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Versand gegen Vorort-Apotheke. Strukturelle Veränderungen in der deutschen Apothekenbranche seit Einführung der Versandapotheken

Titel: Versand gegen Vorort-Apotheke. Strukturelle Veränderungen in der
deutschen Apothekenbranche seit Einführung der Versandapotheken

Hausarbeit , 2015 , 36 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marcel Schaffrath (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Apothekenmarkt war für einen langen Zeitraum einer der am meist regulierten und reglementiert Wirtschaftszweige in Deutschland. Für die am Ende des Jahres 2000 knapp 21.600 Apotheken in Deutschland gab es dabei nur eingeschränkt wirtschaftlichen und politischen Gestaltungsraum, da die rechtlichen Grundlagen für die Apotheken in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend vorgegeben waren und unverändert blieben. Die Kunden wenden sich nun jedoch nicht mehr nur ausschließlich im Krankheitsfall an die Apotheke. Die Einstellung und das Interesse für eine gesunde Lebensführung sowie die Krankheitsprävention haben innerhalb der Bevölkerung an Relevanz gewonnen. Um dieser Lebensführung Rechnung zu tragen, nimmt die Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse durch die Apotheke einen hohen Stellenwert ein.

Im Gesundheitswesen müssen alle Akteure wie die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) aber auch die Apotheken dem demografischen Wandel gerecht werden. In den letzten Jahren wurden aus diesem Grund einige tiefgreifende Veränderungen im Bereich der Apothekenbranche unternommen, um der Entwicklung des demografischen Wandels in Richtung einer immer älter werdenden Bevölkerung in Deutschland gerecht zu werden. Vor allem das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) aus dem Jahr 2004 hat zu nachhaltigen Veränderungen in der Apothekenbranche geführt. Es entstand eine neue Ausrichtung des Apothekensektors mit neuen Möglichkeiten für die Kunden aber auch neuen Chancen und vor allem neuen Herausforderungen für die betroffenen Akteure der Apothekenbranche.

Ziel der Arbeit ist es, die Chancen und Herausforderungen die sich für das Vor-Ort-Geschäft und dem Versandhandel durch die gesetzlichen Veränderungen entsprechend des GMG ergeben, zu untersuchen. Weiterhin soll die gesetzliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung durch das GMG, die alle zur Veränderung der Apothekenbranche in Deutschland führen, aufgezeigt, die beschriebenen Folgen in Form von Chancen und Herausforderungen analysiert sowie anhand der bereits absehbaren Entwicklungen die Zukunft des Marktes in Deutschland untersucht werden.

Dabei wird die Forschungsfrage beantwortet: "Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich aus den Veränderungen des GMG von 2004 für die Vor-Ort-Apotheken und dem Versandhandel?"

Als Resultat der Arbeit wird eine Handlungsempfehlung sowohl für das Vor-Ort-Geschäft als auch eine für den Versandhandel abgeleitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Der deutsche Apothekenmarkt

2.1.1. Rechtsgrundlage zum Betrieb einer Apotheke

2.1.2. Aktuelle Strukturdaten der Apothekenbranche

2.1.3. Die besonderen Charakteristika der Arzneimittel - Arzneimittel als Vertrauensgut

2.1.4. Der demografische Wandel und der Einfluss auf den Apothekenmarkt

2.2. Die Liberalisierung des Apothekenmarktes

2.2.1. Überblick zum Gesundheitsmodernisierungsgesetz

2.2.2. Neuregelung zum Fremd- und Mehrbesitzverbot

2.2.2.1. Gesetzliche Veränderungen

2.2.2.2. Resultierende Veränderungen durch die Neuregelung

2.2.3. Der Medikamentenversandhandel in Deutschland

2.2.3.1. Gesetzliche Veränderungen

2.2.3.2. Die Entwicklung des Versandhandels in Deutschland und die Auswirkungen für das Vor-Ort-Geschäft

2.2.3.3. Angesprochene Kundengruppen des Versandhandels

3. Methodisches Vorgehen

4. Ergebnisse der Untersuchungen

4.1. Chancen und Herausforderungen für das Vor-Ort-Geschäft

4.1.1. Chancen für das Vor-Ort-Geschäft

4.1.2. Herausforderungen für das Vor-Ort-Geschäft

4.2. Chancen und Herausforderungen für den Versandhandel

4.2.1. Chancen für Versandhandel

4.2.2. Herausforderungen für den Versandhandel

5. Diskussion

5.1. Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2. Interpretation der Ergebnisse

