Musik-Fans als Teil von Jugendkultur am Beispiel der Fans der Band Depeche Mode


Magisterarbeit, 2001
105 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Zum Jugendbegriff
2.2 Zum Begriff Postadoleszenz

3. Jugendkultur
3.1 Zum Begriff Jugendkultur
3.2 Geschichte der Jugendkultur in Deutschland
3.2.1 Jugendkultur 1900 – 1945
3.2.2 Jugendkultur 1945 – heute
3.2.2.1 Beatniks
3.2.2.2 Rocker und Halbstarke
3.2.2.3 Hippies
3.2.2.4 Englische Jugendkulturen: Mods und Teds
3.2.2.5 Punks
3.2.2.6 Skinheads
3.2.2.7 Rap, HipHop, Techno, Rave
3.3 Jugendkultur statt Subkultur
3.4 Die Funktionen von Jugendkultur

4. Pop- und Rockmusik als Jugendkultur
4.1 Zur Terminologie von Rock, Pop und Popular
4.1.1 Pop
4.1.2 Rock
4.1.3 Popular
4.2 Entstehung von Popularmusik
4.3 Ästhetik der Popularmusik
4.4 Funktion von Rock- und Popmusik für Jugendliche

5. Fans
5.1 Zum Fanbegriff
5.2 Verschiedene Fantypen
5.2.1 Fußballfans
5.2.2 Fans von Teenie-Idolen – Das Boygroupphänomen
5.3 Langfristige Bindungen von Fans

6. Untersuchungsgegenstand Depeche Mode
6.1 Kurzbiografie der Band Depeche Mode
6.2 Virtuelle Gemeinschaft: Depeche-Mode-Fans in Deutschland
6.3 Befragung von Depeche-Mode-Fans
6.3.1 Art und Durchführung der Umfrage
6.3.2 Umfrageergebnisse

7. Zusammenfassung und Schlussbemerkung

8. Literatur

9. Anhang

1. Einleitung

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Musik-Fans fällt verhältnismäßig gering aus. Sie ist ein weißer Fleck auf der sozialwissenschaftlichen Landkarte. Ist vom Fan die Rede, wird oft genug ein negativ konnotierter Stereotyp herbeizitiert, der als eine Art kulturindustrielle Marionette hoffnungslos den kapitalistischen und manipulierenden Medienmächten wie Radio, Fernsehen und Jugendzeitschriften ausgeliefert zu sein scheint. Ist von Musik-Fans die Rede, spielen stets Bilder von Boygroups und kreischenden, meist weiblichen Teenagern, eine zentrale Rolle.

Wer vom Fan spricht nimmt sogleich eine zumeist negative Wertung vor. Bei aller Aburteilung dieses Stereotyps bleibt aber ungeklärt, ob Fan-Sein nun individuelle Eigenschaften meint oder eher eine Frage des Alters ist, Ausdruck etwa eines temporären Stadiums psychischer Entwicklung, des Geschlechts oder einer – womöglich schichtspezifischen – Gruppenzugehörigkeit.

Deshalb will ich versuchen zu beantworten, ob Musik-Fans als Teil von Jugendkultur in ihrer Gemeinschaft von Gleichgesinnten eine Möglichkeit suchen, subjektive Missstände der Gesellschaft wie beispielsweise fehlende Solidarität auszugleichen. Oder ist gar das Gegenteil der Fall und Musik-Fans verfügen entgegen aller Vorurteile über eine starke und stabile Identität? Was bringt Jugendliche demnach zur Popmusik und vor allem dazu, sich als Fans zu engagieren?

Um den Antworten auf diese Frage näherzukommen, habe ich eine Befragung von Fans der Gruppe Depeche Mode durchgeführt, die in meinen Augen eines der besten Beispiele für langfristige Bindungen von Fans an Stars sind. Interessant ist für mich dabei die Frage, wie Musik Menschen bzw. Fans begleitet oder ob sie sogar dabei helfen kann, zu einer eigenen Identität zu finden. Hier findet sich die Verbindung von Musik, Fans und Jugendkultur. Die Bedeutung von Popularmusik für Jugendliche und Jugendkultur steht dabei im Vordergrund.

Da ich jedoch den Forschungsgegenstand der Fan- und Jugendkulturen kaum ganz zu erfassen im Stande bin, kann ich nur eine Momentaufnahme dieses weiten Feldes liefern. Es ist nicht möglich, Fans an und für sich zu untersuchen, da es in allen Bereichen des täglichen Lebens Fans von irgendetwas gibt. Selbst im Bereich der Musik ist die Anzahl der Untersuchungsmöglichkeiten unüberschaubar groß, so dass ich mich dafür entschieden habe, Fans einer bestimmten Band herauszufiltern. Kontakte zu weiteren Fans aus anderen Bereichen herzustellen würde sehr viel mehr Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen, als es mir mit dieser Arbeit möglich ist.

Ich erhebe nicht den Anspruch, diese Ergebnisse später zu verallgemeinern. Dennoch erhoffe ich mir ein Ergebnis, das die Tabuisierung und Feminisierung des Fan-Seins zu erklären hilft und gegebenenfalls dazu beitragen kann, Fans von einem Teil der negativen Konnotationen zu befreien.

Zu diesem Zweck ist es notwendig zunächst einige Begriffe zu klären, die einen theoretischen Bezugsrahmen herstellen. In Kapitel 2 soll es deshalb zunächst um das Thema Jugend gehen, da das Fan-Sein im Bereich der Popmusik auf Entwicklungen in dieser Lebensphase beruht oder auf Schlüsselereignisse zurückzuführen ist. Wichtig in diesem Zusammenhang ist vor allem die Entwicklung der Lebensphase Jugend im Verlauf der Jahrhunderte, da sich auch die Bedeutung des Jugendbegriffes verändert hat und die zentrale Bedeutung von Popularmusik für Jugendliche deutlich werden soll.

Popularmusik ist zentrales Element vieler Jugendkulturen. Kapitel 3 ist deswegen ein wichtiger Bestandteil der vorliegenden Arbeit. Hier werde ich mich mit dem Begriff und dem Thema Jugendkultur intensiv auseinander setzen. Jugendliche sind in dieser Zeit oft Teil irgendeiner Jugendkultur, wie auch Musik-Fans zur Jugendkulturen gehören. Selbst wenn sich Jugendliche keiner speziellen Szene zugehörig fühlen, wachsen sie innerhalb der Jugendkultur auf. Diese wird ihnen mittels der Medien, die speziell auf Jugendliche ausgerichtet sind, vermittelt. Der Schwerpunkt liegt dabei in erster Linie auf der Entwicklung der Jugendkultur nach dem Zweiten Weltkrieg. Ich versuche ebenfalls zu klären, welche Funktionen Jugendkulturen für heutige Jugendliche haben. Hierbei soll es um die Frage gehen, ob Jugendkulturen heute sogar als Sozialisationsinstanz anzuerkennen sind.

Im 4. Kapitel ist es notwendig, noch einmal gesondert auf Rock- und Popmusik zu sprechen zu kommen, auch wenn dieses Thema im Zusammenhang mit denen in Kapitel 3 vorgestellten Jugendkulturen immer wieder angeschnitten worden ist. Um aber die Bedeutung von Popularmusik für Jugendliche zu erklären ist es unerlässlich, diese Art der Musik auch theoretisch und historisch zu beleuchten. Nur so kann man den Versuch unternehmen, die Wirkung von Rock- und Popmusik auf Jugendliche zu beschreiben und Anhaltspunkte für die Hilfe bei der Identitätsfindung Jugendlicher sammeln.

