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Ansatz und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten (Intangible Assets) nach HGB und IFRS

Title: Ansatz und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten (Intangible Assets) nach HGB und IFRS

Seminar Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christoph Schöttl-Pichlmaier (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Globalisierung der Kapitalmärkte und die steigende internationale Investmenttätigkeit veranlassen deutsche Großunternehmen, ihre Rechnungslegung immer mehr an internationale Standards auszurichten. Ausländische Investoren sind nämlich nicht in der Lage, Jahresabschlüsse sachgerecht zu interpretieren, wenn diese nach deutschem Bilanzrecht aufgestellt wurden, da sich diese zu sehr an die Interessen der Gläubiger orientieren. Um die Erfolgsaussichten eines Unternehmens realistisch einschätzen zu können, erwarten Investoren, aber auch Kreditgeber, Lieferanten und Kunden international vergleichbare Aussagen über die wirtschaftliche Situation von Unternehmen. Viele deutsche Unternehmen sind deshalb in den vergangenen Jahren dazu übergegangen, ihren Konzernabschluss nach den internationalen

Referenzsystemen International Financial Reporting Standards (IFRS) oder den United States - Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufzustellen. 1

Mit Verabschiedung des Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetzes (KapAEG) in 1998 hatte der deutsche Gesetzgeber börsennotierten Konzernen die Möglichkeit geschaffen, unter bestimmten Voraussetzungen einen befreienden Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen aufzustellen, wodurch für Konzernunternehmen eine Bilanzierung nach einer einheitlichen Rechnungslegung entweder nach IFRS oder US-GAAP geschaffen wurde. Nachdem bei der Wahl der Rechnungslegung bei den Unternehmen anfangs eher die US-GAAP favorisiert wurden, hat sich der Trend eindeutig in Richtung IFRS verschoben, da aufgrund einer im Jahr 2002 erlassenen EU-Verordnung kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet werden, ihre konsolidierten Jahresabschlüsse ab 01.01.2005 nach IFRS zu erstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Bilanzierungsfähigkeit des immateriellen Vermögens

2.1 Ansatzkriterien für immaterielle Vermögensgegenstände nach HGB

2.1.1 Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit

2.1.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit

2.2 Ansatzkriterien immaterieller Vermögenswerte nach IFRS

2.2.1 Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit

2.2.1.1 Identifizierbarkeit

2.2.1.2 Verfügungsmacht

2.2.1.3 Künftiger Wirtschaftlicher Nutzen

2.2.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit

2.2.3 Selbstgeschaffene Immaterielle Vermögenswerte

3 Zugangsbewertung immaterieller Vermögensgegenstände bzw. Vermögenswerte

3.1 Zugangsbewertung nach HGB

3.2 Zugangsbewertung nach IFRS

4 Folgebewertung immaterieller Vermögensgegenstände bzw. Vermögenswerte

4.1 Folgebewertung nach HGB

4.1.1 Planmäßige Abschreibung

4.1.2 Außerplanmäßige Abschreibung

4.2 Folgebewertung nach IFRS

4.2.1 Planmäßige Folgebewertung

4.2.1.1 Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten

4.2.1.2 Neubewertung

4.2.2 Außerplanmäßige Folgebewertung

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der bilanziellen Behandlung von immateriellen Vermögenswerten nach deutschem Handelsrecht (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die verschiedenen Ansätze auf die Bewertung und den Ausweis dieser zunehmend bedeutsamen Werttreiber auswirken.

  • Vergleich der Ansatzkriterien für immaterielle Vermögenswerte nach HGB und IFRS
  • Analyse der Zugangsbewertung und der zu aktivierenden Kosten
  • Untersuchung der Folgebewertung unter Berücksichtigung von planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen
  • Diskussion von Interpretationsspielräumen bei selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerten
  • Beurteilung der Aussagekraft der Konzernrechnungslegung im Hinblick auf moderne Dienstleistungsunternehmen

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Selbstgeschaffene Immaterielle Vermögenswerte

Entgegen dem allgemeinen Ansatzverbot selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände im HGB, wird nach IFRS eine deutlichere Differenzierung immaterieller Vermögenswerte vorgenommen. Zunächst werden explizit Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten, Gründungs- und Anlaufkosten, Aus- und Weiterbildungskosten, Werbefeldzüge und Maßnahmen zur Verkaufsförderung sowie Verlagerungs- und Reorganisationskosten genannt, welche von der Aktivierung ausgeschlossen werden. Hinsichtlich der übrigen selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte wird der Entstehungsprozess in eine Forschungs- und Entwicklungsphase aufgeteilt. Die Forschungsphase entspricht dabei der eigenständigen und planmäßigen Suche mit der Aussicht, zu neuen wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen zu gelangen (IAS 38.8). Die Aufwendungen in der Forschungsphase unterliegen einem Aktivierungsverbot, da der zukünftige Nutzen der Forschung nicht bewiesen werden kann. Sie sind deshalb aufwandswirksam zu erfassen. Die Entwicklungsphase dagegen ist geprägt durch die Anwendung von Forschungsergebnissen oder anderem Wissen mit dem konkreten Ziel der Neuschaffung oder Verbesserung von Produkten oder Verfahren (IAS 38.8), wie es z. B. bei Prototypen oder Modellen der Fall ist. Diese Entwicklungsaufwendungen sind nach IAS 38.45 zu aktivieren, wenn kumulativ folgende Nachweise erbracht werden können:

