtsdarstellung nicht unumstritten. Die Qualität der Sendungen, hinsichtlich wissenschaftlicher Fundiertheit und Präsentationsstil, variiert in einem starken Maße.
So ist z. B. von einem Preußenfilm aus der Zeit des Nationalsozialismus eine rein objektive Darstellung der Geschichte nicht zu erwarten. Vielmehr ist in diesem Fall eine bewußte Verzerrung der Geschichte nicht auszuschließen, wird dabei doch offensichtlich ein gewisser Propagandazweck verfolgt. Damit bieten Film und Fernsehen auch die Möglichkeit der Manipulation von Meinungen bzw. in diesem Fall von Geschichtsbildern.
Film und Fernsehen stellen nicht nur Geschichte dar, sondern werden auch selbst als Quelle angesehen. Dies gilt besonders für Nachrichtensendungen wie z. B. die Wochenschau oder Sendungen die Ausschnitte aus Wochenschauen o. ä. verwenden.
Damit ergibt sich für diese Arbeit eine inhaltliche Zweidimensionalität. Die eine ist Film und Fernsehen als historische Quelle, die andere Film und Fernsehen als Vermittler von historischem Wissen, gleichsam als erweiterte bzw. audiovisuelle ,,oral history".
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Das Thema

1.2. Film und Fernsehen in der Geschichtsdidaktik

2. Quelle und Medium, ein Problemaufriß

2.1 Film und Fernsehen als historische Quelle

2.2 Film und Fernsehen als Vermittler von Geschichte

3. Die verschiedenen Arten von audiovisueller Geschichtsdarstellung

3.1 Das Filmdokument

3.2. Die historische Quellenkompilation

3.3. Die Dokumentarsendung, die Dokumentarreihe

3.4. Das Dokumentarspiel

3.5. Der Spielfilm

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Film und Fernsehen sowohl als historische Quelle als auch als Medium der Geschichtsvermittlung. Dabei steht die kritische Analyse der Manipulationsmöglichkeiten und die Frage im Zentrum, wie diese Medien gesellschaftliche Geschichtsbilder beeinflussen und in der Geschichtsdidaktik eingesetzt werden können.

  • Film und Fernsehen als historische Quellen und deren Authentizitätsgehalt.
  • Die Funktion von Geschichte für den Menschen (Entlastungs-, Prestige- und Stabilisierungsfunktion).
  • Typologie audiovisueller Geschichtsdarstellungen von der Dokumentation bis zum Spielfilm.
  • Das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Anspruch und marktwirtschaftlich orientierter Unterhaltung.
  • Möglichkeiten und Grenzen der audiovisuellen Wissensvermittlung im Vergleich zum Medium Buch.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Filmdokument

Das Filmdokument ist gekennzeichnet durch ein Minimum an inszenatorischen Elementen. Es kann, von der Zufallsaufnahme abgesehen, für sich somit ein Höchstmaß an Authentizität beanspruchen. Jedoch sind unter dem Begriff Filmdokument verschiedene Formen zusammengefaßt. Dazu zählt das Zeitzeugeninterview ebenso wie die Live-Aufnahme eines historischen Ereignisses oder ein Tagesschaubericht. Dementsprechend ist das gestalterische Moment innerhalb der Gattung Filmdokument bei den erwähnten Unterformen wiederum unterschiedlich groß.

So sind historische Ereignisse oftmals auf die Anwesenheit von Kameras zugeschnitten. Die vor der Kamera Agierenden nutzen dies beispielsweise zur Selbstinszenierung. Ebenso liegt in der Auswahl ein weiteres gestalterisches Moment. So ist die Produktion von Nachrichtensendungen, z. B. Wochenschauen, ebenso von der Jagd auf Sensationen dominiert, wie es bei Zeitungen usw. der Fall ist. Obwohl Filmdokumente in aller Regel Live-Aufnahmen sind, sind gestalterische Möglichkeiten durch Einstellungen, Bildregie usw. vorhanden. Dennoch liegt der Akzent stärker auf der unkommentierten und weitgehend unbearbeiteten 1:1-Übertragung von Bild und Ton.

