Vom Normalmenschen zum Superstar. Zur Rezeption von Casting-Shows


Hausarbeit, 2016

19 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rezeption von Castingshows

3. Die Zielgruppe von Castingshows
3.1 Wie und warum Familien Castingshows rezipieren
3.2 Wie Kinder und Jugendliche Castingshows rezipieren
3.2.1 Stars als Orientierungsfiguren für Kinder und Jugendliche?
3.3 Wie (junge) Erwachsene Castingshows rezipieren

4. Castingshows als kulturelles Angebot für öffentliche Verständigung

Literaturverzeichnis:

1. Einleitung

Mit Shows wie dem „Musikwettbewerb“ des ARD (ab 1952) und dem „Talentschuppen“ des Südwestfunk (1984) begann die langsame Etablierung des Genre „Castingshow“ als Unterformat zum Reality-TV, das damals noch nicht sehr verbreitet war. In den 90ern etablierte sich mit Talk-Shows das Format des Durchschnittsbürgers als Fernsehdarsteller dann vollends. Als Unterhaltung dienen Konfliktsituationen und Probleme aus dem „echten“ Leben, scheinbar alltägliche Begebenheiten, die im Idealfall etwas außerhalb des Regelfalls liegen, damit sie für den normalen Fernsehzuschauer interessant sind. Die eigentliche Normalität des Alltags ist als Fernsehformat uninteressant und nicht geeignet, weil sie für den durchschnittlichen Zuschauer zu sehr alltäglich und zu wenig abwechslungsreich ist. Stattdessen findet beispielsweise bei Gesangs-Castingshows vor Ausstrahlung eine professionelle Auswahl der gezeigten Kandidaten statt. Es werden nur besonders gute oder außergewöhnlich schlechte Kandidaten gezeigt, weil das Zeigen des gewöhnlichen Durchschnittssängers für den Zuschauer nicht interessant ist. Nach Joachim Gottberg heißt es: „Interessant ist demnach nicht der Regelfall, sondern die Besonderheit“[1].

Nach Gottberg ist außerdem wichtig, dass Personen und Themen behandelt werden, die so sehr wie möglich Bezug auf das Leben des Zuschauers nehmen.[2] Wie der Begriff „Castingshow“ schon sagt, findet hier kein klassischer Talentwettbewerb statt, sondern eine Show mit dem Ziel zu unterhalten. Es geht mehr um die auftretenden Personen an sich und weniger um ihr Talent und das Casting an sich. Wie präsentiert die Person sich? Was für Kleidung trägt sie? Wie geht die Person mit Kritik um?

Medienwissenschaftlerin Lüneborg beschreibt Castingshows als „performatives Realitätsfernsehen“.[3] Es wird in die Realität von echten Menschen eingegriffen, es handelt sich nicht um professionelle Schauspieler. Die Teilnehmer werden realen (Stress-)Situationen ausgesetzt und ihnen wird durch Montage und Schnitt ein bestimmter Charakter gegeben, der dem Publikum präsentiert wird. Gräßer und Riffi schreiben: „Der Übergang zu Scripted Reality und Soap ist bei vielen Castingshows fließend“[4]. Besonders offensichtlich ist dieser Übergang zu sehen, wenn es in den Castingshows zu Einspielern kommt, in denen die Teilnehmer Teile ihrer Lebensgeschichte erzählen (sog. „Homestorys“).

Ein wichtiges Element in den meisten aktuellen Castingshows des deutschen Fernsehens ist der Rückkanal in Form von Votings oder Gewinnspielen per SMS oder Telefon. Nach einer Jury-Vorentscheidung obliegt es häufig dem Publikum einen endgültigen Sieger zu kühren.

