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Descartes: Prinzipien der Philosophie

Title: Descartes: Prinzipien der Philosophie

Seminar Paper , 1999 , 17 Pages , Grade: 1

Autor:in: Zehra Sentürk (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Summary Excerpt Details

I. Einführung
Mit seinem Denkvermögen zweifelt der Mensch, stellt Dinge in Frage und gelangt schließlich zur Erkenntnis über Wahrheiten. Das Fundament jeglicher Erkenntnis ist die Selbsterkenntnis, das Selbst-Bewußt-Werden der Seele.
Im Kindesalter sind Geist und Körper zu sehr miteinander verschmolzen, so daß das Kind nichts deutlich erkennt. So bilden sich Vorurteile im Geiste des Kindes, die es auch im Erwachsenenalter behält. Diese Vorurteile aber müssen bekämpft und außer Kraft gesetzt werden, damit die wahre Erkenntnis sich bilden und ihre Wirkung zeigen kann. Was erkennt der Mensch? Wie erkennt der Mensch? Im folgenden werden die Begriffe wie Substanz, Zustand, Eigenschaft, Attribut, Gemeinbegriffe (Axiome) erörtert, die unsere Gedanken bestimmen.
Das tatsächliche Dasein der körperlichen Dinge ist zu bestimmen und zu hinterfragen, wie der Mensch darüber Gewißheit erlangt. Wie können wir uns auf unsere sinnliche Wahrnehmung verlassen? Besteht nicht auch die Möglichkeit, daß unsere Sinne uns täuschen? Denn alles Wahrnehmen und Denken hängt letzlich von biologischen Strukturen (Sinnesorganen, Gehirnen) ab. Erst die entsprechenden Funktionen dieser Organe lassen dem Menschen das Denken und Zweifeln zu. Ein Betrunkener könnte durchaus in seiner sinnlichen Wahrnehmung getäuscht werden, und zwar durch die Beeinträchtigung seiner Gehirntätigkeit durch eine bestimmte Menge alkoholischer Getränke. Können nur Dinge erkannt werden, die wir sehen, fühlen oder riechen können? Oder ist eine Erkenntnis über Dinge, die wir uns nur vorstellen können, auch möglich?
Ferner wird die Bewegung der Dinge untersucht und erörtert. Wie findet eine Bewegung statt und was bewirkt sie? Schließlich werden die Kraftregeln bestimmt, welche den Bewegungsvorgang ausmachen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Teil I §47 - §63:

Über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis

1. Beschaffenheit der Substanz; Beweisführung für Gottes Existenz

2. Zustand, Eigenschaft, Attribut

3. Universalien

III. Teil II §1 - §52:

Über die Prinzipien der körperlichen Dinge

1. Materie, Körper, Raum, Ort

2. Erkenntnisse

3. Bewegung

4. Naturgesetze

A- Die Ursachen der Bewegung

B- Die Kraftregeln

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit Descartes' Werk "Prinzipien der Philosophie" auseinander, um die erkenntnistheoretischen Grundlagen sowie das Verständnis von Materie und Bewegung nachzuvollziehen und wissenschaftlich einzuordnen.

  • Erkenntnistheoretische Fundierung und Selbsterkenntnis
  • Differenzierung von geistiger und körperlicher Substanz
  • Analytische Untersuchung der Begriffe Raum, Ort und Materie
  • Mechanische Deutung von Bewegung und Naturgesetzen
  • Physikalische Kraftregeln im Kontext der kartesischen Metaphysik

Auszug aus dem Buch

1.

Alles von uns Vorgestellte wird unterteilt in Ding und Eigenschaft eines Dinges sowie in ewige Wahrheiten. Die Dinge sind Substanz, Dauer, Ordnung, Zahl etc.; der Mensch erkennt jedoch nur zwei oberste Gattungen von Dingen an: die der geistigen oder denkenden Dinge und die der körperlichen oder der zum Körper gehörenden Dinge.

