Den Software-Lösungen zur Unterstützung des IT-Asset-Management werden in den kommenden Jahren eine steigende Nachfrage prognostiziert. Unstrittig ist, dass die IT-Ausgaben insgesamt in den kommenden Jahren steigen werden. Die IT-Ausstattung ist schon oder wird zu einem Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Lange war es gang und gäbe, die IT-Abteilung als „heilige Kuh“ zu betrachten, was dazu führte, dass die Investitionen in die IT-Ausstattung nicht so kritisch geprüft wurden, wie es sonst bei Investitionen angebracht sein sollte. Die Folge ist, dass heutzutage in manchen Unternehmen eine heterogene IT-Infrastruktur vorhanden ist. Im Zuge der Globalisierung und des sich verschärfenden Kostendrucks in vielen Branchen müssen IT-Abteilungen in Unternehmen ihre Kosten offen legen und ihren Anteil zu den Erträgen des Unternehmens herausfiltern. Laut einer Studie von 1997 sind zehn Prozent der unternehmensweiten Ausgaben für Hard- und Software ineffizient und unnötig. In konkreten Zahlen ausgedrückt: Unternehmen haben in der Summe ca. 66 Milliarden Dollar vergeudet.
Damit gewinnt ein Gebiet an Bedeutung, dass auch die kaufmännische Seite berücksichtigt – die effiziente Verwaltung des IT-Bestandes. Eines der Ziele dieses Managementprozesses ist es, Kostentransparenz und verursachungsgerechte Verrechnung der IT-Objekte herzustellen. Mit dem Ansatz des IT-Asset-Management gewinnt ein Bereich der Informationstechnologie immer mehr an Bedeutung, der das Ziel hat, den vorhandenen IT-Bestand aber auch künftige Anschaffungen unter verschiedenen Gesichtspunkten zu optimieren.
In dieser Arbeit soll im zweiten Kapitel zunächst vorgestellt werden, was man unter den Teilbegriffen und schließlich dem Gesamtbegriff "IT-Asset-Management" versteht im Zusammenhang mit dem ITIL-Modell. Daran anschließend wird dargestellt, wie die Ziele und Aufgaben des IT-Asset-Management definiert sind. In Kapitel vier wird die Einführung des IT-Asset-Management und die damit verbundenen Problembereiche diskutiert Anschließend wird ein Software-Konzept von der Firma HAITEC AG vorgestellt, ehe das Fazit diese Arbeit abrundet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 IT-Asset-Management
2.1 Die Informationstechnologie (IT)
2.2 IT-Assets
2.3 Management (der IT-Assets)
2.4 IT-Asset-Management
3 Die Aufgaben und Ziele des IT-Asset-Management
3.1 Ziele des IT-Asset-Management
3.2 Aufgaben des IT-Asset-Management
3.2.1 Bestands- und Konfigurationsmanagement
3.2.2 Beschaffungsmanagement
3.2.3 Lizenzmanagement
3.2.4 Vertragsmanagement
3.2.5 Störungs- und Wartungsmanagement
3.2.6 Change Management
3.2.7 Finanzmanagement
4 Einführung des IT-Asset-Management
4.1 Planung und Umsetzung der Einführung des IT-Asset-Management
4.2 Problembereiche in IT-Asset-Management-Projekten
5 Ein Software-Konzept zum Thema IT-Asset-Management
6 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Relevanz und zweckmäßige Umsetzung des IT-Asset-Managements zur effizienten Verwaltung von IT-Beständen, um Kostentransparenz zu schaffen und den zunehmenden wirtschaftlichen Anforderungen an IT-Abteilungen gerecht zu werden.
- Bedeutung des IT-Asset-Managements für Unternehmen
- Definition von Zielen und operativen Aufgaben im Lebenszyklus von IT-Objekten
- Strategische Planung und Herausforderungen bei der Implementierung eines Asset-Management-Systems
- Vorstellung von Software-Lösungen zur Unterstützung der IT-Bestandsverwaltung
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Bestands- und Konfigurationsmanagement
Vor der erfolgreichen Benutzung eines IT-Asset-Management-Systems steht die Erfassung der vorhandenen IT-Assets inklusive ihrer gewählten Attribute. Aber auch neu hinzugekommene IT-Ausstattung wie die Anschaffung von PCs werden von einer IT-Asset-Management-Lösung unterstützt. Es kann damit überprüft werden, ob eine Anschaffung notwendig ist oder ob dieser Asset auch anderweitig aus anderen Orten (bspw. im eigenen Unternehmen) beschafft werden kann. Das Konfigurationsmanagement kann daher Zusammenhänge zwischen IT-Assets aufzeigen. Daher kann diese Management-Funktion auch als die Grundlage des IT-Asset-Management bezeichnet werden, da sie die Datenbasis für die weiteren Vorgänge bereitstellt.