Castingshows bedienen den Voyeurismus des Publikums. Sowohl Castingshows als auch Realityshows „verwenden Ausschnitte der Wirklichkeit, um mit ihrer Hilfe Geschichten zu inszenieren“[5]. Nach F. Krotz richtet sich Reality-TV an diejenigen „die um ihre Existenz kämpfen bzw. die versuchen, ihren individuellen Aufstieg in der Gesellschaft zu realisieren“[6]. In einer zunehmend leistungsorientierter denkenden Gesellschaft wird diese Gesellschaftsgruppe immer größer und damit auch das Publikum für Reality-TV. Castingshows differenzieren sich durch ihre klare Darstellung der Entwicklung vom normalen Menschen zum Superstar zusätzlich von herkömmlichem Reality-TV. Der Zuschauertraum wird hier Realität.

Gleichzeitig spricht Krotz von „einer ironischen Lesart“[7], die sich an eine Bildungsschicht richtet, in der man sich abgrenzt von der „Unterschicht“ und vom gezeigten Geschehen im Fernsehen distanzieren will. Reality-TV „trägt […] zu einer Spaltung der Gesellschaft bei“[8]. Die Zweitklassengesellschaft findet jetzt auch im medialen Kontext statt. Der thematisch interessierten Bevölkerungsgruppe fehlen zunehmend die Chancen auf einen tatsächlichen Auf-/Ausstieg aus ihrer Situation. Sie schauen Reality-TV aus praktischen Motiven: Wie entkomme ich meiner materiellen und immateriellen Armut?

2. Die Rezeption von Castingshows

Worin unterscheiden sich nun Castingshows vom herkömmlichen TV-Programm, sodass wir sie überhaupt getrennt betrachten können?

Zunächst einmal bricht das Reality-TV und damit auch Castingshows mit einer Art von ästhetischer Darstellung. Das fängt mit der unterschiedlichen Ausdrucks- und Sprechweise von gelernten Schauspielern und Laiendarstellern (Reality-TV) an. Außerdem spiegelt sich ein anderer ästhetischer Anspruch darin wieder, dass die Menschen in Castingshows möglichst natürlich aussehen sollen - also nicht von einem Kosmetik-Team zurechtgemacht (die Casting Show Germany’s Next Topmodel lasse ich hier aus offensichtlichen Gründen außen vor). Die ästhetische Darstellungsform variiert auch dahingehend, dass Teilnehmer und deren Hintergrundgeschichte möglichst dramatisch und emotional inszeniert werden, um so Unterhaltungswert zu generieren.

An zweiter Stelle stehen bei Casting-Sendungen die Werte, an denen die Teilnehmer gemessen werden und die auch der Rezipient (zumindest für den Zeitverlauf der Sendung) übernimmt. Solche Werte können Schönheit, Begabung oder Engagement sein. Daneben gilt es für Teilnehmer von Castingshows meistens zu beweisen, dass sie sich anpassen, Kritik widerspruchlos annehmen und rein leistungs- und gewinnorientiert arbeiten können.

An dritter Stelle findet sich letztlich die Relevanz des Publikums vor dem Fernseher. Das Publikum sieht sich in Castingshows stets mit selbstreflexiven Fragen konfrontiert: Wie würde ich in dieser Situation reagieren? Wie bewerte ich die verschiedenen Teilnehmer? Der Zuschauer zieht sich (oft unbewusst) als Vergleichsobjekt zu den Teilnehmern zu Rate, weil es die naheliegende Möglichkeit ist, deren Handeln zu bewerten.

Als letzten Punkt möchte ich den Kern von Castingshows in den Mittelpunkt stellen: Das Geschehen der Sendung besteht im Prinzip ausschließlich „in der Produktion von Verlieren und Gewinnern“[9] (Krotz, 2011). Dies kann in Form der Überreichung eines Fotos, das einen in die nächste Runde der Show bringt, oder in der vernichtenden Bewertung eines Jury-Mitglieds geschehen. In beiden Fällen trägt die Generierung von Gewinner und Verlierer zur Unterhaltung des Publikums bei: Der Verlierer wird stigmatisiert, sein Verlieren als Scheitern oder als Erreichen seiner Leistungsgrenze dargestellt.