Weiterhin ist zu hinterfragen, was durch den Film letzten Endes dokumentiert wird. Dies ist wiederum von der Fragestellung abhängig. In diesem weiteren Sinne könnte jede filmische Aufnahme ein Dokument für irgend etwas sein. Insofern ist der Begriff Filmdokument doppeldeutig. Als Kategorie von audiovisueller Geschichtsdarstellung taugt nur das Filmdokument unter erstgenannten Kriterien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der filmischen Geschichtsdarstellung und Erläuterung der Relevanz von Film und Fernsehen als Wissensvermittler sowie historische Quelle.

2. Quelle und Medium, ein Problemaufriß: Untersuchung der Problematik filmischer Authentizität und die Analyse der Funktionen, die Geschichte für das menschliche Individuum erfüllt.

3. Die verschiedenen Arten von audiovisueller Geschichtsdarstellung: Differenzierte Betrachtung verschiedener Gattungen, vom Filmdokument bis hin zum Spielfilm, hinsichtlich ihrer Faktualität und gestalterischen Mittel.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Film und Fernsehen als populärwissenschaftliche Vermittler, die das Buch nicht ersetzen, aber Interesse wecken können, unter Berücksichtigung quellenkritischer Aspekte.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der im Werk verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Geschichtsdidaktik und Medienanalyse.

Schlüsselwörter

Geschichte, Film, Fernsehen, Geschichtsdidaktik, Filmdokument, Spielfilm, Dokumentarspiel, Authentizität, Geschichtsbild, Quellenkritik, Massenmedien, Wissensvermittlung, Identitätsstiftung, Manipulation, Unterhaltungswert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Film und Fernsehen als Medien, die Geschichte sowohl darstellen als auch aktiv vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse von Film und Fernsehen als historische Quellen, ihre Funktion bei der Identitätsbildung sowie ihre Wirkung als Vermittler von historischem Wissen in der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Medien Geschichte aufbereiten, welche Manipulationspotentiale dabei bestehen und wo die Grenzen der audiovisuellen Wissensvermittlung liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer geschichtsdidaktischen Analyse, bei der verschiedene filmische Gattungen in Bezug auf ihren Faktualitätsgrad und ihre inszenatorischen Elemente untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Mediums als Quelle und Vermittler geklärt, bevor verschiedene Gattungen wie Filmdokument, Quellenkompilation, Dokumentarfilm und Spielfilm typologisch eingeordnet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Filmanalyse, Geschichtsbilder, Authentizität, Didaktik, Massenmedien und die kritische Distanz zur inszenierten Vergangenheit.

Warum ist das Filmdokument laut Autor kritisch zu betrachten?

Obwohl es eine hohe Authentizität suggeriert, beinhaltet jedes Filmdokument durch Auswahl, Perspektive und Schnitt gestalterische Momente, die eine objektive Abbildung der Realität einschränken.

Kann der Spielfilm trotz seines fiktiven Charakters als historische Quelle dienen?

Ja, der Spielfilm dient zwar nicht als objektive Quelle für das historische Ereignis selbst, ist aber eine wertvolle Quelle für die Mentalitäten, Ideologien und Gesellschaftsbilder der Zeit, in der der Film produziert wurde.

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Details

Title
Geschichte in Film und Fernsehen
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Didaktik der Geschichte)
Course
Geschichtsdidaktik für Magisterstudiengänge
Grade
gut
Author
Hans-Peter Lampen (Author)
Publication Year
2000
Pages
17
Catalog Number
V3479
ISBN (eBook)
9783638121408
Language
German
Tags
Geschichte Film Fernsehen Geschichtsdidaktik Magisterstudiengänge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hans-Peter Lampen (Author), 2000, Geschichte in Film und Fernsehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3479
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