A) die denkende Substanz: Vorstellung, Wollen

B) die körperliche Substanz: Größe; Ausdehnung nach Länge, Breite, Tiefe; Gestalt; Bewegung; Länge und Teilbarkeit

Neben diesen beiden Gattungen von Dingen gibt es in uns Dinge, die sich nicht nur zum Geiste oder nur zum Körper beziehen: z. B. die Eigenschaften oder Zustände der Dinge, d. h. z. B. das Gefühl des Hungers, des Durstes, die Erregungen oder Leidenschaften der Seele (Fröhlichkeit, Zorn, Trauer, Liebe) und alle Empfindungen des Schmerzes, des Lichtes, der Farben, der Töne, der Gerüche, der Geschmäcke, der Wärme u.s.w. (§ 49).

Als ewige Wahrheiten sind Gemeinbegriffe oder Axiome zu nennen. Diese sind in unserem Geiste und von allen zu erkennen möglich. Sätze wie z. B.: „Wer denkt, muß, während er denkt, existieren.“ oder „Es ist unmöglich, daß dasselbe zugleich ist und nicht ist.“ (§ 49) sind Axiome.

Die Substanz können wir als ein Ding begreifen, das so existiert, daß es zu seiner Existenz keines anderen Dinges bedarf. Nur Gott kann diese unabhängige unumschränkte Substanz sein, da nur Gott frei und allmächtig ist. Alle anderen Substanzen, die geistigen sowie körperlichen, bedürfen der Führung Gottes.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Grundlegende Hinführung zum Zweifel als Instrument der Erkenntnis und zur Bedeutung der Selbsterkenntnis für den Erkenntnisprozess.

II. Teil I §47 - §63: Untersuchung der Substanzbegriffe, der göttlichen Existenz sowie der logischen Kategorien wie Attribut und Universalien.

III. Teil II §1 - §52: Analytische Betrachtung der physischen Welt, insbesondere der Konzepte von Ausdehnung, Raum, Bewegung und der zugrunde liegenden Naturgesetze.

Schlüsselwörter

Descartes, Prinzipien der Philosophie, Erkenntnistheorie, Substanz, Denken, Ausdehnung, Materie, Bewegung, Naturgesetze, Gott, Axiome, Universalien, Geist, Körper, Philosophiegeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert zentrale Passagen aus René Descartes' "Prinzipien der Philosophie", insbesondere hinsichtlich seiner metaphysischen und physikalischen Grundannahmen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die Arbeit behandelt die Definition der menschlichen Erkenntnis, die Unterscheidung zwischen geistiger und körperlicher Substanz sowie die mechanischen Gesetze der Bewegung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Descartes' Argumentationen zur Gewissheit der Erkenntnis und zur Struktur der physischen Welt nachzuvollziehen und systematisch darzustellen.

Welche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die auf der exegesischen Auswertung der entsprechenden Paragraphen aus Descartes' Werk basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung menschlicher Erkenntnisprinzipien, die Bestimmung der körperlichen Substanz sowie die Analyse der Ursachen von Bewegung und Kraftregeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Substanz, Ausdehnung, Denken, Bewegung und Naturgesetze.

Was unterscheidet den "realen" vom "modalen" Unterschied bei Descartes?

Ein realer Unterschied besteht zwischen zwei Substanzen, die unabhängig voneinander erkannt werden können, während ein modaler Unterschied Zustände derselben Substanz betrifft.

Wie definiert Descartes den Raum im Verhältnis zum Körper?

Nach Descartes ist der Raum kein leeres Nichts, sondern identisch mit der körperlichen Ausdehnung, womit die Existenz eines "Leeren" im philosophischen Sinne ausgeschlossen wird.

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Details

Title
Descartes: Prinzipien der Philosophie
College
University of Hannover  (Philosophisches Institut)
Course
Seminar: Leibniz´ Begründung der Dynamik
Grade
1
Author
Zehra Sentürk (Author)
Publication Year
1999
Pages
17
Catalog Number
V3499
ISBN (eBook)
9783638121521
Language
German
Tags
Descartes Prinzipien Philosophie Seminar Leibniz´ Begründung Dynamik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Zehra Sentürk (Author), 1999, Descartes: Prinzipien der Philosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3499
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