Hörbuch und Hörspiel


Referat (Ausarbeitung), 2004

13 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhalt

1.) Einleitung

2.) Hörbuch
2.1.) Definitionen
2.2.) Angebot
2.3.) Technische Voraussetzungen
2.4.) Aufschwung und Rezeption

3.) Hörspiel
3.1.) Definition
3.2.) Die semiotischen Kommunikationsinstrumente
3.3.) Beteiligte Personen
3.4.) Technische Voraussetzungen
3.5.) Das Neue und das Literarische Hörspiel
3.6.) Konkurrenz und Rezeption

4.) Abschließende Bemerkungen

5.) Literaturverzeichnis

1.) Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den beiden auditiven Medien Hörbuch und Hörspiel. Ich werde Begriffserklärungen beider Termini vornehmen, um auf Eigenheiten der Medien hinzuweisen. In weiterer Folge wird auf technische Voraussetzungen und Grundbedingungen der Entwicklung von Hörbuch und Hörspiel eingegangen. Außerdem wird über die am Produktionsprozess beteiligten Personen (für das Hörspiel nur über den Sprecher) berichtet werden. Auch zum Thema Rezeption und Zuspruch (der sich bei Hörbuch und Hörspiel konträr entwickelt hat) möchte ich einige Bemerkungen machen.

Als Abschluss der Arbeit wird die geringe Beschäftigung von Kritik und Wissenschaft mit den beiden besprochenen Medien behandelt.

2.) Hörbuch

2.1.) Definitionen

In Lexika finden sich kaum Definitionen des Begriffes „Hörbuch“. Zum Beispiel wird im Metzler Lexikon zu Medientheorie und Medienwissenschaften nur unter dem Eintrag „Buch“ vermerkt, dass traditionelle Buchinhalte zunehmend auf Datenträgern verbreitet werden und so dazu beigetragen wird „dem Buch die Vorrangstellung als Medium schriftlicher Kommunikation“[1] zu nehmen.

Allerdings übernehmen Verlage, die Hörbücher produzieren, auf ihren Homepages oft die Klärung des Terminus: Auf der Homepage des HörVerlages zum Beispiel steht, dass ein Hörbuch ein gesprochenes Buch ist, das auf CD oder MC gespeichert und abgespielt werden kann. Es dient zur Unterhaltung, Entspannung, Fortbildung und Information. Es ist „ein Medium des Dialogs, in dem hervorragende, sachkompetente Sprecher und Sprecherinnen stellvertretend für den Autor bzw. die Autorin mit Ihnen ins Gespräch treten.“[2] Außerdem wird auf die enge Verbindung zu Hörspiel Feature, Dokumentation und Lesung hingewiesen.

Natürlich darf nicht vergessen werden, dass solche Definitionen neben der Erklärung eines Begriffes auch der Werbung in eigener Sache dienen. Zum Beispiel würde in einem wissenschaftlichen Text „Autofahren“ kaum als Tätigkeit angegeben, „die nur z. T. mit komplexen Denkvorgänge[n] verknüpft [ist] und Raum für zusätzliche Informationsaufnahme [zulässt]“[3].

2.2.) Angebot

Es gibt viele Angebotsorte von Hörbüchern: Buchhandel, Versandhandel, Bibliotheken, Musikfachhandel, Kaufhäuser, Tankstellen, Supermärkte, Kaffeeketten und selbstverständlich auch das Internet, wo auch meist Hörproben angeboten werden.[4]

Anbieter innerhalb des Buchhandels wären im deutschsprachigen Raum unter anderem das Deutsche Grammophon, Der HörVerlag, der Franz Josef Knape Verlag, Verlag und Studio für Hörbuchproduktionen, der Rowohlt Verlag, der Bertelsmann Verlag, der Carl-Auer-Systeme-Verlag, der con anima Verlag, der Quickborn Verlag und der der Aufbau Verlag.[5]

2.3.) Technische Voraussetzungen

Der Ursprung des Hörbuches ist der „Moment, in dem es das erste Mal gelang, Sprache auf einem Tonträger festzuhalten“[6].

Seine Erfindung ist untrennbar mit der Entwicklung der Tonspeichermedien (Schallplatte, MC, CD und in Zukunft mit Sicherheit vermehrt MP3) verbunden.