Kapitel 5 wird sich dann mit dem Thema Fans befassen. Bei der Literatursuche zu diesem Thema fällt auf, dass es fast nur Untersuchungen und Literatur zum Thema Fußballfans gibt. Leider wird auch allzu oft darauf verzichtet, den Begriff Fan zu definieren. Selbst Lexika, ob wissenschaftlich oder nicht, verzichten nur allzu oft auf diesen Begriff. Zumeist wird man lediglich auf den Stamm des Wortes, den Fanatiker verwiesen. Ob dieser Verweis jedoch zu kurz greift und zu einer Verzerrung des Bildes vom Fan führt, soll Kapitel 5 zeigen. Aus Mangel an Definitionen habe ich deshalb versucht, den Begriff Fan eigens für diese Arbeit zu operationalisieren, so dass ich von vornherein allen gängigen Klischees mit denen Fans behaftet sind zu entgehen versuche. Ich werde den Fanbegriff zu differenzieren versuchen, um den Unterschied zwischen Fußball-, Teenie-Idol- und Musik-Fans als Spezies, die sich über einen langen Zeitraum mit bestimmter Musik befasst, herauszuarbeiten.

Im Anschluss daran, will ich die von mir durchgeführte Umfrage vorstellen. Natürlich werde ich nicht im Stande sein, repräsentative Ergebnisse zu liefern, will und muss ich mich daher auf eine Momentaufnahme des Fanspektrums beschränken.

Da es sich bei den von mir ausgewählten Fans um Fans der Gruppe Depeche Mode handelt, werde ich in Kapitel 6 eine kurze Biografie der Band anbringen und auf die Situation der Fans in Deutschland eingehen. Der letzte Punkt dieses Kapitels soll dann der Auswertung der Ergebnisse vorbehalten bleiben.

In einer Schlussbetrachtung will ich dann meine im Verlauf der Arbeit gewonnenen Kenntnisse darstellen.

2. Theoretische Grundlagen

Im Folgenden werde ich die Begriffe Jugend und Postadoleszenz klären und differenzieren. Dieser theoretische Bezugsrahmen soll im weiteren Verlauf der Arbeit helfen, jugendkulturelle Phänomene oder die Affinität Jugendlicher zur Popularmusik zu verstehen. Jugend und Postadoleszenz stehen meiner Meinung nach in einem unauflöslichen Zusammenhang. Es gibt keine klare Trennlinie zwischen diesen beiden Lebensphasen – sie gehen fließend ineinander über. Trotzdem werde ich versuchen, ihre wesentlichen Merkmale zu klären.

2.1 Zum Jugendbegriff

Der Begriff der Jugend kann, da ist sich die sozialwissenschaftliche Literatur einig, nicht eindeutig bestimmt werden1. Alle Versuche diese Lebensphase auf einen “gemeinsamen Nenner zu bringen, sind von vornherein zum Scheitern verurteilt.”2 Diese Uneinigkeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf die soziologische Fachsprache, sondern gilt ebenso für den alltäglichen Sprachgebrauch3. Der Jugendbegriff ist dynamisch, er verändert sich von Generation zu Generation, ist abhängig von temporären gesellschaftlichen Zuständen. Neben der Zeit spielen auch der Kontext und die Kultur, in der Jugend stattfindet eine Rolle bei der Einordnung dieser Lebensphase in den Lebenslauf des Individuums. Besonders in der letzten Zeit, das heißt seit Ende des Zweiten Weltkrieges, bekommt die Lebensphase Jugend diese Dynamik zu spüren. Die Jahre nach 1945 haben für die Jugendlichen ein hohes Maß an Veränderungen und Neuerungen gebracht.

Einen Versuch, diese Uneinigkeit in der soziologischen Begriffsklärung zu erklären, unternimmt Rogers (1972). Jugend kann somit aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden: Beim Thema Jugend stehen dann körperliche Entwicklung, Jugend als sozio-kulturelle Erscheinung gleichberechtigt nebeneinander genauso wie Jugend als Altersspanne oder Entwicklungsstufe und Jugend als Art zu Leben4. Genau wie Rogers selbst, sehe auch ich Jugend zunächst als einen Prozess.

Für mein erkenntnisleitendes Interesse, u.a. den Einfluss von Popularmusik auf Jugendliche zu verdeutlichen, soll hier später noch der Einfluss der Pop- und Rockmusik eine besondere Rolle spielen. An ihrer Geschichte und Wandlung kann man auch die Umbrüche in der Jugendphase ablesen. Da ich mich in der vorliegenden Arbeit vor allem mit dem mitteleuropäischen und dem angloamerikanischen geprägten Kulturkreis der Nachkriegszeit beschäftige, vor allem eben der Bundesrepublik Deutschland, muss mein Verständnis von Jugend sich diesen Dispositionen unterordnen. Gerade die USA und mit ihr der immense Einfluss der von dort stammenden modernen Musik müssen für mich Anhaltspunkt bei meinem Verständnis von Jugend sein.

Eine hippokratische Ausdifferenzierung in bis zu sieben Phasen der Jugend wie sie Ferchhoff (1999) zitiert, kann für mich deshalb nicht in Frage kommen. Auch die spätmittelalterliche Ausdehnung der Jugendphase bis zum 49. Lebensjahr5 ist für mein Vorhaben nicht sinnvoll. Das Jugendalter selbst ist abhängig von der vorherrschenden Gesellschaftsform. So wird zum Beispiel bei den Naturvölkern die Jugend gänzlich übersprungen. Das Kind wird mit einem Ritus (Initiationsritus) in die Reihen der Erwachsenen aufgenommen, z.B. Mutprobe bei Jungen oder, die weitaus drastischere Variante, die Beschneidung Kinder beiderlei Geschlechts.

Ich möchte mich jedoch von dem in unserem Kulturkreis alltäglichen Sprachgebrauch an den Jugendbegriff annähern und verstehe ihn in erster Linie als Lebensphase zwischen dem Kindsein und dem Erwachsensein. Auch Vertreter der zeitgenössischen Jugendliteratur gehen zunächst von einer solchen Annäherung an den Begriff aus6. Jugend ist eine Phase im Lebenslauf, in der sich die meisten Vorgänge (z.B. biologische, psychologische und soziale) in einer Person in Veränderung befinden, und zwar in einem Übergang von typisch kindlichem zu dem, was als typisch erwachsen angesehen wird. Verschiedene Definitionen von Adoleszenz tragen Verschiedenes zum Verständnis dieser Phase bei. In den verschiedensten Definitionen in der soziologischen Literatur zeigt sich wieder die große Spannweite des Begriffes Jugend und mit ihr auch der Lebensphase Jugend.

