Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der Internen Kommunikation in Theorie und Praxis sowie der Stellenwert, den die Führungskraft dabei einnimmt. Die Interne Kommunikation, die auch als „Mitarbeiterinformation“ oder „Human Relations“ bezeichnet wird, will das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Mitgliedern eines Unternehmens fördern. Interne Kommunikation zielt darauf ab, die Mitarbeiter eines Unternehmens mit den Organisationszielen zu identifizieren und die Geführten auf diesem Weg zu motivieren, sich intensiv für die Ziele des Unternehmens einzusetzen.
In dieser Arbeit wird der Standpunkt vertreten, dass Kommunikation innerhalb eines Unternehmens unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensführung ist. Erfolgreich zu kommunizieren bedeutet vor allem für Führungskräfte, aber auch für Mitarbeiter, Ereignisse auf kommunikative Art und Weise zu gestalten, um positive Unternehmensergebnisse zu erzielen.
„Unternehmenskommunikation dient dazu, einen Beitrag zum Erreichen der Ziele von Wirtschaftsorganisationen zu leisten. Das Ausmaß dieses Beitrages hängt wiederum von der Effizienz und Effektivität des Kommunikationsmanagements ab.“
Kommunikation in Organisationen hat Auswirkungen auf Erfolg und Misserfolg, auf Gewinn und Verlust eines Unternehmens. Im Gegensatz zu großen Betrieben, die mehr als 250 bzw. 500 Mitarbeiter beschäftigen, scheint das reibungslose Funktionieren der Internen Kommunikation in Anbetracht der relativ geringen Anzahl an Mitarbeitern von Klein- und Mittelbetrieben (kurz: KMU) (1-250 bzw.
500 Mitarbeiter) selbstverständlich zu sein. In der aktuellen Fachliteratur wird der Standpunkt vertreten, die Interne Kommunikation sei umso leichter erfolgreich umzusetzen, desto kleiner der jeweilige Betrieb in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl ist.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 PERSÖNLICHER ZUGANG ZUM THEMA
1.2 FORSCHUNGSLEITENDE FRAGEN UND GLIEDERUNG DER ARBEIT
1.3 ZIEL DER ARBEIT
1.4 METHODISCHE VORGEHENSWEISE
1.5 UNTERSUCHUNG DES AKTUELLEN FORSCHUNGSSTANDES
2 DIE FÜHRUNGSKRAFT ALS KOMMUNIKATOR
2.1 EINLEITUNG
2.2 BEGRIFFSBESTIMMUNG „KOMMUNIKATOR“
2.3 BEGRIFFSBESTIMMUNG „FÜHRUNGSKRAFT“
2.4 FUNKTIONEN UND AUFGABEN DER FÜHRUNGSKRAFT
2.5 DIE KOMMUNIKATIONSFUNKTION DER FÜHRUNGSKRAFT
2.6 FÜHRUNGSSTILE UND FÜHRUNGSMODELLE
2.7 MITARBEITERFÜHRUNG
2.7.1 Die Aufgaben der Führung des Mitarbeiters
2.7.2 Einflüsse auf das Verhalten des Mitarbeiters
2.7.3 Die Persönlichkeit der Führungskraft
2.7.4 Konfliktmanagement
2.8 INFORMATION UND KOMMUNIKATION IM UNTERNEHMEN
3 ERFOLGSFAKTOR INTERNE KOMMUNIKATION
3.1 EINLEITUNG
3.2 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
3.2.1 Historische Entwicklung von Öffentlichkeitsarbeit
3.2.2 Definitionen von Öffentlichkeitsarbeit
3.2.3 Unterschiedliche Sichtweisen von Public Relations
3.2.4 Funktionen und Ziele von Öffentlichkeitsarbeit
3.2.5 Die „Vier Modelle der Public Relations“ nach Grunig und Hunt
3.2.6 Öffentlichkeit und Teilöffentlichkeiten
3.3 INTERNE KOMMUNIKATION ALS FÜHRUNGSAUFGABE
3.3.1 Begriffsbestimmung „Interne Kommunikation“
3.3.2 Aufgaben und Ziele Interner Kommunikation
3.3.3 Strukturen Interner Kommunikation
3.3.4 Instrumente der Internen Kommunikation
3.4 INTERNE KOMMUNIKATION IN DER INTEGRIERTEN KOMMUNIKATION
3.4.1 Marketing-, PR-, CI-zentrierte Modelle der Integrierten Kommunikation
3.4.2 Integrative Modelle der Integrierten Kommunikation
4 KLEIN- UND MITTELBETRIEBE
4.1 EINLEITUNG
4.2 WESENTLICHES ÜBER KMU IN ÖSTERREICH
4.2.1 Qualitative und quantitative Merkmale von KMU
4.2.2 Vor- und Nachteile von KMU
4.2.3 Der Unternehmer als Führungskraft in KMU
4.3 KMU IN KÄRNTEN
4.4 KRITERIEN FÜR WIRTSCHAFTLICHEN ERFOLG
4.5 INTERNE KOMMUNIKATION IN DER PRAXIS
4.6 UNTERSUCHUNG DER INTERNEN KOMMUNIKATION VON KMU IN KÄRNTEN
4.6.1 Formulierung und Analyse des Untersuchungsproblems
4.6.2 Erfassung der Daten
4.6.3 Analyse der Daten
4.6.4 Interpretation der Ergebnisse
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert der Führungskraft als Kommunikator im Kontext der Internen Kommunikation in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Kärnten. Ziel ist es, den Erfolgsfaktor Interne Kommunikation wissenschaftlich zu beleuchten und den Wissensstand sowie das Bewusstsein der Führungskräfte hinsichtlich dieses Potentials zu analysieren, um daraus Anforderungen an eine zielgerichtete Unternehmensführung abzuleiten.
