Die Partikulogie - Grundlage für die Psychotherapie - Band 2


Fachbuch, 2005
31 Seiten

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1.Über den Autor

2. Die drei partikulogischen Prozesse
2.1. Erklärungen
2.2 Der erste partikulogische Prozeß
2.2.1. Die Persönlichkeitsskalen nach David Leitha
a) Unterschiedliche Denkstile im Umgang mit der Welt (ein interkultureller Vergleich)
b) Was unter "Denkstilen" bis zu den neuen Ansätzen von Leitha und Ehlers verstanden wurde
2.2.2. Das Globusmodell
a) Zusätzlicher Bericht über Korrelate von Denkmodellen aus unterschiedlichen geschichtlichen Epochen
2.3.Der zweite partikulogische Prozeß:
Voraussetzungen für das partikulogische Arbeitsbündnis zwischen dem Psychotherapeut und dem Patient zur Durchführung einer Psychotherapie
2.4.Der dritte partikulogische Prozeß:
Die Psychotherapie
a) Entwicklung der Psychotherapie in Österreich
b) Die verschiedenen Psychotherapie-Schulen

3. Intellektuelle Strömungen und Entwicklungen verschiedener Psychologie - Auffassungen als Beitrag zum Aufbau der Partikulogie
3.1. Versuch, die kulturhistorische Psychologie der Humanistischen Psychologie zuzuordnen

4. Literaturverzeichnis

1. Über den Autor:

1989 - 1990 Gründungsmitglied des musiktherapeutisch orientierten Zirkels „Son - Of – Man“, einer Anlaufstelle für Drogen-, Alkohol- und Tablettensüchtige

1990 Ehrenamtlicher Mitarbeiter an einer „Strukturverschiebung in der Jugend- und Sozialpolitik der Stadt Wien“ (Zitat Nemeth im Jugendarbeitsamt der AMV Österreich). Erstellung des Konzepts „Arbeitsvorbereitung für suchtgefährdete Jugendliche“

1991 Gründungsmitglied beim Verein "Kunstvision – Verein zur Schaffung von unabhängigen Kunsthäusern und Veranstaltungsmöglichkeiten“, der maltherapeutisch orientiert war.

1991 - 1992 Betreuung von iranischen Flüchtlingen b. Iranian Christians International, Inc.

1993 - 1995 Wohnungs- und Krankenhausbesuche bei psychisch kranken Menschen (manisch-depressiv, schizophren, altersdement)

1995 Sekretär im Verein für Sachwalterschaft und Patientenanwaltschaft

2002 Erstellung eines Persönlichkeitsfragebogens ("Die Persönlichkeitsskalen")

2002-2003 Gründung der Studiengemeinschaft der Partikulogen und Herausgabe des 1. Bands im Eigenverlag

2003 Erstellung eines Kreativitätstests ("ABC-Test") und Testung von 30 Testpersonen mit diesem

2004 - Erhebung bei 30 Testperonen mit dem Persönlichkeitsfragebogen

2005 Herausgabe des 2. Bands "Die Partikulogie" im Eigenverlag

Publikationsliste:

Qualitätsmanagement in Kinderbetreuungseinrichtungen (2004):

GRIN Verlag GbR, Theresienstr. 47A, 80333 München (vergriffen)

(jetzt nur noch über Eigenverlag des Autors)

Grundlagen der Qualitätsmessung und -entwicklung in Kindergärten (2004):

- GRIN Verlag GbR, Theresienstr. 47A, 80333 München (2 Einträge) (vergriffen)
- Examicus GmbH & Co. KG, Mainstrasse 37, 63065 Offenbach am Main (2 Einträge) (vergriffen)

(jetzt nur noch über Eigenverlag des Autors)

Anamnese mit einer Mutter, deren Kind Trennungsprobleme bei der morgendlichen Situation im Kindergarten hat, und unter Enuresis inklusive Enkoprersis leidet (2004):

