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Chancengleichheit in der Gesellschaft und der Bildung. Utopie der Inklusion?

Titel: Chancengleichheit in der Gesellschaft und der Bildung. Utopie der Inklusion?

Essay , 2012 , 5 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Svenja Muth (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach der UN-Konvention von 2006 ist Inklusion keine Utopie, sondern beschlossene Sache. Menschen mit Behinderung haben das Recht gleichberechtigt bzw. chancengleich an der Gesellschaft zu partizipieren, auch und vor allem an Bildung. Dazu gehört die Bereitstellung aller unterstützenden Mittel, um bedürfnisangemessen eine inklusive Beschulung zu ermöglichen. Dies haben die EU-Staaten schon 2006 vertraglich zugesichert. Jetzt-9 Jahre später, sind wir von einer gelungenen Umsetzung vielleicht weiter entfernt denn je.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Inklusion-eine Utopie?

2. Gesellschaftliche und schulische Rahmenbedingungen

3. Herausforderungen und Umsetzungsdefizite in der Praxis

4. Lehrerbildung und institutionelle Überforderung

5. Perspektiven für eine inklusive Forschungspädagogik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem normativen Anspruch der Inklusion gemäß der UN-Konvention und der realen Umsetzung in einem leistungsorientierten Schul- und Gesellschaftssystem, wobei der Fokus auf den strukturellen Defiziten und notwendigen gesellschaftspolitischen Voraussetzungen liegt.

  • Kritische Auseinandersetzung mit der Selektionsfunktion des Bildungssystems
  • Bedeutung von realer Partizipation für den gesellschaftlichen Wandel
  • Problematiken der aktuellen schulischen Umsetzung und Lehrerbildung
  • Herausforderungen durch unterschiedliche Förderbedarfe in Regelschulen
  • Notwendigkeit einer langfristigen, wissenschaftlich fundierten Präventions- und Forschungspädagogik

Auszug aus dem Buch

Die Ambivalenz der schulischen Inklusion

Schule soll qualifizieren, selektieren und legitimieren. Besonders der Aspekt der Selektion (der einhergeht mit leistungsbasierter Konkurrenz) steht dem Vorhaben Inklusion entgegen, ist aber allgegenwärtig und wirkt untrennbar, in wechselseitiger Bedingung zu den anderen gesellschaftlichen Funktionen der Qualifikation und Legitimation.

Dieser Konflikt scheint ohne eine utopische gesamte Reformation (hin zu einer sozialeren, nicht konkurrenzbasierten Gemeinschaft mit gleichwertigen Mitgliedern) der Gesellschaft und somit auch der Schule nicht ad hoc lösbar.

Deswegen muss im Kleinen angefangen werden. Dies sollte jedoch sowohl auf der bildungspolitischen, als auch auf der gesamtpolitischen Ebene stattfinden. (--> Inklusion nicht nur in der Schule)

Denn auch im gesamten Gesellschaftsbild befinden sich die zu inkludierenden Menschen am Rand der Gesellschaft- eine Partizipation am Alltagsgeschehen findet nur eingeschränkt bis gar nicht statt. So sind Berührungspunkte und Annäherungsmöglichkeiten eher selten und es kann sich keine Selbstverständlichkeit im gegenseitigen Umgang einstellen; dies ist meines Erachtens nach jedoch die Basis für Inklusion und für inklusive Bildung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Inklusion-eine Utopie?: Einleitung in die Thematik der Inklusion vor dem Hintergrund der UN-Konvention und der Widerspruch zum kapitalistischen Leistungsprinzip.

2. Gesellschaftliche und schulische Rahmenbedingungen: Analyse der Selektionsfunktion von Schule und der Notwendigkeit einer gesamtgesellschaftlichen Partizipation als Fundament für Inklusion.

3. Herausforderungen und Umsetzungsdefizite in der Praxis: Darstellung der Probleme bei der Umsetzung von Inklusion im Bildungssektor, insbesondere hinsichtlich fehlender Ressourcen und mangelnder Vorbereitung.

4. Lehrerbildung und institutionelle Überforderung: Erörterung der unzureichenden sonderpädagogischen Qualifizierung von Lehrkräften und der Schwierigkeiten im Umgang mit heterogenen Förderbedarfen.

5. Perspektiven für eine inklusive Forschungspädagogik: Plädoyer für langfristige Investitionen in eine reflektierte Pädagogik und die Anerkennung von Diversität als gesellschaftlicher Wert.

Schlüsselwörter

Inklusion, UN-Konvention, Partizipation, Selektion, Bildungssystem, Förderschwerpunkt, Lehrerbildung, Sonderpädagogik, Chancengleichheit, Leistungsgesellschaft, Diversität, Anerkennungstheorie, Schulentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen dem rechtlich fixierten Anspruch auf Inklusion und der schwierigen praktischen Umsetzung in einem leistungsorientierten Schul- und Gesellschaftssystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Selektionsfunktion der Schule, die Bedeutung gesellschaftlicher Teilhabe, die Qualität der Lehrerbildung sowie die logistischen und pädagogischen Herausforderungen bei der Integration unterschiedlicher Förderbedarfe.

Welches Hauptziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Inklusion weit über die Schule hinausgeht und eine tiefgreifende gesellschaftliche Transformation sowie eine spezialisierte pädagogische Vorbereitung erfordert.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven fließen ein?

Es werden bildungstheoretische Ansätze (u.a. Bernfeld, Fendt), pädagogische Praxisberichte und theoretische Bezugsrahmen wie die Anerkennungstheorie nach Axel Honneth herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den strukturellen Problemen in Regelschulen, dem Mangel an personellen Ressourcen und der Kritik an der übereilten Schließung von Förderschulen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Inklusionsphobie, Leistungsdruck, sonderpädagogischer Förderbedarf, gesellschaftliche Partizipation und pädagogische Professionalisierung.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Lehrerbildung in Bezug auf Inklusion?

Der Autor kritisiert die unzureichende Verankerung sonderpädagogischer Inhalte im Pflichtcurriculum und bemängelt die Überfüllung der wenigen verfügbaren Seminare.

Welchen Stellenwert räumt der Autor der "realen Partizipation" ein?

Reale Partizipation im Alltag wird als essenzielle Basis betrachtet, um Berührungspunkte zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen und so langfristig gesellschaftliche Normalität zu etablieren.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancengleichheit in der Gesellschaft und der Bildung. Utopie der Inklusion?
Hochschule
Universität Osnabrück  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Einführung in die Sultheorien
Note
1,3
Autor
Svenja Muth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
5
Katalognummer
V349964
ISBN (eBook)
9783668369672
ISBN (Buch)
9783668369689
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Integration Menschen mit Behinderung Menschen mit Handicaps
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Svenja Muth (Autor:in), 2012, Chancengleichheit in der Gesellschaft und der Bildung. Utopie der Inklusion?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349964
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  5  Seiten
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