- Die Rolle der Führungskraft als Kommunikator und Gestaltungsträger innerhalb des Unternehmens.
- Die theoretische Verankerung der Internen Kommunikation im Kontext der Public Relations und der Integrierten Kommunikation.
- Herausforderungen und Besonderheiten der Kommunikation in Klein- und Mittelbetrieben.
- Eine explorative Studie zur Erfassung des Bewusstseinsstands Kärntner Führungskräfte bezüglich der Internen Kommunikation.
- Implikationen für eine systematische Planung und Umsetzung innerbetrieblicher Kommunikationsprozesse.
Auszug aus dem Buch
Die Führungskraft als Kommunikator
Die Kommunikationspolitik des klassischen Marketing-Ansatzes richtet sich an den Absatzmarkt, man spricht von „Marktkommunikation“. Modernere Ansätze beziehen auch das Umfeld des Unternehmens mit ein. Sie richten sich sowohl an den Absatzmarkt, als auch an die Gesellschaft, daher kann in diesem Fall von „Gesamtkommunikation“ gesprochen werden. Denn: „Die Existenz eines Unternehmens dokumentiert sich ja nicht nur in ökonomischen Vorgängen, sondern ist maßgeblich bestimmt durch das Eingebettetsein in die Gesellschaft und die daraus resultierenden Wechselwirkungen, Berührungspunkte und Spannungen.“
Gemäß des Gedankengutes der humanistischen Psychologie, sind die sozialen Verbindlichkeiten einer Organisation in das Zielgefüge der Unternehmung einzubinden. Demnach ist das Unternehmen sowohl den Mitarbeitern, als auch der Gesellschaft verpflichtet. Führungskräfte informieren Mitarbeiter, damit diese die ihnen übertragenen Aufgaben und Tätigkeiten erfüllen können. Erfolgreiche Führungskräfte sind Kommunikatoren, welche die Mitarbeiter als gleichberechtigte Individuen mit Wünschen und Bedürfnissen anerkennen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Definiert das Thema und das Forschungsziel, die Rolle der Führungskraft und die Bedeutung der Internen Kommunikation in KMU hervorzuheben.
2 DIE FÜHRUNGSKRAFT ALS KOMMUNIKATOR: Analysiert theoretisch die Rolle der Führungskraft als Kommunikator sowie deren Aufgaben und Stile, unter Einbeziehung von Menschenbildern und Führungskonzepten.
3 ERFOLGSFAKTOR INTERNE KOMMUNIKATION: Beleuchtet die Interne Kommunikation als strategisches Führungsinstrument im Kontext von Öffentlichkeitsarbeit und Integrierter Kommunikation.
4 KLEIN- UND MITTELBETRIEBE: Untersucht spezifisch KMU in Kärnten und führt eine explorative Studie zum Bewusstseinsstand der Führungskräfte bezüglich Interner Kommunikation durch.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fasst die theoretischen und empirischen Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Führung und Kommunikation.
Schlüsselwörter
Interne Kommunikation, Führungskraft, Kommunikator, KMU, Kärnten, Mitarbeiterführung, Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Unternehmenskultur, Unternehmensführung, Mitarbeiterinformation, Erfolgsfaktor, Kommunikationsmanagement, Personalisierung, Integrierte Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Internen Kommunikation als strategischen Erfolgsfaktor in Klein- und Mittelbetrieben (KMU) in Kärnten und analysiert die Rolle, die Führungskräfte bei der Gestaltung dieser Prozesse einnehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Kommunikation in Unternehmen, die Rollendefinition der Führungskraft als Kommunikator, der Stellenwert der Public Relations sowie die spezifischen Rahmenbedingungen in Kärntner Klein- und Mittelbetrieben.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das primäre Ziel ist eine Bestandsaufnahme des Erfolgsfaktors Interne Kommunikation in KMU sowie die Erhebung des Wissensstandes und Bewusstseins von Kärntner Führungskräften bezüglich dieses Themas.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit kombiniert eine tiefgehende theoretische Literaturarbeit mit einer explorativen empirischen Studie, für die eine schriftliche Fragebogenerhebung unter 50 Kärntner Führungskräften durchgeführt wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Kommunikationsbegriffs und der Führungskraft, die detaillierte Darstellung der Internen Kommunikation im Kontext moderner Unternehmensführung und die Analyse der Situation speziell in Kärntner KMU.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit fokussiert maßgeblich auf Begriffe wie "Interne Kommunikation", "Führungskraft als Kommunikator", "Unternehmenskultur", "KMU" und "Erfolgsfaktor".
Wie wichtig ist das Internet für die Interne Kommunikation in Kärntner KMU?
Die Studie zeigt, dass das Internet, insbesondere die E-Mail-Kommunikation und das Intranet, eine wachsende Rolle spielt, wobei jedoch das persönliche Gespräch weiterhin als unverzichtbares Instrument gilt.
Welche Defizite wurden bei Kärntner Führungskräften festgestellt?
Es wurde deutlich, dass bei vielen Kärntner Führungskräften Wissenslücken hinsichtlich der strategischen Planung und der Ziele Interner Kommunikation bestehen; diese wird oft nur intuitiv oder in Krisenzeiten angewendet.
Ist das Konzept der "Integrierten Kommunikation" in Kärntner KMU bereits etabliert?
Die Arbeit deutet an, dass die systematische und ganzheitliche Integration der Kommunikationsinstrumente in kleinen Unternehmen noch stark vernachlässigt wird, da oft personelle und zeitliche Ressourcen für eine solche Planung fehlen.
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- Astrid Fallosch (Author), 2004, Die Führungskraft als Kommunikator. Erfolgsfaktor Interne Kommunikation in Klein- und Mittelbetrieben Kärntens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35006