- Examicus GmbH & Co. KG, Mainstrasse 37, D-63065 Offenbach am Main (2 Einträge)

(jetzt nur noch über Eigenverlag des Autors)

Verbale und Zeichnerische Kreativität:

- Examicus GmbH & Co. KG, Mainstrasse 37, 63065 Offenbach am Main (3 Einträge)
- Akademischer Diplomarbeiten Service, Akadip Bouwer & Branahl GbRmbH, Hagedornweg 23 a, 30559 Hannover, Bienenweg 11, 48527 Nordhorn

2. Die drei partikulogischen Prozesse:

2.1. Erklärungen:

Attest, Gutachten, Attestierung: Der Partikuloge macht in seinem Respekt, den er dem Patient erweist, keinen Unterschied mehr zwischen einem Kranken und einem Gesunden. Die Empathie ist grundlegender Bestandteil jedes partikulogischen Prozesses und seiner jeweils in der Partikulogie festgelegten Grundlagen.

Ethnie, Volkszugehörigkeit, Milieuverbundenheit: Dieser Aspekt wird als Bestandteil des partikulogischen Gutachtens dem psychologischen Eignungsgutachten angefügt. Er spielt im ersten partikulogischen Prozeß eine tragende Rolle.

Empathie: Die Partikulogie baut auf der in Kapitel 3 erklärten transkontinentalen geschichtlichen Entwicklung der letzten Jahrzehnte auf, gemäß der es zu einem ähnlichen Fortschreiten in der Psychologie in den USA und in Europa gekommen ist, der Entwicklung aus der Humanistischen Psychologie und der Kulturhistorischen Psychologie heraus. Die Partikulogie verwendet den Begriff "Empathie" im Sinne der Humanistischen Psychologie:

"Die Einfühlung ist ein wichtiges Werkzeug, um verschiedene Ausdrucksformen der menschlichen Erfahrung verstehen zu können. Empathie. (Einfühlung ist notwendig, um die Pluralität der vom Menschen produzierten Bedeutungen zu verstehen.) Speziell wichtig ist sie für das Verständnis von Erfahrungen, die sich voneinander unterscheiden (das "Fremde")."

(Hutterer 2002, S. 23)

2.2. Der erste partikulogische Prozeß:

Drei wesentliche Merkmale der Partikulogie als Arbeitsbasis für den Psychotherapeut, unabhängig von der fachspezifischen Ausprägung, sind

- die Persönlichkeitsskalen nach David Leitha
- das Globusmodell auf der Basis der ethnologischen Perspektiven von Hans Lajta
- der Blickwinkel der jeweiligen epochalen Kultur

Alle drei Merkmale sind zugleich die Eckpfeiler des qualitativen Teils des ersten partikulogischen Prozesses, des eignungsdiagnostischen Attests des Patenten, oder in anderen Worten: der Erstellung eines Psychologischen Gutachtens, erweitert durch partikulogische Erhebungen.

- die Persönlichkeitsskalen, indem die Ausprägung der Persönlichkeit auf die ausgesuchten Qualitäten aus den Bereichen Glaube, Liebe und Hoffnung zurückgehend ein Attest der Persönlichkeit des Patienten ermöglichen
- das Globusmodell, indem auf die in meinem ersten Partikulogie - Band beschriebene Weise die Charakteristika der Ethnie und des Milieus, in welcher/welchem der Patient lebt, mit in den eignungsdiagnostischen Prozeß einbezogen werden
- der Blickwinkel der jeweiligen epochalen Kultur. Der Begriff Kultur wird hier als etwas Typisches für eine geschichtliche Epoche bezeichnet

Der quantitative Teil des ersten partikulogischen Prozesses, der Gutachtenerstellung, ist das leistungsdiagnostische Attest. Hierbei werden mit Leistungstests, zu denen nach partikulogischem Verständnis auch Intelligenzleistungen zählen, die erst in jüngster Zeit durch Pionierarbeit von Howard Gardner als solche anerkannt werden, unter anderem Kreativitätstests, die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Klienten gemessen.

