Es ist festzustellen, dass die Haltung von „Gartenhühnern“ zunimmt, was sehr zu begrüßen ist.
Bei der Haltung und Pflege von „Gartenhühnern“ ist aber Einiges zu beachten. In Vorbereitung darauf sollte man/frau sich in der Fachliteratur und/oder im Internet kundig machen. Hühner sind Lebewesen, die gepflegt und umsorgt werden wollen – ja müssen.
Grundvoraussetzungen sind ein geeigneter Stall und ausreichend Auslauf außerhalb des Stalls (Hühnergehege).
Bei der Planung und Umsetzung ist zu beachten, dass auch im Falle einer Aufstallung (z.Zt. Aviäre Influenza –„Vogelgrippe“) ein rundum geschützter Auslauf zur Verfügung steht (Schutzvorrichtung), damit die Hühner über längere Zeit nicht nur im engen Stall gehalten werden müssen.
Der Stall – versehen mit Lichteinfall- und Belüftungsmöglichkeit – muss gegen Witterungseinflüsse (Feuchtigkeit, übermäßige Hitze, große Kälte) geschützt sein und in kurzen Abständen ausgemistet und frisch eingestreut werden. Ein abwechslungsreiches Futterangebot ist die ideale Voraussetzung für die Gesundheit, das Wohlbefinden der Hühner und für die Legeleistung der Hennen. Optimal ist Bio-Futter (gentechnikfrei). Auf Legemehl kann – so meine Erfahrung – verzichtet werden. Frisches Trinkwasser sollte an mehreren Stellen im Stall und im Auslauf angeboten werden.
Legehühner bevorzugen Gemeinschaftsnester.
Zu bedenken und zu beachten ist, dass die Hühner weitgehend vor Mangelernährung und Erkrankungen zu schützen sind. Dazu gehört auch die Impfpflicht gegen die Newcastle Disease (Newcastle-Krankheit, auch: atypische Geflügelpest).
Zu den Legehühnern gehört nach meinem Selbstverständnis auch ein Hahn. Ein Hahn, der zur Nachtzeit kräht, kann aber zu einem Problem werden, wenn sich empfindliche Nachbarn in ihrer Nachtruhe gestört fühlen.
Wer als Halter von kleinen Hühnerbeständen zumindest die Grundvoraussetzungen der Hühnerhaltung beachtet, der hat viel Freude an seinem Hühnervolk und darf sich – auch im Winter – auf leckere Eier von wirklich glücklichen Hühnern freuen.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 Das Gelände / das Grundstück
Kapitel 2 Die Idee und das Hühnergehege
Kapitel 3 Die Anschaffung der Hühner und zu beachtende Formalitäten
Kapitel 4 Die Futterstellen, das Futter und die Tränken
Kapitel 5 Der große Auslauf
Kapitel 6 Die Pflege und die Legeleistung der Hennen
Kapitel 7 Der krähende Hahn
Kapitel 8 Schutz vor Witterungseinflüssen
Kapitel 9 Ausbruch der „Vogelgrippe“, Impfpflicht gegen die Newcastle Disease
Kapitel 10 „Mehrwert“ durch Gartenhühner
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Dokumentation ist es, interessierten Lesern einen praktischen Leitfaden für die private Haltung von Gartenhühnern zu bieten, wobei der Fokus auf den notwendigen Grundvoraussetzungen wie Gehegegestaltung, artgerechter Versorgung und der Bewältigung behördlicher sowie nachbarschaftlicher Herausforderungen liegt.
- Grundlegende Anforderungen an den Stall und das Hühnergehege
- Aspekte der artgerechten Ernährung und Pflege
- Rechtliche und formale Rahmenbedingungen der Hühnerhaltung
- Umgang mit Tierkrankheiten und der gesetzlichen Impfpflicht
- Strategien zur Konfliktvermeidung mit Nachbarn und Behörden
Auszug aus dem Buch
Kapitel 2 Die Idee und das Hühnergehege
Mein Enkel Marvin wurde größer und größer – das Spielhaus mit Rutsche war nicht mehr interessant. Da ich früher schon einmal Hühner auf diesem Grundstück gehalten habe, kam mir die Idee, dieses Spielhaus nach und nach zu einem Hühnerhaus (Hühnerstall) umzubauen, um dann nach Fertigstellung wieder Hühner anzuschaffen.
