Die beiden Texte, die in dieser Hausarbeit verglichen werden sollen, stammen von Berthold Rittberger und Georg Tsebelis und Xenophon Yataganas.
Berthold Rittberger arbeitet als Prize Research Fellow am Nuffield College (University of Oxford). Sein Artikel „The Creation and Empowerment of the European Parliament“ wurde 2003 im Journal of Common Market Studies (JCMS) veröffentlicht und im Seminar „Demokratie in der Europäischen Union“ im Abschnitt „Ursachen und Folgen des europäischen Regierens“ aufgeführt und besprochen.
Ein Jahr zuvor veröffentlichte das JCMS den Artikel „Veto Players and Decision-making in the EU after Nice: Policy Stability and Bureacratic/ Judicial Discretion“ von Georg Tsebelis, Professor der politischen Wissenschaft an der Universität von Kalifornien (Los Angeles) und Xenophon Yataganas, Berater der Europäischen Kommission.
Bei dem Vergleich geht es um die Fragestellungen der Autoren, die Methoden, die sie angewendet haben und die Ergebnisse, die zum Schluß dargestellt werden sollen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Erkenntnisziel der Autoren
2.1 Was möchten die Autoren herausfinden?
2.2 Wollen die Autoren eine These bestätigen oder widerlegen?
2.3 Ist die Fragestellung für unsere Lernziele relevant
3 Verfahren oder Weg, wie die Autoren ihre Fragestellung verfolgen
3.1 Wie versuchen die Autoren ihre Fragestellung zu lösen?
3.2 Auf welche Daten oder Dokumente stützen sich die Autoren dabei?
3.3 Ist die Methode dem Erkenntnisziel angemessen?
4 Schlussfolgerungen der Autoren
4.1 Was haben die Autoren letztlich in ihren Studien herausgefunden?
4.2 Haben die Autoren der beiden Texte ihre Fragestellungen dabei zufriedenstellend gelöst?
4.3 Inwieweit lassen sich die Schlussfolgerungen kritisieren?
5 Textquellen
6 Internetquellen
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit vergleicht zwei wissenschaftliche Artikel zur Entscheidungsfindung und Machtverteilung in der Europäischen Union, um deren theoretische Ansätze, methodische Vorgehensweisen und zentrale Schlussfolgerungen gegenüberzustellen und kritisch zu bewerten.
- Analyse der Beweggründe für die Machtstärkung des Europäischen Parlaments.
- Untersuchung der Auswirkungen des Vertrags von Nizza auf die Entscheidungsstrukturen der EU.
- Gegenüberstellung der Ansätze von Berthold Rittberger und Tsebelis/Yataganas.
- Kritische Reflexion der methodischen Herangehensweise beider Autoren.
- Erörterung des Demokratiedefizits innerhalb europäischer Institutionen.
Auszug aus dem Buch
2.1 Was möchten die Autoren herausfinden?
Berthold Rittberger beschäftigt sich in seinem Artikel mit der Frage, warum nationale Parlamente/ Regierungen dem Europäischen Parlament immer mehr Macht gegeben haben oder um die Kernfrage aus dem Seminar zu nennen: Warum haben die nationalen Regierungen das Europäische Parlament als zusätzlichen Vetospieler etabliert und kontinuierlich gestärkt – und damit gleichzeitig ihre eigenen Machtpotentiale auf der europäischen Ebene geschwächt?
George Tsebelis und Xenophon Yataganas gehen mit ihrem Artikel auf den Vertrag von Nizza ein. Im Vertrag von Nizza wurde die dreifache Mehrheit als Bedingung für Entscheidungen des Rates vorgestellt:
- qualifizierte Mehrheit
- absolute Mehrheit der Mitgliedsstaaten.
- 62 % der Gesamtbevölkerung der EU-Länder
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der beiden zu vergleichenden Autoren und deren Artikel zum Thema EU-Entscheidungsprozesse und Demokratie.
2 Erkenntnisziel der Autoren: Untersuchung der Fragestellungen und Thesen von Rittberger sowie Tsebelis und Yataganas im Hinblick auf ihre wissenschaftliche Relevanz.
3 Verfahren oder Weg, wie die Autoren ihre Fragestellung verfolgen: Analyse der methodischen Herangehensweise und der verwendeten Datengrundlagen in den beiden untersuchten Artikeln.
4 Schlussfolgerungen der Autoren: Darstellung und kritische Würdigung der von den Autoren gewonnenen Ergebnisse sowie eine Bewertung, inwiefern die Fragestellungen beantwortet wurden.
5 Textquellen: Auflistung der verwendeten Literatur.
6 Internetquellen: Nachweis der genutzten Online-Ressourcen.
Schlüsselwörter
Europäische Union, Europäisches Parlament, Vertrag von Nizza, Vetospieler, Demokratiedefizit, Entscheidungsfindung, Ratsentscheidungen, Politische Institutionen, Gesetzgebung, Machtverteilung, Europäische Kommission, Institutionelle Wahltheorie, Politische Elite, Europawahlen, Politische Stabilität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht zwei politikwissenschaftliche Texte, die sich mit den Machtstrukturen und Entscheidungsprozessen innerhalb der Europäischen Union auseinandersetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Kompetenzen des Europäischen Parlaments, den Auswirkungen des Vertrags von Nizza und der Rolle verschiedener Akteure wie des Rates und der Kommission.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Forschungsfragen der Autoren zu identifizieren, ihre methodische Vorgehensweise zu bewerten und zu prüfen, ob die Schlussfolgerungen den jeweiligen Fragestellungen gerecht werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse von Fachartikeln, bei der theoretische Konzepte und empirische Begründungen der Autoren gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Fragestellungen, die theoretischen Ansätze (wie die Vetospielertheorie), die Methodik sowie die erzielten Ergebnisse und deren Kritikwürdigkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Europäische Union, Vetospieler, Demokratiedefizit, Entscheidungsprozesse und Institutionenlehre.
Wie unterscheidet sich Rittbergers Herangehensweise von der von Tsebelis und Yataganas?
Rittberger nutzt eine historische, theoriegeleitete Perspektive zur Erklärung von Kompetenzverschiebungen, während Tsebelis und Yataganas stärker auf aktuelle politische Analysen der Vertragsänderungen von Nizza fokussieren.
Welche Rolle spielt das Demokratiedefizit in der Argumentation?
Es dient als zentraler Erklärungsfaktor für die Frage, warum Staaten dem Europäischen Parlament Macht abgeben oder welche Probleme bei der demokratischen Legitimation supranationaler Entscheidungen entstehen.
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- Nina Reddemann (Author), 2004, Demokratie in der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34960