Es folgt nun das erste Merkmal des qualitativen Teils

2.2.1. Die Persönlichkeitsskalen nach David Leitha

Ähnlich dem Globus-Modell ist auch das Pendant zur Typologie im Rahmen der Partikulogie eine vielseitig anwendbare und zukünftig sehr dienliche Austeilungsmethode, denn sie teilt nicht ein, sondern sie teilt die vielen Partikeln eines modernen Menschen in von einem Therapeuten gewünschtem Maß aus. Sie beruht auf der eingangs erklärten gestalttherapeutisch als wertvoll resourcten Dreiheit von Glaube, Liebe und Hoffnung.

Die Partikeln sind die Werte auf den folgenden Skalen: vh-Skala, hu-Skala, stgw-Skala. Jede Skala ist eine Doppelskala.

Die vh-Skala besteht aus den nebeneinander laufenden Teilskalen der horizontal und der vertikal verlaufenden Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Menschen, die man insgesamt als Liebe bezeichnen kann. Im Vertikalen findet man Denkansätze wie: hierarchisch geordnetes Vertrauen und Erbitten (bzw. Verlangen und Fordern), die analytische Bewertung, die Höhe-Tiefe Polarität, etc. Im Horizontalen findet man hingegen Denkansätze wie: anteilsmäßig verteilte Gleichwertigkeit, Synthese aus niveaugleichen Werten, das Enge-Weite-Schema, etc. Wenn es Polaritäten innerhalb der horizontalen bzw. innerhalb der vertikalen Skala gibt (bei „anteilsmäßig verteilter Gleichwertigkeit“ wäre das der große versus dem geringen Anteil, bei „Synthese aus niveaugleichen Werten“ die Häufung versus der Gelockertheit, etc, so sind es Polaritäten mit nicht mehr und nicht weniger Bedeutung als Licht und Schatten. Es muß das eine und das andere geben. Deshalb bezeichne ich den Faktor mit Liebe, der in dieser Skala augedrückt wird.

Die hu-Skala hat ebenfalls ihrer zwei. Die Himmel-Faktoren und die geographischen Faktoren. In ersterer Teilskala spiegelt sich das ganze Umfeld eines Menschen wider, egal ob es augrund seiner Geist-Dominanz (gegenüber Körper oder Seele), oder aufgrund seiner Beeinflußbarkeit durch die geistige Umwelt untersucht wird (der Einflußbereich der Astrologie, die Unterteilung in mehrere Himmeln, der Umwelteinfluß, Eltern, Schule, Milieufaktoren, Kollegialität, etc.). Diese beiden sind wieder nur Licht-Schatten-Variationen. Diese Skala spiegelt die Dimension des Glaubens wieder.

Die stgw-Skala: In diesmal strenger Polarität zueinander stehen die erste und die zweite Teilskala hier. Man findet Zuteilmöglichkeiten wie die Staatsbürgerschaft, die Staatsbürgerschaft der elterlichen Generationen, die Volkszugehörigkeit, die Religion und das Weltbild. Die Polarität besteht aber in einer Skala, die kindliches Denken repräsentiert und in einer zweiten, die für Erwachsene gelten wird. Man kann überall durch den verschwimmenden Übergangsbereich – so etwa hier zwischen Kindheit und Alter ist der von einigen verbindlichen Merkmalen der Biologie abgesehen von Mensch zu Mensch verschieden – eine gewisse Relativität ausmachen.

Für diese Skala scheint mir aber zweckmäßiger, im Gegenteil ein Polarität nicht aus den Augen zu verlieren. Diese Skala ist meiner Meinung nach die bedeutendste für die Verteilung der Partikeln. Was hier zum Vorschein tritt ist die Hoffnung, mit Fundamenten wie: Judentum, Freimaurer, Islam, Roma/Sinti, Animismus, und vieles ur-menschliches mehr.