Es bleibt vor allem das Ende dieser Lebensphase offen, wobei als Anfang die Geschlechtsreife der Jugendlichen betrachtet werden kann. Schäfers7 nimmt zudem eine In-etwa-Einteilung der Jugendphase vor. In dieser beginnt die Jugend mit der pubertären Phase. In diese Kategorie fallen die 13 bis 18-jährigen Jugendlichen. Ihnen folgen die 18 bis 21-jährigen, die bei Schäfers die nachpubertäre Phase bilden und auch als Heranwachsende bezeichnet werden. Die letzte Jugendphase sind die 21 bis 25-jährigen. Sie sind die jungen Erwachsenen, die jedoch auf Grund ihres “sozialen Status und ihrem Verhalten nach zum großen Teil noch als Jugendliche anzusehen sind.

Ein besonderer Reiz, den diese Lebensphase mit sich bringt, ist wohl auch der Nach-und-nach-Erwerb von Rechten. Einige stehen sogar im alltäglichen Sprachgebrauch nahezu synonym für die Jugendphase. Hierzu gehören z.B. die Möglichkeit, verschiedene Veranstaltungen und Orte (Kneipen, Diskotheken, Kinos, etc.) zu besuchen oder auch die Möglichkeit des Erwerbs aller Führerscheine8. Besonders in ländlichen Gebieten ist ein gewisser Grad an Mobilität Voraussetzung für die Ausgestaltung der Lebensphase Jugend, da nur auf diese Weise an für Jugendliche typischem Leben, wenn es das überhaupt gibt, teilgenommen werden kann.

Wir können also kurz festhalten, dass die Jugendphase in ihren verschiedenen Definitionen doch schwammig bleibt. Konkrete Zeitpunkte des Anfanges und Endes können nicht ausgemacht werden. Im Allgemeinen beginnt Jugend mit der Pubertät und endet etwa um das 25. Lebensjahr.

Nicht nur Schäfers sieht jedoch, dass diese Phaseneinteilung der Lebensphase Jugend keines falls Allgemeingültigkeit besitzt oder unveränderbar ist. Wie auch Ferchhoff9 sieht er besonders in der Überschneidung der beiden letzt genannten Kategorien eine neue Lebensphase der Jugend heranreifen: die Postadoleszenz.

Für mein Verständnis von Jugend soll ab hier gelten, dass ich mich nicht an Altersgrenzen halten möchte, da ich Jugend, wie erwähnt, für sehr dynamisch und sich immer weiter ausdehnend halte. Vor den eigentlichen Beginn der Jugend können heute noch die Kids gesetzt werden, die in ihrem Verhalten (Mediennutzung, Konsumverhalten) kein reines Kindheitsverhalten mehr an den Tag legen, sondern sich schon mehr oder weniger stark an der nächst älteren Generation orientieren. Und auch das Ende dieser Lebensphase wird mit der Postadoleszenz immer vager und schwerer zu bestimmen. Ich sehe Jugend deshalb auch als eine Art der Lebenseinstellung, da ich der Meinung bin, dass Jugendliche sich sehr wohl ihres Jugendlich-Seins bewusst sind, sowohl ihrer Rechte, als auch ihrer Pflichten. Sie sind sich durchaus darüber im Klaren, dass sie sich noch in einem Schonraum befinden. Natürlich ist dieser Schonraum längst nicht mehr das, was er vom Namen her zu sein vorgibt und damit ebenfalls ein Punkt, über den zu sprechen, den Rahmen dieser Arbeit bei weitem sprengen würde. Über den Zeitpunkt, diesen Schonraum zu verlassen entscheiden die Jugendlichen immer häufiger selbst. Diese Phase des Sich-Entscheidens will ich im Folgenden als Postadoleszenz verstehen.

2.2 Zum Begriff Postadoleszenz

Mit diesem Begriff ist eine Verlängerung der Jugendphase gemeint. Diese resultiert zum einen aus längeren Schul- und Ausbildungszeiten der Jugendlichen. Auch folgt nach dem Ende der Schul- oder Berufsausbildung nicht mehr zwangsläufig der Schritt ins Berufsleben, der früher oft mit dem Eintritt in die Erwachsenenwelt gleichgesetzt wurde. Heute stehen den Jugendlichen immer zahlreicher werdende Weiterbildungs- oder Studienangebote zur Verfügung. Diese wahrzunehmen wird von den jugendlichen mehr und mehr verlangt, um einer sich wandelnden Gesellschaft Rechnung zu tragen. Es lässt sich eine Verschiebung des Jugendalters feststellen, die ihr Ende nicht mehr mit dem Erwerb einer Berufsqualifikation erreicht. Lernen und der Erwerb von Qualifikationen sind darüber hinaus nicht länger als jugendspezifisch anzusehen10. Gillis spricht von der Postadoleszenz sogar als “Mündigkeit ohne wirtschaftliche Grundlage”11. Einzuschränken ist diese Sichtweise sicherlich durch den von Ferchhoff ins Spiel gebrachten Begriff des Einkommenspatchwork12. Jugendliche sind neben ihrer Schulausbildung oder dem Studium bemüht, sich durch Neben- und Teilzeitjobs einen höheren Grad an finanzieller Unabhängigkeit von den Eltern zu sichern oder den späteren Einstieg ins Berufsleben vorbereitend zu erleichtern.

Aus diesem Grund gibt Schäfers13 zu bedenken, die Jugendphase nicht irrtümlich nur als eine Übergangsphase zum Erwachsenwerden zu betrachten. Die Literatur weist vielfach darauf hin, dass die Jugend- und Postadoleszenzphase als eigenständige Lebensabschnitte nicht nur zeitlich immer ausgedehnter wird, sondern ebenfalls für das Individuum einer immer zentralere Rolle bekommen. Zum Teil wird dieser Lebensabschnitt sogar künstlich verlängert. Besonders in den alten Bundesländern hat sich eine solche Interpretation von Jugend durchgesetzt. Im Osten waren die Übergänge der Jugendlichen in die Welt der Erwachsenen oftmals noch stärker institutionalisiert (Schule, Ausbildung, Heirat)14. Die Phase der Postadoleszenz wird heute sogar gelegentlich auf Grund von arbeitsmarktpolitischen Zwängen bis zum Vorruhestand verlängert. Ferchhoff spricht in diesem Zusammenhang von “Deklassierungkarrieren”15.

Von Massenmedien und Werbung wird Jugend und vor allem die Phase der Postadoleszenz als eine der erstrebenswertesten Lebensalter und -weisen des Menschen stilisiert.

Festzuhalten bleibt, dass der Begriff der Jugend relativ unscharf gebraucht wird, auch wenn man das Verständnis der reinen Übergangsphase vom Kind zum Erwachsenen mittlerweile überwunden zu haben scheint. Jugendliche sind Heranwachsende, die sich darauf vorbereiten irgendwann selbständig-mündige Erwachsene zu sein16. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, kann man jedoch kaum klar feststellen.