5.3. Handlungsempfehlung

5.3.1. Handlungsempfehlung für das Vor-Ort-Geschäft

5.3.2. Handlungsempfehlung für den Versandhandel

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die strukturellen Veränderungen in der deutschen Apothekenbranche seit der Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) im Jahr 2004 zu untersuchen und dabei die Chancen und Herausforderungen für das traditionelle Vor-Ort-Geschäft sowie den Versandhandel gegenüberzustellen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich aus den Veränderungen des GMG von 2004 für die Vor-Ort-Apotheken und dem Versandhandel?“

  • Analyse des Einflusses der Liberalisierung des Apothekenmarktes durch das GMG.
  • Untersuchung des demografischen Wandels und dessen Auswirkungen auf das Kundenverhalten.
  • Differenzierte Gegenüberstellung von Chancen und Herausforderungen für Apotheken vor Ort versus Versandapotheken.
  • Ableitung von praxisorientierten Handlungsempfehlungen zur Existenzsicherung in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld.

Auszug aus dem Buch

2.1.3. Die besonderen Charakteristika der Arzneimittel - Arzneimittel als Vertrauensgut

Arzneimittel sind Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, die durch die Anwendung im oder am menschlichen oder tierischen Körper Krankheiten heilen, lindern, oder vorbeugen sollen (vgl. § 2 Abs. 1 AMG).

Unterschieden werden Arzneimittel in freiverkäufliche -, freiverkäufliche apothekenpflichtige - und verschreibungspflichtige Arzneimittel. Freiverkäufliche Arzneimittel können auch außerhalb von Apotheken (zum Beispiel in Drogeriemärkten) erworben werden, während freiverkäufliche aber apothekenpflichtige Arzneimittel ausschließlich in Apotheken vertrieben werden dürfen. Verschreibungspflichtige Arzneimittel dürfen in Apotheken ausschließlich mit einer ärztlichen Verordnung abgegeben werden (vgl. Preusker, 2013, S. 30 ff.). Ein Ziel dieser Beschränkung besteht in der Vorbeugung des Medikamentenmissbrauchs (vgl. Schöffski, 1995, S. 38). Bei unsachgemäßer Einnahme vom Arzneimitteln und fehlender Beratung Seitens des Fachpersonals über die Einnahme können für den Verbraucher schwerwiegende Nebenwirkungen, bis hin zum Tod, auftreten. Aus diesem Grund werden Medikamente als verschreibungspflichtig oder apothekenpflichtig deklariert.

Arzneimittel gelten als Vertrauensgut da dem Patienten gegenüber dem Arzt und den Pharmafirmen über Qualitätseigenschaften kaum Informationen zur Verfügung stehen und er sich deshalb sowohl auf den verschreibenden Arzt als auch auf die herstellende Firma verlassen muss (vgl. Samwer, 2008, S. 3). Vertrauensgüter werden dadurch gekennzeichnet, dass der Verbraucher die Eigenschaften des Produkts (in diesem Fall des Medikaments) auch nach dem Gebrauch nicht ohne fremde Hilfe feststellen kann (vgl. Darbi; Karni, 1973, S. 67-88).