Wie diese Punkte gibt es in jeder der insgesamt 6 Skalenpunkte, die die Verschiebbarkeit des Zeigers auf der Skala deutlich machen. Durch die Kombination all dieser Punkte oder Partikeln entsteht eine Vielzahl von Typen, die aber deswegen keine „Typen“ mehr sind, weil ihre Zahl mehr Stellen als Nationen, als Regionen und als Menschen auf der Erde hat.

Die vh - Skala

1.Die vh – Skala (Dimension der Liebe)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In einer Untersuchung von Leitha, die 2004 begann und auf den Persönlichkeitsskalen aufbauend, mittels eines speziellen Fragebogens alle Punkte der Subskalen durch den Patienten beantworten läßt, kommt es zur Analyse der Denkstile des Patienten in verschiedenen Themenbereichen.

Eine Fortsetzung der Erforschung von Denkstilen durch die im ersten Teil von "Die Partikulogie" nur theoretisch gebrachten Persönlichkeitsskalen, ist somit angelaufen.

Hier, an dieser Stelle, seien weiters Ergebnisse anderer psychologisch und ethnologisch tätiger Wissenschaftler hervorgehoben, die die unterschiedlichen Denkstile in Bezug auf unterschiedliche Kulturen auf dem Globus betreffen:

a)Unterschiedliche Denkstile im Umgang mit der Welt (ein interkultureller Vergleich)

Im Folgenden sei hier eine in Psychologie HEUTE 2004 abgedruckte Abhandlung von Simon Ehlers widergegeben, die Dr. Dr. Herbert Mück als Website veröffentlichchte:

Viel zu selten machen wir uns im Alltag bewusst, wie unterschiedlich Menschen mit der Welt umgehen. Ein Vergleich zwischen westlichem Denken (Europa, USA) und östlichem Denken (China, Japan) kann dies verdeutlichen. Einen prägnanten Überblick mit zahlreichen Beispielen bietet Simon Ehlers in der Zeitschrift „PSYCHOLOGIE HEUTE“ (Heft 2/2004). Der Autor beginnt mit der Frage: Huhn, Kuh, Gras – welche der Begriffe passen zueinander?“ Wie würde Ihre Antwort lauten? Folgt man Ehlers, dann würden nordamerikanische Kinder vor allem eine Verbindung zwischen „Huhn und Kuh“ sehen, während die Mehrheit chinesischer Kinder eine Verbindung zwischen Kuh und Gras herstellen würde – denn eine Kuh frisst Gras. Offenbar sehen westliche Menschen die Welt als Ansammlung einzelner Objekte, die sich abstrakten Kategorien zuordnen lassen, während östliche Menschen vermehrt auf Zusammenhänge achten und die Beziehungen zwischen Lebewesen und Dingen zur jeweiligen Umwelt herausstellen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Die Partikulogie - Grundlage für die Psychotherapie - Band 2
Hochschule
Universität Wien  (Psychologie)
Veranstaltung
Interuniversitär
Autor
Jahr
2005
Seiten
31
Katalognummer
V34950
ISBN (eBook)
9783638350228
ISBN (Buch)
9783638652841
Dateigröße
536 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dieser 2. Band schildert 3 partikulogische Prozesse in der Beratung und Therapie eines Patienten/Klienten und reiht die Partikulogie als moderne Wissenschaft dort ein, wo auf der Grundlage eines zeitlichen Phänomens eine ähnlichen geschichtliche Entwicklung psychologischer Strömungen in Ost und West stattgefunden hat. Er ist die Frucht einer weitreichenden Palette von Expertenarbeiten aus verschiedenen Wissenschaften, die der Autor als Belege seiner Grundlagenforschung heranziehen konnte.
Schlagworte
Partikulogie, Grundlage, Psychotherapie, Band, Interuniversitär
Arbeit zitieren
David Leitha (Autor), 2005, Die Partikulogie - Grundlage für die Psychotherapie - Band 2, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34950

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