Nach wie vor werden jedoch alle Lebensphasen des Menschen, mehr oder weniger scharf, chronologisch voneinander abgegrenzt. Meiner Meinung nach macht es zumindest keinen Sinn, den Begriff Jugend an rechtlichen Dispositionen festzumachen, wie sie z.B. bei Schäfers nachzulesen sind17. Die Volljährigkeit mit dem Vollenden des 18. Lebensjahres, Wahlmündigkeit oder Prozess- und Deliktfähigkeit sind Rechte und Pflichten, die Jugendliche schon lange vor einem tatsächlichen Abschluss ihrer Jugend haben18. Diesen Zeitpunkt jedoch festzustellen halte ich für nahezu unmöglich. Einen Schnittpunkt im Leben eines Menschen, an dem gesagt werden kann, jetzt erwachsen zu sein gibt es meiner Meinung nach nicht. Ich stütze die Aussage von Horn, der sagt die Jugendphase “franst per definitionem aus”19. Auch frühere Kriterien, wie der Eintritt in das Berufsleben, Heirat oder eine endgültige finanzielle Unabhängigkeit sind keine Indizien mehr für eine Begrenzung der Jugendphase. Viele Verhaltensweisen, Hobbys oder Lebensweisen werden in das Erwachsensein hinüber transportiert und haben noch lange Zeit ihre Gültigkeit. Gerade die Postadoleszenten haben nicht nur meiner Ansicht nach einen großen Einfluss auf die heutigen Jugendkulturen20.

Hier möchte ich mit meiner Arbeit ansetzen, denn mit dem Thema Musik-Fans assoziiert man in erster Linier einmal Jugendliche. Häufig wird dieses Thema belächelt. Etwas verkürzt betrachtet kann man ein solches Verhalten sicherlich auf die Geschichte der männlich dominierten Pop- und Rockmusik-Geschichte zurückführen, angefangen bei Elvis Presley bis hin zu den heute oft diskutierten Boygroup-Phänomenen. Gerade die Vorliebe für eine bestimmte Musik ist in meinen Augen etwas, dass viele Jugendliche auch nach der eigentlichen Jugendphase in ihrem Leben beibehalten. Ein Weg, der zu solchen Präferenzen in der Musikrezeption führen kann und schon immer geführt hat, sind sicherlich die Jugendkulturen, die in der sozialwissenschaftlichen Literatur sehr gut dokumentiert sind.

3. Jugendkultur

Der Begriff Jugendkultur ist wohl mindestens ebenso vielschichtig wie der Jugendbegriff oder die Postadoleszenz. Auch hier wird eine eindeutige Definition nie erreicht werden können, da wir gerade im Moment in einer Zeit Leben, in der sich Jugendkulturen immer weiter ausdifferenzieren, oder wenn man will individualisieren. Nach dem ich im vorangegangenen Kapitel versucht habe, mich dem Jugendbegriff und der Postadoleszenz anzunähern, will ich dies nun auch mit der Jugendkultur tun. Es ist mir jedoch unmöglich, einen kompletten Überblick über dieses Thema zu geben, geschweige denn es gänzlich zu erfassen. Stattdessen werde ich mich auf einen kleinen Ausschnitt der Jugendkulturen konzentrieren, der mir für die Bearbeitung des Themas logisch erscheint, nämlich die mehr oder weniger von Musik inspirierten Jugendkulturen.

Vorab jedoch möchte ich den Begriff Jugendkultur für den weiteren Verlauf der Arbeit klären und auch einen historischen Abriss, mit den, aus soziologischer Sicht, wichtigsten Jugendkulturen geben, ihre Ursprünge und Auslöser ansprechen und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betrachten, unter denen sich Jugendkulturen gebildet haben. Außerdem erscheint es mir wichtig, in Anlehnung an die gängige Literatur zum Thema und gemäß meinen eigenen Definitionen von Jugend bis Jugendkultur, den Begriff Jugendkultur von der Subkulturdiskussion abzugrenzen.

3.1 Zum Begriff Jugendkultur

Jugendkultur ist ständigem Wandel unterlegen, so dass sie auch für die Wissenschaft, wenn überhaupt, nur schwer zu erklären ist. Schröder und Leonhardt (1998) bringen dieses Dilemma der Jugendkulturforschung sehr einfach auf den Punkt: “Sie [die Jugendkulturen] sind immer vielfältiger geworden und unterliegen einem ständigen Wandel. Wenn man glaubt, ihre aktuellen Erscheinungsformen verstanden zu haben, sind sie bereits wieder anders.21 ” Ein weiteres Problem bei der Einordnung und Definition des Begriffs Jugendkultur ist seine Vielfalt. Es gibt eine kaum überschaubare Zahl von Jugendkulturen in der Gesellschaft, die sich selbst vor allem aus dem Selbstverständnis ihrer Szenenzugehörigkeit definieren22. Dieses Selbstverständnis halte ich zwar für immens wichtig, und werde deshalb im Verlauf der Arbeit auch noch vermehrt darauf zu sprechen kommen, doch reicht es nicht aus, um den Begriff der Jugendkultur aus wissenschaftlicher Sicht zu klären.

Das Lexikon zur Soziologie23 schlägt insgesamt sechs Ansätze vor, sich dem Thema Jugendkultur zu nähern. Ein klassischer Ansatz führt die Jugendkultur vor allem auf frühe Gruppierungen wie die Wandervögel zurück. Dabei werden kommerzielle Aspekte nicht berücksichtigt. Hierbei dürfte es sich um einen Ansatz handeln, der heute nicht mehr allzu große Relevanz haben dürfte. Im Gegensatz dazu wird Jugendkultur oft auch als das genaue Gegenteil verstanden, also als Habitus Jugendlicher, der sich vor allem aus der “kommerziellen Verwertung eines gesellschaftlichen Jugend- und Jugendlichkeitsideals”24 speist. Dass gerade diese Betrachtungsweise durchaus richtige Ansätze aufweist, in ihrem abschließenden Urteil jedoch oft viel zu kurz greift, werde ich im Laufe dieser Arbeit noch zu konkretisieren versuchen, da gerade die bei Fuchs-Heinritz zitierten Fan-Phänomene meines Erachtens viel reflektierter mit ihrem Star oder Idol umgehen, als vielfach angenommen.

Einige Soziologen wie z.B. Parsons oder Eisenstadt sehen Jugendkultur stark in altershomogenen Strukturen verhaftet, die den Übergang in die Erwachsenenwelt erleichtern sollen. Diese Ansicht teile ich in Bezug auf Altershomogenität auf Grund der schon zitierten Kids und der Phase der Postadoleszenz nicht.

Gern wird Subkultur auch als bewusste Gegenkultur verstanden, die sich absichtlich von den Werten und Normen der Erwachsenenwelt abgrenzt. In diesem Zusammenhang fallen dann besonders die links- bzw. rechtsextreme motivierten Gruppierungen ins Gewicht und werden mit Jugendkultur gleichgesetzt.

Auch schlägt das Lexikon zur Soziologie einen integrativen Ansatz zur Annäherung an den Jugendkulturbegriff vor, der meiner Ansicht nach jedoch zu viel im Verborgenen lässt und auf den ich hier nicht weiter eingehen möchte.

