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Ausgewählte Daten zur Fernsehnutzung Jugendlicher

Title: Ausgewählte Daten zur Fernsehnutzung Jugendlicher

Term Paper , 2004 , 21 Pages , Grade: 2

Autor:in: Nadja Wagner (Author)

Communications - Movies and Television
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Die jüngere Generation, die sog. Fernsehgeneration, weiß und lernt, versteht und begreift immer weniger. Die menschliche Kapazität ist offensichtlich begrenzt. Wenn auf der einen Seite neues hinzukommt, muss man auf der anderen Seite darauf verzichten. Eben dies tut die Jugend gleichsam selbstverständlich, und das betrachten die Älteren als Verlust. Die Kulturkritiker liefern den Grund für den Abstieg: das Fernsehen.

„Das Fernsehen hat unsere Welt entgrenzt: Beim Abendessen sehen wir verhungernde Kinder, wir erleben Kriege und Katastrophen im Sessel, wir sind dabei, wenn Politiker ihr Image zelebrieren und wenn Minderheiten die Aufmerksamkeit der Kamera erzwingen. Die Kritik am Fernsehen hat sich bisher auf seine gewaltigen und banalen Inhalte konzentriert. Noch nie aber wurde die revolutionärste Veränderung dieses Mediums untersucht: Wir haben unseren Orts-Sinn verloren, wir sind überall und nirgends dabei. Physische Präsenz ist keine Bedingung mehr für Begegnungen und Erfahrungen. Dieses Neu-Arrangement des In-der-Welt-Seins nivelliert aber auch psychische und soziale Unterschiede und demokratisiert unsere Gesellschaft auf ungeahnte Art.“

Das heißt also, dass unsere Gesellschaft Informationen ausgesetzt ist, die sie nicht zu überblicken vermag, geschweige denn zu kontrollieren. Wir konsumieren einen immer höheren Anteil an Informationen durch das Fernsehen und sind so immer weniger in der Lage, eigene Sichtweisen und Einstellungen weiterzugeben, wie dies auch im Alltagsgespräch geschieht. Der Mensch wird vom Fernsehen kultiviert und dadurch auch manipuliert:

„Die Informationsüberflutung könnte eine völlige Desorientierung der Gesellschaft und der einzelnen Menschen zur Folge haben“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 EINLEITUNG

1 ALLGEMEINE DATEN ÜBER VERSCHIEDENE MEDIEN-EINRICHTUNGEN

1.1 Die Entstehungsgeschichte der Fernsehforschung in Deutschland

1.2 Sozialisation Jugendlicher – ein kurzer Einblick

1.3 Allgemeine Informationen zur Media-Analyse und den „Media Perspektiven“

2 DIE ROLLE DES FERNSEHERS BEI JUGENDLICHEN

2.1 Welche Rolle spielte der Fernseher in den letzten zwei Jahrzehnten

2.1.1 Die Fernseh-Nutzung seit dem Anfang der Achtziger Jahre

2.1.2 Der Besitz von Fernseh-Geräten

2.2 Fernsehnutzungsmotive bei Jugendlichen

2.3 Spezielle Jugendprogramme und ihre Adressaten

3 BEEINFLUSSUNG DER JUGEND DURCH DIE MEDIEN

3.1 Beeinflussung Jugendlicher durch das Medium Fernsehen

3.1.1 Einfluss auf das Publikum durch gewalthaltige Fernsehprogramme

3.2 Fernsehen ist eine Droge, es macht Jugendliche süchtig

4 SCHLUSS

5 QUELLEN/LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht den Medienalltag von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 29 Jahren mit einem besonderen Fokus auf die Nutzung und Wirkung des Mediums Fernsehen im Kontext einer zunehmend mediengeprägten Gesellschaft.

  • Historische Entwicklung der Fernsehforschung in Deutschland
  • Sozialisationsprozesse junger Menschen in der Medienwelt
  • Analyse von Nutzungsmotiven bei Jugendlichen
  • Medienwirkung, insbesondere im Hinblick auf Gewalt und Suchtpotential

Auszug aus dem Buch

2.2 Fernsehnutzungsmotive bei Jugendlichen

Der durchschnittliche Fernsehkonsum beträgt bei Jugendlichen zwei Stunden und sechzehn Minuten pro Tag, jedoch sind die jeweiligen Nutzungsmotive von Fall zu Fall verschieden. Unterschiede treten vor allem bei der Schulartzugehörigkeit auf, wobei, ganz klar, auch das Bildungsniveau ein Rolle spielt. Ein Hauptschüler z.B. sitzt fast doppelt soviel vor dem Bildschirm, wie ein Gymnasiast. Auch das Alter und das Geschlecht beeinflussen die Intensität der Fernsehnutzung bei Jugendlichen. Jungen sehen in der Woche durchschnittlich drei Stunden mehr fern, als Mädchen. Anhand von zehn Nutzungsmotiven möchte ich versuchen, Gründe für das spezifische Nutzungsverhalten der jungen Generation zu finden:

1. Fernsehnutzung zur Beseitigung von Langeweile

Reizarme Situationen mit einer gewissen ,,Leere des Lebensgefühls" werden als veränderungsbedürftig empfunden. Zur Anregung der inneren Erlebniswelt und zur Belebung des Handlungsfeldes wird ferngesehen. Es wird angenommen, dass bei sowohl hohem als auch bei niedrigem Aktivierungsniveau diese reizvolle und physisch passive Verlockung groß ist, besonders dann, wenn im übrigen Handlungsraum die Möglichkeiten zur Belebung der inneren Erlebniswelt nur unzureichend vorhanden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

0 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Fernsehens als kulturkritisch bewertetes Massenmedium, das Informationen entgrenzt und zur Manipulation der Gesellschaft beitragen kann.

1 ALLGEMEINE DATEN ÜBER VERSCHIEDENE MEDIEN-EINRICHTUNGEN: Dieses Kapitel beschreibt die Geschichte der deutschen Fernsehforschung und die Methodik der Zuschauerforschung sowie die Bedeutung der Media-Analyse.

2 DIE ROLLE DES FERNSEHERS BEI JUGENDLICHEN: Der Hauptteil analysiert die Fernsehnutzung der Zielgruppe über die letzten Jahrzehnte, untersucht die Verbreitung von Fernsehgeräten und definiert verschiedene Motive, warum Jugendliche fernsehen.

3 BEEINFLUSSUNG DER JUGEND DURCH DIE MEDIEN: Hier wird die mediale Beeinflussung kritisch hinterfragt, wobei insbesondere die Wirkung von Gewalt in Medien und die Hypothese einer Fernsehsucht im Mittelpunkt stehen.

4 SCHLUSS: Das Fazit fasst die ritualisierte Mediennutzung zusammen und prognostiziert eine zunehmende Verschmelzung von alten und neuen Medien im Alltag Jugendlicher.

5 QUELLEN/LITERATURVERZEICHNIS: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur und Online-Ressourcen.

Schlüsselwörter

Fernsehforschung, Mediennutzung, Jugendliche, Sozialisation, Media-Analyse, Fernsehsucht, Gewaltwirkung, Kultivierungsanalyse, Fernsehgeneration, Medienwirkung, Programmplanung, Zuschauerverhalten, Medienalltag, Massenmedien, Rezipienten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Daten und Strukturen der Fernsehnutzung durch Jugendliche in Deutschland sowie den Auswirkungen dieses Medienkonsums.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Geschichte der Fernsehforschung, die Analyse der Nutzungsmotive von Jugendlichen und die kritische Auseinandersetzung mit Medienwirkungen wie Gewalt und Sucht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Medienverhalten junger Menschen im Alter von 12 bis 29 Jahren besser zu verstehen und die Rolle des Fernsehens als prägenden Faktor der Sozialisation zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Studien, wie etwa der Media-Analyse und der JIM-Studie der ARD.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie sich das Fernsehverhalten über Jahrzehnte verändert hat, warum Jugendliche fernsehen und welche Risiken, wie Gewaltnachahmung oder Sucht, damit verbunden sein können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Fernsehforschung, Sozialisation, Medienwirkung, Rezipientenverhalten und den Wandel zur digitalen Medienwelt.

Was bedeutet in diesem Kontext der Begriff „Vielseher“?

Als Vielseher werden Rezipienten mit einem besonders hohen Fernsehkonsum und häufig niedrigem Bildungsniveau bezeichnet, die in ihrer Freizeit stark auf das Medium angewiesen sind.

Welchen Einfluss haben Castingshows auf die Zielgruppe?

Castingshows werden als Beispiele für die Magnetwirkung des Fernsehens genannt, da sie spezifische Zielgruppen ansprechen und durch Trends in allen Lebenslagen den Fernsehkonsumenten stark binden.

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Details

Title
Ausgewählte Daten zur Fernsehnutzung Jugendlicher
College
LMU Munich  (IfKW)
Course
Medienkunde
Grade
2
Author
Nadja Wagner (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V35012
ISBN (eBook)
9783638350686
Language
German
Tags
Ausgewählte Daten Fernsehnutzung Jugendlicher Medienkunde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadja Wagner (Author), 2004, Ausgewählte Daten zur Fernsehnutzung Jugendlicher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35012
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