Die Schallplatte wurde in den 18080ern erstmals zur Aufzeichnung von Kunst genutzt. Damals entstanden allerdings wenige Sprachaufnahmen, weil nur kurze Speicherzeiten möglich waren: Es wurden kleinere Kabarettnummern und kurze Gedichte aufgezeichnet.[7]

Nach Erfindung der Kassette dauerte es noch eine ganze Weile, bis diese die Schallplatte abgelöst hatte. Denn als die Kassette in den Kinderschuhen steckte, war die Qualität der Schallplatte bereits wesentlich verbessert. Obwohl im Zuge der Qualitätsverbesserung die Anzahl der Sprachaufzeichnungen anstieg, waren sie im Vergleich zu Musikschallplatten noch immer gering vertreten.[8]

Mit dem Umstieg auf die Kassette stand wesentlich mehr Speicherzeit zur Verfügung[9] – eine Sachlage, die sich mit Erfindung und Einsetzung der CD wiederholte.

Mit MC und CD war die Möglichkeit zur Herstellung von Hörbüchern prinzipiell gegeben. Allerdings wurde der Weg zu einer stärkeren Verbreitung von Hörbüchern erst durch den Kassettenrekorder und den Walkman wesentlich gefördert, da man nun zu einem preiswerteren Tonträger mit mehr Speicherkapazität auch über ein preiswertes (preiswerter als der Schallplattenspieler) und noch dazu leicht transportables Abspielgerät verfügt.[10]

2.4.) Aufschwung und Rezeption

Vorlesen war bis ins 19. Jahrhundert ein allgemein üblicher Prozess. Je verbreiteter die Lesefähigkeit war, desto häufiger las man allein. Im Zuge der Verbreitung der Lesefähigkeit wurde Vorlesen immer mehr als notwendige Hilfestellung für Unkundige empfunden und erhielt somit einen negativen Beigeschmack. Ausnahmen waren - und sind nach wie vor - Autorenlesungen. Die heutige Vorlese-Kultur in Veranstaltungen öffentlichen Charakters ist der im Sinne eines Alltagslebens, wie sie in früheren Jahrhunderten üblich war, nicht vergleichbar.[11]

Mit der Entwicklung des Hörbuches beginnt sich seit dem 20. Jahrhundert sehr langsam eine andere Art der Vorlese-Kultur zu etablieren: Lange Zeit hindurch wurden Hörbücher hauptsächlich für Bibliotheken von Blindenverbänden erzeugt. Somit waren sie ausschließlich Hilfsmittel für Menschen, die aufgrund physischer Mängel nicht lesen können.[12]

Ein wesentlicher Grund für die langsame Akzeptanz des Hörbuches bei lesefähigen Menschen sind die hohen Kosten, die aufgrund von kleinen Auflagen entstehen. Außerdem liegt ein weniger individuell geprägtes Angebot vor als im Printmedienbereich, weil man eine Mindestpopularität des Textes benötigt um damit rechnen zu können das jeweilige Produkt abzusetzen.[13]

[...]


[1] Schanze, Helmuth unter Mitarbeit v. Susanne Pütz (Hrsg.): Metzler Lexikon Medientheorie

Medienwissenschaften. Ansätze – Personen - Grundbegriffe. – Stuttgart[u.a.]: Metzler 2002. S. 40.

[2] http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/index_infoszumhoerbuch.asp [14.5. 2004].

[3] http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].

[4] nach http://diplomica.com/db/diplomarbeiten4448.html [14.5. 2004].

[5] nach http://diplomica.com/db/diplomarbeiten4448.html [14.5. 2004].

[6] http://diplomica.com/db/diplomarbeiten4448.html [14.5. 2004].

[7] nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].

[8] nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].

[9] nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].

[10] nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].

[11] nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz.asp [14.5. 2004].

[12] nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz2.asp [14.5. 2004].

[13] nach http://www.hoerbuch.de/deut/verlagsinfo/infoszumhoerbuch/hoerbuch_mehr_als_ein_lektuereersatz4.asp [14.5. 2004].

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Hörbuch und Hörspiel
Hochschule
Universität Wien  (Germanistik)
Veranstaltung
Übung Literatur und Medien
Note
1
Autor
Jahr
2004
Seiten
13
Katalognummer
V34921
ISBN (eBook)
9783638349994
Dateigröße
441 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Referatsausarbeitung gibt Definitionen von Hörspiel und Hörbuch, beschreibt grob die technischen Voraussetzungen und gibt einige Informationen zur Rezeption der beiden Gattungen.
Schlagworte
Hörbuch, Hörspiel, Literatur, Medien
Arbeit zitieren
Sonja Loidl (Autor), 2004, Hörbuch und Hörspiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34921

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