Coleman hingegen behauptet, Jugendkultur sei eine eigenständige Kultur “als gesellschaftliche Teilkultur neben anderen”25, die auf eine eigene Werte- und Normenwelt zurückgreift. Bei aller Verschiedenheit der einzelnen Jugendkulturen, die in der heutigen Gesellschaft zu beobachten sind, finde ich speziell diesen Ansatz sehr interessant. Hier werden nicht die unterschiedlichen Gruppierungen gegeneinander aufgestellt, sondern der Idee nachgegangen, dass Jugendkulturen trotz aller in ihr verhafteten Subkulturen auf einen gemeinsame Wertekodex zurückgreifen. Nicht nur aus eigener Beobachtung begründend möchte ich sagen, dass diese Theorie äußerst interessant und vielversprechend ist, was das Verhältnis von Gesellschaft und Jugendkultur angeht. Denn allen Jugendlichen gemein ist heute die Basis der Medien als Ausgangspunkt. Hier sehe ich eine Ablösung der Vorbildfunktion des Elternhauses, der Schulen und der Erwachsenen. Was Jugendliche, abgesehen vom Schulstoff und dem was das Elternhaus in primärer Sozialisation vermittelt heute wissen, begründet sich zu einem Großteil aus den ihnen zur Verfügung stehenden Medien. Dies sind heute neben klassischen Medien wie Buch und Zeitung auch immer mehr Radio, Fernsehen und das Internet. Diese Angebote sind global an alle Jugendlichen gerichtet, so dass sich hier eine eigene, wie die von Coleman beschriebene Jugendkultur bildet, aus der heraus dann weitere Teilkulturen entstehen.

Ein Problem bei der Begriffsklärung besteht meiner Ansicht nach darin, dass wissenschaftliche Literatur zum Thema oft zu fern von der beschriebenen Materie ist. So begegnen dem Leser bei der Recherche zum Thema Jugendkultur immer wieder, zumindest in der sozialwissenschaftlichen Literatur, althergebrachte Bilder von Hippies, Beatniks, Provos oder Gammlern. Meiner Meinung nach sind dies jedoch jugendkulturelle Fossile, die zwar für den geschichtlichen Hintergrund unerlässlich, für die heutige Diskussion jedoch nur noch mäßig relevant sind, selbst wenn sie Ursprung der heutigen Jugendkulturen sind. Interessant ist es in diesem Zusammenhang z.B. die Weiterentwicklung der Jugendkulturen zu beobachten, die jedoch oft in den 80er-Jahren innehalten und aktuelle Strömungen nur noch am Rande aufgreifen26. Auf diese Tatsache ist es wohl auch zurückzuführen, dass in der öffentlichen Meinung nicht viel mehr als Schlagworte wie Punk oder Skinhead mit dem Bereich Jugendkultur verknüpft werden. Allenfalls die in den 90er-Jahren stetig gewachsene Technobewegung hat es geschafft, sich einen Platz in den Medien und somit in einer breiteren Öffentlichkeit zu erkämpfen.

Es gibt aber auch Werke, die sich gänzlich der aktuellen Jugendkultur widmen, ohne die Klassiker zu vernachlässigen. So beschreibt Meyer (2000) sehr genau Ursprung und Entwicklung der Technoszene, ausgehend von klassischen Jugendbildern, die bis ins Mittelalter zurückreichen.

Es fällt fast überall, wenn man von den vor allem Ende der 60-er, Anfang der 70er-Jahre eher politisch motivierten Jugendkulturen, die deshalb zumeist auch als so genannte Gegenkultur bezeichnet wurden, einmal absieht, eine starke Affinität der unterschiedlichen Jugendkulturen zur Rock- und Popmusik auf.

Mein Verständnis von Jugendkultur soll daher eine Kombination der beiden Ansätze von Coleman und der oben angesprochenen kommerziellen Verwertung eines gesellschaftlichen Jugend- und Jugendlichkeitsideals sein. In dieser Kombination sehe ich die geeignete und sinnvolle Grundlage im weiteren Verlauf der Arbeit die Musik-Fans als Teil von Jugendkultur darzustellen. Da ich die Verquickung dieser beiden Ansätze, trotz der eingangs erwähnten Kritik, als Produkt und direkte Folge der bisherigen Jugendkulturdebatte sehe, will ich im Folgenden zunächst auf die Entwicklung der Jugendkulturen in der Bundesrepublik Deutschland eingehen. Hier wird auch die zentrale Bedeutung und Verbindung der Aspekte Jugendkultur und Musik von starker Bedeutung sein. Wenn ich im Folgenden von Jugendkulturen spreche, so meine ich damit 1. die Kultur der Jugendlichen in ihrer Gesamtheit, möchte aber trotzdem 2. gelten lassen, dass ich die verschiedenen Jugendgruppierungen mit ihren eigenen jugend- und gruppenspezifischen Werten und Normen als unterschiedliche Jugendkulturen sehe.

3.2 Geschichte der Jugendkultur in Deutschland

In diesem Kapitel möchte ich einen kurzen Überblick über die unterschiedlichen Jugendkulturen in Deutschland vor und dann vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg geben.

3.2.1 Jugendkultur 1900 – 1945

Um Jugendkultur aus heutiger Sicht zu betrachten und zu beurteilen ist es immer noch notwendig, auch ihre historischen Ursprünge zu beachten. Dieser geschichtliche Abriss der deutschen Jugendkulturen soll dazu beitragen, die Ziele dieser Arbeit verstehen zu helfen, nämlich die immense Bedeutung der Jugendkulturen für die Jugendlichen um die Jahrtausendwende. Außerdem will ich darlegen, welche Rolle die Musik im Leben und der Sozialisation der Jugendlichen spielt und welche entscheidende Integrations- und Identifikationsfunktion sie inne hat.

Während die politisch bewegten Jugendkulturen und Protestbewegungen, vor allem die der 60er und 70er-Jahre, sicher in Europa und in der Bundesrepublik Deutschland selbst ihre Auslöser fanden, sind die von mir ins Auge gefassten Jugendkulturen, die ihre Identitäten vorrangig über die Musik und Mode vor allem in den USA verwurzelt27. Hiermit ist natürlich vor allem die Zeit nach 1945 gemeint. Erste Spuren der Jugendkultur lassen sich jedoch auch in Deutschland schon sehr viel früher finden. Am Beginn der Jugendkultur steht unbestritten die Jugendbewegung, allen voran die Wandervögel. Es handelte sich hierbei um eine Gruppe junger Schüler, die mit ihrem Lehrer verschiedene Fahrten und Wanderungen unternahmen. Im Jahr 1901 nannte die Gruppe sich dann selbst “Wandervogel. Ausschuß für Schülerfahrten”28

Bis zu dieser Zeit waren zum Thema Jugend eher pathologisch-medizinische Herangehensweisen bevorzugt29. Selbst die “verstehende Jugendkunde” definierte diese Lebensphase als “jugendbezogene, phasentypische Krisenphänomene”30. Die Wandervögel und ihr folgend auch andere Jugendbewegungen kann man wohl als Keimzelle dessen verstehen, was man heute als Jugendkultur bezeichnet. Den historischen Vorläufern ist auch der Wandel des Jugendbildes zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu verdanken. Erstmals wurde Jugend auch als etwas Positives betrachtet. In dieser Zeit sind bereits erste Anzeichen der weiter oben beschriebenen Postadoleszenz zu finden. So leitet Baacke treffend her, dass durch das zunehmende Interesse an Jugendlichen, hier speziell an jungen Gymnasiasten, die vor allem aus der Mittelschicht stammten, und der Schule als “Chancenzuteilungs-Apparatur”31 mit länger werdenden Ausbildungszeiten auch ein längeres Verweilen im Schonraum Jugend und somit eine gesteigerte Aufmerksamkeit für diese Lebensphase einhergehen.