Zunächst habe ich dem werdenden Hühnerhaus einen neuen Anstrich „verpasst“, aus Sicherheitsgründen eine weitere Stütze gesetzt und einen kleinen Auslauf angebaut. Dieser kleine Auslaufbereich ist mit PVC-Lichtplatten überdacht bzw. befindet sich direkt unter dem Hühnerhaus. Im Falle einer „Vogelgrippe“ haben die Hühner einen zwar kleinen – aber völlig überdachten – Auslauf und müssen nicht im engen Stall gehalten werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 Das Gelände / das Grundstück: Beschreibung des Erwerbs und der ursprünglichen Nutzung des Grundstücks durch den Autor sowie dessen Umgestaltung.
Kapitel 2 Die Idee und das Hühnergehege: Umbau des ehemaligen Spielhauses in ein Hühnerhaus inklusive der notwendigen Anpassungen für Sicherheit und Unterbringung.
Kapitel 3 Die Anschaffung der Hühner und zu beachtende Formalitäten: Auswahl der Hühnerrasse Sussex und Ausführungen zu den erforderlichen Anmeldungen bei Behörden und Tierseuchenkassen.
Kapitel 4 Die Futterstellen, das Futter und die Tränken: Detaillierte Darstellung der Fütterungspraxis, der benötigten Ausrüstung und der Sicherstellung der Wasserversorgung.
Kapitel 5 Der große Auslauf: Gestaltung eines erweiterten Freibereichs zur artgerechten Haltung der Tiere auf dem Grundstück.
Kapitel 6 Die Pflege und die Legeleistung der Hennen: Beobachtungen zur Entwicklung der Legeleistung sowie praktische Tipps zur Reinigung des Stalls und Verwertung des Hühnerkots.
Kapitel 7 Der krähende Hahn: Dokumentation des Konflikts mit Nachbarn bezüglich der Lärmbelästigung und der rechtlichen Auseinandersetzung mit der Stadtverwaltung.
Kapitel 8 Schutz vor Witterungseinflüssen: Strategien zum Schutz der Hühner vor Kälte, Nässe sowie Hitzeperioden.
Kapitel 9 Ausbruch der „Vogelgrippe“, Impfpflicht gegen die Newcastle Disease: Informationen zu den behördlichen Auflagen bezüglich Stallpflicht sowie die gesetzlichen Anforderungen zur Impfung.
Kapitel 10 „Mehrwert“ durch Gartenhühner: Reflexion über den persönlichen Gewinn und die Freude, die die Beobachtung der Hühner im Garten mit sich bringt.
Schlüsselwörter
Gartenhühner, Hühnerhaltung, Hühnerstall, Sussex Hühner, Vogelgrippe, Stallpflicht, Newcastle Disease, Impfpflicht, Hühnergehege, Legeleistung, Tierseuchenkasse, Freilandhaltung, Artenschutz, Nachbarschaftsrecht, Kleintierhaltung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Dokumentation grundsätzlich?
Das Buch bietet einen persönlichen Erfahrungsbericht und eine Anleitung zur Haltung von Gartenhühnern, von der Planung des Geheges bis hin zur Bewältigung rechtlicher und gesundheitlicher Herausforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Stall- und Gehegeplanung, die Ernährung der Hühner, notwendige Formalitäten zur Anmeldung der Tiere sowie den Umgang mit Seuchenvorgaben und nachbarschaftlichen Interessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Der Autor möchte angehenden Hühnerhaltern eine praxisnahe Orientierung geben, wie sie eine artgerechte Haltung im privaten Garten unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Anforderungen etablieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich primär um einen persönlichen, dokumentarischen Ansatz, der durch eine umfassende Zusammenstellung von Fachinformationen, Internetquellen und behördlichem Schriftverkehr ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in praktische Schritte zur Unterbringung, Fütterung, Pflege und die kritische Auseinandersetzung mit regulatorischen Anforderungen wie der Stallpflicht und Impfvorschriften.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Gartenhühner, Hühnerhaltung, Vogelgrippe, Stallpflicht, Impfpflicht und Kleintierhaltung zusammenfassen.
Warum wurde der Hahn letztlich verschenkt?
Der Hahn wurde aus Rücksicht auf die Nachbarschaft verschenkt, um einem langwierigen Rechtsstreit aufgrund der Lärmbelästigung durch das Krähen in einem Wohngebiet zu entgehen.
Wie geht der Autor mit der Impfpflicht bei Kleinstbeständen um?
Der Autor schildert die Schwierigkeit, als Halter von nur vier Hühnern an den notwendigen Impfstoff zu gelangen, da dieser oft nur in hohen Dosierungen für Großbestände erhältlich ist, und beschreibt die Suche nach einem kooperativen Tierarzt.
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- Ernst Hunsicker (Author), 2016, Das Halten von "Gartenhühnern". Eine Dokumentation in Wort und Bild, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349887