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Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung

Projektarbeit im Rahmen der Vorbereitung auf eine Tätigkeit als Gästeführer auf der Landesgartenschau Apolda

Titel: Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung

Projektarbeit , 2016 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tamara Zapf (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den letzten Jahrzehnten haben die zunehmende Technisierung und der gesellschaftliche Wandel zu beachtlichen strukturellen, inhaltlichen und organisatorischen Neuerungen in der Arbeitswelt geführt. Dem erfolgreichen Ausschöpfen der Potentiale von Erwerbstätigkeit stellen sich plötzlich mit der Veränderung einhergehende, um ein Vielfaches höhere Herausforderungen und damit verbundene, gesteigerte soziale wie psychische Belastungen in den Weg. Vor allem die rasante Geschwindigkeit der Veränderungen erfordert ein hohes Maß an Stresstoleranz, Flexibilität, Mobilität sowie Lern- und Kommunikationsfähigkeit.

In einer Zeit, in der selbst Menschen ohne Beeinträchtigung diesen Anforderungen und Belastungen häufig nicht standhalten können, bleiben Menschen mit psychischer Behinderung gänzlich auf der Strecke. Der Zugang zur Arbeitswelt wird oder bleibt ihnen ohne professionelle Unterstützung verwehrt. Da Arbeit allerdings nicht nur existenzielles Bedürfnis, sondern aufgrund ihrer vielfältigen Funktionen auch Grundrecht aller Menschen ist, hat der Gesetzgeber mit Verabschiedung des Neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) auch die Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung als programmatisches Ziel erklärt. Leistungen und Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation sollen Betroffenen dabei helfen, den Zugang zur Arbeitswelt trotz Beeinträchtigung zu erhalten. Es versteht sich von selbst, dass es sich dabei, in Anbetracht der derzeitigen Arbeitsweltstrukturierung, um kein einfaches Unterfangen handelt.

Die Arbeit beschäftigt sich mit eben dieser Problematik. Im Setting einer teilstationären Einrichtung der Eingliederungshilfe soll untersucht werden, inwieweit es gelingt, die berufliche Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung zu fördern: Durch intensive Vorbereitung soll den Betroffenen die Möglichkeit eröffnet werden, auf der Landesgartenschau in Apolda als Gästeführer tätig zu sein. Auf diese Weise soll ihnen der zeitweilige Zugang zur Arbeitswelt mit all ihren Chancen und Potentialen eröffnet werden. Im Optimalfall fungiert diese Beschäftigung als Sprungbrett für weitere Tätigkeiten. Um den mit einer Erwerbstätigkeit einhergehenden psychischen Belastungen und der Gefahr der Überforderung entgegenzuwirken, sollen die Betroffenen im Rahmen des vorliegenden Projekts schrittweise an ihre bevorstehende Tätigkeit herangeführt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Menschen mit psychischer Behinderung und das Arbeitsleben

2.1 Begriffsklärung: Psychische Erkrankung und psychische Behinderung

2.2 Die Bedeutung von Arbeit für Menschen mit psychischer Behinderung

2.2.1 Die Funktionen von Arbeit

2.2.2 Ein Überblick über Chancen und Risiken von Arbeit für Menschen mit psychischer Behinderung

2.3 Schwierigkeiten von Menschen mit psychischer Behinderung im Arbeitsleben

3 Die Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung

3.1 Zum Recht auf berufliche Teilhabe

3.2 Überblick über die Fördermaßnahmen beruflicher Teilhabe

3.3 Ziele der Fördermaßnahmen beruflicher Teilhabe

4 Projekt zur Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung

4.1 Rahmenbedingungen

4.1.1 Vorstellung der Tagesstätte „LebensTakt“ Apolda

4.1.2 Vorstellung der Projektteilnehmer

4.2 Projektidee

4.3 Durchführung des Projekts

4.3.1 Vorbereitung der Projektteilnehmer auf Tätigkeit als Gästeführer

4.3.2 Gestaltung der Rahmenbedingungen der Gästeführer-Tätigkeit

4.4 Ergebnisse und Reflexion

4.4.1 Auswirkungen des Projekts auf Teilnehmer

4.4.2 Auswirkungen des Projekts auf berufliche Teilhabe

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit ein praxisorientiertes Vorbereitungsprojekt in der Tagesstätte „LebensTakt“ dazu beitragen kann, die berufliche Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung durch eine Tätigkeit als Gästeführer auf der Landesgartenschau Apolda zu fördern und Versagensängste abzubauen.

  • Bedeutung von Arbeit für Menschen mit psychischer Behinderung
  • Herausforderungen auf dem aktuellen Arbeitsmarkt
  • Rechtliche Grundlagen und Fördermaßnahmen beruflicher Teilhabe
  • Personenzentrierte Projektgestaltung und Vorbereitung
  • Reflexion der Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein und die soziale Kompetenz der Teilnehmer

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Vorbereitung der Projektteilnehmer auf Tätigkeit als Gästeführer

Um eine intensive Vorbereitung der Projektteilnehmer auf ihre Tätigkeit als Gästeführer zu gewährleisten, fanden regelmäßige Treffen im wöchentlichen Turnus statt. Mit dem Ziel die Vorbereitung möglichst an die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Projektteilnehmer anzupassen, fühlte ich bereits zu Beginn der Vorbereitung vorsichtig vor, mit welchen persönlichen Schwierigkeiten die Projektteilnehmer sich in der bevorstehenden Tätigkeit konfrontiert sehen. Um eine rein negativ behaftete Assoziation zu verhindern, stellte ich im gleichen Zuge die Frage nach den individuellen Chancen, welche die Teilnehmer für sich persönlich in dieser sehen.