Die frühen Anfänge von Jugendkultur fanden jedoch noch ohne weibliche Beteiligung statt, da man eine Verwilderung des weiblichen Geschlechts befürchtete. Diese Vorbehalte sind meines Erachtens bis heute noch nicht vollständig entkräftet, da bei Heranwachsenden immer noch ein sehr klassisches Rollenverständnis vorherrscht. Wie sich diese Erziehungsweisen in den nächsten Jahren, oder vielleicht sollte man hier besser von Jahrzehnten sprechen, weiterentwickeln werden, vermag ich aus heutiger Sicht nicht zu beurteilen oder vorauszusagen. Mit dem Jahr 1911 erhielten dann aber auch Mädchen die Erlaubnis zu Wandern und sich Gruppierungen wie den Wandervögeln anzuschließen32. Ab diesem Zeitpunkt konnten somit auch Mädchen als Teil der Jugendkulturforschung betrachtet werden.

Egal ob es aber nur Jungen oder Jungen und Mädchen in einer Jugendgruppe gab, einen ganz besonderen Unterschied zu heutigen Jugendkulturen gab es fast immer: Die meisten Jugendgruppen standen unter der Leitung von Erwachsenen oder aber, was noch häufiger der Fall war, unter der Leitung wenig älterer, die durch ihre oft charismatische Ausstrahlung und ihr vorbildhaftes Verhalten eine Art Erziehungsführerschaft übernahmen33. Beobachtet man Jugendliche heute, so ist dieses Bedürfnis nach einem (älteren) Führer wesentlich weniger ausgeprägt. Eine Tatsache, die mit Sicherheit auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges zurückzuführen ist.

Im Zuge der Wandervogelbewegung wurde der Jugendbegriff also neu besetzt. Jugend begann sich in einem Lebensgefühl zu manifestieren und mit dieser Manifestation wuchsen auch Größe und Anzahl der Jugendkulturen. Die bürgerliche Jugend fand zu einem eigenen Lebensgefühl. Dieses Lebensgefühl richtete sich weder gegen den Staat, noch gegen gesellschaftliche Missstände. Wie auch heutige Jugendkulturen, bildeten sich die ersten Jugendkulturen nicht gegen, sondern in einer Gesellschaft. Gemeinsamkeiten mit heutigen Jugendkulturen zeigen sich auch in anderen Punkten, wie einer gemeinschaftsbildenden Atmosphäre oder einem starken Sinn für Symbolik34.

Das Heranreifen verschiedener Jugendgruppen führte insgesamt zu einer Besserstellung der Jugendlichen in der Gesellschaft. Jugend wurde nicht länger als krisenhafte Lebensphase verstanden, sondern erhielt nach und nach einen festen Platz als Lebensphase, nahezu gleichwertig neben dem Erwachsenenalter und immer öfter galt Jugendlichkeit sogar als erstrebenswert. Nach dem Ersten Weltkrieg machte sich die Anerkennung der Lebensphase Jugend vor allem in der sozialen Besserstellung Jugendlicher bemerkbar. So erfuhren Jugendschutz, Jugendfürsorge, Jugendwohlfahrt und Jugendrecht eine deutliche Aufwertung, die sich u.a. in der Einrichtung jugendspezifischer Ministerien, Behörden und Ämter widerspiegelte35

So bildeten sich im Zuge dieser Aufwertung immer mehr Gruppen heraus, die sich zunächst in relativ unpolitischem Raum bewegten. Wiederum nach dem 1. Weltkrieg und gegen Ende der 20er Jahre gerieten die Jugendgruppen und mit ihnen die Jugendkultur in den “Sog staatlicher, parteilicher, weltanschaulicher, berufsständischer und konfessioneller Massenorganisationen”36. Das bisher recht lockere und ungezwungene Miteinander wich einer Straffung und Hierarchisierung. Auch Kleidung begann sich zu wandeln, so dass ein gewisser Grad an Militarisierung und Uniformierung auch außen hin beobachtbar wurde37. Auffallendstes Beispiel aus dieser Zeit ist wohl die Hitlerjugend, die offen gegen die Weimarer Republik eintrat und keinen Hehl aus ihrer militant-politischen Einstellung machte und diese auch offen zur Schau stellte. Die ursprünglich auslösenden Wandervogelgruppen traten im Zuge dieser Entwicklung mehr und mehr in den Hintergrund. Auch grundlegende Muster wie die musikalische Ausgestaltung der Gruppentreffen musste sich der Martialisierung der Jugendkultur beugen, so wurden statt wie zu Beginn des Jahrhunderts Lauten oder Flöten, gegen Ende der 20er-Jahre immer öfter auch Trommeln eingesetzt, um Männlichkeitsideale und Geschlossenheit zu demonstrieren38.

Für Wyneken war Jugendkultur in ihrem Anfang zunächst ein “Analogon zum Wandervogel”39. Aus dieser Keimzelle der Jugendkulturen bildeten sich nach und nach weitere, auf den Wandervögeln basierende, Jugendgruppen und -kulturen heraus. Mit Beginn der 30er-Jahre und der Machtübernahme Adolf Hitlers hatten die bis dahin vielen unterschiedlichen Jugendkulturen zunächst einmal ihren bis dato erreichten Stellenwert verloren, da ab diesem Zeitpunkt die männliche Hitlerjugend und der Bund Deutscher Mädel (BDM) die Jugendgruppen und damit in gewisser Weise auch die Jugendkultur dominierten. Neu war hier vor allem, dass Jugendkultur fortan staatlich verordnet war. So gehörten Mädchen und Jugend etwa ab dem zehnten Geburtstag automatisch zu den Jungmädeln und zum Jungvolk, bis sie dann etwa mit Beginn des 15. Lebensjahres zum BDM, bzw. zur Hitlerjugend gehörten40. Besonders in den Kriegsjahren erlebte die Jugendkultur in Deutschland ihren Tiefpunkt, u.a. wurden Jugendliche Mitte der 40er-Jahre zum Frontdienst rekrutiert, so dass im Dritten Reich eigentlich keine Rede mehr von Jugendkultur und ihrer freien Entfaltung sein konnte. Dieser Zustand der vorgeschriebenen Entwicklung änderte sich jedoch nach Ende des Krieges schnell. Besonders ins Auge fallen hier die Einflüsse Amerikas auf die Jugendkultur nach 1945.