3. Die Zielgruppe von Castingshows

Laut dem Medienkompetenznetzwerk NRW dominieren unter den Castingshows im Jahre 2011 Germany’s Next Topmodel und Deutschland sucht den Superstar. Das Publikum der Shows ist zu zwei Dritteln weiblich[10] (vgl. Statista 2016). Mit Zuschauermarktanteilen von durchschnittlichen 17,2% (2016, Germany’s Next Topmodel, 14-49 Jahre) und 18,8% (2015, The Voice of Germany, 14-49 Jahre) sind Castingshows sehr erfolgreiche TV-Formate. Seit 2000 verdrängt die Castingshow die Soap aus den beliebtesten deutschen TV-Programmen. Maya Götz, Leiterin des IZI sagt: „Castingshow-Helden sind gefühlsmäßig näher dran an den Zuschauern, sie bieten ein größeres Identifikationspotenzial und damit den besseren Gesprächsstoff“ (Seiler, 2011)[11]. In vielen Castingshows hat der Teilnehmer die Show selbst bereits lange Zeit verfolgt und berichtet in den sog. „Homestorys“ davon, seinen Traum erreicht zu haben, endlich selbst dabei zu sein. Der Konsument wird hier zum Akteur, „die Kernzielgruppe gestaltet ihr Programm selbst“ (Weihser, 2011)[12]. Castingshows werden im Gegensatz zu anderen TV-Programmen oft auch in Gemeinschaft genossen.

Nach Ute Biernat (Produzentin von Deutschland sucht den Superstar) spielen beim Rezipieren von Castingshows „Emotionen […] eine ganz große Rolle: die Lust am Lachen, Schadenfreude, Humor, aber auch Mitgefühl, wenn jemand eine traurige Geschichte erzählt“[13]. Aus der Kategorie Menschen, die aufgrund eines ausgelösten Affekts eine Fernsehsendung gerne schauen, fallen nur wenige Menschen heraus. Deshalb ist die Zielgruppe von Castingshows eine sehr große und gleichzeitig sehr breit gefächerte. Im Folgenden setze ich mich damit auseinander, warum diese unterschiedlichen Zielgruppen Castingshows schauen und was sie aus ihrer Rezeption mitnehmen.

3.1 Wie und warum Familien Castingshows rezipieren

Bei einem Fernsehen, „das kaum mehr zielgruppenübergreifende Sendungen beinhaltet“[14], bieten Castingshows Inhalt für die ganze Familie. Insbesondere bildungsstarke Familien rezipieren gemeinsam, bildungsschwächere Familien bleiben hingegen eher bei der individuellen Rezeption (vgl. Schwarz, 2006). Das gemeinschaftliche Schauen einer Castingshow ist vergleichbar mit einem familiären Ritual wie dem gemeinsamen Essen. Das gemeinsame Schauen dient dem Gemeinschaftsgefühl, hilft als Ruhepol in Krisensituationen und ignoriert die Generationen- und Geschlechtsdifferenz. Oft wird die Sendung jedoch von unterschiedlichen Familienmitgliedern aus unterschiedlichen Gründen rezipiert. In einer Studie (Schwarz, 2006) schauten beispielsweise Mutter und Tochter gemeinsam eine Castingshow. Die Mutter, weil sie mit der Tochter den gemeinsamen Abend vor dem Fernseher schätzte, die Tochter (acht Jahre alt), weil sie die Show an sich gut fand und die weiblichen Teilnehmer als Orientierungsmuster verstand. In der gleichen Studie ist auch eine Erziehung des Kindes in gesellschaftlichem Kontext erkennbar. Die Mutter unterstützt aktiv wenn das Kind fair entscheidet, konstruktive Kritik äußert oder sich aus klaren Gründen für einen Teilnehmer ausspricht.