Bei der Gestaltung des Vorbereitungskurses nahm ich mich den Ängsten der Teilnehmer vor Überforderung sowie vor dem Sprechen vor Anderen an. Um von Anfang an Druck aus der Situation zu nehmen, fanden die Treffen stets in lockerer Atmosphäre statt. So trafen wir uns beispielsweise im Garten oder an einem runden Tisch, um gar nicht erst den Charakter einer Schul- bzw. Leistungs-Situation entstehen zu lassen.

Einen weiteren wichtigen Faktor zur Vermeidung von Stress und Überforderung sah ich außerdem in der schrittweisen Aneignung des Wissensumfanges, der zur Ausübung der Tätigkeit als Gästeführer erforderlich ist. Dieser erfolgte in einem Wechsel von Theorie und Praxis und verfolgte das Ziel, dass die Projektteilnehmer auf diese Weise mehr Selbstsicherheit gewinnen und sich damit einhergehend mit weniger Versagensängste konfrontiert sehen. Die Phase der Wissensaneignung gliederte sich in mehrere Etappen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychisch stabilisierende Funktion von Erwerbsarbeit und führt in die Problematik ein, dass Menschen mit psychischer Behinderung oft unterdurchschnittliche Chancen auf dem modernen, kompetenzorientierten Arbeitsmarkt haben.

2 Menschen mit psychischer Behinderung und das Arbeitsleben: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und analysiert die psychologischen Funktionen sowie die Chancen und Risiken von Erwerbsarbeit für Betroffene.

3 Die Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung: Hier werden das Recht auf Teilhabe, gesetzliche Rahmenbedingungen (SGB IX) und die Ziele moderner, personenzentrierter Fördermaßnahmen erörtert.

4 Projekt zur Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung: Dieses Kapitel stellt das konkrete Gästeführer-Projekt in der Tagesstätte „LebensTakt“ vor, erläutert die Vorbereitungsmaßnahmen und reflektiert die Ergebnisse hinsichtlich der persönlichen Entwicklung der Teilnehmer.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die positiven Projektergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer dauerhaften, individuellen Betreuung zur nachhaltigen Förderung der beruflichen Teilhabe.

Schlüsselwörter

Berufliche Teilhabe, psychische Behinderung, Erwerbstätigkeit, Gästeführer, Landesgartenschau, Tagesstätte, Rehabilitation, Selbstbewusstsein, Arbeitsintegration, personenzentrierter Ansatz, Versagensängste, soziale Kompetenz, Eingliederungshilfe, LebensTakt, psychische Erkrankung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der beruflichen Inklusion von Menschen mit psychischer Behinderung durch ein spezifisches Projekt zur Vorbereitung auf eine Gästeführer-Tätigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Bedeutung von Arbeit für die psychische Gesundheit, die Hürden auf dem ersten Arbeitsmarkt sowie Konzepte zur beruflichen Rehabilitation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung, wie durch intensive, personenzentrierte Vorbereitung die Teilhabechancen von Menschen mit psychischer Behinderung verbessert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine praxisorientierte Projektarbeit in einer teilstationären Einrichtung durchgeführt, begleitet von einer Reflexion und Auswertung der Teilnehmerentwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe zur Arbeitsintegration, stellt die Rahmenbedingungen des Projekts dar und reflektiert die konkreten Auswirkungen auf die Teilnehmer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie berufliche Teilhabe, psychische Behinderung, Selbstbewusstsein und Arbeitsintegration charakterisiert.

Was ist die Besonderheit der Tagesstätte „LebensTakt“ im Projekt?

Die Tagesstätte fungierte als sicherer Rahmen für die Vorbereitung, in der durch multiprofessionelle Betreuung und Gruppenarbeit die Teilnehmer schrittweise an die Gästeführer-Tätigkeit herangeführt wurden.

Warum spielt das „Pro- & Contra-Liste“ Verfahren eine Rolle?

Es diente dazu, die Motivation der Teilnehmer zu erfassen und bei Ängsten als wirksames Instrument zur Stärkung des Durchhaltevermögens in der Vorbereitungsphase zu fungieren.

Welchen Einfluss hat die „Baustellenführung“ auf die Ergebnisse gehabt?

Die Baustellenführung ermöglichte eine realitätsnahe Erprobung unter öffentlichen Bedingungen, was zu einem signifikanten Anstieg des Selbstvertrauens und der sozialen Sicherheit bei einer Teilnehmerin führte.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung
Untertitel
Projektarbeit im Rahmen der Vorbereitung auf eine Tätigkeit als Gästeführer auf der Landesgartenschau Apolda
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)  (Rehabilitation)
Veranstaltung
Professionelle Identitätsbildung
Note
1,3
Autor
Tamara Zapf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
29
Katalognummer
V350025
ISBN (eBook)
9783668375321
ISBN (Buch)
9783668375338
Sprache
Deutsch
Schlagworte
berufliche Rehabilitation Menschen mit seelischer Behinderung Menschen mit psychischer Behinderung Funktionen von Arbeit berufliche Teilhabe Rehabilitation Teilhabe Förderung beruflicher Teilhabe Arbeit und Menschen mit Behinderung Arbeit und psychische Erkrankung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tamara Zapf (Autor:in), 2016, Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit psychischer Behinderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350025
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Leseprobe aus  29  Seiten
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