Bestände müssen erfasst und die angeschafften Geräte konfiguriert werden. Mit der Standardisierung der Konfiguration können Arbeitsplätze schneller eingerichtet werden. Zum Einsatz kommen oftmals auch Asset-Discovery-Tools, die automatisch einen Asset identifizieren. Sie ermitteln sämtliche an ein Netzwerk angeschlossene Hard- und Software und gleichen diese mit dem vorhandenen Datenbestand ab. Mit dem Asset Journaling werden den Assets Attribute zugeordnet, mit denen die Elemente näher beschrieben werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit motiviert die wachsende Bedeutung des IT-Asset-Managements durch den steigenden Kostendruck und die Notwendigkeit einer effizienten IT-Infrastruktur.
2 IT-Asset-Management: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe der Informationstechnologie, IT-Assets und des Managements sowie die Einordnung des IT-Asset-Managements in das ITIL-Modell.
3 Die Aufgaben und Ziele des IT-Asset-Management: Es werden die zentralen Ziele wie Kostensenkung und Produktivitätssteigerung sowie die operativen Funktionen wie Lizenz- und Vertragsmanagement detailliert beschrieben.
4 Einführung des IT-Asset-Management: Der Fokus liegt auf der Planung, der notwendigen Inventarisierung und der kritischen Auseinandersetzung mit potenziellen Problembereichen bei der Projekteinführung.
5 Ein Software-Konzept zum Thema IT-Asset-Management: Anhand eines Praxisbeispiels der Firma HAITEC AG wird veranschaulicht, wie Software-Lösungen zur Unterstützung des IT-Asset-Managements gestaltet sein können.
6 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass eine exakte Datenbasis die wesentliche Voraussetzung für den Erfolg ist und IT-Asset-Management zukünftig einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstellt.
Schlüsselwörter
IT-Asset-Management, IT-Infrastruktur, Bestandsmanagement, Konfigurationsmanagement, Lebenszyklus, Kostentransparenz, ITIL, Lizenzmanagement, Software-Lösungen, Inventarisierung, Datenbasis, Return on Investment, Total Cost of Ownership, IT-Service-Management
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die effiziente Verwaltung und kaufmännische Analyse von IT-Objekten durch IT-Asset-Management-Systeme.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des IT-Asset-Managements, den Zielen (wie TCO-Senkung), den operativen Aufgabenbereichen und der praktischen Implementierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine professionelle Verwaltung ihrer IT-Bestände Kosten reduzieren und die Effizienz ihrer Infrastruktur steigern können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Analyse einschlägiger Literatur, Studien und der ITIL-Methodik basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung der Management-Aufgaben (Bestand, Lizenz, Vertrag etc.) sowie eine Diskussion zur Einführung und zu Software-Konzepten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Kernbegriffe sind IT-Asset-Management, Lebenszyklus, IT-Infrastruktur, Kostentransparenz und Bestandsdatenbank.
Warum ist das Konfigurationsmanagement so wichtig für das System?
Es bildet die Grundlage der Datenbasis und stellt die notwendigen Informationen über Zusammenhänge zwischen den IT-Assets für alle anderen Management-Prozesse bereit.
Welche Rolle spielt die Datenqualität für den Projekterfolg?
Die Datenqualität ist kritisch; der Autor führt an, dass bei einer Pflegequalität von unter 75 Prozent das System als unbrauchbar einzustufen ist.
Welchen Rat gibt der Autor bezüglich des Detaillierungsgrads der Inventarisierung?
Hier gilt der Grundsatz: "So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich", um den Balanceakt zwischen Nutzen und Pflegeaufwand zu bewältigen.
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- Christian Runge (Autor), 2004, IT-Asset-Management. Welche Software und Datenverwaltung für IT-Objekte ist zweckmäßig?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35010