In mehreren der an der Studie teilnehmenden Familien wurde außerdem der gemeinsame Fernsehabend auch zum Ausleben von körperlichem Beisammensein genutzt (eine Decke teilen, aneinander Kuscheln etc.).

In einer teilnehmenden Familie, in der nur die vier weiblichen Familienmitglieder die Sendung sahen (Mutter, drei Töchter), wurde sich außerdem aktiv ausgetauscht über den Sendungsinhalt, die Kandidaten wurden mit Spitznamen versehen (ein kreativ-aktives Eingreifen in die Sendung) und es erfolgte so eine hohe Aneignung des Medientextes. Außerdem dienen diese interfamiliären gemeinsamen Fernsehabende auch dem Gleichstellungsgefühl insbesondere der Kinder. „Mutter und Kind stehen beim Lästern auf einer Ebene und teilen dieselbe kritische Lesart der Sendung“[15]. Kinder verlassen in der Kommunikation häufig auch den inhaltlichen Aspekt der Sendung und ziehen Vergleiche zum realen Leben: Teilnehmer werden beispielsweise mit Freunden und Bekannten verglichen.

Über das familiäre Anschauen hinaus geht der Castingshow-Abend, wenn zusätzlich zu den Familienmitgliedern noch diverse Freunde eingeladen werden. Insbesondere Shows wie Germany’s Next Topmodel werden oft gemeinsam in Gruppen Gleichaltriger rezipiert und zur Auseinandersetzung mit der Peer-Group genutzt. Es wird sich hier mehr auf Meinungen geeinigt, als wirklich diskutiert. (Schönheits)Ideale werden festgelegt, Charaktermerkmale als gut oder schlecht eingestuft und so ein peergroupinternes Wertesystem geschaffen.

All diese zuvor genannten Eigenschaften beziehen sich insbesondere auf bildungsstarke Familien (hier definiert durch eine analytische Trennung basierend auf dem Willen zu Weiterbildung und Akkumulation von Wissen).

In den untersuchten bildungsschwachen Familien verfügte beinahe jedes Familienmitglied über ein eigenes Fernsehgerät. In Schwarz‘ Studie dient „die Fernsehrezeption […] eher dazu, sich voneinander abzugrenzen“ (Schwarz, 2006). Die Familienmitglieder schauen gelegentlich die Show zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Geräten. Hier dominiert der individuell rezipierende Zuschauertyp. Außerdem steht die Sendung im Mittelpunkt, nicht das gemeinschaftliche Familienerlebnis mit Diskussion und körperlicher Nähe. Mit dem niedrigen Bildungsniveau einher geht hier ein geringeres Interesse der einzelnen Familienmitglieder aneinander.

3.2 Wie Kinder und Jugendliche Castingshows rezipieren

Jugendliche rezipieren Castingshows häufig anders als Erwachsene. Nach Hackenberg (2011) steht für die Jugendlichen eher der Kandidat im Zentrum des Interesses, als die Jury-Mitglieder. Das Marktforschungsinstitut inconkids & youth hat Im Jahr 2009 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 19 Jahren befragt, warum sie Germany’s Next Topmodel schauen: 77% der Befragten gaben an, dass sie sich Mitfreuen, wenn die Lieblingskandidation gut abgeschnitten hat, 76% gaben an sie fänden es gut zu verfolgen, wie aus ganz normalen Mädchen Models werden (vgl. Statista 2016).[16] Für Jugendliche befinden sich die Teilnehmer in einer Art gleichberechtigten Perspektive, aus der heraus sie bewertet und mit dem Rezipienten verglichen werden können.[17]

Obwohl Castingshows ein immer wieder umstrittenes Thema sind, beweisen Jugendliche heutzutage immerhin dahingehend ein medienkompetentes Verhalten, als dass sie sich im Klaren darüber sind, dass es formatspezifische Veränderungen von Szenen gibt und dass Situationen bewusst inszeniert werden.