3.2.2 Jugendkultur 1945 – heute

Orientierten sich die Jugendgruppen vor dem Zweiten Weltkrieg vornehmlich an heimischen und europäischen Werten und Normen und ebensolchen Dichter-, Denker und Ideentraditionen, so ist Jugendkultur nach 1945 vor allem durch amerikanische Einflüsse nachhaltig geprägt worden. Die ersten Jahre nach Kriegsende bis zur Gründung der Bundesrepublik waren jedoch auch für die Jugendlichen geprägt durch ständige Entbehrungen. Von unmittelbare Kriegsfolgen wie Hunger und Armut waren sie nicht ausgenommen. Theodor Litt und Eduard Spranger sprachen von einer Jugend ohne Jugend und von Jugend als suchender und fragender Generation41. Mit ihnen wuchs jedoch wohl auch eine der bemerkenswertesten Generationen heran, denn eine derartige Zäsur in den eigenen Lebensumständen erfuhr keine Generation nach ihnen auch nur annähernd. Sie mussten sich damit abfinden, dass das System, in dem sie unter strikten Regeln groß geworden sind, in einem sehr kurzen Zeitraum komplett zusammenbrach. Sie wuchsen in scheinbar aussichtslosen Lebenssituationen auf: oft ohne männlichen Erziehungsberechtigten, in teilweise stark zerstörten Städten, mit nur wenigen intakt arbeitenden Schulen und in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und damit auch schlechten Zukunftsaussichten42. Schelsky stellte in seiner richtungweisenden Studie über diese Generation erstmals fest, dass hier Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren heranwuchsen, die den Nationalsozialismus eher verdrängt als verarbeitet hatten und die ihre Motivation in erster Linie aus dem beginnenden wirtschaftlichen Wiederaufbau zogen. Weiteres Kennzeichen dieser Generation war auch die verbreitete Entidiologisierung und ein oft nur schwach bis gar nicht ausgeprägtes Interesse für Politik43. Erst durch die Programme und Hilfen der Alliierten konnte diese Generation einen Weg aus dieser schlechten Ausgangsposition finden.

Logische Folge der Leiden und Entbehrungen des Krieges war dann wohl auch die Orientierung der Jugendkulturen an Konsumgütern wie Kleidung und modischen Accessoires sowie das starke Ausrichten der Jugendlichen an Vorbildern aus dem aus den USA auch nach Europa exportierten Rock’n’Roll. Baacke spricht in diesem Zusammenhang sogar von einer Amerikanisierung Europas44 und dürfte damit natürlich Recht haben. Zwar wehrten sich anfangs noch einige Pädagogen gegen die so genannte “Niggermusik”45, es waren jedoch schon bald die Jugendlichen, die auf das Selbstlenken ihrer Geschicke drängten.

Eine der Hauptidentifikationsfiguren für die Teenager in den 50er-Jahren wurde unbestreitbar Elvis Presley. Seine neuartige Art der Musik und sein Tanzstil begeisterten eine ganze Generation. Mit dem Rock’n’Roll wurden auch amerikanische Filme, Mode und Make-up sowie Jazz- und Dixieland-Musik zum Ausdruck des Lebensgefühls der ersten Nachkriegsgeneration. Natürlich entdeckten die Jugendlichen in dieser Zeit nicht ganz von selbst dieses neue, verbindende Lebensgefühl. Es waren vor allem die Radiosender der britischen und amerikanischen Besatzungsmächte, die mit 38 Stationen nachhaltig die Hörgewohnheiten der Jugendlichen zu bestimmen begannen und die neuartige Musik in der jungen Bundesrepublik verbreiteten46.

Nach den Wandervögeln am Anfang des Jahrhunderts begann sich in den 50er-Jahren erneut ein völlig neuer Typus der Jugendkultur zu bilden. Die Grundsteinlegung für diese neue Jugendkultur sehe ich einerseits in der bereits erwähnten Amerikanisierung Europas, die Vorbilder in Mode, Musik und Verhalten lieferte, und dem beginnenden Wirtschaftswunder. Die Tatsache, dass Jugendliche vermehrt wieder Arbeitsplätze und somit auch Kaufkraft hatten, führte in Deutschland zu einem Anstieg der Freizeitangebote für Jugendliche. Dazu gehörten u.a. “Parties mit Musik und Tanz, Kino, Kneipe, Eiscafé, Milchbar, in denen Gleichaltrige relativ unkontrolliert zusammenkamen”47.

In diesen Orten hatten Jugendliche quasi selbst organisierte Räumlichkeiten, in denen sie ihren Idolen nacheifern und ihre neuen Lebensart ausleben konnten. Besondere äußere Kennzeichen dieser Generation waren Petticoat und Pferdeschwanz bei den Mädchen und Elvis-Tolle und schmale Anzüge bei den Jungen48. Waren es in England und Amerika bestimmte Bars oder Kneipen, in denen die Ideale der neuen Jugendkultur transportiert wurden, so übernahmen diese Aufgabe in Deutschland insbesondere Schallplatten, Radio und erste Jugendmagazine49.

In den 60er-Jahren waren es dann zunächst vor allem Bands aus England wie die Beatles oder die Rolling Stones, die den so genannten “Liverpooler Aufbruch”50 auch nach Deutschland brachten. Innerhalb der Jugendkulturen hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits eigene Wertvorstellungen gebildet. Und während eine zweite Rock’n’Roll-Welle die Künstler und die Musik aus den USA weiterhin favorisierte, bildete sich eine erste Gegenkultur, die sich u.a. dadurch auszeichnete, dass sie den mittlerweile allgegenwärtigen Konsum bewusst boykottierte.

Die späteren 60er-Jahre brachten mit der aufkeimenden Hippiebewegung dann wieder vorwiegend amerikanische Idole hervor. Alte Folk-Traditionen und neue Protestbewegungen (z.B. Anti-Vietnam) kreierten Figuren wie Bob Dylan, Joan Baez, The Doors oder Frank Zappa. Inbegriff dieser neuen Musik- und Jugendkultur (“Woodstock-Generation”51 ) wurde das erste Woodstock-Festival. Bezeichnete man sie zunächst als Gammler, kristallisierte sich aus dieser Gegenkultur bald die Hippie- und Flower-Power-Bewegung heraus, die man in Deutschland als Blumenkinder bezeichnete. Ihre Ideale waren vor allem eine bewusstseinserweiternde Musik und ebensolche Drogen52. Zogen sich die zu diesen Jugendkulturen gehörenden Jugendlichen fortan oftmals aus dem als normal geltenden gesellschaftlichen Leben zurück, bildete sich noch eine weitere in ihren Leitbildern politisch motivierte kritische Szene heraus. In ihr fanden Jugendliche höheren Bildungsniveaus ein Forum, um ihren Protest gegen das System und ihre Vision einer besseren Gesellschaft zu artikulieren. Heute kennt man diese Jugendbewegung als 68er Generation. Ihre Galionsfigur war und ist Rudi Dutschke, der maßgeblich an den Studentenprotesten Ende der 60er-Jahre beteiligt war.

Unter Zuhilfenahme der Kritischen Theorie und des Neomarxismus wandte sich die protestierende 68er Bewegung gegen die “sozialen Ungleichheiten und Ideologien sowie die in der Struktur des Gesellschaftssystems (Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Medien, Familie, Kultur, Erotik, Konsum etc.) eingelagerten Zwangs-, Macht- und Herrschaftstrukturen , die eine an der Bedingung der Möglichkeiten gemessene kollektive und zugleich auch individuelle freiheitliche Entwicklung und Selbstbestimmung der Menschen verhinderte”53.

Ihr Ursprung lag logischerweise jedoch nicht erst im Jahre 1968 begründet. Die Wurzeln der ersten deutschen Protestkultur sind bereits Ende der 50er und Anfang der 60er-Jahre zu suchen. Interessanterweise mischen sich zu den fast schon traditionell zu nennenden amerikanischen Einflüssen erstmals auch deutsche. Zu nennen sind hier besonders die Debatte um die Wiederbewaffnung der Bundeswehr aus dem Jahr 1958, die Errichtung des NATO-Bündnisses, der Mauerbau 1961 oder die Spiegel-Affäre als deutsche Einflüsse und die Anti-Vietnam-Bewegung sowie die Bürgerrechtsbewegung gegen Rassendiskriminierung als amerikanische Einflüsse54.