Das Entwicklungsprojekt ist technisch realisierbar

Das Unternehmen hat die konkrete Absicht, den immateriellen Vermögenswert auch fertig zu stellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen

Das Unternehmen ist in der Lage, den immateriellen Vermögenswert wirtschaftlich zu nutzen bzw. zu vermarkten

Die Art und Weise, wie der Vermögenswert einen Nutzenzufluss erzeugen wird, kann nachgewiesen werden, z. B. vorhandene Absatzmärkte

Es sind ausreichende Ressourcen vorhanden, um den Vermögenswert fertig zu stellen und zu vermarkten oder zu nutzen

Die dem Vermögenswert zuzurechnenden Ausgaben während der Entwicklung können zuverlässig gemessen werden

Werden diese Nachweise nicht erbracht, müssen die angefallenen Ausgaben als Aufwand erfasst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Erläutert den Trend zur Anwendung internationaler Standards durch deutsche Großunternehmen aufgrund der Globalisierung der Kapitalmärkte.

2 Bilanzierungsfähigkeit des immateriellen Vermögens: Untersucht die Kriterien zur Aktivierung immaterieller Vermögenswerte nach den Regeln des HGB und der IFRS.

3 Zugangsbewertung immaterieller Vermögensgegenstände bzw. Vermögenswerte: Vergleicht die Bewertungsgrundsätze bei Erwerb oder Herstellung von immateriellen Werten.

4 Folgebewertung immaterieller Vermögensgegenstände bzw. Vermögenswerte: Behandelt die planmäßige und außerplanmäßige Abschreibung sowie Bewertungsmethoden wie das Impairment-Modell.

5 Schlussbetrachtung: Führt ein Fazit zum Vergleich zwischen HGB und IFRS unter Berücksichtigung von Bilanzpolitik und Interpretationsspielräumen aus.

Schlüsselwörter

Immaterielle Vermögenswerte, Intangible Assets, HGB, IFRS, Bilanzierung, Zugangsbewertung, Folgebewertung, IAS 38, Aktivierung, Forschungsphase, Entwicklungsphase, Impairment-Test, beizulegender Zeitwert, Fair Value, Bilanzpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Vergleich der Bilanzierung und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten nach deutschem Handelsrecht (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Ansatzkriterien, der Zugangsbewertung sowie der planmäßigen und außerplanmäßigen Folgebewertung dieser Vermögenswerte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede der Regelungen aufzuzeigen und zu analysieren, wie Unternehmen durch die Wahl der Rechnungslegung beeinflusst werden, insbesondere im Kontext einer modernen Dienstleistungsgesellschaft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende wissenschaftliche Literaturanalyse, die einschlägige Gesetze, Standards (IAS 38, IAS 36) und Fachliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Bilanzierungsfähigkeit, die Bewertung beim Zugang sowie die Werthaltigkeit und Abschreibung im Zeitverlauf detailliert gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Immaterielle Vermögenswerte, IAS 38, HGB, IFRS, Aktivierungsverbot und Impairment-Test.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Forschung und Entwicklung nach IFRS so kritisch?

Da Forschungsaufwand sofort als Aufwand erfasst werden muss, während Entwicklungskosten unter bestimmten Voraussetzungen aktiviert werden dürfen, entstehen für Unternehmen Spielräume, das ausgewiesene Ergebnis durch die Zuordnung zu beeinflussen.

Was ist die Voraussetzung für eine Neubewertung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS?

Eine Neubewertung ist nur zulässig, wenn ein aktiver Markt für die entsprechenden Vermögenswerte existiert, was bei den meisten immateriellen Gütern jedoch nur selten der Fall ist.

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Details

Title
Ansatz und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten (Intangible Assets) nach HGB und IFRS
College
University of Applied Sciences Rosenheim
Course
Seminar zu Steuern, Wirtschaftsprüfung und Controlling
Grade
1,0
Author
Christoph Schöttl-Pichlmaier (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V34946
ISBN (eBook)
9783638350198
Language
German
Tags
Ansatz Bewertung Vermögenswerten Assets) IFRS Seminar Steuern Wirtschaftsprüfung Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Schöttl-Pichlmaier (Author), 2004, Ansatz und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten (Intangible Assets) nach HGB und IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34946
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