Eine Studie mit 1230 Kindern und Jugendlichen, durchgeführt vom IZI (Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen), ergab jedoch, dass rund 72% glauben, dass die Teilnahme an einer Castingshow die größte Chancen im Leben sei. Über die Hälfte der Beteiligten war außerdem der Meinung, die Teilnehmer würden immer gerecht behandelt werden und es gehe ihnen nach der Castingshow „richtig gut“.[18]

Das IZI analysierte im Jahre 2009 das Nutzungsverhalten der 12- bis 17-Jährigen im Hinblick auf Castingshows.[19] Mit bis zu 62% Marktanteil sind Castingshows bei Jugendlichen im Trend, aber warum? Die Studie fokussierte sich auf die beiden größten Formate des deutschen Fernsehens: Deutschland sucht den Superstar und Germany’s Next Topmodel.

Der überwiegende Anteil der Antworten spiegelt eine rein konsumierende Absicht wider. Die Jugendlichen schauen GNTM, weil sie die Mädchen schön und ihre Fotos toll finden. Bei beiden Castingshows war den Jugendlichen das Freuen über das Weiterkommen von Lieblingskandidaten sehr wichtig.

Die Identifikation mit den Kandidaten ist für den Rezeptionsprozess bei Jugendlichen von großer Bedeutung. Die Kandidaten sind meist etwas älter als die befragte Zielgruppe. Sie streben nach einem sehr gut bezahlten Job, nach Erfolg, müssen sich Herausforderungen stellen und werden ständig und streng beurteilt. All dies sind auch klassische Erfahrungswerte der befragten Altersgruppe, auch wenn sie diese in anderem Rahmen erfahren. Auf diese Weise wird eine starke emotionale Beziehung zwischen Rezipienten und Teilnehmern aufgebaut. Außerdem sorgt die Abstraktion der Erfahrungswerte (eine Castingshow namens „Deutschland sucht den besten Schüler“ wäre wenig erfolgreich) dafür, dass Jugendliche die Sendung schauen, ohne sich selbst zu stark in ihrer alltäglichen Leistungsfähigkeit reflektieren zu müssen. Nach Götz und Gather bauen Jugendliche sogenannte „parasoziale Beziehungen“[20] zu den Kandidaten auf. Sie werden für den Verlauf der Sendungen zu parasozialen Freunden, mit denen sie sich (wie mit echten Freunden) mitfreuen und mitleiden. Durch Selbstreflektion findet jedoch auch eine Abgrenzung von den Kandidaten statt, wenn sie etwas anders (oder falsch) machen, als der Rezipient es getan hätte. Insbesondere Castingshows wie Germany’s Next Topmodel sind in der Kommunikation unter den Rezipienten Paradebeispiele für die Definition von Wertesystemen und persönlichen Grenzen. Wer hat beispielsweise Verständnis dafür, dass das Nacktshooting nicht mitgemacht wurde? Wer würde es, um in der Sendung bleiben zu dürfen, dennoch tun?

Die Einschaltquote von Jugendlichen bei Castingshows ist jedoch nicht nur wegen empathischer Motive so hoch. Ein großer Teil der Jugendlichen gab in der Studie des IZI an, dass sie die Shows für Realität halten. Zwar erkennen die Jugendlichen kommerzielle Absichten in Form von Produktplatzierungen, Werbeeinspielungen und Gewinnspielen, doch sie gehen davon aus, dass die Teilnehmer auf eine Profikarriere vorbereitet werden und die sogenannten „Challenges“ dazu beitragen sollen. In der befragten Altersgruppe deutete sich nur in Ausnahmefällen eine medienkritische Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Realitätsgehalt der Sendung an.

Eine ansatzweise medienkompetente Haltung ist jedoch zu erkennen, wenn Jugendliche Kritik an den Shows äußern sollen. Negativ beurteilt werden vor allem die subjektiven Auswahlkriterien der Jury und die starke Dramatisierung der Show. Auch dass man von den Gewinnern der Shows kurze Zeit später nichts mehr hört, nehmen die Jugendlichen wahr.