Besonders bedeutsam sind diese Vertrauenseigenschaften bei Medikamenten anzusehen da der Informationsmangel bei Arzneimitteln im extremen Maße ausgeprägt ist (vgl. Coenen et al., 2012, S. 23). Auf Grund der ungleichen Verteilung von Informationen über Arzneimittel zwischen Kunde und Arzt beziehungsweise zwischen Kunde und Apotheker sind eine Vielzahl von Regularien bei der Abgabe von Medikamenten nötig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des stark regulierten deutschen Apothekenmarktes hin zu einem kompetitiveren Umfeld durch das GMG 2004 und definiert die Forschungsfrage.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen, den Einfluss des demografischen Wandels und die Liberalisierung des Marktes durch das GMG.

3. Methodisches Vorgehen: Das methodische Vorgehen basiert auf einer systematischen Literaturanalyse zur differenzierten Betrachtung von Chancen und Herausforderungen der verschiedenen Apothekenformen.

4. Ergebnisse der Untersuchungen: Hier werden die Chancen und Herausforderungen für das Vor-Ort-Geschäft und den Versandhandel gegenübergestellt, unter Berücksichtigung von Wettbewerb und Kundenansprüchen.

5. Diskussion: Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen, interpretiert die konträren Entwicklungen und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für beide Vertriebsformen ab.

6. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass beide Versorgungsformen durch aktive Anpassung und Profilierung langfristig bestehen können.

Schlüsselwörter

Apothekenbranche, Versandapotheke, Vor-Ort-Apotheke, GMG, Gesundheitsmodernisierungsgesetz, Arzneimittel, Vertrauensgut, Demografischer Wandel, Wettbewerb, Medikationsmanagement, Apothekenrecht, Filialapotheken, Kundenzufriedenheit, OTC-Artikel, Apothekenkooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die strukturellen Veränderungen im deutschen Apothekenmarkt, die durch die Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes (GMG) im Jahr 2004 angestoßen wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Liberalisierung des Arzneimittelmarktes, die Zulassung des Versandhandels, die Lockerung des Mehrbesitzverbots sowie die Anpassung von Präsenzapotheken an den neuen Wettbewerbsdruck.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Chancen und Herausforderungen, die sich aus dem GMG 2004 für das Vor-Ort-Geschäft und den Versandhandel ergeben, zu identifizieren und gegenüberzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse, bei der rechtliche Grundlagen, Marktdaten und Studien zum Kundenverhalten ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die gesetzlichen Veränderungen, das Kundenverhalten im Versandhandel sowie die strategischen Chancen und Herausforderungen für Apotheken vor Ort und Versandapotheken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Apothekenbranche, Versandapotheke, GMG, Arzneimittel als Vertrauensgut und Wettbewerb charakterisiert.

Warum haben Versandapotheken bisher vor allem im Bereich freiverkäuflicher Medikamente Erfolg?

Dies liegt primär an der Preiskalkulation und dem Zeitaufwand. Da für rezeptpflichtige Arzneimittel bei Versendern kaum monetäre Anreize bestehen, bevorzugen Kunden hier weiterhin die persönliche Beratung in der Präsenzapotheke.

Welche Rolle spielt das e-Rezept für die Zukunft der Versandapotheken?

Das e-Rezept wird als entscheidender Faktor gesehen, um die Prozessabwicklung zu beschleunigen und einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Vor-Ort-Geschäft zu generieren.

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Details

Titel
Versand gegen Vorort-Apotheke. Strukturelle Veränderungen in der deutschen Apothekenbranche seit Einführung der Versandapotheken
Hochschule
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen
Note
1,3
Autor
Marcel Schaffrath (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
36
Katalognummer
V349794
ISBN (eBook)
9783668370555
ISBN (Buch)
9783668370562
Sprache
Deutsch
Schlagworte
versand vorort-apotheke strukturelle veränderungen apothekenbranche einführung versandapotheken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Schaffrath (Autor:in), 2015, Versand gegen Vorort-Apotheke. Strukturelle Veränderungen in der deutschen Apothekenbranche seit Einführung der Versandapotheken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349794
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