Doch auch diese jugendliche Protestkultur findet eines ihrer entscheidenden Identifikationsmomente in der Musik z.B. der als proletarisch geltenden Rolling Stones oder engagierter Liedermacher wie Bob Dylan oder Donovan55.

Ferchhoff spricht davon, dass diese Jugendkultur später quasi von sich selbst eingeholt worden ist. Protest und Willen zur Veränderung wichen einem “gesellschaftlichen Rückzug zu alltagskultureller Innerlichkeit”56. Zwar waren die aus den 60er-Jahren resultierenden Einstellungen zu ökologisch-alternativer Lebensgestaltung noch immer latent vorhanden, doch mischten sich dazu immer stärker individuelle Ängste vor der Zukunft (Arbeitslosigkeit, atomare Bedrohung). Die Generation der 70er Jahre wurde demzufolge auch als verunsicherte und geschockte Generation bezeichnet57.

Musikalisch äußerte sich die verunsicherte Generation, die mit immer höher werdenden individuellen Anforderungen fertig werden musste, im aggressiven Pogo-Tanz-Stil und in der Punkbewegung, die die Ästhetik des Hässlichen und Schäbigen zur Schau trug. Die Punkbewegung ist wohl die einzige “historische” Jugendkultur, die auch heute noch immer neue Anhänger findet und sich nicht allein selbst am Leben erhält. Sicher nicht mehr so stark wie in den späten 70er-Jahren, sind Punks auch im heutigen Straßenbild noch vorhanden. Allein die Geisteshaltung hat heute nicht mehr die Kraft wie in den 70er-Jahren, so dass man heute eher von Resignation als von Rebellion und offenem Protest sprechen kann. Die immer noch gern zitierten Rockgiganten der späten 70er-Jahre läuteten mit ihrem oft kühlen Bombast-Rock bereits das Lebensgefühl der 80er-Jahre ein: No Future wurde zum Symbol einer ganzen Generation58.

Die 80er-Jahre waren geprägt von der Erkenntnis vieler Jugendlicher, dass es schlicht zu viele von ihnen gab. Jugendarbeitslosigkeit war allgegenwärtig und selbst ein höherer Schulabschluss noch keine Garantie auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz59. In dieser Zeit bildete sich meiner Meinung nach, und u.a. Ferchhoff stützt diese These60 die heutige Ellenbogengesellschaft. Die 1965 bis 1975 geborenen mussten sich gegen ihresgleichen durchsetzten und sich selbst als Konkurrenz sehen, um das eigene Wohl zu maximieren. Von einem ästhetischen Gesichtspunkt her gesehen, bezeichnen Allerbeck und Hoag diese Generation als Yuppie- und Schickimicki-Generation61. Denn trotz ihrer offensichtlichen Schwierigkeiten bei der Gestaltung der eigenen Zukunft, schätzten sie die eigene Lage scheinbar immer positiver ein, als die ihrer Altersgenossen. Sie legten Wert auf ihr Äußeres, auf Stil und Design. Dies manifestierte sich sowohl in ihrer Art der Lebensraumgestaltung als auch in ihren persönlichen Ansichten: Man legte Wert auf eine gute Eigenleistung und traute sich selbst zu, die gestellten Anforderungen, welcher Art auch immer, zu erfüllen. Denn trotz aller Skepsis zeichnete die Jugend der 80er-Jahre ein kühles Kalkül aus. Diese Kühle spiegelte sich dann auch in der Musik wider. Elektronische und synthetische Musik kennzeichnet die 80er-Jahre. In dieser Szenerie begründet finden sich auch die zentralen Objekte dieser Arbeit, die Fans der Band Depeche Mode, wieder. Der so genannte Synthie-Pop und die Klänge der New-Wave-Musik prägten und unterstrichen gleichzeitig die oben angesprochene Kühle.

[...]


1 vgl. hierzu u.a.: Schäfers, 1994, Meyer, 2000, Ferchhoff 1999, Baacke 1999

2 Farin 1997, 309

3 vgl. Schäfers 1994, 29

4 vgl. Olbrich/Todt, 3

5 vgl. Hermsen 1998, 124

6 vgl. Schäfers 1994, 29

7 vgl. ebd. 1994, 30f.

8 vgl. ebd. 1994, 33

9 vgl. Ferchhoff 1999, 69

10 vgl. Meyer 2000, 24

11 vgl. Gillis 1980, 206

12 vgl. Ferchhoff 1999, 69

13 vgl. Schäfers 1994, 31f.

14 vgl. Ferchhoff 1999, 70

15 vgl. ebd., 70

16 vgl. ebd., 70

17 vgl. Schäfers 1994, 33

18 vgl. Ferchhoff 1999, 71

19 Horn 1998, 10

20 vgl. Ferchhoff 1999, 234

21 Schröder/Leonhardt 1998, 11

22 vgl. Baacke 1999, 125

23 vgl. Fuchs-Heinritz u.a. 1995, 321 f.

24 ebd., 321

25 ebd., 321

26 s. hierzu v.a. Baacke 1999

27 vgl. Baacke 1999, 49

28 Schäfers 1994, 60

29 vgl. Ferchhoff 1999, 21

30 ebd., 21

31 vgl. Baacke 1999, 232f.

32 vgl. Ferchhoff 1999, 22

33 vgl. ebd., 23

34 vgl. ebd., 24ff.

35 vgl. Schäfers 1994, 64

36 Ferchhoff 1999., 33

37 vgl. Mitterauer 1986, 227

38 vgl. Peukert 1996, 12f.

39 Wyneken 1919, 30

40 vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 1991, 30

41 vgl. Ferchhoff 1999, 95

42 vgl. ebd., 96

43 vgl. Schelsky 1957, 84

44 vgl. Baacke 1999, 49ff.

45 ebd., 49

46 vgl. ebd., 50

47 Maase 1992, 206

48 vgl. Ferchhoff 1999, 100

49 vgl. Baacke 1999, 9

50 ebd., 50

51 Baacke 1999., 225

52 vgl. Ferchhoff 1999, 101

53 ebd., 102

54 vgl. Baacke 1999, 18

55 vgl. ebd., 21

56 Ferchhoff 1999, 103

57 Sinius-Institut u.a. in: ebd., 103

58 vgl. ebd., 104

59 vgl. ebd., 105

60 vgl. ebd., 107

61 vgl. Allerbeck/Hoag 1985, 148

Ende der Leseprobe aus 105 Seiten

Details

Titel
Musik-Fans als Teil von Jugendkultur am Beispiel der Fans der Band Depeche Mode
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Jahr
2001
Seiten
105
Katalognummer
V34872
ISBN (eBook)
9783638349697
Dateigröße
1180 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musik-Fans, Teil, Jugendkultur, Beispiel, Fans, Band, Depeche, Mode, Techno, Punk, Kultur, Gahan, Gore, Fletcher, Jugend, Jugendliche, Soziologie, Depeche Mode, Musik
Arbeit zitieren
Henning Schmidt (Autor), 2001, Musik-Fans als Teil von Jugendkultur am Beispiel der Fans der Band Depeche Mode, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34872

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