Bei den DSDS-Rezipienten gehört das „Ablästern“ zum Gespräch über die Sendung unabdingbar dazu. Von den Befragten gaben dies 86% an.

[...]


[1] D. Hajok, O. Selg, A. Hackenberg. 2012. Auf Augenhöhe? Rezeption von Castingshows und Coachingsendungen,. uvk. München, S.10

[2] ebd.

[3] M. Lüneborg, 2011. Skandalisierung als Geschäftsmodell: Tabubrüche im Reality-TV, In: tv diskurs, 15, 2/2011 (Ausgabe 56), S. 76-81

[4] D. Hajok, O. Selg, A. Hackenberg. 2012. Auf Augenhöhe? Rezeption von Castingshows und Coachingsendungen,. uvk. München, S. 20

[5] ebd.

[6] F. Krotz 2012. Auf Augenhöhe? Rezeption von Castingshows und Coachingsendungen,. uvk. München, S.77

[7] ebd.

[8] ebd.

[9] F. Krotz 2012. Auf Augenhöhe? Rezeption von Castingshows und Coachingsendungen,. uvk. München, S.77

[10] IfD Allensbach, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/291182/umfrage/umfrage-in-deutschland-zu-den-beliebtesten-fernsehformaten-nach-geschlecht/, 2016

[11] S. Seiler. 2011. Was ist los mit den Daily Soaps? Castingshows laufen Soaps den Rang ab. In: sueddeutsche.de, 29.01.2011, www.sueddeutsche.de (Abruf: 31.10.2016)

[12] R. Weihser. 2011. Deutschland bleibt die Stimme weg. In: Zeit Online, 13.05.2011, www.zeit.de (Abruf: 30.10.2016)

[13] Joachim von Gottberg, Auf Augenhöhe? Rezeption von Castingshows und Coachingsendungen,. uvk. München 2012

[14] C. Schwarz. 2006. Der Event im Wohnzimmer : die familiäre Aneignung der Casting-Show Starmania. In: SWSRundschau 46, S.209-229. http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-164441

[15] C. Schwarz. 2006. Der Event im Wohnzimmer : die familiäre Aneignung der Casting-Show Starmania. In: SWSRundschau 46, S.209-229. http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-164441

[16] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/224201/umfrage/gruende-von-kindern-und-jugendlichen-fuer-das-verfolgen-von-gntm/, 2016, iconkids & youth

[17] A. Hackenberg. 2011. Orientierung auf Augenhöhe, Nutzung und Aneignung von Castingshows durch Heranwachsende. In: JMS-Report, Ausgabe 1/2011, S. 2-7

[18] Der Stern.. 20.03.2013. Die Chance meines Lebens, www.stern.de, Abruf: 31.10.2016

[19] J. Gather, M. Götz. Die Faszination „Castingshow“ - Warum Kinder und Jugendliche Castingshows sehen. Auf Augenhöhe? Rezeption von Castingshows und Coachingsendungen,. uvk. München 2012, S. 87

[20] J. Gather, M. Götz. Die Faszination „Castingshow“ - Warum Kinder und Jugendliche Castingshows sehen. Auf Augenhöhe? Rezeption von Castingshows und Coachingsendungen,. uvk. München 2012, S. 90

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Vom Normalmenschen zum Superstar. Zur Rezeption von Casting-Shows
Hochschule
Universität zu Köln  (Medien, Kultur und Theater)
Veranstaltung
Seminar Affektfernsehen
Autor
Jahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V349784
ISBN (eBook)
9783668366633
ISBN (Buch)
9783668366640
Dateigröße
548 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
normalmenschen, superstar, rezeption, casting-shows
Arbeit zitieren
Marie Krist (Autor:in), 2016, Vom Normalmenschen zum Superstar. Zur Rezeption von Casting-Shows, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349784

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